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 Der Hafen

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Suna

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Nov 11, 2012 4:21 pm

Suna ist mein Name gab er knapp von sich. Suna war eher ein Spitzname, doch er mochte ihn mehr. Saburou Ryusa ist mein richtiger Name, aber Suna reicht hing er dann noch dran. Dann überlegte er ob er auf Jacks Angebot eingehen soll. Das klingt für mich eigentlich nach einem guten Angebot. Ich töte und kriege Geld dafür. Doch wieso gerade ich? nur weil ich eine Logia Kraft besitze? Du scheinst nicht die Art von Mann zu sein die sich großartig auf andere Menschen verlässt, oder irre ich mich da etwa? fragte Suna dann. Das Suna nur mitmachen durfte weil er eine Logiakraft besaß schien die beste Erklärung zu sein, anders hätte es sich Suna zumindest nicht vorstellen können.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Nov 11, 2012 4:27 pm

Cracker Jack grinste nur und sprach "Du hast keine Skrupel, bist ein Logianutzer und ich bin dir zufällig über den Weg gelaufen...Ich halte das für Schicksal" meinte er und nickte noch einmal um sich selbst zu bestätigen was er ohnehin schon wusste. Nun hieß es nur noch abwarten. Banjo deutete auf das Essen und bot Suna an davon zu essen wenn er denn wollte. Dann sprach Banjo aber "Ich gehe davon aus, dass ich dir die Fußfesseln dann abnehmen und ersetzen kann, ohne das du miese Tricks versuchst?" wollte er nämlich wissen. Man konnte ja nie sicher sein, dass man nicht betrogen wurde. Banjo wurde oft genug von der Marine betrogen!
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Nov 11, 2012 4:46 pm

Suna nickte. Klingt alles ganz gut gab er ruhig von sich und nahm sich etwas zu Essen, biss direkt herzlich ab. Er kaute und schluckte, die Kräfte kamen langsam wieder. Jedoch wurde noch ein großteil von ihnen durch den Kontakt zu Seestein unterdrückt. Wenn du es schnell genug machst komme ich vielleicht nicht auf dumme Ideen sagte er grinsend und kauend. Wieder nahm er einen bissen und schluckte. Suna schaute um sich, die Leute schienen Abstand von hier zu halten. War etwas besonderes passiert als Suna nicht bei Bewusstsein war? Die Marine würde sicher nicht tatenlos zusehen wie ein Mann wie Jack Marinesoldaten umbrachte, doch was will sie dagegen tun? Im gesamten West Blue gab es sicher niemanden der gegen ihn ankam. Also war es schlau die Opfer möglichst gering zu halten und Abstand zu halten ehe sich die Gefahr wieder verzog.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Nov 11, 2012 6:54 pm

So wechselte er die Fußfesseln und ließ das Essen wieder verschwinden. Dann verschränkte er die Arme hinterm Rücken und wartete. Schon kamen die Handlanger der Menschenhändler mit irgendeinem komischem Wagen an, der von allen Seiten undurchsichtig war. Es war wohl schon Ware da drin. Banjo zwinkerte Suna noch einmal zu und steckte ihm die Teleschnecke zu. "Und versau es nicht. Wenn alles klappt sind wir bald reiche, einflussreiche Männer.." sprach er grinsend und begrüßte die Menschenhändler mit einem kräftigen Händedruck. Die schmerzverzerrten Gesichter amüsierten den ehemaligen Vizeadmiral, sein Händedruck war nun wirklich unangenehm. Die Männer prüften den Steckbrief und glichen ihn mit dem "Gefangenen" ab. Dann nickten sie und nahmen ihn mit sich. Banjo wurde ein Sack voll Geld überreicht. Ein falsches Lächeln ein Abschied und noch ein letzter strenger Blick zu Suna, ehe die Beiden sich verabschieden würden.

GT: East Blue -> Mirrorball Island -> Versteck der Menschenhändler (suna auch^^)
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Jul 07, 2014 4:37 pm

CF: Kumate-Insel

"So Dave, hier wären wir jetzt in Las Camp," sagte Muzaffar und verließ das Ruderboot mit dem er sich und seinen kleinen Gefährten an Land bringen ließ, das Schiff selbst war zu groß als, dass es in dieses Hafenbecken gepasst hätte. Er zupfte sich etwas seinen Umhang und seine Uniform zurecht, die beim Rudern etwas verrutscht war und wendete sich dann noch einmal kurz seinen Matrosen im Boot zu um ihnen den Rückweg zu befehlen. Er selbst widmete sich wieder Dave, ließ seinen Blick dabei aber noch etwas über das Gelände streifen, Marine gab es hier genug in dieser belebten Hafenstadt und sie alle misstrauten Muzaffar, schließlich wussten sie was er tat. "Dies hier kleiner Dave ist eine Insel die recht arm dran ist, ich kann dir nicht sagen warum, aber sie wird überdurchschnittlich oft das Opfer von Piratenangriffen. Und jetzt rate mal was unsere Aufgabe dabei sein wird?" Muzaffar ließ Dave gar nicht erst zu Wort kommen und fuhr gleich fort, "Richtig, wir beide, speziell aber du werden uns in den nächsten Tagen gegen diese Piraten stemmen, wir werden sie abwehren, verfolgen und Gefangen nehmen. Du musst dir dabei keine Sorgen machen, ich werde da etwas auf dich aufpassen. Aber wenn es genug Piraten sind kannst du an ihnen perfekt deinen Kampfstil verfeinern." Damit begann das neue Abenteuer für Dave und Muzaffar!






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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Aug 05, 2014 11:13 pm

CF: Kumate-Insel

nach Muzaffar verließ auch Dave das kleine Boot, mit dem sie vom den großen Schiff aus gestartet sind, um auf Las Camp anzulegen. Während seine Begleitung seine Kleider zurechtrückte, ließ Dave seinen rechten kleinen Finger in seine Nase wandern und stocherte dort erstmal gemütlich drin herum. Dann fing Muzaffar an zu reden ließ Dave zu keinem Zeitpunkt eine Möglichkeit zu antworten, und erklärte die Situation. Dave wusste ja nicht viel mehr, als das er mit Muzaffar trainieren sollen würde. "Geht klar. Warten wir hier also einfach darauf das was passiert, beziehungsweise jemand kommt, oder machen wir etwas bestimmtes so lange?" fragte Dave und ließ seinen Finger endlich wieder aus seiner Nase herauswandern. Er fühlte einmal kurz mit seiner Hand an seine Hosenseite, dort hingen seine beiden Schlagstöcke, die er für den Kampf im Zusammenhang mit seiner Teufelskraft nutzte. Alles so wie es sein sollte.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Fr Aug 08, 2014 7:58 pm

Das freche, ferkelhafte und unsittliche Benehmen von Dave ignorierte er fürs erste, er war noch jung und Muzaffar hatte sicher noch genug Zeit ihn zu züchtigen und zu einem Gentleman zu erziehen, so jedenfalls in seiner Idealvorstellung. Aber da der junge Knabe bisher nicht viel Elán zeigte, machte er sich da wenig Sorgen. Aber eventuell würde sich Daves Haltung ja auch in den anbahnenden Kämpfen ändern. Er selbst hatte da keine Sorgen, er war einer der mächtigsten Kämpfer der ganzen Welt ihm würden diese Strandganoven aus einem Blue eh nichts anhaben können."Ich habe vor ungefähr eine Woche zu bleiben, vielleicht auch etwas länger oder auch weniger. Je nachdem wie gerade die Aktivitäten der Piraten stehen. In der Zeit werden wir uns hier an der Küstenpromenade etwas die Zeit vertreiben müssen, bisher scheinen ja keine Piraten in Sicht zu sen. Wenn wir den Berichten über diese Insel Glauben schenken, dann werden diese Schwerverbrecher aber nicht lange auf sich warten lassen.", Muzaffar stoppte zu sprechen und schaute sich etwas um, in dem Hafengebiet befanden sich auch einige Gastronomiegewerbe und andere Betriebe zum vertreiben der Freizeit, dann fuhr er fort, "Wir werden hier sicher irgendetwas finden das uns beschäftigen kann in der Zeit."
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa Aug 30, 2014 3:57 pm

Dave gähnte gelassen und verschränkte die Arme hinter dem Kopf während Muzaffar am reden war. "Also heißt es warten. Warten bis die Piraten kommen. Öde." brachte er hervor und man könnte denken er würde gleich wieder anfangen zu gähnen. In seiner Trainingszeit in der Marinebasis auf Shellstown hatte er zwar auch nicht viel mehr zu tun, konnte aber ein paar Rekruten beim Training auf die Fresse geben, wenn er nicht zu faul war um überhaupt zum Training zu kommen. Dave dachte ganz kurz nach, in letzter Zeit war er ja wirklich von ner Menge großer Persönlichkeiten unterrichtet wurden. Erst war es der Samurai Kensei, der sein Freund wurde und ihn auch beim Training half, jedoch war dieser immerhin ein Samurai und die konnten nicht auf ewigkeit im East Blue auf Shellstown rumdümpeln. Dann war da noch der Piratenjäger Gou, wohl einer der stärksten Kämpfer den die Welt je gesehen hat, auch er wurde Daves Freund und half ihm stärker zu werden. Jetzt war da Muzaffar, Dave konnte sich nicht wirklich vorstellen mit ihm befreundet zu sein, geschweige denn das er ihm etwas beibringen könnte, doch auch er war ein Samurai der Meere und muss etwas drauf haben. Dave lies sich also überraschen.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Mai 01, 2016 11:29 pm

Nathan & Ranelle - come from Las Camp - Stadtplatz

Der attraktive Koch hatte der hübschen Ärztin erklärt, dass die im Restaurant per Teleschnecke beim Händler bestellten Waren zum Schiff gebracht würden. Deshalb stand den beiden nichts mehr im Weg, um ihren Weg fortzusetzen, nachdem sie sich nun versöhnt hatten. Händchen haltend gingen sie Seite an Seite zum Schiff des Revolutionären, auf dem Skye mit ihm und seiner Crew mitreisen und sich um die medizinische Versorgung kümmern würde. Nathan hatte ihr bestätigt, dass es schon richtig war, wenn sie fortan von "wir" sprach, wenn es um die Crew ging. Für die junge Frau war das noch ziemlich ungewohnt, zumal sie sich noch nicht endgültig dazu entschieden hatte, ob sie länger an Bord blieb oder ob ihr Aufenthalt nur vorübergehen war. Sie spielte aber wirklich mit dem Gedanken, sich den Revolutionären anzuschließen, zumal sie bei Nathan bleiben wollte. Auf dem Weg zum Schiff blickte Skye immer wieder zu den Händen der beiden. Sie mochte es wie sie einander Händchen hielten. Diese Berührung reichte aus, damit sie Nathans Wärme spüren konnte. Von den Händen wanderte ihr Blick anschließend auch hinauf in das Gesicht des Revolutionärs, das sie strahlend anlächelte. Dieses Lächeln rührte aber auch aus der Vorfreude auf das gemeinsame Essen mit Nathan.

Auf dem Weg zum Hafen, wo das Schiff vor Anker lag, schwiegen die beiden sich natürlich nicht an. Schon bevor sie sich in Bewegung gesetzt hatten, hatte Nathan gesagt, dass seine Crew aus lauter Chaoten besteht. Skye lachte deswegen ein wenig und sie war daraufhin noch gespannter, die anderen kennenzulernen. Ich kann es kaum noch erwarten, Nathans Crew kennenzulernen. Ich frage mich, wie sie wohl aussehen und ob sie ebenso nett wie Nathan sind. Außerdem frage ich mich, ob in der Crew noch andere Frauen sind oder ob ich dann die einzige bin. Hoffentlich verstehe ich mich mit ihnen auch so gut wie mit Nathan. Das fände ich super. Skye wirkte fast schon ein wenig aufgeregt, allerdings hegte sie auf einmal auch Zweifel, ob die anderen sie überhaupt akzeptieren würden. Das war ihre schlimmste Befürchtung, auch wenn sie diese selbst für recht unwahrscheinlich hielt. Vielleicht traf das auf ein oder zwei Personen zu, aber auf die gesamte Crew? Dennoch verfestigte sich der Gedanke, nachdem er aufgekommen war.

Nathan gelang es Skye von ihrem abstrusen Gedanken abzulenken, indem er ihr eine Frage stellte. Er wollte von ihr wissen, warum sie sich dazu entschlossen hatte, mit den Revolutionären zu segeln. Ob es sie nicht zum Nachdenken brachte, dass sie als Verbrecher betitelt wurden und ob sie wisse, worauf sie sich einließ. Den Hafen hatten sie nun erreicht. Skye antwortete nicht sofort auf Nathans Fragen. Sie versank für einen kurzen Moment in Gedanken oder vielmehr in Erinnerungen. Die Schützin erinnerte sich zum einen wieder an die Worte von Dr. Cavanagh und zum anderen daran, wie sie als "Ranelle" an der Seite von Emerald Archer nachts Selbstjustiz ausübte und deshalb von der Polizei als Verbrecherin abgestempelt wurde, obwohl sie selbst Verbrechen bekämpft hatte. Aufgrunddessen musste sie wegen Nathans Fragen ein wenig schmunzeln. Nachdem sie ihren Kopf genug darüber zerbrochen hatte, antwortete sie: "Deine Fragen sind schon berechtigt und ich verstehe, dass du dir Sorgen um mich machst. Ich begebe mich eigentlich grundlos in das Visier der Weltregierung und der Marine und somit in Gefahr. Aber nur weil man von einer höheren Macht als Verbrecher bezeichnet wird, heißt das noch lange nicht, dass man tatsächlich einer ist. Mir hat mal jemand gesagt, dass die Weltregierung der wahre Verbrecher sei und diese Person ist ein guter Mensch. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass du ein Verbrecher sein sollst. Dich halte ich nämlich ebenfalls für einen guten Menschen und ich verbringe gerne Zeit mit dir. Und wenn du schon kein schlechter Mensch bist, werden die anderen nicht grundsätzlich schlecht sein, denke ich. Worauf ich hinaus will ist, dass ich mich lieber den Revolutionären anschließe, anstatt der Weltregierung oder der Marine." Die Blondine lächelte Nathan anschließend an. Ihre Antwort sollte ausführlich genug gewesen sein.

Gemeinsam schlenderten Nathan und Skye am Hafen entlang. Skyes Aufregung erreichte allmählich ihren Höhepunkt. Das Schiff befand sich sicher hier irgendwo. Bald würde sie also sehen, wie das Schiff aussah. Nicht lange danach würde sie dann die anderen Crewmitglieder kennenlernen. Die Bogenschützin blickte immer wieder zu einem Schiff, das am Hafen angelegt hatte, und fragte sich, ob es vielleicht Nathans Schiff war. Bei einigen entdeckte sie eine Piratenflagge, womit sich die Frage, ob das Nathans Schiff war, sofort erübrigte. Vorhin wollte ich mich noch einer Piratenbande anschließen. Stattdessen begleite ich jetzt einen Revolutionären auf sein Schiff. Das ist schon eine seltsame Fügung des Schicksals, aber eine glückliche noch dazu. Immerhin ist dieser Revolutionär sehr attraktiv. Skye war momentan ziemlich glücklich, vor allem nach dem Vorfall vorhin. "Jetzt spann mich bitte nicht so auf die Folter! Wo ist denn nun dein Schiff?", fragte sie Nathan, da sie es immer wenig erwarten konnte, die anderen kennenzulernen. Dies war vermutlich recht kindisch von ihr, aber dies war ihr in diesem Moment egal.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Mai 02, 2016 8:43 pm


Ungeachtet dessen, dass jede Person, die die beiden ansah, sie für ein Liebespärchen halten würde, mochte er das Gefühl, das er hatte, wenn er ihre kleine zierliche Hand hielt. Ihre zarte, weiche Haut bildete einen angenehmen Kontrast zu seinem muskulösen und doch recht großen Körper. Als Skye und Nathan Händchen haltend den Hafen erreicht hatten, sah sich Nathan nach den Vorräten, die geliefert werden sollten um. Dutzende Schiffe lagen hier vor Anker und es schien tatsächlich so, als würde jedes Schiff hier beladen werden, weshalb Nathan trotz Mühen unmöglich ausmachen konnte ob seine Bestellung bereits auf dem Weg gewesen war.

Während seine wunderschöne Begleitung an der Seite des gut aussehendes Kochs ging, und sich sichtlich Zeit mit ihrer Antwort ließ, dachte Nathan kurz daran, ob sie sich bei dieser Frage eventuell unwohl fühlen könnte. Der stattliche Koch hatte nicht umsonst gesagt gehabt, dass sie diese Frage nicht zwangsläufig beantworten musste, da sie doch sehr privat war. Nathan wollte sie nicht unnötig verletzen, in dem er sie dazu brauchte Erinnerungen zu erwecken, die die attraktive Ärztin vergessen wollte. Als sie schließlich doch antwortete, freute er sich ein wenig mehr über die hinreizende Frau zu erfahren, die nach so kurzer Zeit mit ihm Händchen hielt und sich darüber sogar noch zu freuen schien. Sie erklärte sich, dass ihr früher einmal jemand einen guten Rat gegeben habe. Wenn man von Personen mit zuviel Macht als Verbrecher abgestempelt wird, hieße das noch lange nicht, dass man auch wirklich einer war. Sie nannte Nathan selbst als positives Beispiel für ihre Theorie. Neben dem erneuten Geständnis, dass sie gerne mit ihm Zeit verbringe, was den Rotäugigen zum Lächeln brachte, würde sie sich lieber der Revolution anschließen, als mit der Marine oder Weltregierung gemeinsame Sache zu machen. „Wahre Worte von diesem Jemand, aber lass uns das mit der Revolution nicht überstürzen. Bis wir Trois erreichen wirst du Bedenkzeit haben, spätestens dort wirst du dich entschieden haben müssen, weil unser anschließendes Ziel das Hauptquartier sein wird.“, meinte Nathan erinnernd.

Nachdem Skye und Nathan an dem Schiff des Revolutionären angekommen waren, war Skye sichtbar ungeduldig geworden. Sie forderte den jungen Mann auf sie nicht weiter auf die Folter zu spannen und ihr das Schiff endlich zu zeigen. Indem Wissen, dass sie sich direkt vor seinem Schiff befand, musste Nathan beherzt lachen. „In Ordnung, spielen wir darum, Skye. Ich geb dir immer mehr Hinweise und du suchst nach dem Schiff. Aber ich werde dir nur 5 Hinweise geben und du hast nur 3 Versuche, wobei dein dritter Versuch dein letzter sein wird. Als Belohnung bekommst du von mir deine eigene Kajüte auf dem Schiff. Wenn du aber verlierst, wirst du dir einen anderen Ort suchen müssen. Du könntest im Lager, auf dem Deck oder von mir aus auch in der Küche schlafen. Die meisten Kajüten sind zu klein für zwei Leute, also wirst du wenig Erfolg dabei haben, falls du dir in Falle das du Verlierst ein Zimmer mit einem Crewmitglied teilen möchtest. Den Ort darfst du dir dann selbst aussuchen.“ schlug Nathan vor. Zwar würde er nie zulassen, dass Skye in der Kälte übernachten würde, doch ein solches Spiel und ihre Ungeduld zu verwenden, um Skye ein wenig zu ärgern, fand er irgendwie amüsant. Im Notfall hätte er ihr die Kapitänskajüte überlassen und vorübergehend auf dem Deck geschlafen, denn Skye in der Kälte schlafen zu lassen, konnte der junge Kavalier nicht akzeptieren. Trotz Allem würde Nathan sein Wort halten und Skye, auch wenn es nur für ein paar Tage wäre, kein eigenes Zimmer geben. Denn der junge Koch stand zu seinem Wort und das, wenn möglich, immer. Wartend auf ihre Antwort dachte sich Nathan schon einmal seine Hinweise aus. Die ungefähre Größe des Schiffes, die Anzahl der Masten... was noch? Die Galionsfigur? nein, das wäre zu einfach... die Anzahl der Decks, vielleicht? Nathan sah sich das Schiff unauffällig an, indem er einfach so tat als würde er Skye gespannt ansehen. Das Schiff ist mit zwei Seilen am Hafen befestigt... das könnte ich nehmen. Vielleicht die Bewaffnung? Nein, das wäre unfair. Skye kennt sich sicher nicht mit Schiffsbewaffnung aus.. Nathan erblickte einige Möwen, die sich auf einigen Schiffen - und natürlich auch auf seinem - ausruhten. In Ordnung. Größe, Anzahl von Masten und Decks, Seile und Möwen. Jetzt muss sie nur noch zustimmen. Der attraktive junge Mann lächelte Skye an und erinnerte die Schönheit schließlich noch: „Du kannst mein kleines Spielchen natürlich auch ablehnen. Deine kleine Kajüte bekommst du auch ohne Spiel. Gehst du das Risiko ein oder nimmst du die sichere Variante?“. Nathan, der noch immer die hand der attraktiven Dame hielt, sah sie neugierig an.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Mai 03, 2016 3:03 pm

Auf gewisse Weise fiel Skye immer ein Stein vom Herzen, wenn sie Nathan mehr über sich erzählte. Dies lag vor allem daran, dass sie dadurch weniger vor ihm zu verbergen hatte. Außerdem gab es ihm die Möglichkeit, sie besser kennenzulernen. Skye hatte auch noch Fragen an Nathan, allerdings wollte sie diese lieber an Bord seines Schiffes stellen. Immerhin hatte er selbst herausgestellt, dass man als Revolutionär gefährlich lebte. Durch ihre Fragen könnten andere spitz kriegen, dass Nathan ein Revolutionär ist und die Ärztin wollte nicht, dass er so leicht aufflog, nur weil jemand zuhörte, für dessen Ohren ihre Fragen nicht bestimmt waren. Am Ende hielte man Skye selbst noch für eine Revolutionärin, obwohl sie keine war, auch wenn sie dem Gedanken nicht abgeneigt war. Nathan hielt sie aber dazu an, ihre Entscheidung nicht voreilig zu treffen. Die Schützin war sich dessen bewusst und hatte ohnehin vor, sich darüber ausreichend Gedanken zu machen.

Plötzlich blieben die beiden Händchenhaltenden stehen, nachdem die Blondine Nathan dazu aufgefordert hatte, ihr nun endlich sein Schiff zu zeigen. Dieser kam auf die Idee, ein Spiel daraus zu machen. Er nenne ihr 5 Hinweise, mit denen sie das Schiff eigenständig ausfindig machen soll. Sie habe dafür 3 Versuche und wenn sie gewinnt, bekäme sie ihre eigene Kajüte. Andernfalls müsse sie zusehen, wo sie die Nacht verbringen würde. Skye ließ sich seinen Vorschlag durch den Kopf gehen. Soll ich wirklich darauf eingehen? Eine eigene Kajüte mit einem eigenen Bett wäre schon fantastisch. Aber was ist, wenn ich verliere? Wenn ich mich hier so umsehe, dann dürfte es selbst mit seinen Hinweisen nicht einfach werden. Wobei es dabei darauf ankommt, was für Hinweise das sind? Während Skye über das Spiel nachdachte, blickte sie sich am Hafen um. Hier lagen wirklich einige Schiffe vor Anker und selbst nachdem sie Schiffe als Piratenschiffe identifiziert hatte, blieben noch genug übrig, die Nathans Schiff sein könnten. Ich will doch nur heute Nacht in einem kuscheligen Bett liegen und nicht im Lager auf irgendwelchen Kisten oder sonst wo.

Skye war sich wirklich unsicher, ob sie das Risiko eingehen sollte. Sie hörte nicht auf sich umzusehen, auch nicht als Nathan weitersprach und ihr erklärte, dass sie so oder so eine Kajüte bekäme. Daraufhin sah sie den Blonden leicht verwirrt an. "Welchen Sinn hat dann das Spiel?", fragte sie frei heraus. Auf ihre Frage kam ihr selbst in den Sinn, dass dieses Spiel Spaß machen sollte. Das würde es auch bestimmt, wenn es keinen Gewinn gegeben hätte. Ohne die Aussicht auf die eigene Kajüte, die sie laut dem Koch ohnehin bekäme, hätte es ein lustiges Rate- und Suchspiel werden können. Andererseits hatte die Schönheit nichts zu verlieren. Sie könnte sich nur blamieren, aber das wollte sie nicht. Die Blondine dachte weiter nach und sah sich weiter um. Ihr fiel nun die Galionsfigur des Schiffes ins Auge, vor dem sie standen. Bei dem Weinglas, das diese in ihrer Hand hielt, dachte die clevere Blondine sich zuerst nichts, aber es kam ihr auf einmal ziemlich verdächtig vor, dass sie ausgerechnet hier Halt gemacht hatten. Skye konnte sich bei bestem Willen nicht vorstellen, dass dies Zufall war. Sie dachte: Wie war das noch gleich? Die bestellten Vorräte werden zum Schiff gebracht, nicht wahr? Es würde also Sinn machen, vor dem Schiff auf dem Händler zu warten, um die Waren zu empfangen. Skye wollte Nathan nicht als Faultier abstempeln, auch nicht in Gedanken, aber sie dachte eben auch, dass es auf der anderen Seite unklug wäre, wenn die beiden an dem Schiff vorbeiliefen.

Selbstverständlich zweifelte Skye selbst an ihrer Theorie, sodass sie sich nicht sicher war, ob sie Recht hatte. Doch um das herauszufinden, gab es nun ein simples Mittel. "In Ordnung. Ich spiele dein Spiel mit.", antwortete die Blondine mit einem Grinsen. Anschließend wartete sie auf die Hinweise des attraktiven Blonden, mit denen er auch nacheinander rausrückte. Zuerst sprach er die Größe des Schiffes an. Skye ließ daraufhin ihren Blick umherschweifen, um andere Schiffe ausschließen zu können. Das Schiff mit der Galionsfigur, das ein Weinglas in der Hand hielt, blieb im Rennen. Dasselbe tat sie bei jedem weiteren Hinweis. Auch die Anzahl des Masten und Decks, der Seile und Möwen stimmten überein. Ein ziemlich sicheres Grinsen zierte daraufhin das Gesicht der cleveren Blondine. Augenblicklich deutete sie auf das Schiff, vor dem die zwei standen und sprach: "Es ist dieses Schiff, nicht wahr? Und das wir schon eine Weile davor stehen, ist auch kein Zufall, habe ich nicht Recht? Das Spiel diente nur zum Zeitvertreib, da wir auf den Händler warten. Ist es nicht so?" Skye zwinkerte Nathan zu, da sie glaubte, ihn durchschaut zu haben. Letztendlich könnte er auf ihre Anschuldigungen noch antworten, da nicht alle zutreffen mussten, aber in ihren Ohren klangen ihre Worte schlüssig. Im Nachhinein musste sie sogar kichern, da Nathan es ihr ihrer Meinung nach zu leicht gemacht hatte.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Mai 03, 2016 10:04 pm


Nachdem Nathan ihr das Angebot machte um ihre Kajüte zu spielen, dachte die junge Ärztin offensichtlich über sein Angebot nach. Der junge Mann fand es öußerst Interessant, dass sie ernsthaft mit dem Gedanken spielte bei seinem kleinen unfair-erscheinendem Spiel mitzuspielen. Hätte er eine andere Dame vor sich gehabt, wäre diese vermutlich nie auf die Idee gekommen auf seinen Vorschlag einzugehen. Umso glücklicher war Jonathan über die Tatsache, dass er diese interessante und noch dazu attraktive Dame gefunden zu haben und selbstredend in ihrer Gesellschaft zu sein. Die Möglichkeit, dass sie vielleicht bald ein festes Mitglied in seiner Crew werden könnte, konnte sich mit zunehmender Vorfreude wertschätzen.

Als Skye jedoch die Sinnhaftigkeit seines Zeitvertreibs in Frage stellte, musste der blonde Koch leicht schmunzeln. Ihm kam der Gedanke, dass er ihr eventuell nicht hätte sagen sollen, dass Skye auch ihr eigenes Zimmer bekam, wenn sie sein Spiel nicht mitspielte. Andererseits, dachte er sich, wollte er mit offenen Karten spielen. Er wollte nicht, dass sie über ihn dachte er würde es zulassen, wenn sie in der Kälte schlief. Immerhin wollte Nathan ihr vor zehn Minuten noch 10.000 Berry in die Hand drücken, damit dies eben nicht geschah. „Das Spiel hat zweierlei Gründe. Zum Einen würde ich mich freuen, wenn du das Spiel mitspielst. Und zum anderen können wir noch nicht auf das Schiff, weswegen wir uns unsere Zeit vertreiben müssen.“ meinte Nathan und wartete darauf, dass die junge Dame eine Entscheidung traf. Die schwarz-gekleidete junge Dame stimmte dem Spiel des Kapitäns schließlich zu, worauf Nathan ihr seinen ersten Hinweis gab. „Das gesuchte Schiff ist eines der größten Schiffe in diesem Hafen, doch es reicht nicht, um sich die Krone zu holen.“. Nathan machte eine kurze Pause, um seiner Kandidatin Bedenkzeit zu geben, ehe er ihr den nächsten Hinweis gab. „Das gesuchte Schiff verfügt über drei Masten.“. Kurz darauf ließ er sich weniger Zeit zwischen den einzelnen Hinweisen. „Das gesuchte Schiff verfügt über insgesamt drei Decks.“ „Zwei Seile und ein Anker halten das Schiff am Hafen.“ „Und der letzte Hinweis: Die Möwen ruhen sich auf dem gesuchten Schiff aus. Bis auf einem Segel befindet sich auf allen Segeln mindestens eine Möwe.“ Nachdem er seinem Schützling den fünften und damit letzten Hinweis gegeben hat, gab Nathan ihr ein wenig Zeit seine Hinweise zu überprüfen. Überrascht darüber, dass Skye mit ihrer Hand beim ersten Versuch auf die Floating Merry zeigte und dem jungen Koch einen ganzen Schwall als Vermutungen vorwarf, fand er die ganze Situation im Nachhinein ziemlich amüsant. Dabei fiel ihm ihr absolut sicheres und zudem nicht süßes Grinsen ins Auge. Das sie direkt an diesem Schiff stehen geblieben waren, war tatsächlich nicht einfach Zufall gewesen und auch die Theorie bezüglich des Händlers war absolut korrekt gewesen. „Da hab ich es dir wohl zu einfach gemacht, was? Nun scheinbar hast du nicht nur einen süßen Charakter und siehst wirklich gut aus, sondern bist auch noch ziemlich clever.“ „Ja, wir stehen hier, weil wir auf den Händler warten müssen.“, antwortete er und lächelte die junge Dame bestärkend an.

„Hey, Nathan. Nun hör auf das junge Mädchen zu belästigen und komm auf das Schiff, damit wir Segel setzen können.“, rief eine Stimme aus Richtung des Schiffes. Nathan erkannte die Stimme sofort, als er zur Floating Merry hinauf sah. Eine rothaarige junge, attraktive Frau beugte sich über die Reling des Schiffes und sah die beiden Händchenhaltenden an. Nathan passte es zwar nicht, dass seine Navigatorin ihn so darstellen ließ, als würde Nathan oft unschuldige Frauen belästigen, weshalb sein Gesichtsausdruck vermutlich etwas genervt schien, doch er antwortete trotz Allem möglichst höfflich. „Ich belästige hier niem...“ Nathan hielt kurz inne, als er zu Skye sah und bemerkte, dass er ihre zarte zierliche Hand noch immer in seiner Hand hielt. „Wir halten nur Händchen. Das wird uns beiden doch noch gegönnt sein.“. Jetzt, wo Nathan ausgesprochen hatte, wurde ihm bewusst, wie dämlich das klingen musste, wodurch sich Röte in seinem Gesicht breit machte, nicht zuletzt, weil er Skyes Hand noch nicht loslassen wollte. „Ja, wer's glaubt. Und kommst du nun? Die Vorräte haben Jeremy und Nick schon ins Lager getragen.“ Der gut gekleidete Koch traute seinen Augen nicht und sah Sophie überrascht an. „Hast du gerade wirklich gesagt, dass Jeremy geholfen hat die Vorräte zu tragen? Willst du mir vielleicht auch noch sagen, dass wir weiße Mäuse auf dem Schiff haben?“, zog er sie skeptisch auf. Die rothaarige Dame hingegen kicherte und erklärte daraufhin: „Das hättest du sehen müssen. Ich hab Alfonso genommen und sie unter die Waren kriechen lassen. Jeremy hat plötzlich Alles daran gesetzt so schnell es geht die Kisten und Fässer wegräumen, um Alfonso zu 'retten'. Vermutlich hätte er es sogar am Liebsten ohne die Hilfe von Nick gemacht.“. Sophie kicherte weiterhin, während Nathan sie schmunzelnd ansah. „Ah, jetzt wird mir einiges klar.“, Nathan sah Skye kurz an, ehe er wieder hinauf zu seinem vermeintlichen Crewmitglied sah. „Scheint so als hätten wir beide unseren Spaß gehabt.“. Nathan lächelte verlegen, ehe er der attraktiven Rothaarigen dabei zusah wie sie aus seinem Blickfeld verschwand. „Lass dir nicht zu viel Zeit und komm bald aufs Schiff, okay? Es wird bald Abend und ich will die Insel vorher schon verlassen.“

Nathan drehte sich nun wieder zu Skye um und lächelte sie an. „Unsere freche Navigatorin hättest du damit ja schon einmal kennengelernt. Sie ist eigentlich ziemlich nett, als gib ihr also noch eine Chance ehe du dein Urteil fällst.“. Nathan rückte die Reisetasche auf seiner Schulter zurecht. „Ich muss nur kurz etwas aus der Kapitänskajüte holen und danach zeige ich dir das ganze Schiff und mache dich mit der Crew bekannt, in Ordnung Skye?“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Mai 04, 2016 5:20 pm

Auf die Anmerkung der hübschen Ärztin, dass sein Spiel keinen Sinn habe, gab Nathan seine Gründe dafür bekannt. Skye hatte verstanden, obwohl sie sich daraufhin fragte, wieso sie das Schiff nicht betreten könnten. Letzten Endes wagte sie den Versuch und legte sich ihre Theorie zurecht, weshalb die zwei schon seit einiger Zeit vor dem einen Schiff stehen blieben. Nachdem Nathan seine fünf Hinweise genannt hatte, deutete Skye sofort auf das Schiff, von dem sie schon zuvor vermutet hatte, dass es sein Schiff sei. Außerdem teilte sie ihm ihre Vermutung mit. Skye wurde rot, nachdem Nathan ihr wieder Komplimente gemacht hat. "Du Schmeichler. Danke sehr.", antwortete sie verlegen lächelnd. Die Blondine wirkte ziemlich glücklich darüber, dass sie mit ihrer Vermutung voll ins Schwarze getroffen hatte. Sie war vorher selbst noch ein wenig unsicher, ob sie tatsächlich so zutraf, aber Nathan bestätigte ihre Worte.

Plötzlich ertönte eine Stimme über die beiden, durch die Skye aufschreckte. Es war nicht zu überhören, dass eine Frau zu ihnen - oder vielmehr zu Nathan - gesprochen hatte. Nathan und Skye wurden beim Händchenhalten erwischt. Der charmante Koch rechtfertigte sich damit, dass die zwei doch wohl Händchen halten dürften. Skye blickte daraufhin verlegen zur Seite. Ihr gefiel es noch immer Nathans Wärme durch seine Hand zu spüren. Dies gab ihr selbst ein Gefühl der Geborgenheit. Die junge Dame an Bord des Schiffes drängte Nathan förmlich dazu, an Bord zu kommen. Außerdem erzählte sie zur Verwunderung der beiden Blondschöpfe, dass zwei andere Personen die Vorräte schon an Bord gebracht haben. Skye vermutete, dass die Rothaarige sowie die anderen beiden Personen zur Nathans Crew gehörten. Nein, sie war sich diesmal sogar ziemlich sicher, dass es so war, immerhin schienen Nathan und das Mädchen sich gut zu kennen. Nathan wunderte sich größtenteils darüber, dass dieser Jeremy dabei half, die Vorräte ins Lager zu verfrachten während Skye selbiges tat, weil sie nicht damit gerechnet hätte, dass der Händler die Waren so schnell auslieferte. Oder hatten sie sich vielleicht länger umarmt, als es ihr vorkam? Bei dem Gedanken lief Skye rot an.

Durch die anschließende Erzählung des Mädchens wie sie Jeremy dazu bekommen hatte, die Waren zu schleppen. "Alfonso? ... Sie?", fragte Skye verwirrt. Auf jeden Fall kannte die Ärztin nun schon drei Namen von Nathans Crewmitgliedern. Nick, Jeremy und Alfonso. Skye wurde lediglich aus dem Namen Alfonso nicht schlau, da es sich dabei offenbar um jemand Weibliches handelte und dieser Jemand sich noch unter Kisten verkriechen konnte. Letztendlich kannte Skye den Namen der Rothaarigen noch nicht, doch sie war zuversichtlich, dass sich dies bald änderte. Ihre Lippen verzogen sich zu einem Schmunzeln, nachdem das Mädchen verschwunden war und Nathan meinte, sie kenne nun seine Navigatorin und dass sie eigentlich netter sei, als sie es eben vermuten ließ. Anschließend teilte Nathan der Schönheit an seiner Seite seine Pläne mit, woraufhin sie antwortete: "In Ordnung. Ich bilde mir einfach mein Urteil, sobald ich sie richtig kennengelernt habe. Das gilt auch für die anderen. Nick, Jeremy und Alfonso, richtig? Ich freue mich schon darauf, sie alle kennenzulernen."

Was hielt die beiden nun eigentlich noch davon ab, das Schiff zu betreten? Offenbar nichts. Nathan hatte doch ohnehin vor das Schiff zu betreten und die Rothaarige schien es ebenfalls eilig zu haben. Skye grinste Nathan verschmitzt an und meinte zu ihm: "Da du sie offenbar eh nicht mehr loslassen möchtest, gehst du mir doch sicher ein wenig zur Hand." Die Blondine meinte das nicht einmal ernst, doch der gut aussehende Revolutionär ließ sich nicht zweimal bitten. Er handelte jedoch entgegen seiner Worte, denn er ließ plötzlich Skyes Hand los und betrat allein das Schiff. Die Blondine blickte entsetzt nach oben und hielt dies für einen schlechten Scherz. Unverzüglich wandte sie dem Schiff ihren Rücken zu und grummelte: "Das ist ja unerhört. Zuerst sagen, dass er mir auf das Schiff hilft und am Ende lässt er mich doch hier stehen." In diesem Moment ahnte sie nicht, dass sie sich zu früh ärgerte. Plötzlich verlor sie nämlich den Boden unter den Füßen und fand sich stattdessen auf Nathans Armen wieder. Mit einem überraschten Gesichtsausdruck blickte Skye in das Gesicht des Gourmetkochs, der sie auf seinen Armen auf das Schiff trug und somit doch sein Wort hielt. Entschuldige. Das eben ... das war nicht so gemeint.", entschuldigte sie sich, da sie in dem Glauben war, dass Nathan ihre Worte gehört hatte.

Schließlich fanden Nathan und Skye sich an Deck seines Schiffes wieder. Der Revolutionär setzte die junge Dame auf seinen Armen wieder ab und schon hielten sie wieder Händchen. Ein kurzer Blick zu ihren Händen reichte Skye aus, um sich damit abzufinden. Sie hatte zum einen nichts dagegen und sie vermutete ohnehin, dass Nathan eher unterbewusst wieder ihre Hand mit seiner umschlossen hielt. Deshalb atmete die hübsche Blondine tief ein und aus und ließ die Atmosphäre an Bord des Schiffes auf sich wirken. "Wie heißt dein Schiff überhaupt?", fragte Skye neugierig.


Nathan & Ranelle - to be continued in Floating Marry - Das Oberdeck
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Jim Maynard

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do Mai 05, 2016 3:36 pm

Von: Little Mermaid

Vorsichtig steuerte Jim das Schiff durch die Hafeneinfahrt. Die Segel waren größtenteils eingeholt und nur eines war noch für den nötigen Vortrieb im Hafen gesetzt. Doch auch dieses wurde schnell von Jim eingeholt, kurz bevor das Schiff den Kai erreichte. Jim warf einige Haltetaue in Richtung des Stegs, die dann von geübten Hafenarbeitern gefangen und fest vertäut wurden. Nachdem das Schiff nun sicher angelegt hatte, ging Jim zur Luke ins innere des Schiffes, um nach dem Blonden zu schauen. Doch als Jim unter Deck kam, fand er nichts als ein Chaos vor. Töpfe, Pfannen, Stühle und weiteres Inventar, schlicht alles was nicht niet und nagelfest war, lag in wüster Unordnung überall auf dem Boden verteilt. Aber es war die Gestalt am Boden, alle Viere von sich gestreckt und den Kopf in unnatürlichem Winkel gebogen, die Jims Blick auf sich zog. Panik überkam Jim und er rannte auf den jungen Mann zu, der dort wie tot am Boden lag. Nein... nicht „wie tot“, stellte Jim mit Erschrecken fest. Tot. Das Genick war gebrochen und der Blonde hatte seinen letzten Atemzug hinter sich. Jim beeilte sich, zurück an Deck zu kommen. Dort rannte er auf den am Boden liegenden Rotschopf zu, um ihn zu wecken. Doch als er dort ankam, stellte er fest, dass auch dieses Mitglied der Besatzung nicht mehr atmete. Jim wurde blass. Hatte diesen Sturm denn niemand überlebt. Nur um sicher zu gehen, fühlte er seinen Puls und stellte erleichtert fest, dass zumindest er selbst noch am Leben war. Aber was sollte er nun mit den beiden Toten anfangen. Nicht lange, und der Hafenmeister würde Zugang zum Schiff verlangen. Spätestens dann würde man die beiden finden. Und selbst, wenn man Jim nicht des Mordes verdächtigte, würde es doch eine Menge Fragen geben und unweigerlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Jim wurde übel und nur der Mangel an Nahrung in seinem Magen verhinderte, dass er sich übergab, auch wenn ihm saure Galle aufstieg. Blass und wie in Trance verließ er das Schiff und merkte nichtmal, wie er einem ihm entgegen kommenden Beamten die Hafengebühr in die Hand drückte. Auf die Frage nach seinem Namen murmelte er nur etwas unverständliches. Wie benebelt ging er auf eine der vielen Hafenkneipen zu. Auch wenn es noch recht früh am Tag war, hatten doch viele schon geöffnet und so öffnete er die Tür der nächstbesten Kaschemme, setzte sich an den Tresen und signalisierte dem Wirt mit zwei Fingern, dass er einen Schnaps wollte. Jim brauchte irgendwas, um seine Nerven zu beruhigen. Der Wirt schien aber anderer Meinung zu sein, denn er musterte Jim kurz und sagte dann: „Verschwinde Kleiner. Kinder kriegen hier nichts. Und du, Blauer“, die letzten Worte richtete der Wirt an den Mann, der neben Jim auf dem Barhocker saß, „zahl erstmal deine Zeche von gestern. Vorher bekommst du hier keinen Schluck.“ Jim dachte erst, sein Sitznachbar wäre noch besoffen, doch sah schnell, dass die Bezeichnung „Blauer“ vielmehr auf dessen ungewöhnliche Hautfarbe zurück zu führen war, als auf den Alkoholpegel. Doch schnell glitt sein Blick wieder zum Wirt. Ohne Hast holte er seine Geldbörse hervor und legte genug Geld für zwei Schnäpse auf die Theke. „Wenn das hier eine Bar ist, sollte man auch was zu trinken bekommen“, sagte Jim ruhig. „Also stell jetzt bitte zwei Schnäpse auf die Theke, einen für mich und einen für ihn.“ Dabei nickte Jim in Richtung des Blauhäutigen neben ihm. Der Wirt rümpfte einmal kurz die Nase, nahm dann aber doch das Geld und stellte zwei gefüllte Gläser vor die beiden. Jim prostete seinem Nachbarn kurz zu und leerte sein Glas in einem Zug. Der bittere Geschmack jagte ihm einen Schauer durch den ganzen Körper, doch das rief ihn aus seiner Lethargie und auch das Zittern seiner Arme, das er bisher kaum bemerkt hatte, ließ nach. Langsam begann auch sein Verstand wieder zu arbeiten und er fing an, darüber nachzudenken, wie es weiter gehen sollte. Doch weit kam er mit diesen Gedanken nicht, denn sein Sitznachbar sprach ihn plötzlich an.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Mai 10, 2016 1:12 pm

coming from - Las Camp - Stadtplatz

Alles in allem ein gelungenes Date. Hatte er vor kurzem noch in einem zornigen Rausch die Kontrolle über sich verloren gehabt, hatte Ryuki sich bereits wieder im Griff kaum, dass er dem unverschämten Kellner seine Faust hatte spüren lassen. Selbstverständlich hatte er direkt die Flucht ergriffen, als gesuchter Verbrecher war ein derartiger Aufstand nichts, was er sich leisten konnte. Bevor also die Polizei oder die Marine auftauchte, sah der Blaue zu, dass er sich verdrückte. Das er dabei Ranelle zurücklassen musste war natürlich bedauerlich, aber Ryuki hatte nicht vor ein junges Mädchen zu entführen, nur weil sie hübsch anzusehen war. In wie fern der gestohlene Kuss, oder das gestohlene Portemonnaie, nun nötig gewesen waren, war natürlich Ansichtssache. Den Kuss hatte er sich einfach verdient, so Ryuki und die Geldbörse hatte er nur aus Not genommen. Es floh sich nur recht schwer von einer Insel, wenn man nicht das nötige Kleingeld hatte, um Wachen und oder Kapitäne von Schiffen zu bestechen. Nicht, dass die junge Blondine viel Geld dabei haben würde. Wie viel genau, würde Ryuki später in Erfahrung bringen, sobald er irgendwo im Hafen untergetaucht war.
Der Vorteil langer Beine bestand darin, dass sie einen überraschend schnell von A nach B brachten, weswegen es gar nicht lange dauerte, bis Ryuki den Lärm und die Aufruhr auf dem Stadtplatz bereits nicht mehr hörte, sondern stattdessen nur noch die Geräusche des alltäglichen Hafenbetriebes. Sobald er konnte verschwand der Blaue von der Hauptstraße und verschwand in der verworrenen Unübersichtlichkeit die jedem Hafenviertel zu eigen waren. Die Straßen wurden trotz der Sonne am Himmel düsterer, die Spelunken rauer. Erst als er sicher war, dass niemand ihn verfolgte, begann Ryuki langsamer zu gehen und sich nach einem geeigneten Ort um zu sehen, um ein wenig zu verschnaufen. Eine schattige Seitengasse bot sich an, weswegen dort ein kleines Nickerchen hielt.
Vielleicht eine Stunde war vergangen, als der Hunger Ryuki wieder weckte. Zwei Stücke Kuchen waren ganz offensichtlich keine gute Grundlage, für einen Mann seiner Statur. Da sich keine Marinesoldaten nach ihm umsahen und die Gegend durchsuchten, machte sich Ryuki also auf ein Mittagessen zu finden und steuerte prompt die Spelunke der letzten Nacht an. Nicht das er sich sonderlich viel erinnern würde, aber da er im Hinterhof dieser Lokalität erwacht war, würde man ihn hier wohl schon kennen. In wie weit das etwas Positives war, würde sich noch herausstellen. Obwohl erst Mittag, fanden sich bereits einige betrunkene Matrosen in der Bar und muffiger Mief hatte das ersetzt, was man draußen wohl Luft nannte. Der Blick des Barkeepers verdüsterte sich, als Ryuki sich an den Tresen setzte und verriet, dass er sich hier keine Freunde gemacht hatte in der letzten Nacht.
Eine hitzige Diskussion entwickelte sich zwischen dem Barkeeper und Ryuki, wobei ersterer darauf auswahr die geprellte Zeche einzuheimsen. Zweiterer wollte vor allem ein Bier und eine ordentliche Portion Essen. Wie zu erwarten kollidierten die beiden Meinung und es wäre wohl laut geworden, wäre nicht ein junger Mann, fast noch ein Kind in die Bar gekommen. Das Streitgespräch zwischen Ryuki und dem Barkeeper verstummte, welche sich beide dem Neuankömmling zu wandten. Dieser sah ziemlich mitgenommen aus und schien auch kein Wort heraus zu bringen. Mit starrem, leeren Blick ließ er sich an die Bar fallen und signalisierte er wolle eine Schnaps haben. Ryuki schnaubte belustigt, während er den kleinen Bubi betrachtete und auch der Barkeeper schien nicht daran zu denken, ihm etwas auszugeben. Mit harschen Worten erteilte er dem Neuen eine Abfuhr und fügte an Ryuki gewandt hinzu, dass dieser erst einmal die Zeche von letzter Nacht bezahlen sollte. Jetzt er sah ihn der Neue an und Ryuki wandte sich wieder dem Barkeeper zu und fing an, nach der Geldbörse von Ranelle zu kramen. Ehe er diese jedoch hervor bringen konnte, hatte der Junge Geld gezückt und verlangte zwei Schnäpse. Berry sind Berry, egal ob aus der Hand eines Zechprellers oder eines Kindes, also standen kurz danach zwei Schnäpse vor dem ungleichen Paar. Mit einem Prost stürzte der Junge den Schnaps herunter und schüttelte sich direkt danach. Ganz offensichtlich war er es nicht gewohnt zu trinken. Ein Schmunzeln lag auf dem Gesicht von Ryuki, welchem solch unerwartete Freundlichkeit nicht ungelegen kam. Mit einem Lächeln stürzte er auch seinen Schnaps herunter und tat mit einem lauten Ahhh, tat er kund, wie gut ihm der Schnaps tat. Kurz blieb er einfach nur stumm sitzen und blickte auf das leere Glas in seiner Hand, dann wandte er sich an seinen spendablen Gönner. "Lass dir von einem einfachen Abenteurer gedankt sein, kleiner Fremder.", sprach er den Jungen an und schlug ihm freundlich auf die Schulter. "Aber sag mal, du schaust aus als ob dir ein Geist begegnet ist. Alles in Ordnung?" Es war nichts ungewöhnliches sich danach zu erkundigen, ob alles oke war. Der Junge wäre nicht der erste und bei weitem nicht der letzte, der nach einer schockierenden Erfahrung Trost in den Armen eines guten Schnaps gesucht hätte. Für gewöhnlich kümmerte sich Ryuki zwar weniger um die Probleme anderer, aber das ihm jemand etwas ausgab kam nicht all zu häufig vor. Also würde er mal eine Ausnahme machen.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Mai 10, 2016 9:35 pm

So schnell wie der Wirt nach dem Geld gegriffen und die Bestellung serviert hatte, war Jim sich nicht sicher, ob er vielleicht doch zuviel bezahlt hatte. Andererseits verhieß ein großer Hafen auch immer gute Gelegenheit, den ein oder anderen Berry zu verdienen – oder zumindest den Besitzer wechseln zu lassen, verdient, oder unverdient. Dann nahm er die an ihn gerichtete Frage wahr. „Ein Geist?“ Ein kurzes, raues Lachen kam aus Jims Kehle. „Eher das genaue Gegenteil....“, antwortete er etwas kryptisch, wenn auch nicht gelogen. Denn schließlich waren Geister Leben ohne Körper, während die beiden Männer an Bord der Little Mermaid Körper ohne Leben waren. Aber das musste er dem Fremden ja nicht unbedingt auf die Nase binden. Jim wollte einen weiteren Schluck aus seinem Glas nehmen, doch sein Arm verharrte auf halben Weg, als er merkte, dass er das Glas ja schon geleert hatte. Unsicher, ob er einen weiteren Schnaps bestellen sollte, starrte er einen Moment auf das leere Glas, ließ es dann aber sinken und wandte sich dem blauen Mann zu. Die blaue Hautfarbe hatte Jim ja schon zuvor bemerkt, aber erst jetzt fiel ihm das dritte Auge auf der Stirn des Anderen auf, das ihn unentwegt anzuschauen schien, ohne je zu blinzeln. Aber Jim hatte heute schon zuviel erlebt, als dass ihn das sonderlich nervös machen konnte. Doch es schien ihm unhöflich, diese.... Besonderheit seines Gegenübers einfach anzustarren und so richtete er seinen Blick in die „normalen“ Augen des Fremden. „Aber sonst geht’s mir gut, danke.“ Tatsächlich merkte Jim jetzt, wieviel Glück er eigentlich hatte. Dem Kampf gegen Fagin und seine Schläger hatte er größtenteils unbeschadet überstanden und der Sturm hatte ihn zwar eine Menge Kraft gekostet, ihn jedoch bis auf einen Muskelkater, den er wahrscheinlich morgen noch spüren würde, unversehrt gelassen. Und dass das ganze wesentlich schlimmer hätte ausgehen können, zeigte ja das Schicksal seiner beiden Kameraden. Aber wie durch ein Wunder erfreute Jim sich bester Gesundheit und das Lächeln kehrte in sein Gesicht zurück. „Ich danke dir sogar sehr. Ich h....“, die letzten Worte wurden von einem heftigen Donner übertönt, der von draußen herein rollte. Jim stockte kurz und schaute zu den dunstigen Scheiben der Taverne. Dann jedoch zuckte er mit den Schultern und hielt dem Fremden seine Hand hin. „Ich heiße Jim. Und mit welchem „einfachen Abenteurer“ habe ich die Ehre?“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Mai 24, 2016 9:37 pm


Das genaue Gegenteil eines Geistes? Ryuki blickte dem jungen Mann, welcher ihm freundlicherweise einen Schnaps spendierte hatte, mit einem Blick voller Unverständnis an. Was sollte das denn heißen? Ein Geist war doch nun mal ein Geist. Aber das Gegenteil eines Geistes? Also kein Nicht-Geist, sondern ein Gegenteil-Geist? Gab es den ein Gegenteil von Geistern? Geister waren doch tote Typen, deren Seele oder was auch immer nicht ins Nirvana, den Himmel oder die Hölle oder sonst wohin fahren konnten. Also war ein Gegenteil-Geist das Gegenteil einer Seele, oder? Es knatterte und knackte in Ryukis Schädel, welcher angestrengt versuchte des Rätsels Lösung zu finden. Doch einfachen Gemütern war es nicht gegeben, die Rätsel des Universums zu entwirren. Hätte er es geschafft, der Blaue hätte die Erleuchtung gefunden und wäre wie Buddha auf eine höhere Spirituelle Ebene geflogen. So aber war das einzige was empor stieg schwarzer Rauch aus seinen Ohren, so angestrengt dachte Ryuki darüber nach. In Bildern gesprochen natürlich.
Während Ryuki noch zu verstehen versuchte was der Gegenteil-Geist sein sollte, starrte sein Sitznachbar vor sich hin und war in Gedanken versunken. Als er sein Glas an den Mund heben wollte, schien ihm aufzugehen, dass dieses bereits leer war und bedankte sich für die Nachfrage. Ryuki, dessen Glas ebenfalls leer war, signalisierte dem Barkeeper unauffällig zwei weitere Schnäpse auf die Rechnung des Jungens zu besorgen, welche kurz darauf vor dem ungleichen Duo standen. Der kleine Braunhaarige, welcher sich mit einem Lächeln noch einmal bedankte stellte sich als 'Jim' vor. Mit kurz kritischer Miene blickte Ryuki vom Gesicht des Jungen zu dessen ausgestreckter Hand, dann nahm er einen der zwei neuen Schnäpse, schlug ein und drückte dem Jungen den Schnaps dabei in die Hand. Ein breites Grinsen zog sich über Ryukis Gesicht und seine Augen leuchteten unterhalten. "Ryuki. Ryuki der blauen Sonne, stets zu Diensten solltest du mal einen Schatz bergen wollen." Zu welcher Beteiligung würde er dem jungen Mann noch nicht verraten, nahm sich Ryuki vor und kippte den zweiten Schnaps an diesem Mittag hinunter. Das vertraute Brennen in Mund und Hals setzte ein und während Ryu es mit geschlossenen Augen genoss, stellte er das leere Glas kopfüber auf die Bar vor sich. Das dies dem Barkeeper nur noch mehr Arbeit als eh schon bereiten würde, freute ihn dabei sogar noch tierisch. Aber hauptsächlich tat er es natürlich ausschließlich nur, weil man das nun einmal so tat. Leere Schnapsgläser wurden verkehrt vor sich aufgereiht. Da diesem Brauch Ehre getan wurde, machte Ryuki sich daran dem Drängen seines Magens nachzugeben. "Hau mir mal eine dreifache Portion Bratkartoffeln mit Speck und Eiern raus.", sprach er zum Wirt und holte Ranelles Geldbörse hervor, in welcher es verlockend klimperte. "Und keine Sorge, ich hab die Kohle." Dann wandte er sich zu seinem Nachbarn, welcher ihm nun bereits zu zwei Schnäpsen eingeladen hatte. "Wenn du was bestellen willst, gehts auf mich. So klein und dürr wie du bist, schaust du aus, als ob du ein paar Portionen mehr vertragen könntest. Was meinst du?" Ein unwiderstehlich kindliches Grinsen strahlte von Ryuki, welcher sich sichtlich darüber freute einen neuen Freund gefunden zu haben. Oder zumindest Gesellschaft für dieses langweilige Kaff von einer Stadt. Zwar konnte es Jim nicht annähernd mit Ranelles Vorzügen aufnehmen, aber ein Saufkumpane hatte auch etwas.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa Mai 28, 2016 11:19 pm

Blaue Sonne? Jim konnte nicht von sich behaupten, je davon gehört zu haben. Aber dankend nahm er den Schnaps von Ryuki entgegen. Das Angebot auf eine Mahlzeit wollte er hingegen ablehnen, doch da meldete sich lautstark sein Magen und erinnerte ihn daran, dass er tatsächlich seit seinem Aufbruch von Irusia nichts gegessen hatte. Also bestellte er sich auch eine Portion Bratkartoffeln, wenn auch im Gegensatz zu Ryuki nur eine einfache. Dann wandte er sich letzterem wieder zu. „Ein Schatz, häh? Die Idee klingt super, aber wo finden wir einen?“ Doch bevor Ryuki ihm antworten konnte, öffnete sich die die Tür zur Taverne. Nein, das traf es nicht ganz, sie öffnete sich nicht, sondern wurde vielmehr aufgerissen, was sowohl Jim als auch den Wirt dazu brachte, den Kopf in die entsprechende zu drehen. Der Mann in der Tür schien aufgeregt und ließ seinen Blick hektisch durch die Kneipe streifen, bis er auf Jim verharrte. Dann wandte er den Kopf nach draußen und rief „Hier ist er!“ Kein gutes Zeichen, dachte sich Jim und ging in Gedanken die schon die möglichen Fluchtwege durch. Der Mann kam jedoch schnell auf ihn zu und packte ihn bei der Schulter. „Du solltest schnell mitkommen, es geht um das Schiff, mit dem du gekommen bist.“ Verdammt! Waren die Leichen gefunden worden. Aber warum dann diese Art der Aufforderung? Jim hätte eher mit Soldaten gerechnet, die ihn festnahmen. Neugierig, was nun eigentlich der Fall war, folgte er daher dem Mann, der ihn hektisch zur Eile trieb. Seine Portion Bratkartoffeln hatte er nicht einmal zur Hälfte essen können.

Draußen vor der Kneipe warteten zu Jims Bedauern drei Marinesoldaten, von denen nun einer vortrat. „Gehörte Ihnen das Schiff mit der Meerjungfrau, das vor kurzem einlief?“ Gehörte? Jim hatte ganz andere Fragen erwartet und war etwas irritiert. Jetzt bloß keinen Fehler machen. „Stimmt etwas nicht mit ihm?“ Jim konnte sehen, dass der Soldat zögerte. Irgendetwas bereitete ihm Unbehagen. „Nun, es.... es ist explodiert“, antwortete er dann. „Explodiert!?!“ Jims Überraschung war keinesfalls gespielt Dann fiel es ihm ein, der Donner, den er zuvor gehört hatte. „Aber... wie?“ Das Unbehagen des Soldaten war nun immer deutlicher in dessen Gesicht zu sehen. Irgendwie hatte Jim das Gefühl, dass die Angelegenheit ihn bei weitem nicht so teuer zu stehen kommen würde, wie er befürchtet hatte. „Ein... Missgeschick. Eine Fehlzündung bei einer der Hafenkanonen...“ Jim traute seinen Ohren nicht. Eine Fehlzündung? „Die Kugel muss das Pulvermagazin getroffen haben...“, überlegte er laut. Jim vermutete zumindest, dass das Schiff ein solches Magazin hatte. Nur Dummköpfe fuhren unbewaffnet zur See. Dann fiel ihm etwas ein. „Es waren noch Leute auf dem  Schiff!“ Der Soldat wurde noch blasser... „Die Schäden werden Ihnen natürlich erstattet“, brachte er verhalten hervor. „Erstattet!?“, entfuhr es Jim. „Es geht hier um mehr als nur das Schiff! Es sind womöglich Menschen verletzt, wenn nicht gar schlimmeres!“ Jim vergaß fast, dass die beiden schon zuvor tot gewesen waren. Doch dann fing er sich. Langsam ließ er sich gegen die Wand der Taverne sinken. Jetzt hatte er alle Karten in der Hand und musste sie nur richtig ausspielen. Er fuhr sich mit der rechten Hand an den Stirn, wobei er den kleinen Finger unauffällig gegen seine Augen drückte, gerade stark genug, um den Tränenfluss zu verstärken. Er wünschte, er hätte eine Zwiebel oder zumindest etwas Pfeffer dabei, das hätte die Sache erleichtert, aber so musste es auch gehen. Zudem versuchte er, sich auf taurige Dinge zu konzentrieren, was zumindest ein wenig half. Er blieb einen Moment mit dem Kopf in beiden Händen geborgen sitzen, ganz das Bild eines verzweifelten Jungen. Diesen Anblick ließ er einige Zeit auf den Soldaten wirken, bevor er ihm sein inzwischen von Tränen zumindest einigermaßen feuchtes Gesicht zuwandte. „Und was soll ich jetzt tun?“, schluchzte Jim. „Alles was ich hatte, war auf diesem Schiff.“ Es konnte nicht mehr lange dauern, bis der Soldat genug Mitleid mit ihm hatte, um alles in seiner Macht stehende zu unternehmen und Jim zu helfen. Doch als der Soldat Jim gerade aufmunternd den Arm auf die Schulter legen wollte, ertönte eine strenge Stimme „Was ist hier los?“ Sofort nahm der Soldat Haltung an und salutierte. Jim blickte auf. Vor dem Soldat stand ein Offizier, ein Leutnant, wenn Jim die Rangabzeichen auf der Schulter richtig deutete. Er hatte einen strengem Blick und feuerrotes Haar, in dem jedoch eine weiße Strähne über der rechten Stirn auffällig ins Auge fiel. Der Soldat schluckte und antwortete: „Sir, dies ist der einzige Überlebende des explodierten Schiffes, Sir.“ Der Offizier musterte Jim abschätzend und diesem fuhr ein Schauer über den Rücken als sich ihre Blicke für einen Moment trafen. „Geben Sie ihm die Sturmschwalbe, damit wäre die Sache erledigt.“ „Aber Sir...“ wollte der Soldat widersprechen, doch der Offizier schnitt ihm das Wort ab. „Das ist ein Befehl!“ Dann wandte er sich ohne einen weiteren Blick auf Jim um und war bald verschwunden. Der Soldat seinerseits seufzte resignierend „Na dann komm mal mit“, sagte er zu Jim und führte ihn den Kai entlang. Dabei vermied er jeden Augenkontakt mit Jim und dieser fragte sich, was es wohl mit der Sturmschwalbe auf sich hatte. „Da wären wir“, sagte der Soldat, als er schließlich stehen blieb und auf eine einmastige Sloop deutete, „Die Sturmschwalbe. Ich würde gerne mehr für dich tun, aber du hast den Befehl ja selbst gehört. Schau dir das Schiff in Ruhe an, ich hole inzwischen die Papiere.“ Jim schaute noch auf das Schiff, als der Soldat sich entfernte und Jim meinte zu hören, dass dieser zu sich selbst flüsterte, dass hoffentlich nicht schon alles im Müll war. Jim ging an Bord und konnte sich ein Lächeln nun nicht mehr verkneifen. Die Sturmschwalbe war vielleicht nicht so groß, wie die Little Mermaid, aber soweit er das beurteilen konnte in einem weitaus besseren Zustand. Einige der Seile mussten wohl ausgetauschte werden und an einigen Stellen platzte ein wenig die Farbe ab, aber ein neuer Anstrich würde eh nötig sein, würde Jim nicht mit einem weißblauen Schiff zur See stechen wollen. Als er kurz aufblickte, sah er Ryuki am Kai stehen und winkte ihm zu, an Bord zu kommen. "Sieht so aus, als hätte ich schon einen Schatz gefunden", sagte er lächelnd.


Zuletzt von Jim Maynard am Do Jun 02, 2016 9:13 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Mai 29, 2016 3:56 pm


Das einzige worauf Jim antwortete, war der Schatz von dem Ryuki gesprochen hatte. Es war nur natürlich, dass ein solcher die Aufmerksamkeit eines jeden Mannes erregte. Unbekannte Reichtümer, verborgen, verloren und vergessen von der Welt und sie alle warteten nur darauf, von einem mutigen Kerl gefunden zu werden. Wer kam nicht ins träumen dabei? Ryuki in diesem Augenblick nicht, denn der einzige Schatz der ihn in diesem Augenblick interessierte, waren die goldbraun-gebratenen Kartoffelscheiben, welche sich vor ihm auf einem einfachen, aber sauberen Teller stapelten. Kross gebratener Speck wölbte sich auf den Kartoffeln und darauf lagen ein paar Spiegeleier. Ryukis Magen stimmte ihn zu, weswegen der Blaue gar nicht abwartete, ob sich Jim irgendetwas bestellte oder nicht und sofort anfing zu essen. Die Gabel wirkte in seinen Händen gerade zu lächerlich klein, aber das störte Ryuki weniger. Er war vollkommen damit beschäftigt sich Kartoffeln in den Mund zu schaufeln. Schmatzend kaute er, wobei kleine Kartoffelstücke wieder auf den Teller fielen. "Kieme Ahmu..." Noch bevor Ryuki mit vollem Mund hatte zu Ende sprechen können, wurde die Tür hinter ihnen aufgestoßen und aufgeregte Stimmen wehten von draußen herein. Davon lies er sich natürlich nicht betreffen, weswegen Ryuki einfach ohne Reaktion weiter as. Da Jim ihm keine Aufmerksamkeit mehr schenkte, machte Ryuki auch keine Anstalten weiter zu sprechen, sondern horchte nur mit halben Ohr hin und widmete sich seinen Kartoffeln. Irgendetwas war wohl mit Jims Schiff geschehen, welcher sein Mittagessen einfach stehen lies und den Leuten nach draußen folgte. Probleme mit Schiffen hießen meist Probleme mit dem Hafenamt und dann dauerte es nie lange, bis sich die Marine einschaltete. Freilich konnte Ryuki darauf verzichten mit der Marine in Kontakt zu kommen. Es war nicht in seinem Sinne das man ihn fand. Also leerte er in Seelenruhe seinen Teller und direkt danach auch noch die Reste von Jim. Mit einem Stück Brot wurden die letzten Reste Eigelb aufgewischt, dann erhob sich der Riese schwerfällig und warf dem Wirt die Zeche des Essens und der letzten Nacht zu. Bei genauerem Hinsehen musste Ryuki feststellen, dass der nicht kleine Geldbetrag nicht einmal eine Delle in seine aktuellen Finanzen riss. Für ein kleines Mädchen hatte die Blonde ungehörig viel Geld dabei und ungläubig betrachtete der Blaue die Geldbörse in seiner Hand. So viel Kohle hatte er ja noch nie besessen! Das musste gefeiert werden und ein breites Grinsen breitete sich auf Ryukis Gesicht aus.
Ein paar Minuten später stand Ryuki in einen dunklen Mantel gehüllt am Hafen und sah zu Jim, welcher auf einem kleinen Schiff rumstand und sich alles ansah. Rechts und links von Ryuki standen zwei große Fässer in welchen sich Bier befand und in einem großen Seesack auf seiner Schulter, hatte er lauter Köstlichkeiten aus der Bar verstaut. Trotz allem war die Barschaft kaum gesunken, weswegen Ryuki sofort an Bord trat, als Jim ihn heran winkte. Die Fässer, eins unter jedem Arm, stellte er einfach an Deck ab und lies den Essenssack daneben fallen. Jims Blick auf die Sachen deutend, grinste er nur. "Vorräte." Der Blick der nun aber seinem Aufzug galt, immerhin hatte sich Ryuki von Kopf bis Fuß in einen Mantel gehüllt und sogar eine Kapuze aufgezogen, lies das Grinsen verschwinden. "Sagen wir einfach mal, dass ich nicht gesehen werden will." Die unausgesprochene Frage hatte im Raum gestanden und Ryuki hoffte einfach mal, dass Jim davon ausging, dass er wegen seiner Hautfarbe nicht gesehen werden wollte. "Das hier ist also dein Kahn, ja? Ist ja schon irgendwie eine Nussschale, oder?" Da gerade niemand auf die beiden Männer an Bord des kleinen Schiffes achtete, besah sich Ryuki das ganze Mal. Er war nun schon eine ganze Weile unterwegs und nahm sich zugute, zumindest ein wenig über Schiffe zu wissen.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Jun 12, 2016 3:22 pm

Jim sah zuerst zu Ryuki, ließ seinen Blick einmal über das Schiff schweifen. Jim schätze die Breite des Schiffes auf etwa 7 Meter, während die Länge an Deck etwa 20 Meter betragen dürfte, auch wenn er das nicht so genau einschätzen konnte.  Das Steuerrad stand auf dem Achterkastell, zu welchem eine kleine Treppe hinauf führte und in welchem sich wahrscheinlich die Kapitänskajüte befand. Auf dem Deck lag direkt hinter dem Mast ein Beiboot, während weiter vorne zwei Kanonen, eine zu jeder Seite, über entsprechende Aussparungen in der Reling standen. Munition war jedoch keine zu sehen. Neben einer der Kanonen stand eine Pumpe, die wahrscheinlich zur Entwässerung der Bilge diente, oder für fließendes Wasser an Bord sorgte. Hier und da wies die Reling einige Schäden auf, aber ansonsten schien das Schiff in Ordnung. Jims Blick ging wieder zu Ryuki. „Eine Nussschale? Aye, aber eine seetaugliche Nussschale. Und dass sie nicht so groß ist, bedeutet auch, dass man nicht so viele Mann braucht, um sie zu segeln. Apropo...“ Jim deutete auf die Fässer und den Sack. „Wenn du schon so viele Vorräte besorgt hast, gehe ich davon aus, dass du die Insel schnellst möglich verlassen willst.“ Dass Ryuki außerdem nicht gesehen werden wollte, sprach ebenfalls für die Theorie, dass ihm das Pflaster hier auf irgendeine Weise zu heiß geworden war. „Was schwebt dir vor? Willst du eine Überfahrt chartern, oder direkt bei mir anheuern?“ Jim wartete die Antwort gar nicht erst ab und ging stattdessen auf den von Ryuki angeschleppten Proviant zu. „Auf jeden Fall sollten wir das hier dann mal unter Deck bringen.“ Er besah sich die Fässer, wobei er beide kurz berührte, aber da seine Arme eindeutig zu kurz waren, um die Fässer ordentlich zu packen und damit noch mehr als drei Schritte zu machen, griff er nach dem Seesack, den er mit einer Hand anhob, sich über die Schulter warf und zur Luke ging, die unter Deck führte. Die Leichtigkeit, mit der er dies tat, dürfte wohl jeden verblüffen, der nichts von Jims Teufelskräften wusste und Jim lächelte bei dem Gedanken, wie Ryukis Blick wohl gerade aussehen mochte, dem er leider gerade den Rücken zuwandte.

Unter Deck schaute sich Jim erstmal um. Es fiel überraschend viel Licht von oben in den Raum und Jim erkannte, dass dies wohl sowas wie der Aufenthaltsraum der Crew war. Eine Theke trennte eine kleine Kombüse mit Ofen, Arbeitstisch und Regal mehr oder vom Rest des weniger vom Rest des Raumes, in dem unter anderem noch ein überraschend großer Tisch und zwei Bänke zu dessen Seiten standen. In Richtung Heck war eine Wand eingezogen und zwei Türen deuteten auf zwei kleinere Räume hin, wahrscheinlich die Kabinen der Crew. Auch zum Bug hin war eine Tür und ein kurzer Blick durch den offenen Spalt zeigte Jim, dass es sich hier um das Bad handelte, wenn auch ein recht enges. Jim legte den Sack hinter die Treppe und rief dann zu Ryuki hoch „Okay, hier unten ist genug Platz, wirf mir das erste Fass zu!“  Ryuki konnte nicht wissen, dass Jim die Fässer schweben lassen konnte. Er würde es einfach so aussehen lassen, als finge er es trotz des Gewichtes und dann neben sich abstellen. Jim war gespannt, ob Ryuki darauf eingehen würde.




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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Aug 03, 2016 11:22 pm

Ganz offensichtlich war Jim niemand, der sich sonderlich viele Gedanken um die Angelegenheiten andere Machte, eine Tatsache die Ryuki durch aus gelegen kam. Anstatt sich näher zu erkundigen, warum der blaue Riese die Insel verlassen wollte, nahm er die Aussage einfach hin und legte die nächsten Schritte fest. Wortkarg überließ Ryuki ihm bereitwillig die Führung und besah sich lieber den Zustand des Schiffes genauer, während Jim kurzer Hand den Vorschlag oder Befehl unterbreitete, doch schon einmal den Proviant den Ryuki besorgte hatte, unter Deck zu bringen. Gesagt, getan, hatte er auch den großen Sack mit Essen gepackt und sich über die Schulter geworfen. Ryuki staunte nicht schlecht, welche Kraft in dem mickrigen Körper des Jungen hauste und stieß leise einen bewundernden Pfiff aus, als er sich sicher war, das Jim ihn nicht mehr hören konnte. Dieser war derweil unter Deck marschiert und hatte sich offenbar bereits ein wenig umgesehen. Dumpf tönte seine Stimme aus der Luke, dass Ryuki ihm das Fass zuwerfen sollte, was diesen doch ein wenig verwunderte. Der kleine Mann hatte die Fässer ja nicht einmal richtig packen und hochheben können. Aber was sollte schon passieren? "Und hepp. Achtung!" Mit Schwung hatte Ryuki das erste Fass gepackt und in einem hohen Bogen in die Luke geworfen. Ob er damit den Jungen womöglich erschlagen hatte, kam ihm gar nicht in den Sinn. Stattdessen griff er sich das zweite Fass und kletterte ebenfalls unter Deck, wo er sich prompt den Kopf an der Decke stieß und das Fass fallen lies, welches laut über den Boden rumpelte und polterte. "Autsch! Verflucht!" Mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck rieb sich Ryuki die pochende Stirn und zog instinktiv den Kopf ein wenig ein, um sich nicht weiter selbst zu unterschlagen. Das Fass war an einer kleiner Theke zum Stillstand gekommen, welche Teil des Gemeinschaftsraum war. Suchend blickte sich Ryuki nach Jim um, der das andere Fass wohl bereits verstaut hatte.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Aug 08, 2016 3:00 pm

Kurz nach Jims Ruf kam das Fass auch schon durch die Luke geflogen und Jim aktivierte sofort seine Teufelskräfte, doch wohl etwas zu spät, denn das Fass hatte doch noch genug Tempo drauf, um ihm beim Auffangen die Luft aus den Lungen zu treiben. Dennoch behielt Jim einen sicheren Stand und verstaute das Fass neben dem Sack hinter der Treppe, über welche gerade Ryuki mit dem letzten Fass herunter kam, welches kurz darauf über den Boden rollte, als Ryuki sich den Kopf an der für ihn zu niedrigen Decke stieß. „Alles in Ordnung?“, fragte Jim, als er hinter der Treppe hervor kam. „Ich hoffe, das wird nicht zur Angewohnheit, sonst ist das Deck nachher noch voller Dellen.“ Jim lächelte und ging zu dem Fass vor der Theke. Weder das eine noch das andere hatte größere Schäden davon getragen und so rollte er das Fass unter die Treppe, wo er es neben dem Rest der Ladung verstaute. Als er wieder hervor kam, setzte er sich auf eine der Bänke am Tisch und bot Ryuki den Platz auf der gegenüber liegenden Seite an. „Hast du über meine Frage nachgedacht? Ich wäre erfreut, dich als erstes Mitglied meiner Crew begrüßen zu dürfen.“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Aug 22, 2016 11:59 pm

Eine kurze Suche ergab, dass Jim das zweite Fass hinter der Treppe unter Deck gestellt hatte, direkt neben dem Sack in welchem Ryuki lauter Essensvorräte gesteckt hatte. Der leicht besorgte Blick verriet Ryuki, dass es wohl nicht unbemerkt geblieben war, wie er nähere Bekanntschaft mit der Decke gemacht hatte. Mit einem zerknautschtem Gesichtsausdruck, winkte er ab und warf der Stelle, welche er gestoßen hatte, einen fiesen Blick zu. "Iwo. Meinem Dickschädel ist so ein Schiff doch nicht gewachsen." Ryukis Nase flatterte ein wenig, als er schnaubte und sich zu seinem verloren Gut umdrehte und sorgfältig untersuchte, dass das Holz des Fass den Sturz gut überstanden hatte und nirgends leck geschlagen war. Alles in Ordnung, die wertvolle Kost im Innern trat nicht ans Tageslicht, also drehte Ryuki das Fass um und rollte es mit einem Klaps zu Jim, welcher es entgegen nahm und ebenfalls verstaute. Die Einladung sich zu setzen nahm Ryuki gerne entgegen, wobei er zuerst jedoch den langen Mantel ablegte, mit welchem er sein Äußeres versteckt hatte. Der Stoff landete auf einem der freien Stühle und mit lautem Quietschen nahm Ryuki, gegenüber von Jim, auf dem abgewetzten Stuhl platz. Es quietschte weiter, als sich der Blaue nach vorne beugte und sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch abstützte. Nachdenklich knetete er sein Kinn zwischen den Fingern, ehe er sich die Haare aus dem Gesicht stricht und ein breites, ruhiges Lächeln zu Jim warf. "Deine Crew? Was für eine Art von Crew wäre das denn?" Ein uneindeutiger Unterton schwang in seinen Worten mit und lies nicht erkennen, welcher Art Antwort er am wohlgesinntesten entgegen wäre.

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Aug 30, 2016 12:23 pm

Was für eine Art von Crew? Was für eine Frage. „Eine Piratencrew natürlich“, antwortete Jim lächelnd, als wäre es die natürlichste Sache der Welt. „Wo genießt man größere Freiheit? Garantiert nicht bei der Marine!“ Bei den letzten Worten verdüsterte sich Jims Miene für einen Augenblick, klarte aber sofort wieder auf. „Ich will die Meere besegeln, Abenteuer erleben," seine Augen leuchteten bei diesen Worten, „und den größten Schatz der Welt finden – das One Piece.“ Jim ließ die Worte auf seinen Gegenüber wirken und beobachtete seine Reaktion. „Ich mag ja nicht so stark aussehen“, wie beiläufig griff er mit einer Hand nach einem der kleineren Teller auf dem Tisch, eher einer Untertasse, und balancierte sie auf dem Zeigefinger, und ließ sie sich um die eigene Achse drehen, so dass sie beinahe wirkte, als würde sie schweben, „aber ich habe eine Menge verborgene Talente.“ Nun ließ Jim die Hand zurück auf den Tisch sinken, doch die Untertasse blieb in der Luft, sich noch immer drehend. Ohne ihr irgendwelche Beachtung zu schenken, hielt Jim seinen Blick auf Ryuki gewandt. „Aber dafür muss ich auf die Grand Line und alleine kann ich dieses Schiff nicht dorthin segeln. Also, was sagst du?“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Sep 11, 2016 10:12 pm

Als würden sie sich über ihre liebste Gummibärchen-Geschmacksrichtung unterhalten, saß Jim lässig in seinem Stuhl und plauderte in aller Seelenruhe aus, dass er vorhatte eine Piratenbande zu gründen. Mehreres störte Ryuki an dieser Aussage, weswegen sein Gesichtsausdruck sich auch gleich ein wenig verdüsterte. Dennoch sprach er noch nicht, sondern lies den jungen Mann weiter sprechen. Nach einem Seitenhieb gegen die Marine, welchem Ryuki im Herzen natürlich zustimmte, kam Jim direkt wieder auf die sonnigen Seiten des Piratenlebens zu sprechen. Die Meere besegeln, Abenteuer erleben und das One Piece finden. Mal ganz abgesehen davon, dass er sich eine Menge vorgenommen hatte, hatte Ryuki das Gefühl, Jim hätte ein wenig den Boden unter den Füßen verloren und war ins Reich der Träumereien verfallen. Die Realität sah ganz anders aus. Sie war kalt und hart und grausam. Ryuki war sich dem bewusst, dass Leben als Pirat war vieles, aber keine lustige Achterbahnfahrt. Es war ein Höllenritt an dessen Ende in den meisten Fällen der Tod wartete. Nein, nein, nein. Darauf konnte er verzichten, das Leben eines Piraten war nichts, was man erstreben sollte.
Das Ryuki die Worte Jims im besten Fall mit Zweifeln gegenüber stand, machte sein Gesichtsausdruck deutlich klar. Da Jim seine Reaktion auf das Gesprochene erwartete, nickte Ryuki nur stumm und bedeutete ihm, er solle fortfahren. Dieser sprach aus, was Ryuki schon die ganze Zeit dachte. Nein, nach einem Piraten, stark und wild und gefährlich, sah Jim wirklich nicht aus. Eher wie der unbedarfte Junge aus der Nachbarschaft, der ständig Flausen im Kopf hatte. Trotzdem lauschte Ryuki seinen Worten aufmerksam, denn es schien als hätte Jim etwas zu erzählen, was er nicht missen wollte. Gespannt blieben alle drei Augen Ryukis auf der Untertasse kleben, mit welcher Jim vor ihm herumspielte. Aufs positivste überrascht, hob Ryuki die Augenbrauen hoch und ein entsprechender Ausdruck, trat in sein Gesicht. "Na, sieh mal einer guck. Wer hätte gedacht das ich in diesem Meer einem Teufelsfruchtnutzer begegne." Mit einem nachdenklichen Brummen, ließen die Augen von der schwebenden Untertasse ab und wanderten zu dem schmalen Jungen gegenüber. "Ich gebe zu, ich habe dich unterschätzt. Aber Pirat... keine Chance." Ohne großes drum herum kam Ryuki direkt zur Sache. Um seinen Standpunkt zu unterstreichen, deutete er auf die schwebende Untertasse und stubste sie mehrmals mit dem Zeigefinger an. Sie zitterte, fiel aber nicht zu Boden. "Auf der Grand Line, wirst du mit einer schwebenden Untertasse nicht weit kommen. Und ohne eine Mannschaft, wirst du untergehen, noch bevor du weißt wie dir geschieht. Aber... auch ich will wieder ins Piratengrab." Ein düsteres Grinsen breitete sich auf Ryukis Gesicht aus. "Ich werde kein Pirat für dich, aber ich bringe dich bis zur Grand Line. Abgemacht?" Anstatt weiter auf den Unterteller zu zeigen, bot Ryuki Jim seine kräftige, blaue Hand an.

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