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 Partys Bar

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Ryuki



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BeitragThema: Re: Partys Bar   Mi Dez 18, 2013 1:23 pm

Obwohl Ryukis Worte wohle eher als gekrächztes Gebabbel durchgehen würde, als eine gestellte Frage, schien die junge Frau verstanden zu haben, wonach es den Piraten gelüstete. Er hatte so lange schon nichts mehr getrunken, dass er sich fast wieder an die Hitze seiner Heimat erinnert fühlte. Damals, in den endlosen Weiten der Wüste Alabastas hatte er sich jeden Tag in etwa so ausgedörrt gefühlt, wie er sich in diesem Moment fühlte. Natürlich war er damals nie ohne genug Wasser auch nur aus dem Zelt getreten, aber die trockene Hitze hatte trotzdem ihr Bestes verursacht. Hier im East Blue war es niemals so heiß wie in der Heimat des Piraten, aber ohne Wasser war es vergleichbar unangenehm durch den Dschungel zu laufen. Nachdem Ryuki gesprochen, pardon, gekrächzt hatte, dass er gerne etwas Wasser bekommen würde, erhob sich die junge Frau neben ihm. Jedenfalls vermutete Ryukis dies, denn sie schien plötzlich in die Höhe zu schießen und da es wohl eher unwahrscheinlich war, dass sie in der Lage war plötzlich auf einen Großteil ihrer ursprünglichen Größe anzuwachsen, musste er wohl davon ausgehen das sie tatsächlich neben ihm gesessen hatte. Es dauerte nur wenige Sekunden, nachdem die junge Dame aufgestanden war, dass sie aus dem Blickfeld Ryukis verschwand und er sie nicht einmal mehr aus den Augenwinkeln erblicken konnte. Hoffentlich um auch etwas zu trinken zu besorgen und nicht um abzuhauen. Da er jedoch weder nachfragen noch – gucken konnte er sich nicht bewegen konnte, blieb Ryuki nichts anderes übrig als die Decke zu begutachten. Es war eine schlichte Holzdecke, aus einfachen Holzbalken gezimmert, welche bei Zeiten mal besser ausgetauscht werden sollten.Natürlich konnten es weder Holzbalken noch Holzmaserung es schaffen den sonst so aktiven Piraten lange zu beschäftigen und langsam schloss Ryuki erschöpft die Augen. Es war schon peinlich, dass ihn das bisschen Reden schon angestrengt hatte. Kaum hatten sich jedoch die Lider geschlossen, da war er auch schon wieder eingeschlafen, bis ihn plötzlich ein sachter Druck gegen seine Lippen wieder aufweckte. Nur wenig öffnete er die Lider und linste, was ihm an den Mund gehalten wurde. Er erkannte eine Flasche, welche von einer schlanken Hand gehalten wurde  und schon spürte er es feucht auf seine Lippen laufen. Sofort öffnete Ryuki den Mund und spürte wie es herrlich kühl und nass in seinen Mund strömte. Kaum war die Flüssigkeit in seinen Mund gelangt, begann Ryuki gierig zu schlucken, um so schnell wie möglich so viel wie möglich zu trinken. Dass es besser gewesen wäre, in vielen kleinen Schlucken zu trinken war ihm vollkommen egal, der Überlebensinstinkt war stärker. Was er trank schmeckte er noch nicht, vermutete aber stark, dass es wirklich nur Wasser war. Alkohol  hätte ihn vermutlich sich übergeben lassen. Da er jedoch einfach trinken konnte, obwohl er am Liegen war, schien es keine Probleme zu geben. Erst als die Flasche vollkommen leer und Ryuki sich sicher war, dass es auch wirklich der Fall war, ließ er den Kopf wieder zurück sinken und stöhnte zufrieden auf. Er fühlte sich gleich viel besser, auch wenn es wohl noch Tage dauern würde, bis er wieder auf den Beinen sein würde. Gleich viel glücklicher leckte sich Ryuki über die Lippen und verzog diese zu einem dankbaren Lächeln. "...Danke....", hauchte er leise. Am liebsten würde er auch noch nach etwas Essen fragen, aber er wollte sein Glück nicht überziehen und so schwieg er. Allerdings schien sein Magen anderer Meinung zu sein. Die ersten Tage hatte Ryuki mit diesem um die Wette knurren können, doch nach der ersten Woche ohne Nahrung hatte sich sein Magen so weit beruhigt, bis er keinerlei Geräusche mehr von sich gegeben hatte. Doch offenbar hatte das kühle Nass sein schlafendes Verdauungsorgan aufgeweckt und sofort ertönte ein unüberhörbares Knurren, von dem sich Ryuki aber gar nicht mehr stören ließ. Er war schon wieder eingenickt.
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Mi Dez 18, 2013 5:36 pm

Dass der Fremde sofort einschlafen würde, während die junge Frau etwas zu trinken holte, damit hatte sie natürlich jetzt nicht gerechnet. Dennoch war es ihr durchaus verständlich, immerhin war er wirklich fertig und da war es nur logisch, dass er möglichst viel schlafen wollte. Das war nicht nur logisch, das war auch vernünftig. Allerdings glaubte Shizuya jetzt nicht, dass er wirklich selbst daran dachte, dass er sich ausruhen musste. Er selbst konnte es vermutlich kaum erwarten, dass es ihm wieder gut geht und dass er dann endlich wieder umherlaufen kann oder sich gleich ins nächste Abenteuer stürzen kann. So schätzte sie auf jeden Fall diesen jungen Mann ein. Wenn er anders war und sie sich demnach irrte, dann musste er ihr das wohl beweisen, sobald er wieder auf den Beinen war. Allerdings konnte selbst Shizuya jetzt nicht sagen, wann das sein würde, denn immerhin wusste sie nicht, wie stark er war und wie schnell er wieder gesund werden konnte. Das war nicht nur von der ärztlichen Versorgung abhängig, sondern auch von der Stärke des Menschen. aus diesem Grund konnte Shizu das jetzt einfach nicht einschätzen...
War für den Moment dann aber auch gerade egal. Als sie mit der Flasche wieder bei ihm war, da war er offenbar eingedöst und wachte erst auf, als sie mit der Flasche ein wenig gegen seine Lippen kam. Offenbar war es aber gut, dass sie ihn geweckt hatte, denn sofort als er bemerkte, dass etwas zu trinken in Reichweite war, da fing er sofort an seinen Kopf anzuheben und gierig aus der Flasche zu trinken. Offensichtlich hatte er verdammt viel Durst und konnte sich gar nicht bremsen, als er endlich etwas bekam. Zuerst wollte Shizuya sagen, dass er nicht so schnell trinken sollte, am Ende würde er aber wohl auch nicht darauf hören, also sollte er einfach trinken. Solange er sich nicht übergab, war es der Ärztin auch egal. Immerhin bekam er so Flüssigkeit in den Körper...
Es dauerte dann auch gar nicht lange, da hatte er die ganze Flasche ausgetrunken und legte dann seinen Kopf erst wieder auf den Boden. Shizuya lächelte sachte, als sich nun ein dankbares Lächeln auf seine Lippen legte und er ein Danke von sich gab. Er würde schon wieder werden, da war sie sich nun vollkommen sicher. Er bekam etwas zu trinken, er hatte ärztliche Versorgung bekommen... eigentlich hatte er also alles, was er brauchte. Langsam richtete sich die junge Frau wieder auf und stellte die leere Flasche auf den Thresen. Leider hatte sie keine Ahnung wann der Besitzer kommen würde, aber wenn, dann konnte sie die Flasche auch noch bezahlen...
Nachdem die Flasche ihren Platz auf dem Thresen gefunden hatte hockte sich Shizuya wieder zu dem jungen Mann auf den Boden. Er hatte seine Augen schon wieder geschlossen, aber das machte ihr nichts. Im Moment glaubte sie auch nicht, dass er viel mit ihr reden würde oder sonst was. Also reichte es der jungen Frau ihn zu beobachten. Amüsiert lächelte sie dann, als der Magen von ihm knurrte, er allerdings einfach eingeschlafen war. Er hatte Hunger, aber der Schlaf hatte doch gesiegt. Wenn er aufwachen würde und fit genug war um zu sitzen, dann konnte sie ihm auch etwas zu essen für ihn besorgen. Jetzt allerdings würde sie ihn ausschlafen lassen, also setzte sie sich wieder auf den Boden und lehnte sich an den Thresen an, um weiterhin ihren schlafenden Patienten zu beobachten.
So verstrich dann Stunde um Stunde und die junge Ärztin machte sich langsam Sorgen, ob nicht der Besitzer bald kommen würde, oder gar Kunden. Sie wusste nicht so genau wie sie erklären sollte, warum ein Verletzter am Boden liegt und sie ihn nicht woanders hinbringen kann... Immer mal wieder schaute Shizu beunruhigt zur Tür und wartete bav ab, bis ihr Patient sich wieder regen würde..
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Fr Dez 20, 2013 8:50 pm

Tick- Tack. Tick- Tack. Tick- Tack. Unaufhörlich schlug der Sekundenzeiger der Uhr im Takt, rundherum im Kreis, als gäb's kein Morgen mehr. Ohne Unterlass, ohne Mitleid verannen die Minuten wie Wasser zwischen den Händen. Niemand kann die Zeit aufhalten, niemand kann sie betrügen. Es gibt nichts, was man der Zeit entgegenstellen konnte. Man konnte sie stehlen, man konnte sie vergeuden, man konnte vor ihr davonrennen. Doch am Ende, holte sie einen immer wieder ein, die Zeit. Doch war sie niemals böseartig, sie ist was sie schon immer gewesen ist: Die Zeit. Sie kann vergehen, verfliegen oder zäh wie Sirup sich in die Länge ziehen. Sie kann einem den Verstand rauben oder alle Wunde heilen, die Zeit ist etwas kostbares, Besonderes. Wie viel Zeit der junge Pirate damit verbrachte, regungslos bis auf das gleichmäßige Heben und Senken seiner Brust auf dem Boden zu liegen, dass bemerkte er nicht. Er war der Zeit entkommen, zumindest für eine Weile. War geflohen vor dem Unausweichlichen, hinein in die endlosen Weiten der Welt der Träume. Hier verging die Zeit anders, Jahre verflogen in Sekunden, die Zeit lief rückwärts, seitwärts oder gar nicht. Raum und Zeit waren nur eine Illusion, an diesem Ort und doch war sie nicht einmal hier völlig abwesend. Auch aus dem Reich des Traumes, musste man irgendwann entfliehen. Als es für den jungen Piraten soweit war, sträubte er sich dagegen, versuchte mit aller Macht weiter in diesem Reich zu bleiben, doch ließ ihn sein vergänglicher, weltlicher Körper nicht rasten. Mit einem gequälten Stöhnen richtete sich Ryuki ohne Vorwarnung vom Boden auf und hieb sich die rechte Hand gegen die Stirn, während er sich mit der linken am Boden abstützte. Sofort schoss ein brennender Schmerz durch seine Seite, dicht gefolgt von einem monotnem Brummen in seinem Schädel. Er stöhnte noch einmal und öffnete die Augen, nur um sie sofort wieder zu schließen. Alles drehte sich und Ryuki hatte das Gefühl, als würde sein Kopf jeden Moment platzen, wie eine überreife Wassermelone. "Meeeeeh, <3!", fluchte er geräuschvoll und setzte sich vorsichtig komplett auf. Die Beine glitten in einen Schneidersitz, den Rücken zum Thresen und sofort begann sich Ryuki die Schläfen zu massieren. Er hatte genug von Schmerzen, die Schnauze voll, wenn man so wollte. Nachdem er sich eine Weile mit seinem dröhnenden Schädel beschäftigt hatte, blickte sich Ryuki langsam und vorsichtig um, schneller konnte und wollte er nicht. "Ha- Hallo? Irgendwer hier?", fragte er nach mehrmaligem Zögern, leise und schwach und angewidert von sich selber. Wie hatte er nur so etwas aus sich werden lassen können? Wie blamable!
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Sa Dez 21, 2013 1:08 pm

Die Zeit verging ziemlich zäh, das musste Shizuya schon zugeben. Es war für die Ärztin nicht sonderlich unterhaltsam dem schlafenden Piraten zuzusehen, wie er nichts tat, außer atmen. Trotz allem blieb die junge Frau vollkommen ruhig auf dem Boden sitzen, schweifte mit dem Blick manchmal durch den Raum, da es immer sein konnte, dass jemand rein kam. Langsam glaubte Shizu aber, dass die vielleicht Urlaub machten und deswegen geschlossen war, eigentlich. Dann wäre aber die Tür nicht offen gewesen? Naja, war ihr am Ende dann auch egal. Hauptsache war doch, dass niemand hier reinstürmte und ihren Patienten belästigte. Oder sie. Auch wenn die junge Frau eigentlich gute Laune hatte, weil sie sich sicher war, dass der Fremde durchkommen würde, war sie doch ein klein wenig angespannt. Man konnte ja nie wissen, ob nicht doch noch irgendwas passierte und bis er aufwachen würde und ihr bestätigte, dass es ihm gut ging, solange würde sie auch unter Storm stehen und hoffen, dass alles gut wird.
Die ganze Zeit über hörte Shizu das Ticken einer Uhr... könnte auch nur in ihrem Kopf stattfinden, weil sie nichts zutun hatte. Ebenso möglich war es, dass hier irgendwo etwas Geräusche machte. Shizuya hatte keine Lust aufzustehen und nachzusehen, also würde sie wohl nie erfahren, ob sie wirklich nur in ihrem Kopf Geräusche hörte, oder ob sie tatsächlich etwas hörte.
Nach einer ganzen Weile, vermutlich dutzende Stunden, wie es ihr so vorkam, schreckte ihr Patient dann auf einmal hoch. Er gab ein gequältes Stohnen von sich und setzte sich erst langsam vollständig auf. Ein zögerliches Lächeln erschien auf den Lippen der Ärztin. Sie war ziemlich erleichtert, dass er aufgewacht war und auch wenn sie seinen Fluch etwas seltsam fand, machte sie sich keine so großen Sorgen mehr, dass ihm noch ernsthaft etwas fehlte. Er saß nun allerdings mit dem Rücken zu ihr, also würde er gar nicht bemerken, dass sie anwesend war. Nachdem er dann fragte ob jemand anwesend war, richtete sich Shizuya langsam auf und trat um den Fremden herum. Langsam kniete sich die junge Ärztin hin, damit sie auf Höhe des jungen Mannes war. Schließlich lächelte sie ihn sachte an. "Es geht dir also besser, wie ich sehe. Das freut mich", meinte Shizuya und musterte ihn kurz. Er sah jedenfalls schonmal wieder kräftiger aus. Zumindest ein bisschen.
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Mo Dez 23, 2013 5:26 pm

Wie lange hatte er wohl dagelegen? Regungslos, unbeweglich, vollkommen ungeschützt gegenüber jedem Bösewicht mit unlauteren Absichten? Wie lange hatte sein Körper den Schlaf gefordert, den er ihm solange auf seiner Flucht vor der Marine verwehrt hatte? Wie lange war er wohl noch sicher, an diesem Ort? Die Marine hatte bestimmt nicht ihm zu liebe aufgehört nach ihm zu suchen, sondern trieb ihre einfachen Soldaten noch immer immer wieder durch die Tiefen des Dschungels. Vermutlich würden auf regelmäßige Patrouillen das Haus durchsuchen, in dem sich der junge Pirat befand und er wollte sich nicht vorstellen, was er mit den armen Seelen anstellen müsste, wenn sie ihn bei Bewusstsein entdeckten. Doch bis jetzt, war er nicht bei Bewusstsein gewesen. Er hatte der Erschöpfung nachgegeben und geschlafen, lange und tief, wie Ryuki hoffte. Er war nicht entdeckt worden, so seine Vermutung. Keine Handschellen oder Fußketten zierten seinen Körper und die Umgebung schien kein ausbruchssicheres Gefängnis zu sein, weswegen es wohl kaum sinnig war, dass er gefasst worden war. Nein, trotz seiner Rast war er noch immer in Freiheit, war den Fängen seiner Verfolger entkommen. Und das zum Glück, diese hoffentlich lange Rast war mehr als nur nötig gewesen und hatte ihr Werk vollbracht. Egal wie k.o. er war, er fühlte sich um Welten besser, als bisher. So sehr besser, dass Ryuki die Kopfschmerzen beinahe egal waren. Er konnte sich wieder bewegen, mehr oder weniger, war wieder bei Sinnen, mehr oder weniger und er war außer Gefahr. Mehr oder weniger, natürlich. Und das er scheinbar allein war, war ebenfalls positiv. Er war allein. Mehr oder weniger.
Auf die in den breiten Raum gestellte Frage, hatte der blauhaarige Mann eigentlich keine Antwort erwartet. Er war scheinbar alleine, halbnackt und hatte für unbestimmte Zeit geschlafen. Kaum anzunehmen, dass sich dann irgendjemand in seiner Nähe aufhielt, ohne Reißaus zu nehmen. Doch lag Ryuki, was die Annahme seiner Einsamkeit anging, daneben. Eine Person begann sich auf seine Worte hin zu bewegen und nach nur wenigen Momenten, trat eine junge Frau neben dem metallenen Mann und hockte sich mit einem Lächeln neben ihm. Mit sehr angenehmer Stimme teilte sie Ryuki mit, dass es ihm offensichtlich besser ging, was dieser als Bestätigung annahm. Nur kurz zuckte sein Blick einmal über den Körper der jungen Dame, ehe er in ihre unnatürlich roten Auge blickte. Auf den kurzen Blick hin, sah sie ziemlich gut aus und Ryuki hoffte inständig, dass sie es war die ihn gepflegt hatte. Mit einer kurzen Bewegung nahm Ryuki den inzwischen nicht ganz mehr nassen Lappen von seiner Stirn und betrachtete ihn, ehe er der Frau wieder einen Blick zu warf. "Danke, dass sehe ich.", teilte er ihr mit und umschloss den Lappen mit seiner Faust. Von wegen, ihm ging es immer noch dreckig, er brauchte was zu Futtern. Mit dem Lappen in der Hand stützte sich Ryuki schwer am Boden ab und stemmte sich unter Kraftaufwand nach oben, sodass er nun quasi direkt vor dem Thresen stand. "Sag mal Süße, gibts hier was zu... ach vergiss es." Mitten im Satz unterbrach sich Ryuki selber. Er hatte sich beim Sprechen umgeschaut und erkannt wo er war, er war schließlich oft genug in dieser Bar gewesen. Beherrscht langsam, trat Ryuki um den Thresen herum und schnappte sich im Vorbeigehen eine Schnapsflasche. Mit einem leichten Schlag gegen die Thresenkante, zerstörte er den Flaschenhals und setzte die Flasche an die Lippen, während er in den Vorratsraum neben den Thresen ging. Eventuelle Beschwerden seitens seiner neuesten Bekanntschaft, würden konsequent ignoriert werden. Als der halbnackte Pirat die Kammer wieder verließ, war die Schnapsflasche leer und wurde auf dem Thresen entsorgt. In der anderen Hand hatte Ryuki ein kräftiges Frühstück: Speck, Brot, Äpfel und Käse. Das er nicht bezahlen konnte, war dem ehemaligen Banditen egal. Er hatte oft genug gestohlen um zu überleben und noch niemals war es so dringend, wie heute. Mit seiner Beute stellte er sich an den Thresen und schnappte sich eine Wasserflasche, die direkt hinter dem Schnaps hinuntergesoffen wurde. Dann schnappte sich Ryuki ein Stück Brot und biss genüsslich hinein. Dann erst überkam ihn der Heißhunger und wie ein Wilder, begann er wortlos zu wortwörtlich zu stopfen. Wenn die Dame was zu sagen hatte, wäre nun der perfekte Augenblick. Nachdem Ryuki sein Mahl beendet hatte, verschwand er erneut in den Vorratskammer und kam mit der selben Menge an Nahrung hinaus.
Dieses Mal nahm er sich einen Apfel und biss hinein, er kaute wesentlich langsamer und betrachtete zum ersten Mal die junge Frau genau. Sie hatte lange, glatte blaue Haare, seinen eigenen nicht unähnlich. Zwei Strähnen rahmten einen zierliches, typisch weibliches Gesicht ein und Ryuki konnte es sich nicht verkneifen, ihrem Gesicht den allgemein bekannten "Du bist süß"-Stempel aufzudrücken. Der Körperbau der jungen Frau war ebenfalls eher zierlich, sie war nicht annähernd so groß wie der Pirat, was allerdings nichts besonderes war. Brüste, Hüfte, Po, alles war da wo es sein sollte und ließ sich durch aus ansehen. Die Kleidung war recht dunkel gehalten, jedoch auch mit hellen Stoffpartien abgerundet. Am auffälligsten war ein langer, dunkler Schal, den das Mädchen um ihren Hals und über ihren Mund gewickelt hatte. Die Enden lagen über ihren Schultern auf ihrem Rücken und reichten ihr bis zu einem nicht unansehnlichen Hintern, wie Ryuki schmunzelnd feststellte. Während er sie beinahe schon schamlos musterte, war der Apfel Stück für Stück im schmatzenden Schlund des Hungernden verschwunden, bis nichts mehr von ihm übrig war. Genüsslich schluckte Ryuki das letzte Stück hinunter und griff beiläufig zu einem Laib Brot. "Du weißt nicht zufällig, ob es hier irgendwelche Schiffe gibt, oder Kleines?", fragte er sie und riss sich ein Stück des Brotes ab und schob es sich in den Mund. Er hatte geschlafen, gegessen und getrunken. Es war an der Zeit sich Gedanken darüber zu machen, wie er von dieser Insel runter und von der Marine wegkam.
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Di Dez 24, 2013 4:28 pm

Wenn die junge Ärztin ehrlich sein sollte, dann würde sie selbst ganz gerne wissen, wie lange er da gelegen hatte und wie lange sie auf ihn aufgepasst hat. Allerdings hatte Shizuya absolut keine Ahnung wie viel Zeit nun wirklich vergangen war, also konnte sie sich darum wohl auch keine Gedanken machen. Schlussendlich war ja nur wichtig, dass er wieder aufgewacht war und dass es ihm gut ging. Alles andere war doch nebensächlich. Und da er sich sogar aufgesetzt hatte und fragen konnte, ob jemand anwesend war, musste es ihm wesentlich besser gehen als zuvor. Hundert prozentig wissen konnte Shizu das allerdings auch nicht. Nur weil er wieder reden konnte und auch aufrecht sitzen konnte musste das ja nicht heißen, dass es ihm nun wirklich wieder vollkommen gut ging. Für Außenstehende konnte das immer schnell so aussehen, wie man sich dann innerlich fühlte war wiederum etwas anderes. Das wusste Shizuya als Ärztin natürlich auch, allerdings war ihr auch bewusst, dass ihre Versorgung ausreichen war. Nach einer Weile müsste es ihm einfach besser gehen, da war sie sich ziemlich sicher. Jedenfalls wenn er es ruhig anging und daran zweifelte sie immer noch. Okay, bisher hatte er sich nur aufgesetzt aber wer wusste schon was er machte sobald er wusste wo er war und dergleichen. Entweder er verhielt sich brav ruhig oder er rannte wieder durch die Gegend und hatte seinen Spaß... oder kämpfte. So wie er aussah war es dann vermutlich das Letzte. Shizuya überlegte wirklich, ob sie nicht eine Weile auf ihn aufpassen sollte. Es passte ihr schließlich nicht, wenn ihre Patienten sich gleich wieder verletzten oder nicht auf die Wunde achteten und es daher schlimmer wurde.
Für einen kurzen Moment legte Shizu den Kopf schief, als er meinte, dass er das auch sehen würde. Wirklich überzeugt klang das nicht. Also ging es ihm vermutlich nicht so gut, wie sie sich erhofft hat, aber sie sollte wohl auch nicht zu viel erwarten. Er hatte ja auch nur kurz geschlafen und daher konnte er noch gar nicht voll auf sein. Als der Fremde dann aufstehen wollte, hatte Shizuya zuerst vor zu protestieren, ließ es dann allerdings doch. Immerhin schaffte er es ja auf die Beine zu kommen ohne gleich wieder umzukippen. Dass er sie Süße nannte überging Shizuya gekonnt. Sie schob es darauf, dass er noch nicht ganz bei sich war und sie es ihm deswegen erlauben konnte. Darüber hinaus war er ihr Patient...sie konnte ihn ja nicht dafür schlagen oder sowas. Da er aufgestanden war, tat die junge Ärztin es nun auch und beobachtete ihn weiterhin. Er schien hier also schon öfters gewesen zu sein, seiner Aussage und seinem Blick nach zu urteilen. Seine Frage beendete er nämlich nicht. Stattdessen brach er diese ab und fing dann an sich an der Speisekammer des Ladens zu bedienen. Den Schnaps würde sie ihm schon verbieten, aber wo er nun wieder bei Verstand war - jedenfalls schien es so - da würde sie ihn auch erstmal nicht aufhalten. Alkohol war ja nun wirklich nicht das Schlimmste... im Moment. Also schaute sie ihm schweigend zu und versuchte sich nebenbei zu denken, wie er wohl so war und warum er diese Wunde gehabt hatte. Es gäbe sicherlich viele Möglichkeiten und diese spielten sich auch alle in ihrem Kopf ab, ohne dass sie sich groß anstrengen musste.
Während er dann das ganze Essen in sich hineinstopfte musterte Shizuya ihn einen Moment schweigend. "Du bist ein Pirat oder?", fragte die Ärztin ruhig und neigte den Kopf ein wenig zur Seite. Das wäre jedenfalls eine plausible Erklärung für das Ganze. Er sah nicht wie ein Marinesoldat aus... als einfacher Bürger von nebenan hätte er nicht so ausgesehen. Also schlussfolgerte Shizuya, dass er ein Pirat sein musste. Wenn sie sich irrte, konnte er sie ja korrigieren, das war nun wirklich nicht das Problem. "Du solltest deine Wunde schonen", fügte sie schließlich noch hinzu und seufzte innerlich. Er würde sicherlich nicht darauf hören... das taten die Wenigsten. Warum auch auf einen Arzt hören, wenn man sich selbst kaputt machen konnte. Oder sie fanden es einfach lustig dem Arzt auf der Nase herumzutanzen. Das kannte sie auch zu genüge. Dass er sich hier an der Speisekammer bediente störte sie dann schon eigentlich recht wenig... Es war vom Besitzer auch unverantwortlich die Bar geöffnet stehen zu lassen. Da konnte schnell so ein Fressmonster vorbei kommen und die Speisekammer leer futtern.
Nun, weder das Stehlen, noch das Stopfen von Essen störte sie... was sie ein wenig störte war sein Blick, während er sie von oben bis unten zu mustern schien. Shizuya mochte sowas absolut nicht, weil sie sich dann vorkam wie so ein Modepüppchen... naja ihr fiel kein besserer Vergleich ein... Jedenfalls mochte sie es nicht wenn sie so angestarrt wurde. Weder von einem Mann, noch von einer Frau... wobei man sich bei zweiterem wohl weniger Gedanken machen musste. Erneut drängte Shizuya ihre Gedanken in den Hintergrund und lächelte nur ein wenig zögerlich. Ein Schiff suchte er? "Naja...die kleine Piratenbande mit der ich hergekommen bin müsste noch vor Anker liegen.. ansonsten wüsste ich gerade auch kein Schiff." Dass diese Typen ein Schiff hatten wusste Shizuya ja, immerhin war sie mit ihnen hier hergekommen. Sie glaubte auch, dass sie noch vor Anker lagen, da sie etwas Essen wollten und Vorräte einkaufen wollten. Schließlich hielten sie hier ja nicht nur an um Shizuya vom Schiff zu lassen. Allerdings... "Du hast aber nicht vor dir ein Schiff zu stehlen oder?", fragte die Ärztin schnell hinterher. Er war doch absolut nicht in der Verfassung sich mit jemandem anzulegen!
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Di Dez 24, 2013 5:50 pm

Welche ein himmlischer Genuss! Welche eine wohlige Wohltat, eine wahre Freude! Solch eine Wonne, dass es der Himmel selbst gewesen sein musste, der ihn zu dieser Stunde gesegnet und gerade in diese Bar geführt hatte. So oder so ähnlich kam es Ryuki vor, nachdem er den ersten Bissen seiner gerade erst erbeuteten Essensvorräte zwischen die Zähne bekommen hatte, zermalmte und hinunterschluckte. Es war eindeutig zu lange her, dass er etwas derartiges gekostet hatte und der Heißhunger, den nur ein Verhungernder entwickeln konnte ergriff von dem Piraten, wie Gott einen Prediger mit Blähung ergriff oder so was in der Art. Kaum war der erste Bissen hinunter geschluckt, da stopfte sich Ryuki schon den nächsten in den Mund und wartete gar nicht erst, bis er gekaut oder geschluckt hatte, ehe er sich auch direkt einen dritten, vierten und noch einige weitere Bissen genehmigte. Ein wirklicher Prozess von Beißen, Kauen und Schlucken war nicht vorhanden, eher der Prozess von Stopfen, Schlucken, Stopfen. Das er dabei von einer Person beobachtet wurde, interessierte Ryuki in etwa so viel, wie die Farbe der Schuhsohle seiner nicht existenten Stiefel: Gar nicht. Er war am Verhungern und bei Gott, nicht einmal der Weltuntergang würde ihn davon abhalten zu futtern bis der Arzt kommt. Außerdem war ein Weltuntergang nichts Schlimmes, die Sonne ging auch jeden Tag aufs Neue unter und keiner beschwerte sich deswegen. Auch wenn Ryuki dem Mädchen, wie er sich entschlossen hatte sie erst einmal zu definieren, keine Aufmerksamkeit schenkte, bemerkte er wohlwollend das sie es wenigstens nicht einmal versuchte ihn davon abzuhalten sich zu nehmen, was er brauchte. Und in Ruhe essen ließ sie ihn ebenfalls, bisher begnügte sie sich damit einfach nur in der Gegend herum zu stehen und ihn zu beobachten, was den Piraten nicht sonderlich störte. Er war es gewohnt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, was wohl auch sein Verschulden war und störte sich deshalb an keiner Art von Blicken. Außer vielleicht den Blicken, die der Polizist immer gemacht hatte, wenn er ihn wieder einmal geschnappt hatte.
Mit schief gelegtem Kopf betrachtete das Mädchen den Piraten dabei, wie er Nahrung über Nahrung in sich hinein stopfte, bis sie dann irgendwann doch den Mund aufbekam und ihn danach fragte ob er Pirat. Kurz darauf schloss sie direkt hinten an, dass er auch seine Wunde schonen sollte, was Ryuki nur minimal genervt die Augen rollen ließ. Als er seinen ersten Hunger besänftigt hatte und dazu überging etwas maßvoller zu essen, drehte sich der junge Mann um und betrachtete seine Gesellschaft. "Nein, ich bin die <3." Na klar, als wäre er kein Pirat. "Klar bin ich Pirat, wo nach sehe ich denn sonst aus?", hängte er leicht bissig hinten dran. Er war nicht wirklich in der Stimmung oder auch nur in der Verfassung, um sich mit kleinen Frauen abzugeben die noch grün hinter den Ohren waren. Das er seine Wunde schonen sollte, ignorierte Ryuki einfach und begutachtete stattdessen, die Dame. Sie ließ es ohne Widerworte über sich ergehen, was Ryuki schon beinahe schade fand. Ein wenig Streit wäre ihm genau richtig gekommen, um etwas Dampf abzulassen. Obwohl die Kleine vermutlich nicht wirklich dazu taugte Stress abzubauen, zumindest nicht in Form eines Streits. Wenigstens schaffte sie es, seine Frage nach einem Schiff mehr oder weniger zufriedenstellend zu beantworten. Ryuki hätte sich lieber eine größere Piratencrew oder wenigstens ein Marineschiff gewünscht, kleine Boote taugten ja doch nix. Leise brummte Ryuki durch seine Lippen und kaute neben bei auf einem Stück Brot herum, während er sich ein wenig gegen den Thresen lehnte. Es war klar das er nachdachte. Als das Mädchen dann jedoch fragte, ob er plane ein Schiff zu stehlen blickte Ryuki auf. Die blauen Augen zeigten ganz eindeutig, dass er nach dieser Frage den Geisteszustand seiner Gegenüber bezweifelte. "Nein, ich werde natürlich bezahlen." Sarkasmus war schon etwas Tolles, er schaffte es jede dumme Situation aufzupeppen. "Denkst du etwa ich bin ein braver Junge? Falsch gedacht. Ich bin ein großer böser Pirat, fies und gemein und hier um zu plündern, zu morden und zu brandschatzen. Kurz gesagt um mir meine dunkle schwarze Seele aus dem Leib rauszureißen." Vielleicht sollte er besser aufhören, sich über das Mädchen lustig zu machen. Immerhin war es vermutlich sie gewesen, die ihn erst auf die Beine gebracht hatte und er sollte ihr wohl danken, aber dafür hatte er schlicht keine Zeit. "Übrigens, man karpert ein Schiff. Man stiehlt es nicht." Das letzte Stück Brot verschwand in Ryukis Mund und wurde hastig hinunter geschluckt und mit einem Laib Käse unterm Arm, ging er zur Tür, welche wie er feststellte irgendwann mal verschlossen gewesen war, bis gewisser Mann aus Metall offenbar ausversehen das Schloss zerstört hatte. Ups. Ein letztes Mal drehte sich Ryuki zu dem Mädchen um. "So, ich bin dann Mal, meine Kleine. Danke für's Babysitten." Das musste als Dank genügen. Zum Abschied winkte der Pirat noch einmal und warf dem Mädchen noch eine Kusshand zu, dann verschwand er durch die Tür und machte sich auf den Weg in Richtung Hafen. Das er keine Kleidung trug, war ihm so ziemlich völlig egal. Er musste sich jetzt so schnell wie möglich ein Schiff besorgen, abhauen und dann weiterschlafen.
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BeitragThema: Re: Partys Bar   Mi Dez 25, 2013 8:47 pm

Wenn die junge Ärztin den Fremden so betrachtete, dann fand sie es einerseits ziemlich seltsam wie er das ganze Essen in sich hinein stopfte. Andererseits konnte sie ihn sehr gut verstehen. Während sie damals auf der Straße gelebt hatte, hatte sie auch alles Essen so verschlungen, sobald etwas in Reichweite war. Deswegen verstand sie dieses Handeln von ihm also ziemlich gut und meckerte daher auch nicht. Ansonsten würde sie vielleicht um ein bisschen Manieren bitten. Vielleicht aber auch nicht... Sie war nun bereits lange genug mit Piraten unterwegs, dass es sie gar nicht mehr stören sollte. Für gewöhnlich hatten die meisten Piratenbanden irgendeine seltsame Angewohnheit.. oder jedes Mitglied der Crew hatte so seine Eigenheiten. Shizuya hatte sich in diesen Jahren mit all diesen Angewohnheiten abfinden müssen. Hätte sie sich immer beschwert, dann wären das deutlich härtere Zeiten geworden, als so schon. Aus diesem Grund würde die Dunkelhaarige wohl auch mit den Eigenarten dieses seltsamen Jungens zurecht kommen, wenn sie das wirklich wollte und vor allem auch müsste. Es stand ja immer noch in den Sternen, was er nun wirklich vorhatte und wo es Shizuya als nächstes Hintrieb. Andererseits war eigentlich schon klar, was der Junge nun machen wollte, immerhin wollte er dieser Piratenbande das Schiff abnehmen. Also hatte er vor von dieser Insel zu verschwinden. Shizuya selbst wollte eigentlich auch nicht unbedingt noch länger hier bleiben, immerhin wollte sie noch mehr von der Welt sehen.. Andererseits half es ihr auch nicht wieder auf demselben Schiff abzureisen.
Jetzt wollte sie sich dann aber doch um andere Dinge Sorgen machen, denn dieser Fremde schien Spaß daran zu haben sich über sie lustig zu machen. Jedenfalls bekam sie gleich einen sarkastischen Spruch reingedrückt. "Das war bloß eine Nachfrage. Du siehst aus wie ein Pirat, aber irren ist menschlich", gab Shizuya ruhig zurück, auch wenn ein gewisser verärgerter Unterton nicht zu unterdrücken war. Für gewöhnlich war die Ärztin eine sehr ruhige und freundliche Person, aber in letzter zeit fühlte sie sich ein wenig gereizt, weil sie etwas unter Druck stand - den sie sich selbst aufbürdete. Da passte es ihr dann gerade einfach überhaupt nicht, dass sie ziemlich doof angemacht wurde, obwohl sie ihm vermutlich das Leben gerettet hatte!
"Nun komm mir nicht so ja? Ich bin selbst Piratin, ich weiß was es heißt zu stehlen und kein guter Mensch zu sein oke? Ich brauch keine Erklärung von jemandem wie dir!", meckerte Shizuya genervt zurück und verschränkte dabei automatisch die Arme. Klar, vermutlich hätte sie trotzdem keine Chance, wenn er sich wirklich mit ihr anlegen würde. Aber sie konnte es einfach nicht leiden wenn man ihr so blöd kam. Sie hatte ihm geholfen! Wo war denn das freundliche Dankeschön?
Als der Fremde dann meinte, dass man ein Schiff kapert und es nicht stiehlt, verstummte Shizuya für eine Weile und lief rot an. Das war ihr jetzt doch ein wenig peinlich... da meckerte sie zuvor, dass sie schon selbst wusste was sie sagte und dergleichen und dann korrigierte er sie schließlich doch. Sowas Blödes aber auch... "D-Das weiß ich auch", stotterte die junge Ärztin etwas unbeholfen und schaute nicht schlecht, als er dann einfach gehen wollte. So viel dazu.. sie hatte doch gewusst, dass er sich nicht ausruhen will! Verärgert blickte die junge Frau auf seinen Rücken, bevor sie sich ihren Rucksack schnappte, diesen auf ihren Rücken verfrachtete und schnell hinterher lief. Pff, Babysitten. Das glaubte er doch wohl selbst nicht! Sie war Ärztin... und das nahm sie sehr ernst. Und da ihr Patient geradewegs ins nächste Abenteuer stürzte, ohne vollkommen genesen zu sein, würde Shizuya ihn auch nicht einfach so gehen lassen. "Du brauchst immer noch ärztliche Versorgung! Und du kannst es nicht alleine mit einer ganzen Crew aufnehmen, wenn du verletzt bist", meinte sie schließlich etwas frustriert und holte zu ihm auf, sodass sie nun neben ihm herlaufen konnte. Anschauen tat sie ihn jetzt aber nicht... Irgendwie verärgerte und verunsicherte es sie ihm Moment ihn anzusehen. Ob das nun daran lag, dass er sie dauernd Süße oder Kleine nannte, oder dass er ihr Patient war wusste Shizuya gerade nicht so genau. Sie tippte aber auf Ersteres, schließlich war sie ständig mit ihren Patienten unterwegs gewesen und das hatte sie auch nie gestört.
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BeitragThema: Re: Partys Bar   So Dez 29, 2013 2:48 pm

Offensichtlich war die sarkastische Antwort des Piraten auf die Frage, ob er den auch tatsächlich einer war, nicht auf offene Türen gestoßen. Zwar gab sich das blauhaarige Mädchen durch aus ruhig und selbst als sie klar stellte, dass sie nur sicher gehen wollte, schien sie sich nicht sonderlich aufzuregen. Allerdings konnte sie es nicht unterdrücken das ein dezent verärgerter Unterton in ihren Worten mitschwang, was die Schadenfreude Ryukis nur noch weiter anstachelte. "Wenn du dir nicht sicher bist, mit wem du es zu tun hast, wirst du nicht lange auf zwei gesunden Beinen stehen.", belehrte er die jüngere Dame mit einem zufriedenem Schmunzeln, völlig ignorant der Tatsache gegenüber, dass er in diesem Moment wohl eher nicht als das Paradebeispiel galt, zerschunden und k.o wie er nun einmal war. Das er natürlich wusste, wer ihn so zugerichtet hatte, konnte das Mädchen schließlich nicht wissen. Soweit Ryuki wusste, waren keine Namen in den Zeitungsartikel gefallen, die nach der Schlacht um Kaiser Akuma veröffentlicht worden waren. Allerdings hatten weder er, noch Zakuro die Zeitungen wirklich studiert, Hana wäre vermutlich besser auf dem Laufenden gewesen. Sicher war sich Ryuki allerdings, dass niemand einen vergleichsweise unbedeutenden Piraten wie ihn beachtet hätte, wenn neben ihm solche Größen wie mehrere Kaiser, der Vize Akumas und die Samurai der Meere und dergleichen herumgelaufen waren. Ein Fakt der dem Ego des jungen Piraten durch aus einen Stich versetzte, aber kein Grund war den Kopf in den Sand zu stecken. Ryuki würde einfach etwas mehr Unordnung anrichten und die Sache würde sich von selbst erledigen.
Auch Ryukis vollkommen übertriebene Antwort, die wohl kein Mensch ernst nehmen konnte, schien bei der jungen Dame nicht so gut anzukommen. War ja auch nicht erwartet worden. Mit verschränkten Armen wurde Ryuki von der Kleinen angezickt, dass sie selbst Piratin und genau wusste was es bedeutete zu stehlen und "kein guter Mensch zu sein", eine Aussage die Ryuki lediglich dazu brachte belustigt auf zu schnauben und seine Meinung von der jungen Dame noch einmal zu revidieren. Die war ja noch unerfahrener als er gedacht hatte! Jetzt fehlte ja nur noch, dass sie mit dem Fuß aufstampfte und sich beleidigt umdrehte. " Also ich erkläre es dir mal so, dass selbst ein Mädchen wie du es versteht. Erstens: komme ich dir so wie ich will; Zweitens: klingst du gerade wie ein Kind dem man seine Spielsachen weggenommen hat; Drittens: Sollte ein Grünschnabel wie du sein Maul nicht zu weit aufreißen." Dieses Mal waren Ryukis Worte wesentlich sachlicher und ernsthafter gewählt, auch wenn es ihm herzhaft egal war, was die Kleine mit ihrem Leben machte, wäre es schlicht weg eine Verschwendung, sie einfach so loslaufen zu lassen. Die würde es in kürzester Zeit schaffen sich töten zu lassen, mit der Einstellung sie hätte Ahnung. Als Ryuki dann auch noch hinterher schoss, dass man ein Schiff karperte und nicht stahl, hatte er sie endgültig. Peinlich berührtes Schweigen war wohl eine Untertreibung, für das was danach folgte. Wortlos stand die junge Frau und lief einfach nur rot an, was bei dem Navigator nur dazu veranlasste sich zurück zu halten, um nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Als er sich umdrehte und ging, vernahm Ryuki noch, wie das Mädchen ihm unbeholfen hinterher stotterte, dass sie wüsste das Karper, der richtige Begriff war. Warum hast du es dann nicht gesagt? Weil du doch nur ein Grünschnabel bist!
Das versteckte Dankeschön des Piraten, sollte eigentlich gleichzeitig sein Abschied von der jungen Piratin sein. Zumindest hatte Ryuki es so geplant, ungeachtet der Tatsache, dass sie dann vermutlich für die Schäden die er an der Bar hervorgerufen hatte gerade stehen musste. Aber das hätte sein Gewissen nur sehr dezent belastet, immerhin hatte er ihr super- wertvolle Piratentipps gegeben. Naja, wohl eher hatte er ein wenig das Piraten-ABC erklärt. Jedenfalls hatte Ryuki vorgehabt durch die Tür zu verschwinden und das Mädchen nie wieder zu sehen, zumindest nicht so lange sie sich nicht in seinem Bett befand. Allerdings hatte die Piratin wohl andere Pläne, denn während Ryuki die staubige Straße hinunterging, hörte er wie die Tür der Bar erneut betätigt wurde und die resignierte Stimme der Piratin erklang hinter ihm. Wollte die ihm jetzt ins Gedächtnis reden oder so? "Ich besorg mir schon 'nen Arzt, keine Sorge.", rief Ryuki als Antwort hinter sich, in der Hoffnung sie loswerden zu können. Allerdings ging auch dies schief. "Und die Piraten lass mal meine Sorge sein, kümmer dich um dein Make-up oder so." Schnelle Schritte erklangen und als Ryuki einen Blick zur Seite warf, ging dort das Mädchen. "Du hast echt einen an der Waffel.", stellte der Pirat genervt fest und ging ohne langsamer zu werden weiter. Sollte sie ihm doch folgen. "Hey Süße, wenn du ein Pirat sein willst, dann solltest du dir ganz schnell abgewöhnen dich um Fremde zu sorgen." Es war ein gut gemeinter Rat, er würde sie vielleicht länger am Leben halten und Ryuki hatte sich sogar extra sämtlichen Spott aus der Stimme verbannen lassen. Wenn das Mädchen sich nicht wie ein Pirat verhalten würde, wäre sie schneller tot als sie gucken konnte.

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BeitragThema: Re: Partys Bar   So Dez 29, 2013 7:29 pm

Natürlich kamen die Antworten des Piraten nicht so gut bei der jungen Ärztin an, immerhin rechnete sie nicht damit, dass man so sarkastisch und ablehnend reagierte. Sie hatte ihn immerhin gerettet oder etwa nicht? Da erwartete sie schon etwas mehr Freundlichkeit und vielleicht auch irgendwo mal Dankbarkeit. Darauf konnte sie allerdings wohl sehr lange warten... dieser junge Mann war nämlich absolut nicht so wie Shizuya sich das erhofft hatte. "Ich stehe aber auf gesunden Beinen oder? Werte mich nicht so ab, ich komm gut alleine klar", meinte die junge Ärztin schließlich bissig zurück. Langsam nahm ihre gute Laune immer weiter ab und sank schließlich ins Bodenlose. Für gewöhnlich war sie eine fröhliche und optimistische Person, aber so langsam schaffte es dieser Typ alles ins Gegenteil zu verwandeln. Darüber hinaus war die Ärztin bisher immer alleine klar gekommen, schließlich war sie selbst auf den Piratenschiffen immer alleine gewesen. Groß Kontakt hatte sie zu niemandem gehabt. Allerdings konnte dieser Pirat das ja nicht wissen. Und vermutlich interessierte es ihn auch nicht... Mal davon abgesehen, dass sie ihm nichts von sich erzählen wollte. Warum auch? Er würde so oder so nicht zuhören, es nicht wissen wollen oder sarkastische abwertende Sprüche von sich geben. Soweit konnte Shizu ihn nun wohl doch schon einschätzen.
Gehört hatte sie von ihm natürlich bisher auch noch nichts. Steckbriefe interessierten sie herzlich wenig und die Zeitung hatte sie auch schon seit Wochen nicht mehr in der Hand gehabt. Aus diesem Grund wusste sie auch immer noch nicht mit wem sie es da zutun hatte. Langsam interessierte es sie aber auch nicht mehr, schließlich ging er ihr tierisch auf die Nerven. Trotzdem.. sie wollte ihn nicht einfach so gehen lassen, ohne dass er wirklich wieder gesund war. Das hatte nichts damit zutun, dass sie ein so guter Mensch war - vielleicht ein wenig - sondern eher damit, dass sie eine gute Ärztin sein wollte. Diese kümmerten sich nunmal um ihre Patienten, selbst wenn sie so undankbar waren wie dieser Klotz.
Auch über seine nächsten Worte freute sich das Mädchen nicht unbedingt mehr, immerhin belehrte er sie schon wieder, diesmal allerdings deutlich ernster und sachlicher. Gut, sie hörte ihm auch zu, freundlich fand sie seine Ansprache aber dennoch nicht. "Und das sagt mir einer, der gerade fast gestorben wäre", nuschelte die Ärztin leise vor sich her. Okey, er hatte schon Recht damit. Sie war sicherlich den meisten Piraten unterlegen und sollte daher vielleicht lieber still sein. Aber sollte sie nun wirklich ihren Mund nicht mehr aufmachen, nur weil sie unterlegen war? So konnte sie doch auch keine Fortschritte machen und die wollte sie sicher nicht einbüßen. Sie wollte sich weiterentwickeln und eine großartige Ärztin werden... Dazu eben auch eine Piratin. Schlussendlich konnte sie ja auch nichts dafür, dass sie dauernd nur mit Vollidioten gesegelt war.. was sollte sie bei denen auch groß lernen? Gut, sie hatte sich als Ärztin immer weiterentwickeln können, das Piratendasein kam eher zu kurz, was in eben diesem Moment sehr ärgerlich war. Aus diesem Grund sagte sie auch nichts weiter zu seiner Belehrung. Es stimmte ja schließlich was er sagte und für gewöhnlich war Shizu auch ruhig genug um niemanden zu provozieren der stärker war als sie... für gewöhnlich. Im Moment war sie leider einfach zu gereizt.
Ganz offensichtlich hatte er auch nicht erwartet, dass sie ihm hinterher laufen würde, bzw. neben ihm her laufen würde. Er wollte sie loswerden, das war mehr als offensichtlich. Schade nur, dass Shizuya nicht vorhatte einfach so zu gehen. Warum sollte sie auch? Konnte ihr am Ende egal sein, dass er nicht mit ihr klar kam. Sie wollte sich um seine Wunden kümmern und das würde sie auch machen, solange bis er gesund war. Wenn er sie dann immernoch loswerden wollte konnte er das haben, dann würde sie gehen! "Du hast einen Arzt vor der Nase und suchst dir einen anderen? Na danke, ich fühle mich geschätzt", brummte sie vor sich her und seufzte innerlich. Einerseits konnte sie ihn schon verstehen, andererseits fühlte sie sich ziemlich schlecht. Er wollte sich immerhin einen anderen Arzt suchen, als wäre sie nicht gut genug! Vielleicht wusste sie nicht viel über seine tollen Piratenregeln, aber als Ärztin war sie verdammt nochmal gut! "Danke, hab ich nicht nötig. Darüber hinaus ist es meine Pflicht als Ärztin auf meine Patienten zu achten. Und ob du willst oder nicht, das werd ich machen." Ihre Tonlage wurde wieder vollkommen ruhig während sie das sagte. Eben weil sie es ernst meinte und sich nicht davon abbringen lassen wollte. "Ach, als wenn in deinem Oberstübchen alles in Ordnung wäre", gab die Ärztin schmunzelnd zurück. Klar hatte sie einen an der Waffel.. das würde sie nichtmal leugnen. Immerhin würde sie sonst nicht so jemandem wie ihm helfen. Seufzend nahm sie nun auch seinen weiteren Ratschlag zur Kenntniss und zuckte mit den Schultern. "Hauptsächlich bin ich Ärztin und die sorgen sich um andere Menschen. Außerdem... lass das meine Sorge sein. Es hat dich nicht zu interessieren ob ich als nächstes blutend in der Gasse liege oder?" Während sie nun sprach schaute sie ihn mit ihren stechen roten Augen an und wartete gespannt auf eine Antwort. Wenn sich Piraten nicht um andere kümmern sollten, warum gab er ihr dann dutzende von Ratschlägen. Sollte ihm doch dann auch egal sein oder nicht?

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