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 Der Hafen

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Jim Maynard

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Sep 25, 2016 2:36 pm

Wie erwartet staunte Ryuki nicht schlecht über die fliegende Untertasse, doch dass er sofort erkannte, dass es sich um den Effekt einer Teufelsfrucht handelte, kam unerwartet. Jim fragte sich daher, ob er wohl schon zuvor einem Teufelsfruchtnutzer begegnet war. Dieser Verdacht wurde dadurch verstärkt, dass Ryuki anmerkte, er wolle „wieder“ ins Piratengrab, was den Schluss nahe legte, dass er schon einmal auf der Grand Line gewesen war, wo Teufelskräfte wohl nicht ganz so selten sein dürften. Das würde bedeuten, dass Ryuki über Erfahrungen verfügte, die sich als überaus nützlich erweisen könnten. Doch Jims Zuversicht bekam einen jehen Dämpfer, als Ryuki seine Zweifel an Jims Fähigkeiten äußerte. Offensichtlich traute er im das Piratenleben nicht zu und wieß ihn darauf hin, dass er ohne Mannschaft erst recht verloren wäre. Nunja, mit letzterem hatte er natürlich recht, aber genau das war ja der Grund für Jims Angebot gewesen. Doch dann überraschte Ryuki Jim mit dem Vorschlag, ihn trotzdem zur Grand Line zu begleiten. Dieses Angebot ließ sich natürlich nicht ablehnen und vielleicht würde Jim  ihn ja auf dem Weg dorthin von sich und seinen Fähigkeiten überzeugen können, also schlug er in die dargebotene Hand ein. „Abgemacht!“ Jim wollte gerade fragen, wie sie nun am ehesten zur Grand Line kämen und was man vorher besorgen musste, als er Schritte an Deck hörte. „Hörst du das?“ Er erhob sich, während die Untertasse langsam auf den Tisch zurück sank, und schaute nach oben durch die Luke, in welcher nun das Gesicht des Marinesoldaten zu sehen war, der ihn zum Schiff geführt hatte. „Ah, da unten. Ich habe hier die Schiffspapiere für dich.“ Jim bezweifelte, dass es eine gute Idee war, wenn der Soldat Ryuki sah und so stieg er die Treppe hinauf. Oben angekommen brauchten seine Augen einen Moment, um sich nach dem diffusen Zwielicht unter Deck wieder an das Tageslicht zu gewöhnen, und so blinzelte er noch etwas, als er zwei Blätter Papier und einige Schlüssel von dem Soldaten in die Hand gedrückt bekam. „Das hier ist die Besitzurkunde der Sturmschwalbe und sowie die Schlüsel für die Kapitänskajüte und das Unterdeck“, welches überhaupt nicht verschlossen ar, wie Jim in Gedanken hinzufügte. „Wenn du mir hier noch den Empfang bestätigen könntest?“ Mit diesen Worten hielt der Marinesoldat Jim einen weiteren Zettel und einen Stift entgegen. Jims Augen hatten sich inzwischen an das Licht gewöhnt und er erkannte, dass es sich tatsächlich um eine Quittung für die Unterlagen handelte, welche Jim bereits in der Hand hielt. Ohne großes Zögern nahm Jim den Stift und setze eine beinahe unleserliche Unterschrift unter die Quittung, so dass sie zu einem beliebigen Namen gehören konnte. Der Soldat zog kurz die Augenbraue hoch, sagte aber nichts. Gerade, als er sich umdrehte, um von Bord zu gehen, hielt Jim ihn auf. „Einen Augenblick noch. Ich habe zwar jetzt ein Schiff und ich möchte nicht undankbar erscheinen, aber ich habe keine Karten der Umgebung, keine Crew und kaum Geld.“ Der Soldat stoppte und überlegte kurz. „Hm, Karten gibt es bei Graham gegenüber des großen Krans hier am Kai. Sag ihm, Diego schickt dich, er wird dir eine Karte geben. Was den Rest angeht, kann ich dir leider nicht helfen, aber vielleicht findet sich jemand hier im Hafen, der dein Schiff für Fracht oder eine Passage chartern wird. Ich muss jetzt los. Wenn ich mich nicht bald zurück melde, dreht mir der Oberleutnant den Hals um.“ Kaum hatte er das gesagt, war der Soldat auch schon über die Planke von Bord gegangen. Jim wartete noch, bis der Mann definitiv außer Hörweite war, dann fragte er: „Was hältst du davon, Ryuki?“ Der Blauhäutige dürfte von der Treppe aus alles mitgehört haben. „Du dürftest die Insel hier besser kennen als ich. Wo glaubst du, finde ich jemanden, der ein schnelles, nicht allzu auffälliges Schiff gebrauchen könnte?“ Dass mit dieser Frage Schmuggler gemeint waren, stand außer Frage.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Sep 25, 2016 3:44 pm

Obwohl Ryuki das Angebot von Jim, seiner Piratencrew beizutreten, nicht annahm, so war Jim nicht auf den Kopf gefallen und nahm seinerseits das Gegenangebot von Ryuki, ihn bis zur Grand Line zu begleiten, an. Mit einem festen Händedruck besiegelten die beiden den Deal, womit es nun ausgemacht war, dass sie fürs erste Kameraden auf See waren. Bevor die zwei Herren sich jedoch daran machen konnten, wie genau sie denn nun auf die Grand Line kommen würden, ertönten Schritte an Deck. Ryuki, welcher die Anwesenheit von Soldaten der Marine noch nicht vergessen hatte, schnappte sich seinen Umhang und hüllte sich, genervt leise grummelnd, darin ein. Währenddessen war Jim sich oben aufs Deck begab, um zu gucken, wer denn nun sein Schiff betreten hatte. Locker an die Wand gelehnt, gerade weit genug weg, sodass man durch die Luke an Deck keinen Blick auf ihn erhaschen konnte, lauschte Ryuki mit verschränkten Armen dem Gespräch zwischen Jim und einem jungen Mann. Dessen Worte ließen darauf schließen, dass es sich um einen jungen Soldat der Marine handelte und Ryuki war froh, dass Jim an Deck gegangen war und ihn nicht unter Deck gerufen hatte. Der Wortwechsel zwischen Jim und dem Soldaten war recht kurz und nachdem Jim die Übergabe der Schiffspapiere quittiert hatte, verschwand der Soldat auch schon wieder und lies Jim und Ryuki alleine zurück. Jim erkundigte sich, was Ryuki von der Sache hielt. Dieser überlegte brummend und antwortete nur mit einem Schulterzucken, was Jim natürlich nicht sehen konnte. Es dauerte einen Moment, bis Ryuki dies klar wurde, weswegen er sich von der Wand löste und hinter Jim an Deck kletterte. "Ich kenne die Insel so gut wie meine Hosentasche.", brummte er sarkastisch und zog sich die Kapuze des Mantels tiefer ins Gesicht. "Falls es dir nicht aufgefallen ist, ich habe keine Hosentasche. Keine Ahnung, wo du hier wen findest." Mit einem Seitenblick auf Jim, deutete Ryuki dann jedoch in Richtung des Hafens. Dort hin, wo die Geschäfte heruntergekommener und die Leute finsterer aussahen. "Aber wer von Beruf aus Finsterling, oder Pirat, ist, der hält sich da auf, wo die Leute nicht gucken." Wahre Worte der Weisheit, die sich jeder einigermaßen vernünftige Mensch selber zusammen reimen konnte. Aber verkneifen konnte er sie sich nicht. Mit einem breiten Grinsen, welches aus dem Schatten, den die Kapuze in sein Gesicht warf, strahlte, drehte sich Ryuki zum Jim. "Also was machen wir jetzt, oh großer Piratenkapitän?"

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Jim Maynard

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do Okt 13, 2016 10:04 pm

„Jetzt,“ antwortete Jim, ohne auf den offenen Sarkasmus in Ryukis Stimme einzugehen, „schauen wir erstmal, ob wir noch etwas nützliches an Bord finden können.“ Schnellen Schrittes ging Jim zum Achterkastell und schloss die Tür zur Kajüte auf. Nach der spartanischen Einrichtung unter Deck wirkten die Möbel hier geradezu prächtig. Ein großes Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank, eine Kommode mit Arbeitsfläche und ein alter Globus, welcher noch einige weiße Flecken unerforschten Gebietes aufwies, waren am Boden fest genagelt, damit sie auch bei starkem Seegang sicher standen. Zwei Stühle und eine schwere Seemannskiste vervollständigten das Mobiliar. Über dem Schreibtisch hing eine eingerahmte Karte. Jim hatte keine Ahnung, welches Gebiet darauf abgebildet war. Vielleicht der letzte Einsatzort des Schiffes oder die Heimatinseln des letzten kommandierenden Offiziers. Sein Blick ging weiter durch den Raum und blieb an einem kleinen Buch in der Kommode hängen, welches neben einem alten, schon leicht oxidierten Sextanten und anderen ähnlich verwaisten Instrumenten lag. Es handelte von Navigation und war reichlich abgegriffen und überall mit Randnotizen versehen. Ansonsten schien auf den  ersten Blick nichts wichtiges hier zu sein, also Jim verließ die Kajüte wieder und gab das kleine Büchlein an Ryuki weiter. „Schau mal, ob du daraus schlau wirst.“  Er warf einen Blick ins Hafenbecken und an den Markierungen am Kai erkannte er, dass die Flut noch nicht ihren Höchststand erreicht hatte. Wenn er es richtig sah, dürften sie noch einige Zeit bis zum Einsatz der Ebbe haben. „Ich besorge uns eine Karte und mit etwas Glück auch eine Gelegenheit, unsere Geldbeutel zu füllen. Ich bin so schnell wie möglich wieder zurück.“

Es dauerte nicht lange, bis Jim den großen Kran erreicht hatte und auch das Haus des Kartenzeichners fand er recht schnell. Er trat ein und wandte sich an den Mann hinter der Theke: „Bist du Graham, der Kartenzeichner?“ „Der bin ich in der Tat, mein Junge,“ antwortete der Mann. „Was kann ich für dich tun?“ „Diego schickt mich. Er sagte, du kannst mir eine Seekarte geben, auf der die Routen zu den nächstgelegenen Inseln verzeichnet sind.“ Graham nickte. „Kein Problem. Für dich nur 2.000 Berry.“ Jim stutzte. „Moment mal,“ entfuhr es ihm, „Diego sagte, du sollst mir die Karte geben, nicht verkaufen.“ Graham ließ beide Hände auf die Theke sinken und beugte sich zu Jim vor „Das interessiert mich aber nicht.“ Seine Rechte Hand fuhr hoch und deutete auf einen Tisch voller Papier und diverser Schreibutensilien. "Hast du eine Ahnung, wie viel Arbeit es macht, eine solche Karte anzufertigen? 2.000 ist schon mein Spezialpreis für Freunde von Diego. Normalerweise würde ich 5.000 nehmen.“ Jim sah Graham an, dass dieser ihn nicht anlog und weiteres Feilschen den Preis wohl eher wieder nach oben treiben würde. Also holte er, einige Entschuldigungen murmelnd, seinen Geldbeutel hervor und reichte Graham den geforderten Betrag. Zufrieden nahm dieser das Geld entgegen und händigte Jim im Gegenzug die gewünschte Karte aus. Dieser falte sie säuberlich, steckte sie in die Innentasche seiner Jacke, bedankte sich höflich und verließ das Geschäft. Als nächstes wollte er sich zu der Kneipe begeben, in der er Ryuki begegnet war, als er ein leises Zischen aus einer Seitengasse hörte. Ohne sich etwas anmerken zu lassen, ging er zu der Ecke der Gasse, lehnte einen Stiefel an die Hauswand und tat so, als würde er sich den Stiefel wieder richtig zu schnüren. Er wusste nicht, mit wem er es hier zu tun hatte, und so hielt er es für das Beste, den anderen den ersten Zug machen zu lassen. „Dir gehört die Sturmschwalbe?“ erklang eine Stimme aus der Gasse. Sie klang ein wenig heiser. „Aye,“ antwortete Jim, ohne aufzublicken. Es war seltsam, wie schnell jemand davon erfahren hatte und Jim fragte sich, ob dieser Jemand wohl ihn oder das Schiff beobachtet hatte. „Ein schnelles Schiff, häh?“ „Das schnellste im Hafen,“ antwortete Jim ohne zu zögern. Denn wenn es das nicht wäre, hättest du mich nicht angesprochen, fügte er in Gedanken hinzu. „Das wird sich noch zeigen,“ kam unverhohlen die Antwort. „Ich hab hier ein Päckchen, das bis morgen früh auf Aegira sein muss. Falls dir das rechtzeitig gelingt, gehören dir 100.000 Berry.“ Jim wechselte den zu schnürenden Schuh, damit es nicht seltsam wirkte, wenn er zu lange an einem herum werkelte. „50.000 Als Anzahlung und wir sind im Geschäft“ Ein heiseres Lachen, welches Jim irgendwie an das Zischen einer Schlange erinnerte, erklang. „Du hast Mumm, das muss man dir lassen. Aber 10.000 sollten als Anzahlung genügen. Und ich muss wohl nicht erwähnen, dass du das Paket besser nicht öffnen oder gar verlieren solltest.“ Jim nickte. Zum zweiten Mal an diesem Tag hatte er das ungute Gefühl, einen Handel zu aufdiktierten Bedingungen akzeptieren zu müssen, aber andererseits waren 100.000 Berry eine Menge Geld. Und ob er das nun hier oder erst am Ziel erhielt, war nun wirklich eine Kleinigkeit. „Und wie erkenne ich den Empfänger des Päckchens?“ „Gar nicht,“ kam die Antwort. „Aber er wird dich erkennen, da kannst du dir sicher sein.“ Die Worte, oder vielmehr ihr Tonfall, jagten Jim einen Schauer über den Rücken, auch wenn er nicht genau sagen konnte, wieso. „Einverstanden.“ Jim wartete einen Augenblick, doch es kam keine Antwort. Er sah von seinem Schuh auf und erhob sich. Kein Laut war mehr aus der Gasse zu hören und als Jim hinein blickte, war niemand zu sehen. Allerdings lag ein Päckchen im Halbschatten und darauf einige Scheine. Jim sah sich kurz um, ob ihn jemand bemerkte, dann ging er schnell in die Gasse, hob Päckchen und Geld auf und machte sich dann schnell auf den Weg zurück zum Schiff.

Als Jim die Sturmschwalbe erreichte ging er an Bord und brachte Karte und Päckchen erstmal in die Kapitänskajüte, wo er Ryuki am Schreibtisch über das kleine Büchlein gebeugt vorfand. Jim stellte das Päckchen ab und reichte dem Blauhäutigen die Karte. „Wir müssen bis morgen früh auf Aegira sein. Glaubst du, wir schaffen das?“
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Okt 26, 2016 2:04 pm

Es zeigte sich, dass Jim geistesgegenwärtig genug war, um nicht einfach drauf los zu legen, so wie es Ryuki getan hätte. Anstatt Segel zu setzen und zu gucken, wohin der Wind sie trug, legte er fest, dass sie sich zunächst einmal auf dem Schiff umsehen würden. Eine Inventur war tatsächlich keine schlechte Idee, wie Ryuki gern zugab, auch wenn es auf dem kleinen Kahn wohl nur wenig aufregendes zu finden gab. Der blaue Riese folgte seinem neuen, temporären Captain und blieb im Eingang der Türe stehen, während Jim die Einrichtung durchforstete und musterte. Ryukis Blick dagegen beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Globus und der Karte an der Wand, auch wenn ihm beides eher weniger half auf die Schnelle. Er würde sich später damit befassen. Vielleicht und wahrscheinlich eher nicht. Die Suche dauerte nicht lange und verlief nicht gänzlich erfolglos. Als Jim aus der Kajüte trat, drückte er ihm im Vorbeigehen ein kleines Buch in die Hand, welches Ryuki recht ungeschickt in den Händen hielt und überrascht darauf hinab blickte. Was sollte er denn jetzt damit? Jim wollte augenscheinlich, dass er sich mit dem Buch befasste, weswegen Ryuki ergeben nickte. "Mach du mal, ich warte solange unter Deck.", brummte er eine Antwort auf Jims Aussage, Geld und Karten auftreiben zu wollen.
Nachdem Jim das Schiff verlassen hatte, begab sich Ryuki wieder unter Deck, wo er das kleine Buch auf den Tisch warf und sich davor hockte. Als könne es ihn anspringen, stupste er es mit dem Finger an. Das Büchlein rutschte über die Kante und fiel zu Boden. Ein Seufzen entwich Ryuki, welcher mit den Augen rollte. Sie hatten gucken wollen, ob es was nützliches an Bord gab. Er erhob sich und ging mit festen Schritten in die Küche, das sanfte Schaukeln des Schiffes störte ihn dabei nicht. Mit erstaunlicher Findigkeit hatte Ryuki schnell einen Becher gefunden. Seinen Fund in der Hand marschierte er zu den verstauten Fässern unter der Treppe. Das größere der beiden wurde geschickt angeschlagen und keine Sekunde später, sprudelte flüssiges Gold in Ryukis Becher. Mit dem Bier in der Hand setzte er sich wieder an den Tisch, wobei er im Vorbeigehen das Büchlein vom Boden aufhob und es vor sich auf den Tisch legte. Nach einem großzügigen Schluck, schlug er es auf und starrte in Gedanken versunken auf die Seiten. Unverständliche Zeichen und Krakeleien waren auf dem Papier und je länger Ryuki durch die Seiten blätterte, desto weniger verstand er. Hier und dort konnte er zwar unter Mühe ein Wort entziffern, aber das war es auch. Genervt schlug Ryuki das Büchlein zu und widmete sich seinem Bier. Es war doch scheiße, dass immer alle alles aufschreiben mussten. Lesen war viel zu kompliziert und anstrengend, verdammt! Außerdem hatte Ryuki es eh nie richtig gelernt, geschweige denn es versucht. Wie auch immer, er sollte schließlich ein Schiff segeln und keine Romane lesen. Und bis er das Schiff segeln musste, würde er in aller Seelenruhe ein Bierchen trinken und darauf warten, dass Jim zurück kommen würde.

Dieser lies, treu seines Versprechens, auch gar nicht so lange auf sich warten. Ryuki hatte derweil seinen Aufenthaltsort von der Küche zurück in die Kajüte des Kapitäns verlegt. Der Schreibtuschstuhl war ganz eindeutig wesentlich bequemer als die Hocker unter Deck. Als Ryuki Jim das Deck betreten hörte, schnappte er sich das Büchlein, schlug es auf und tat so, als ob er darin las. Zwar hatte er keinen Schimmer was in dem Buch stand, aber das war ja auch egal. Er schlug das Büchlein zu und erhob sich. Mit einem letzten Zug leerte er seinen Becher, trat auf Jim zu und nahm ihm die Karte ab. "Finden wir es heraus." Mit diesen Worten entrollte er die Karte auf dem Tisch, ein deutliches Zeichen markierte die Insel, auf welcher sich befanden. Er deutete mit dem Finger darauf. "Mal sehen, wir sind hier und wir wollen nach... Aegira. Das ist..." Vor sich hinbrummend lies Ryuki den Finger über die Karte fahren, als suche er die beschriftete Insel. Zu seinem Glück, entdecke Jim sie und deutete selbst auf eine Insel, welche nicht unweit von ihrem Standort war. Offensichtlich wollte er so schnell wie möglich losfahren. Mit Zeige- und Mittelfinger kopierte Ryuki einen Zirkel und überschlug im Kopf die Entfernung zwischen den beiden Inseln. "Wenn wir uns beeilen und mit der nächsten Flut auslaufen, könnten wir es schaffen."

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa Nov 05, 2016 12:25 am

Jim nickte. Wenn sie es richtig machten, könnten Sie sogar früher auslaufen und sich mit der Ebbe aus dem Hafen treiben lassen, solange der Wasserstand hoch genug war, um nicht auf Untiefen zu treffen. „Dann sollten wir uns wohl auch beeilen“, erwiderte er Ryukis Antwort und ging an Deck, wo er mit den Vorbereitungen zum Auslaufen begann. Zu seinem Glück war der Anker nicht ausgeworfen und das Schiff nur am Kai vertäut, so dass die Arbeiten schnell verrichtet waren. Kurz darauf und gerade rechtzeitig zum Einsetzen der Ebbe fuhren sie los. Jim ging ans Steuer und manövrierte das Schiff sicher aus dem Hafen aufs offene Meer zu, wo er mit Ryukis Hilfe schließlich das Hauptsegel setzte und dann wieder ans Ruder ging. „In Ordnung, jetzt gehts los. Wie lautet der Kurs?“ Fragend sah er Ryuki an, der mit Kompass und Karte die Mittel hatte, ihm die Richtung zu nennen, in welche er das Schiff lenken sollte.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Nov 13, 2016 12:58 am

Jim wollte ganz offensichtlich nicht eine Minute vergeuden, um es ja pünktlich nach Aegira zu schaffen. Offensichtlich hatte man ihm eine ordentliche Summe für den Botendienst angeboten, ansonsten wäre er bestimmt entspannter. Den leeren Becher zurücklassend, folgte Ryuki dem Besitzer des Bootes an Deck und gemeinsam brachten sie das Schiff in Rekordleistung in einen fahrtüchtigen Zustand. Die Aufgabenteilung war dabei recht einfach, weil offensichtlich und deshalb lief die Zusammenarbeit trotz Premiere einwandfrei. Während Ryuki über Deck lief und alles in Ordnung brachte, kletterte der flinke Jim durch die Takelage und kümmerte sich um alles, was außerhalb von Ryukis Reichweite war. Der war offensichtlich nicht dazu geeignet irgendwo über das kleine Schiff zu klettern. Nachdem Jim sie aus dem Hafen manövriert hatte, hissten sie das Hauptsegel und Jim bat um den Kurs. Ryuki, mit Kompass und Karte bewaffnet, schob Jim jedoch vom Steuer weg und grinste. Seine Hand legte sich um das abgenutzte Holz des Steuerrads, streichelte es regelrecht."Ich hab doch gesagt ich bring dich zur Grand Line, schon vergessen? Ist doch offensichtlich, dass ich da auch das Ruder übernehme." Wenn er schon den Steuermann spielen wollte, dann würde er dies auch richtig machen. Schwungvoll warf er das Ruder herum, worauf sich die Segel in den Wind drehten und das Schiff mit einem Ruck an Fahrt gewann. Eine Böe verwirbelte Ryukis Haare und verdeckte seine Augen, sodass nur noch das breite Grinsen zu sehen war. Seine freie Hand deutete zum Horizont. "Also dann. Auf nach Aegira!"

tbc: Aegira

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