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 Der Hafen

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Taz Saito

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 6:11 pm

Taz zog sich an der Wand hoch und humpelte sich an der Wand abstützend hinter Kura her. Er war viel langsamer als sie, aber er holte sie ein als sie an einer Kreuzung stehen blieb. "Nein, nein, keine Sorge, mit meinem Bein ist alles in Ordnung. Danke der Nachfrage trotzdem.", lachte er. Sie wurden verfolgt das wusste er und er kannte sich hier zum Glück aus durch seine Verfolgung durch die Stadt. Taz hatte eine Idee, sie kam ihm etwas dämlich vor, aber naja. "Kura, wir nehmen links.", sagte Taz werend er sein gesundes Bein in eine Spirale wandelte und es an die Wand stützte. Mittlerweile hatten die Bewohner sie fast eingeholt und humpelt wären sie zulangsam. Bodyrocket.Taz griff Kuraiya an der hüfte und sie schossen die linke Gasse entlang. //Rechts, wieder links, links und nochmal links.// Taz stieß sich jedes mal wieder mit seinen Beinen an den Wänden ab und knirschte mit den Zähnen. Es war sehr schmerzhaft da er auch sein humpelndes Bein nutzte. Schließlich schossen die Beiden aus dem Gassengewirr zurück in den Hafen wo nun niemand mehr war. Die Bewohner suchten sie wohl in den Gassen. Taz landete perfekt auf beiden Beinen was ihm wieder Schmerzen bereitete da er mit Kura im Griff weiterschlitterte. Taz schlitterte auf eine Wand zu. //Wenn Kura wegen mir in eine Wand kracht ist sie sicher sauer.//, mit diesem Gedanken bewegte er sich so, dass wenn Kuraiya gegen die Wand krachen würde durch abgebremst wurde.
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Kuraiya

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 6:33 pm

Kura hatte nicht mit solch einem Manöver gerechnet und war sehr überrascht als Taz sie an der Hüfte ergirff und mit ihr die Gassen hinunter rasten. //Er hätte mich auch warnen können.// Sie war aber nicht wütend auf ihn. Zumindest nicht bis sie wieder am Hafen ankamen und sie sah das sie sehr wahrscheinlich gleich in eine Mauer krachen würde. Sie verschränkte die Arme vor dem Körper und zog den Kopf ein. Dann krachte sie schon in die Mauer. Von Aufprall benommen schwankte sie auf den Beinen. Nur mit Mühe fiel sie nicht rückwerts auf den Boden um. "Erstmal danke das du uns vor unseren Verfolgern in Sicherheit gebracht hast, aber warum auf diese Art. Du kannst mir jetzt kaum weis machen das es dir nichts ausgemacht hat." Sie musste sich dann doch setzten, denn sie merkte wie das Sprechen ihr nicht gut tat und sie keine unnötige Energie verschwenden wollte. Dann sah sie zu Taz hoch und wartete auf eine Erklärung wieso er so viel Energie verbrauchte, wo er doch schon so geschwächt war. //Jetzt will ich erst recht erstmal nicht mehr kämpfen. Der Aufprall hatte schon eine ganz schön Wucht.//
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Taz Saito

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 7:01 pm

Kuraiya hatte wohl nicht bemerkt, dass Taz sich vor sie warf und sie abfing, denn sie schützte sich mit ihren Armen, was Taz nicht so gut getan hatte. Taz war nicht nur vor ihr in die wand gekracht, sondern er hatte Kuras Ellenbogen zusätzlich in den Magen bekommen. Taz fiel von der Wand auf die Knie und musste durch den versehentlichen Schlag in den Magen erstmal speien. //Igitt du Idiot.// Er hörte gedämpft dass Kura zu ihm sprach und versuchte zu antworten. "Einige der Leute da hatten sicherlich Waffen und mit mir wärst du nicht weit gekommen da ich humpeln musste.", seine Antwort klang komisch, da seine Stimme zitterte und er am würgen war. "Tut mir leid dass ich dich nicht gewarnt hab und dass ich dir einfach an die Hüfte gegriffen hab.", sagte er soschnell er konnte, denn er musste erneut speien.
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Kuraiya

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 7:34 pm

Als Taz anfing zu speien sprang Kura auf. Sie legte eine Hand auf seinen Rücken, aber was sie sonst tun sollte wusste sie nicht. Deswegen achtete sie nur darauf das er ihre Schuhe nicht traf und wartete darauf, das er aufhörte. Dabei sah sie sich immer wieder im Hafen um, um schnell reagieren zu können falls die Bürger wieder auftauchten. "Ja ist nicht schlimm, nur dir tut das ganz offentlich nicht gut." Es war kein Vorwurf, wenn dann sprach sie besorgt. //Wir sollten nicht mehr lange uns in so offenem Geländer aufhalten. Aufs Meer hinaus wär nett, aber zu zweit werden wir es wohl nicht schaffen. Ob wir noch ein paar dazu bewegen können mitzukommen?// Dann fiel ihr wieder der Restaurantbesitzer ein. //Er wollte doch auch Pirat werden, Ob er mit uns kommen würde. Oder vielleicht weiß er wen den wir fragen können.// Ihr fiel auf, das sie schon im Plural dachte und musste unwillkürlich grinsen.
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Taz Saito

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 7:59 pm

"Ja, naja wär ich nicht davor wärst du geradewegs in die Mauer gerast.", sagte er langsam wärend er spührte wie sein bewusstsein am schwinden war. //Nicht schonwieder umkippen!// Er zitterte und versuchte aufzustehen. Erstmal musste er versuchen sich auf den Beinen zuhalten und dann musste er einen klaren Kopf bekommen. Man musste es bemerken dass Taz mit seinem bewusstsein kämpfte, denn er schwankte sichtlich. "Jetzt fühl ich mich wie überfahren.", sagte er kurz lachend und dann hustend. "Am besten holen wir einfach Bretter aus einem der Läden reparieren den Bug notdürftig und reißen mit dem Schiff erstmal zur nächsten Insel.", hustete er hervor. Taz hatte Angst, Angst dass die Leute die Marine verständigten. "Ich will das Marineschiff unbedingt haben und behalten.", sagte er und fand im Nachhinein, dass er ein wenig quengelig klang.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 8:27 pm

"Ja wär ich. Aber du bist schon verletzt gewesen und warst davor verletzt. Die Auswirkung wäre für mich also nicht so schlimm gewesen wie sie auf dich sind." Sie sah das Schiff an und dann wieder Taz. "Dir ist das Schiff sehr wichtig, was?" Sie seufzte und fand das es wohl nicht gut ausgehen würde, aber sie wollte ihm trotzdem helfen. "Du bleibst hier. Versteck dich irgendwo, und bewege dich dort nicht weg bis ich wieder da bin. Wir beide haben kein Geld also werde ich uns schnell die Bretter besorgen. Dann hauen wir hier ab und ich reperiere das Schiff so gut es geht während wir segeln. Es ist ja schließlich noch Seetauglich, die Schäden sind nicht so verherrend." Sie sah ihn ernst an, und versuchte ihm damit zu sagen, dass wenn er Widerworte gab, er alleine segeln würde. Sie wollte ihm gerne helfen, und das würde sie auch wenn er Widerworte gab, aber sie wusste das sie nicht viel Zeit hatten, und eine Diskussion wäre nur Zeitverschwendung.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 9:11 pm

Taz hustete und stand auf. "In Ordnung, ich geh' schonmal auf das Schiff und bereite es vor." Er wollte ihr nicht wiedersprechen also ging Taz zum Schiff, kletterte hinauf und stand andeck. //Wie war das? Anker lichten wenden Segel setzen? Hoffe ich mal.// Er musste sich nach dem hochklettern erstmal an die Reling lehnen und sah Kura zu. Ob sie lange mit ihm reißen würde? Er hoffte es. Er mochte sie. Taz lchelte leicht und lief hustend zum Anker. Er zog ihn am seil hoch, hakte ihn an der Reling ein und ging ans Steuerrad. Zuerst schaute Taz das Meer an und sah in Entfernung einige kleine Punkte. //Oh Mist.// "Kura! Beeil dich, ich hatte Recht glaube ich!" Saito musste wieder husten und sank auf ein Knie. Ihm ging es sehr mieß, das war klar, aber sie mussten weg.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 9:28 pm

Kura war schon auf dem Weg zum Laden. Als sie Taz rufen hörte beeilte sie sich. Sie ging ganz normal in den Laden, sah sich die Bretter an und überlegte schnell welche am geeignesten wären. Dann nahm sie so viele sie konnte, sah sich im Laden um und als sie sicher war das keiner guckte, rannte sie zurück zum Schiff. Dort legte sie die Bretter ab, kletterte hoch auf das Schiff, band ein Seil am MAst fest und warf das andere Ende in den Hafen runter. Dann kletterte sie auch wieder runter und band das Seil um die Bretter. Sie wusste das sie keine saubere Arbeit geleistet hatte, aber sie stand unter Zeitdruck und so kletterte sie wieder an Deck und zog die Bretter mit dem Seil hoch. Das mehrfache Hochklettern und dann das Hochziehen der Bretter war sehr kraftkostend und so musste sie danach erst einmal tief durchatmen. Dann sah sie zu Taz. //Er kann nicht mehr lange, er sollte sich ausruhen.// Sie ging zu ihm rüber und legte eine Hand auf seine Schulter. "Geh dich ausruhen ich erledige den Rest." Sie sprach freundlich aber mit einem ernsten Unterton.
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Taz Saito

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BeitragThema: Re: Der Hafen   So Okt 21, 2012 10:09 pm

Als Kura das letzte Mal hochkletterte schwenkte Taz sofort das Schiff. Taz war froh, dass die Segel glücklicher Weise bereitz gesetzt waren denn mit einer Windböhe die sie sonst verpasst hätten nahm das Schiff schnell Geschwindigkeit auf. Es war so plötzlich dass Taz sich am Rad festhalten musste, da er geschwächt war. Als Kura ihm die Hand auf die Schulter legte war seine Erleichterung nicht zu übersehen. "Aber die Marine kommt schon.", seine Stimme wurde schwächer. Er schleppte sich an die Reling, lehnte sich an und schloss die Augen. "Nagut, ich vertraue dir. Du machst das schon", sagte er ruhig ohne Zweifel in der Stimme. "Wie wäre es mit Umi no Musume? Also, als Name für das Schiff? Es heißt Tochter der Meere.", er lächelte und hatte immernoch die Augen geschlossen während Das Schiff sich immer weiter von Irusia entfernte was er nicht bedauerte.

Gt: ???
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Kuraiya

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Okt 22, 2012 4:16 pm

Kura übernahm das Steuer. Sie selber hatte bis jetzt nur kleine Schiffe für maximal 3 Personen gelenkt, weshalb sie doch recht nervös war. Zudem war ein Marineschiff, wenn nicht vielleicht sogar zwei, das konnte sie noch nicht genau ausmachen, auf dem Weg zu ihnen. Doch sie hatten Glück im Unglück. Die Windböhe hatte ihnen genügend Geschwindigkeit gegeben, sodass sie nun aus dem Hafen waren und auf das offene Meer hinaussegelten. Kura blickte nochmal über die Schulter zurück zum Hafen von Irusia. //Schade das es mit dem anderen Typen nicht geklappt hat, aber wenn ich geblieben wäre, wäre das bestimmt nicht schön geworden für die Bürger.// Dann blickte sie wieder nach vorne. Sie hatte ein Schiff zusegeln und sie musste schnellst möglich weg von dort, damit Taz nicht wieder in ein Kampf verwickelt wurde. Sie sah zu ihm rüber //Hoffentlich reicht ihm Ruhe. Zu einem Artzt werde ich ihn nicht schleppen können.// "Den Namen finde ich gut" meinte sie und lächelte leicht. Dann konzentriete sie sich dann wieder darauf, das Schiff weg von der Insel und weg von den ankommenden Marineschiffen zu segeln.

gt: ???
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Jim Maynard

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa Okt 24, 2015 7:48 pm

* First Post *

Ein Schiff fuhr in den Hafen ein. Es war ein alter dreimastiger Schoner, der gerade so noch als seetauglich bezeichnet werden konnte. An der der Galionsfigur, einer barbusigen Nixe, war an mehreren Stellen Holz abgebrochen und auch sonst wiesen viele Kleinigkeiten wie grob geflickte Löcher und größtenteils abgeplatzte Farbe darauf hin, dass das Schiff seine besten Tage schon lange hinter sich hatte. Nur schwerlich konnte man den verblassten Schriftzug Freiheit am Bug lesen. Ein Name, der an bitterbösem Humor kaum zu überbieten war, denn unter dem Deck des Schoners saßen dutzende von Sklaven aneinander gekettet im engen Bauch des Schiffes. Jim war nicht unter ihnen – nicht mehr. Er konnte es selbst kaum fassen, hatte er doch bis gestern, wie auch die ganze Überfahrt zuvor, selbst noch angekettet dort unten gesessen. Bei dem Versuch, zu erahnen, wie er zu diesem plötzlichen Glück gekommen war, ließ er nochmal die Ereignisse Revue passieren.

Alles hatte in Loguetown begonnen noch am selben Tag als er vom Schiff der Marine desertiert war. Er war ein wenig durch die Stadt gestreift und hatte schließlich eine Kneipe ausfindig gemacht, in welcher er zunächst durch das Spiel mit seiner Mundharmonika und danach mit Karten ein paar Berry in seine nahezu leeren Taschen hatte wandern lassen. Das nächste, woran er sich dann erinnerte, war dass er im Rumpf dieses Sklavenfrachters aufwachte. Er wusste nicht, wie er dorthin gekommen war, aber eine Beule an seinem Hinterkopf hatte ihm schnell Klarheit verschafft, dass es nicht daran lag, dass er zu viel getrunken hätte. Die darauf folgende Zeit war schrecklich und er hoffte, so etwas nie wieder zu erleben. Eingepfercht wie Tiere, wenn nicht schlimmer, verbrachten er und die anderen armen Seelen, die das Pech hatten, an die Menschenhändler geraten zu sein, die Überfahrt. Dabei wurde Jim immer wieder von Albträumen geplagt und im diffusen Licht das durch Ritzen in den Planken in den Raum fiel verlor er jegliches Zeitgefühl, so dass er unmöglich sagen konnte, wie lange es dauerte, bis gestern jemand in den Laderaum gekommen war und sich die Gesichter einiger Sklaven angesehen hatte. Jim hatte ihn nicht erkennen können, denn das Licht aus seiner Laterne blendete seine an die lange Dunkelheit gewöhnten Augen, doch schließlich hatte der Mann auf ihn gedeutet und man hatte Jim nach oben gebracht, mit eiskaltem Wasser abgespritzt um ihn vom gröbsten Dreck zu befreien und dann in diese Kajüte gebracht, wo zu seiner Überraschung eine saubere Koje für ihn bereit stand. Erschöpft hatte er sich fast augenblicklich hinein fallen lassen.

Nun, früh am Morgen, sah er sich in seiner kleinen Kajüte um. Auf dem Tisch lag neben einer kleinen Schüssel mit Wasser sauber gefaltet seine Wäsche und unter dem Tisch standen seine Stiefel, so sauber wie schon lange nicht mehr. Nichts ließ darauf schließen, dass er ein Gefangener war. Der Überfall und die Entführung in Loguetown, die lange Überfahrt im Frachtraum eines Sklavenschiffes... all das passte garnicht zu dem Bild, das sich ihm hier nun bot. Warum diese lange Quälerei und nun diese gastliche Behandlung? Doch Jim kam zu keinem Ergebnis und so wusch er sich und zog sich an. Seine Habseligkeiten hatte man ihm seltsamer Weise gelassen, bis auf seine Waffen natürlich. Jim hatte sonst immer Messer in seiner Kleidung versteckt, doch diese fehlten nun. Jim überprüfte seine Stiefel. Glück gehabt. Wenigstens die beiden Messer in den Sohlen waren nicht gefunden worden. Aber Jim ließ sie vorerst, wo sie waren. Sie könnten ein wichtiger Trumpf sein, den er nicht zu früh ausspielen durfte. Kaum war er angezogen, öffnete sich auch schon die Tür und ein Mann, fast eben so breit wie hoch, stand vor ihm. „Mitkommen.“ war das einzige, was er sagte und Jim entschied, dass es besser war, dem nicht zu widersprechen.

Als Jim an Deck war, fielen ihm fast die Augen aus dem Kopf, als er einen Mann erblickte, von dem er gehofft hatte, ihn nie wieder sehen zu müssen. Ihm gegenüber und mit einem hämischen Lächeln im Gesicht stand Fagin, sein ehemaliger Mentor von der Insel Karuna im South Blue. Hatte man ihn zurück gebracht? Oder war Fagin ihm gefolgt? Aber wie hatte er wissen können, dass es Jim bis in den East Blue verschlagen hatte? Offensichtlich war Jims Erstaunen seinem Gesicht mehr als deutlich anzusehen, denn Fagin kam ihm nun entgegen und blickte ihn mit hasserfüllten Augen an. „Überrascht mich zu sehen, Jim?“ fragte er höhnisch. „Glaube mir, ich war nicht weniger überrascht, als ich hörte, dass du im East Blue aufgegriffen wurdest. Ich konnte es selbst kaum glauben, bis ich dich gestern mit eigenen Augen sah.“ Also war es Fagin gewesen, der ihn aus seiner misslichen Lage befreit hatte. Doch Jim wurde den Gedanken nicht los, dass er nun vom Regen in die Traufe gekommen war und seine ohnehin durch die Albträume hervor gerufene Nervosität verschärfte sich. Er fuhr sich kurz mit der Zunge über die Lippen und sah sich ohne den Kopf zu drehen um. Jetzt wäre wohl die beste Gelegenheit zur Flucht, aber er wollte wissen, was das ganze zu bedeuten hatte, also blieb er erst einmal ganz ruhig, behielt aber Fagins Schläger immer im Auge. Fagin grinste böse. „Du hast mir eine Menge Ärger bereitet, Jim.“ Fagins Augen blitzen auf. „Doch vielleicht wird einiges davon wieder gut gemacht, wenn ich dich dem Drachen ausliefere.“ Jim erschrak. Im letzten Jahr, etwa zu der Zeit, als Fagin einige wichtige Aufträge erhielt, waren ihm Gerüchte zu Ohren gekommen, dass der Drache ein Verbrecher im West Blue sei, Anführer eines Syndikats und das seit Jahrzehnten. Jim wusste, dass sich Gerüchte manchmal verselbstständigten, aber zumindest, dass sich Fagin nun mit ihm hier im West Blue befand, war ein starkes Anzeichen für die Gefährlichkeit des Drachen. Wenn er Fagin hierher zitieren konnte, wie mächtig war er dann? Auf jeden Fall schien er wesentlich mächteiger als Fagin und das machte ihn gefährlich. Mit einem so gefährlichen Mann wollte Jim sich jedoch absolut nicht einlassen und so sprintete er los um so schnell wie möglich zu entkommen. Doch Fagin war nicht so dumm, dass er nicht mit einem Fluchtversuch gerechnet hätte. Schneller als Jim es ihm zugetraut hätte, schnellte einer dieser menschlichen Gorillas nach vorne und packte ihn am Genick. Kurz danach legte ihm Fagin ein Halsband an, das aber seltsamer Weise über keine Leine verfügte. „Es ist besser, du versuchst keinen weiteren Fluchtversuch, denn sonst wird dir das selbe widerfahren wie ihm.“ Fagin deutete auf einen anderen Mann, einer der Sklaven von unter Deck, wie Jim vermutete. Auch er trug ein Halsband, wie es gerade Jim verpasst wurde und in seinem Blick lag eindeutig Angst. Und dann passierte etwas, mit dem Jim nicht gerechnet hatte: das Halsband explodierte und der Mann brach zusammen. Die Explosion zog einige Blicke vom Hafen auf sich, aber Jim achtete nicht darauf sondern sah nur Fagin an. Furcht und Wut rangen in Jim um die Vorherrschaft und er wusste nicht, ob er jetzt am liebsten die Flucht ergriffen oder seinem ehemaligem Mentor die Faust ins Gesicht geschmettert hätte. Doch solange er dieses Halsband trug, waren Jim ohnehin vorerst die Hände gebunden und so folgte er Fagin widerwillig, als dieser von Bord ging. Dabei bemerkte er weder, dass das Halsband für eine Sprengvorrichtung ziemlich leicht war, noch dass Fagin hämisch lächelte als er sah, wie einige Sklaven wieder unter Deck gebracht wurden. Die Präsentation war teuer, und würde sobald nicht wiederholt werden können, aber sie würde ihren Zweck erfüllen und jeden Gedanken an Flucht oder Aufstand im Keim ersticken.


Zuletzt von Jim Maynard am So Nov 08, 2015 12:38 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Drachen abgeschwächt, Halsband entschärft)
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Fr Nov 06, 2015 7:16 am




Shuten schaute sich die kleine Eiche nicht einmal mehr an, als er um die Ecke bog. Schon längst kannte er ihre langen verkrüppelt wirkenden Äste und die paar wenigen Blätter die noch an ihnen hingen. Bereits zum vierten Mal ging er nun schon durch die Straße aber während andere Männer, die nicht von seinem Kaliber waren, bereits daran verzweifelt wären zeigte Shuten immernoch den gleichen, glücklichen Gesichtsausdruck auf seinem Gesicht. Obwohl sie sich offensichtlich verlaufen hatten empfand Shuten dies nicht als Unglück, hatte er doch so die Gelegenheit bekommen sich die Stadt nocheinmal genauer anzuschauen und ihre Einwohner etwas genauer zu studieren. Ein Glück bin ich genau in diese Kneipe gegangen, wo anders hätten die Leute sich bestimmt nicht solche Mühe gegeben um mir ihre Stärke zu beweisen. Aus den Augenwinkeln glaubte er Faust ausmachen zu können und er grinste erneut.
Laut lies er sich jedoch nichts von seinen Gedanken anmerken und machte stattdessen eine wedelnde Bewegung mit seiner Hand. Komm, Faust, wenn wir gleich am Schuster vorbeikommen möchte ich dieses Mal nach Links in die Gasse gehen, da wo ich vorhin meinte Meerwasser zu riechen!
Lucky lachte laut auf und winkte ein paar passanten fröhlich bei die ihrerseits das Paar eher verwirrt beobachteten. So, dass dürfte genügen... Ohne auf die Antwort Fausts zu warten, beschleunigte der Piratenkapitän seinen Schritt bis er, als er wie geplant den Schuster passierte, schon fast am sprinten war. Beeil dich, gleich siehst du die Little Mermaid! Die Aufregung in Lucky's Stimme war bereits greifbar und er freute sich sich die Reaktion von Faust zu sehen wenn er ihre kleine Dame sah. Mit weiten ausgreifenden Schritten fegte Lucky um eine weitere Ecke und beschleunigte erneut, als er tatsächlich das Meer vor sich sehen konnte. Dann schob sich ihm ein unschuldig dreinblickender Busch in den Weg und für einen Moment blieb sein rechter Fuß im Gestrüpp hingen. Nanu? Verwirrt wollte Lucky einen weiteren Schritt machen, aber der Busch hielt seinen kurzweiligen Bestrebungen loszukommen mit erstaunlicher Sturheit statt und plötzlich fühlte sich der Blondschopf von seiner eigenen Geschwindigkeit gepackt und durch die Luft getragen als sein Körper sich an die Regeln fürs Stolpern und Straucheln erinnerte. Noch kurz erblickte er eine hündische Hinterlassenschaft direkt hinter dem Busch dann zog es ihn komplett von den Füßen und er wirbelte vorwärts durch die Gasse. Sein Weg führte ihn direkt in eine Wand die sich jedoch unter näherer Betrachtung als großgewachsener Mann mit fliehender Stirn entpuppte. Hrgmm?... Der Hüne drehte sich zu Lucky um und hob eine Augenbraue während diesem langsam auch der Rest der Szene ins Auge fiel. Um ihn herum standen mehrere dieser Gorilla-artigen Männer, sowie einige dutzende magere und verbraucht wirkende Männer und Frauen die nicht mehr als ein paar Fetzen und hier und da ein Kleidungsstück anhatten. Sie alle trugen ein seltsam anmutendes Halsband und schauten verwirrt zu Lucky der scheinbar fast aus dem nichts in ihrer Mitte aufgetaucht war. Schon began der Riese verärgert zu grummeln und hob eine Hand um Lucky aufzuhalten.


Zuletzt von Shuten Tamasuku am Sa Jan 30, 2016 1:27 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Der Hafen   Di Nov 10, 2015 9:15 pm



Gut gelaunt lief Shuten darauf los, wild in irgendeine Richtung. Jack kannte sich lange genug nicht gut genug in der Stadt aus, um festzustellen, ob sie denn nun tatsächlich in die richtige Richtung liefen oder nicht. Anstatt jedoch mit Lucky über eine eventuell alternative Route zu sprechen, lief er einfach nur mehr oder weniger aufmerksam wie ein sturer Esel seinem neuen Captain hinter her. Er hatte besseres zu tun, nämlich nachzudenken. Über den ersten Eindruck den Lucky bei ihm hinterlassen hatte, seine Pläne und Aussichten in wie weit er Lucky benutzten konnte, um weiter zu kommen und vor allem, wie er mit den beinahe entstandenen Unglücksfällen umgehen sollte.
Das fallende Brot in der Bar war bei näheren Überlegungen nur eines von vielen Zeichen gewesen. Je mehr Jack nämlich darüber nachdachte und sich den Kopf zerbrach, desto sicherer war er sich das im Gemenge in der Kneipe der Spiegel hinter der Bar zerbrochen war! Wie hatte er nur so dämlich sein können? Zerbrochene Spiegel waren der ultimative Unglücksbringer! Sieben verdammte Jahre würde er nie wieder Glück haben, ein furchtbarer Gedanke. Am liebsten würde er zurück rennen und sich vergewissern, dass mit dem Spiegel alles in Ordnung war. Aber was, wenn der Spiegel nach ihrem Verlassen zerbrochen und vorher in Ordnung gewesen war? Er wäre dem Unglück entkommen und hätte sich danach kopfüber hinein gestürzt. War es das Risiko wert? Gewissheit gegen das Risiko sich zu verfluchen?
Das war eine schwierige Frage, sogar eine sehr schwierige. Und darüber hinaus noch eine schwerwiegende, es ging um einen verdammten Spiegel! Mitten im Gehen blieb Jack urplötzlich stehen und setzte sich unter die verkrüppelt wirkenden Äste einer kleinen Eiche, die am Wegesrand stand. Tiefe Furchen durchzogen das sonst so fröhliche Gesicht und eine dunkle Aura voll negativer Energie schien die Umgebung des Piraten zu verfinstern. Kalter Schweiß lag auf seiner Stirn und schwarze Schatten verdunkelten seinen Blick, während er trotz der depressiven Gefühle in seiner Brust versuchte sich zu konzentrieren. Das Shuten einfach weitergegangen war, realisierte er nicht einmal. War der Spiegel zerbrochen? Oder war er es nicht? Hatte nicht eine Falsche vielleicht den Weg durch die Bar gegen den Seelenzeiger gefunden? Hatte ihn beschädigt, zersplittert und zertrümmert und die Macht das Schicksal eines Mannes für sieben Jahre zu beflecken? Was wenn es geschehen war und er nun zu blind, zu begriffsstutzig war um es zu realisieren? Sein Leben würde dahinschwinden. Das Glück würde ihn verlassen, Fortuna das Weite suchen. Pest und Krankheit würden sein Begleiter sein, die Hölle auf Erden sein zu Hause.
Panisch vor sich hin murmelnd, mögliche Situationen durchgehend starrte er auf die Pflastersteine vor sich. Das Shuten ihn längst zurückgelassen hatte, bemerkte der Rothaarige nicht. Selbst als sein blonder Captain einige Minuten später an ihm vorbei ging, blickte Jack nicht auf. Ihm war eine Idee gekommen und sofort hatte er begonnen Glücksbringer aus seinen Taschen zu ziehen. Sorgfältig nahm er das Hufeisen und drapierte es zu seiner Linken. Konzentriert rieb er das vierblättrige Glückskleeblatt an seinem linken Arm und hob das rechte Bein. Den Glücksmarienkäfer drehte er im Uhrzeigersinn und dann zwei Mal dagegen. Zu letzt legte er sich die Hasenpfote um den Hals. Ob das ausreichte? Am liebsten würde er Asche auf sein Haupt streuen und einen Kreis aus Salz legen, aber auf die Schnelle würde er keins von beiden bekommen. Es musste also so gehen. Die Glücksbringer in Position gebracht, kreuzte Jack die Finger und begann ein altes Gebet vor sich hin zu murmeln, um Unheil abzuwenden. Das ihn allerlei Leute seltsame Blicke zuwarfen, bemerkte er nicht einmal. Auch als Shuten zum zweiten Mal an ihm vorbei rannte, blickte der tief konzentrierte junge Mann nicht auf.

Als das Gebet gesprochen war, machte sich erste Erleichterung in seiner Brust breit. Puuh, das sollte im ersten Augenblick reichen. Erschöpft, aber etwas ruhiger hob er den Blick und betrachtete kurz die Umgebung, ehe er begann die Glücksbringer einzusammeln und zu verstauen. Gerade als er das Hufeisen vom Boden nahm, rannte zum dritten Mal ein gut gelaunter Shuten an Jack vorbei und rief irgendwas von Schuster und Meerjungfrau. Hastig schob sich Jack das Metall in die Jackentasche und war drauf und dran seinem Captain zu folgen, als ihn ein wildes Fauchen von der Seite mitten in der Bewegung erstarren lies. Wie eine Statur drehte er sich langsam mitten in der Bewegung um, zur Salzsäule erstarrt und das Gesicht als finstere Maske stehen geblieben. Da stand sie, mitten auf der Straße und fauchte ihn aus großen, grünen Augen an. Eine dicke, fette schwarze Katze! Das war ja wohl die Höhe! Das sie es wagte ihn dermaßen anzumachen. Schnell sah sich Jack nach einem passenden Stein um, um dem Pechbringer ein für alle Mal klar zu machen, wer das Sagen hatte, als ihm eine zweite und dann auch noch eine dritte schwarze Katze ins Auge fiel.
Angst überkam den sonst so mutigen Kerl, als er sich dieser Übermacht ausgeliefert sah. Vergessen war der Gedanke an einen Stein, als ihm der Angstschweiß über im Nacken hinablief und sofort hob er beschwichtigend die Hände zu den Katzen. "Ruhig. Ganz ruhig. Wir wollen doch nicht das heute jemand ABHAUT!" Wie der Blitz schnellte Jack herum und sprintete die Straße hinab, eine dicke Staubwolke und drei verwirrte Katzen zurücklassend.
Das Tempo mit dem Jack um die Ecke jagte , hinter der Shuten verschwunden war, hätte jeden professionellen Sprinter dazu gebracht sofort die Karriere an den Nagel zu hängen und Wurstbrotverkäufer zu werden. Mit dem Kopf nach hinten gedreht, um zu überwachen das ihn ja keine Katzen verfolgten, bemerkte Jack zu spät das Shuten dieses mal kapitalen Bockmist verzapft hatte. Der Junge hatte wirklich den Orientierungssinn eines Christopher Columbus. Wobei Jack gar nicht wusste wer Christopher Columbus war und warum sein Orientierungssinn so schlecht war. Jedenfalls, als Jack wieder nach vorne blickte, bot ihm sich zwar der Anblick des Meer, aber kaum erkannte er dies, da blieb sein Fuß auch schon an einem Busch hängen.
Wie vom Katapult abgefeuert schoss Jack durch die Luft. Die Augen verschlossen und die Hände um ein Kreuz zum Gebet gefaltet, sprach er seine letzten Worte während Tränen der Trauer sein Gesicht runter liefen. Der Spiegel musste doch zerbrochen gewesen sein. Hätte er doch nur die Augen offen gehabt, dann hätte er die natürliche Schönheit eines Hundehaufens erlebt. Jacks Guckorgane waren aber geschlossen, weswegen er auch nicht sah das er nicht in Richtung Himmel davon flog, sondern sich durch und durch normalsterblich mit einem Affenzahn kopfüber in Richtung Boden bewegte. Was ein wunderbarer Köpper hätte werden können, wenn unter ihm Wasser und kein Land gewesen wäre, wurde urplötzlich von der Existenz eines Hindernisses gebremst. Es gab einen lauten Knall und kurz darauf einen noch lauteren Schmerzensschrei, als Jack das Hindernis kurzerhand mit sich zu Boden riss. Eine große Beule zierte Augenblicke später den Kopf des Piraten, der mit Tränen der Schmerzen in den Augen im Schneidersitz auf dem Boden saß und sich den malträtierten Schädel hielt, während er lauthals, ARGHGRAAAAAAH,  unartikuliert sein Leid vortrug und vor und zurück wippte. Das Hindernis, welches ihn gestoppt hatte, lag hingegen halb bewusstlos mit noch größerer Beule auf der fliehenden Stirn am Boden und hatte dabei noch ein paar der behalsbänderten Gestalten umgeworfen.
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Jim Maynard

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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Nov 11, 2015 9:52 pm

Als Jim Fagin über die Planke von Bord folgte, überlegte er, wie er dieses verdammte Halsband wieder los würde. Fagin hatte den Schlüssel bestimmt bei sich und den Zünder auf jeden Fall. Doch auch, wenn Jim ahnte, in welchen Taschen seiner Kleidung Fagin die beiden Gegenstände trug, konnte er doch nichts tun, so lange er unter so strenger Beobachtung stand. Doch es musste schon ein Wunder geschehen, damit die Aufmerksamkeit seiner Wächter von ihm nachließ. Doch genau dieses Wunder schien gerade einzutreffen, als ein junger Mann aus einer der Gassen stolperte und gegen einen von Fagins Gorillas prallte. Für einen Moment herrschte Verwirrung und Jim erging es kaum besser. Doch dann erkannte er, dass der Neuankömmling genau die Ablenkung sein könnte, die er brauchte. Schnell wollte er nach Fagins rechter Jacketttasche greifen, doch wieder war der Mann hinter ihm schneller, packte Jims Arm mit hartem Griff und drehte ihn Jim auf den Rücken, worauf dieser ein Keuchen ausstieß. Fagin hatte sich inzwischen ebenfalls wieder gefangen und schickte einen zweiten seiner Männer zu dem Neuankömmling um „das Problem aus dem Weg zu schaffen“. Dann wandte er sich Jim zu, welcher schon das schlimmste befürchtete. Doch Fagin drückte nicht auf den Zünder, sondern schlug stattdessen den Knauf seines Stocks mit heftiger Kraft in Jims Magen. Jim keuchte und sah schon einen weiteren Schlag auf sich zukommen, als plötzlich ein weiterer Mann aus der Gasse kam und das mit noch mehr Wucht als der erste. Er prallte nicht nur gegen einen der beiden Gorillas Fagins, sondern brachte diesen auch noch zu Fall, ebenso wie einige zu dicht stehende Sklaven, woraufhin der zweite Schläger einen Schritt zurück machen musste und seinerseits gegen Fagin stieß, dessen Schlag dadurch abgelenkt wurde und nur um Haaresbreite an Jims Kopf vorbei zischte. Offenbar hatte der Schlag aber auch den Mann hinter Jim bloß knapp verfehlt, denn der Griff wurde lockerer und als Jim sich ein Stück nach vorne fallen ließ, kam er ganz frei. Er brauchte einen Moment, ehe er sich umschauen konnte. Sein Magen schmerzte und zudem war ihm schwindelig. Hatte Fagin so hart zugeschlagen? Aber noch etwas war seltsam, doch Jim konnte nicht genau sagen, was. Doch das musste warten.

Als Jim aufschaute, bot sich ihm eine seltsame Szene. Einer der beiden Männer, der Rotschopf, der als zweites eingetroffen war, saß am Boden und hielt sich offenbar den schmerzenden Kopf, während einer der Gorillas bewusstlos vor ihm lag. Der zweite von Fagins Männern hatte inzwischen eine Pistole gezogen, ebenso wie der Mann, der hinter Jim gestanden hatte, und nun auf die beiden Fremden zuging. Die gezogenen Waffen brachten die meisten der Beistehenden dazu, sich von den Geschehnissen abzuwenden und lieber den eigenen Geschäften nachzugehen.  Fagin fluchte während dessen über die Unfähigkeit seiner Untergebenen und scheuchte einige Sklaven aus dem Weg. Offensichtlich hielten sie Jim für ohnmächtig oder zumindest kampfunfähig, so dass sie ihn ignorierten. Diese Chance musste er nutzen. Jim bekämpfte das Schwindelgefühl, und konzentrierte sich auf Fagin, der noch immer mit dem Rücken zu ihm stand. Kurz versicherte er sich, dass die Mannschaft des Schiffes mit den Sklaven beschäftigt war und niemand auf ihn achtete, dann näherte er sich Fagin vorsichtig. Gerade wollte er nach Fagins Tasche greifen, als ihn ein weiterer Schwindelanfall erfasste. Jims Griff ging zwar in die Tasche und bekam den Schlüssel zu fassen, doch dabei torkelte er nach vorne und riss Fagin beinahe um. Dieser fuhr wutentbrannt herum und schlug mit seinem Stock nach Jim, welcher sich jedoch schnell nach hinten fallen ließ und so dem Schlag auswich. Dabei kam auch seine Hand frei, die nun den Schlüssel zu seiner Freiheit, im wörtlichen Sinne, umfasste. Jim tastete schon mit der anderen Hand nach dem Schloss an seinem Halsband, als Fagin sein nun kaputtes Jackett abwarf und eine seltsame Apparatur hervor zog und auf Jim richtete. „Lass das bleiben, Jüngchen!“ Jim hielt inne. Offensichtlich musste das der Auslöser für die Sprengvorrichtung sein. Was sollte er nun tun?
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do Nov 12, 2015 7:25 pm




Noch bevor Shuten sich ganz von seinem Absturz erholen konnte, wurde er am Hals gepackt und in die Luft gehoben. Etwas verwirrt öffnete der Blondschopf die Augen um eine überaus menschlich wirkende Wand anzusehen, die seinerseits ihn anstarrte. Na aber, hallo? Ohne etwas zu erwiedern drückte der Schrank weiter zu und verstärkte den Griff um Shuten's Nacken. Mit einem geräuschvollen Knacken schien etwas in Lucky's Hals zu brechen und sein ganzer Körper erschlaffte für einen Moment. Dann gab er ein lautes Stöhnen von sich und lies die Schultern rotieren. Uuuuhaaaa danke dir, Mann, ich hatte schon den ganzen Tag über einen steifen Nacken. Mit entschiedener Freundlichkeit wollte der blonde Pirat seinem Gegenüber die Hand geben als dieser plötzlich von einem roten Blitz weggerissen wurde. Für einen kurzen Moment dachte Lucky er hätte Faust's verblüfftes Gesicht in der Luft vor sich gesehen, dann öffnete sich die Hand die seinen Hals hielt und er viel unsanft zurück auf den Boden.
Erst jetzt hatte er die Chance sich umzudrehen und sich die Situation zumindest halbwegs anzuschauen. Vor ihm saß tatsächlich Faust und rieb sich eine immer größer werdende Beule auf seinem Kopf. Faust, da bist du ja! Sein Blick folgte automatisch der Flugbahn und er schaute auf den am Boden liegenden Gorilla. Während er in die Hocke ging und den leblosen Arm des Bewusstlosen vorsichtig hochhebte grinste er seinen ersten Maat an. Wahnsinn, du hast ihn ja mit einem Schlag kalt gemacht. Wir brauchen dringend mehr Männer wie dich! Ein ebenso plötzliches wie stechendes Gefühl in seinem Nacken trieb Lucky dazu in genau diesem Moment einen Hüpfer zur Seite zu machen. Was zum... Noch in der selben Sekunde erschallte ein lauter Knall und eine Sandwolke stob von der Stelle auf an der Lucky eben noch gesessen hatte. Wow, das war knapp! Fast hätte ich vergessen wofür wir eigentlich hier ware. Danke für die Erinnerung! Wie ein übergroßes Kind klatschte der Kapitän der Lucky Pirates in die Hände und machte ein paar Schritte vorbei auf den Hafen, wobei er sich eine Hand über die Augen hielt wie um sie vor der Sonne zu schützen. Ohne auf die anderen zu achten blickte er sich um nach seinem Schiff. Na...wo hab ich es denn gelassen?...Sollte ich es doch noch am Ende auf der anderen Seite der Insel gelassen haben?... Dann lachte er auf und zeigte auf eine kleine Dschunke die, beinahe unauffindbar, zwischen zwei größeren Schiffen lag. Dann fing er geradewegs an auf die Little Mermaid zuzugehen. Er kam allerdings nicht weiter als ein paar Schritte ehe ein plötzliches Hindernis zu seinen Füßen ihn umfallen lies. Ein leises Grummeln kam aus relativer Bodennähe als der erste Gorilla langsam wieder aufstand und mit wütendem Blick nach Lucky's Füßen grabschte. Etwas benommen betrachtete Shuten den großen Kerl, dessen Hand sich um seinen Knöchel geschlossen hatte und der nun mit der Anderen nach seiner Pistole fischte. Als der blonde Junge der Bewegung folgte verzog er sein Gesicht. Vorhin warst du mir noch so sympathisch, dass ich mir vorgestellt hatte dich in meine Crew aufzunehmen aber so... Kurz stockte er und rief sich die sein großes Buch ins Gedächtnis. ...Hatsusame: Kurage Hari... Seine Finger zuckten vor wie hungrige Schlangen und trafen zuerst einen Punkt auf dem Handrücken dann in der Armbeuge des großen Mannes. Die Hand die ihm vermutlich so leicht den Fuß hätte brechen können erschlaffte gerade genug das er seinen Fuß herausziehen konnte. Dann drehte er sich zu Faust um und rief: Oy, Faust! Hier kommt mein erstes Kommando als Capitän! Lass uns unseren "Freunden" hier zeigen, wie richtige Stärke aussieht!! Er betonte das Wort "Freunde" während er mit seinen Augen die anderen beiden Gorillas und ihren Anführer fixierte. In Gedanken ging er nochmal die Bewegungsreihenfolge für die wichtigsten Angriffe durch ehe er sich zum Angriff bereit machte.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Sa Nov 28, 2015 11:46 pm

Jim spürte einen lästigen Druck auf den Ohren, doch da momentan dringendere Probleme seine Aufmerksamkeit beanspruchten, ignorierte er das Gefühl vorerst und konzentrierte sich auf Fagin, der den Zünder für das Halsband wie eine Waffe auf ihn gerichtet hielt. Nur aus den Augenwinkeln bekam Jim mit, dass Fagins Schläger offensichtlich anderweitig beschäftigt waren, doch war er dankbar dafür und würde sich bei Gelegenheit bei seinen unverhofften Helfern erkenntlich zeigen. Aber dazu musste Jim sich erst einmal um Fagin kümmern, der den Zünder zu seiner Überraschung noch immer nicht betätigt hatte. Doch Jim konnte nicht darauf vertrauen, dass dies so blieb und als der auffrischende Wind vom Meer eine alte Zeitung über den Kai wehte, kam Jim die rettende Idee. Mit einer kurzen Bewegung seiner Finger ließ er Fagins Jackett in die Höhe schweben, wo es sogleich vom Wind ergriffen und Fagin ins Gesicht geweht wurde. Jim nutzte diese Ablenkung, griff nach dem erstbesten Kiesel und warf das etwa taubeneigroße Geschoss nach seinem Gegner. Der Stein traf zwar nicht dessen Kopf, doch zumindest den Zünder, welcher Fagin dadurch aus der Hand gerissen wurde und mit einem lauten Platschen im Hafenbecken landete. Da die Gefahr einer plötzlichen Explosion nun gebannt war, wollte Jim sich wieder dem Schloss an seinem Kragen zuwenden, doch Fagin hatte sich inzwischen von seinem verselbstständigten Jackett befreit und hieb mit seinem schweren Stock nach Jim, welchem nichts anderes übrig blieb, als vor den Schlägen zurück zu weichen. Jim wünschte, er hätte wenigstens irgend etwas, mit dem er Fagins wilde Schläge parieren konnte und wich gerade einem weiteren Hieb aus,als er mit seinem Rücken auf ein Hindernis stieß. Als er den Kopf leicht wandte, konnte er gerade erkennen, dass es sich um den blonden Fremden handelte, als schon ein weiterer Schlag auf ihn zukam. Alles was er jetzt tun konnte, war sich fallen zu lassen, und zu hoffen, dass der andere auch schnell genug reagierte, um Fagins Schlag auszuweichen.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Dez 07, 2015 1:23 am




Shuten's Körper kribbelte vor Anspannung als er seine Gegner nach potentiellen Schwachpunkten abtastete. Die beiden großen Männer wirkten wie erfahrene Schläger und hatten Körper bei denen selbst die offensichtlichsten Schwachstellen von zwei bis drei Schichten Muskulatur geschützt zu sein schienen. Shuten blinzelte sie ein- zweimal an und schüttelte unmerklich den Kopf. Wer zum Henker möchte schon als so ein Muskelkopp rumlaufen... Absolut unpraktisch und unbeweglich noch dazu... Seinen Körper in der typischen Haltung des In'Yoken Ryu tastete er nun auch den mittleren Mann ab, bei dem es sich um die Leitperson der Gorillas zu handeln schien. Auch er wies einen überdurchschnittlich durchtrainierten Körper auf, wog dies allerdings durch einen leichten Bauch und offenbar circa 10 oder 20 Jahre über dem Höhepunkt seiner Jugend wieder auf. Im Gegensatz zu den großen Kerlen neben Ihm schien er auch weniger gewillt zu sein zu kämpfen, hielt er sich doch unauffällig hinter seinen Wachhunden auf.
Was für ein Feigling... Mismutig verzog Shuten sein Gesicht zu einer Grimasse und schob seinen Körper noch tiefer und näher an den Boden. Er beabsichtigte den Mittelmann als erstes auszuschalten und sich dannach erst um die beiden Großen zu kümmen, das würde Ihm wohl einiges an Ärger ersparen.
Gerade verlagerte er sein Gewicht vorsichtig auf den vorderen Fuß als ein plötzliches Gefühl der Erkenntnis durch Shuten's Hinterkopf zuckte. Ohne sich das Bild, welches vor seinem inneren Auge erschienen war, genauer anzuschauen ließ Lucky sich in die Hocke fallen und erlaubte sich einen kurzen Blick nach hinten. Dort sah er einen jungen Mann am Boden liegen und, wichtiger noch, einen älteren Herren der seinen schweren Stock erhoben in der Hand hielt und alles andere als friedlich dreinblickte. Just in diesem Moment spürte Shuten auch von der anderen Seite her eine Bewegung und sah gerade noch rechtzeitig wie die Hünen von vorher, den Moment der Ablenkung nutzend, auf Ihn zustürmten. Einer von Ihnen hatte ein kurzes Messer gezückt, während der andere lediglich die Arme ausgestreckt hatte und hämisch grinste.
Der Anführer der beiden hingegen hatte sich ein paar Schritte weiter zurück- und eine kleine Pistole aus seinem Anzug gezogen. Mit dieser zielte er jetzt zwischen den beiden Gorillas durch und geradewegs zwischen Lucky's Augen. Argh, ausgerechnet jetzt?..
Ohne lange zu zögern entschied sich der blonde Kapitän dazu ebenfalls in den Angriff zu gehen. Mit einem kraftvollen Schritt aus der Hocke heraus schien er sich auf den bewaffneten Grobian zuzubewegen, bevor er seine Zehen mit voller Kraft in den Boden drückte und sich noch vor dem Beenden der eigentlichen Bewegung in die andere Richtung abstieß. Arukusei... Seine Stmime war kaum lauter als das leise Plätschern der Wellen als er den Namen der Technik murmelte, mehr zur eigenen Bestätigung denn als Warnung. Die Bewegung brachte ihn zumindest vorerst aus dem Schusswinkel des Pistolenträgers, da jetzt der unbewaffnete Gorilla zwischen Ihnen stand. Zeit das In'Yoken Ryu der Öffentlichkeit vorzuführen! Mit einem breiten Grinsen im Gesicht wich Lucky den Armen des Riesen mit einem Schritt nach vorne aus und verpasste Ihm einen gekonnten Schlag aus der Drehung heraus. Zielsicher bewegte sich seine Faust zwischen den beiden Armen durch und traf das Gesicht des Schlägers von unten wobei die zusammenklappenden Zähne ein leises und unangenehmes Geräusch von sich gaben. Am generellen Gesichtsausdruck änderte dies leider nichts und mit Entsetzen stellte Lucky fest, dass der Fleischberg sich nur geringfügig davon stören lies und stattdessen beide Arme um den wohlbekleideten Körper von Shuten warf. Hahaha, perfekter Konter, mein Bester! Ich schätze damit hast du deine Stärke doch bewiesen! Wenn du magst lass ich dich meiner Crew beitreten!
Ohne eine Reaktion auf das Angebot zu geben drehte sich der Hüne um und hielt Lucky direkt vor die Pistole seines Bosses.
Genau in diesem Moment ertönte ein leises Fluchen aus dem Hintergrund und etwas kleines und glänzendes traf die Hand welche die Pistole hielt. "HaHA! Glück im Unglück nennt man das wohl!"
Sowohl Lucky als auch sein Fänger drehten verwirrt den Blick zur Seite wo sie einen lässig grinsenden Faust sahen. Aus den Augenwinkeln erkannte Lucky, dass sein neuestes Mitglied ein Hufeisen nach dem Anführer der Schläger geworfen hatte. Bravo Faust! Damit hast du dir deine Position an Bord meines Schiffes mehr als gesichert! hervorragender Wurf! Lucky jubelte und schien dabei mit den Füßen zu klatschen. Der Gorilla der Ihn hielt schien das hingegen etwas weniger amüsant zu finden und grunzte nur leise.



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BeitragThema: Re: Der Hafen   Do Dez 10, 2015 5:49 pm


Wenn man sich mit einer, zugegebener Maßen, ordnungswidrigen Geschwindigkeit weit über der zulässigen Höchstmarke durch die Gegend bewegt und dabei auch noch die Dreistigkeit besitzt nicht wie ein normaler Mensch die Straße, sondern den Luftweg zu besitzen, dann muss man damit rechnen, dass einem das Schicksal einen Stock zwischen die Beine wirft. Zumindest im übertragenen Sinne, denn im wörtliche macht das wenig Sinn. Wer fliegt, den stört ein Stock zwischen den Beinen eher weniger. Das plötzliche Hindernis aka Schlägertyp in Fausts Flugbahn hingegen zeigte sich als durch aus effektives Mittel den jungen Piraten zurück auf den Boden der Tatsachen und den Boden der Straße zurück zu befördern. Die Beule auf der Stirn gab es als kleinen Denkzettel dazu. Das es seinen Hindernis wesentlich übler als ihn erwischt hatte, war da für den benommenem Jack nur eine geringe Linderung. Der donnernde Aufschlag ihrer Schädel hatte dem Rotschopf nicht nur eine saftige Beule verabreicht, sondern reichte auch gleich noch dafür, dass sich alles um ihn herum zu drehen schien. Sein Gleichgewichtssinn hatte sich mit einem Gruß verabschiedet, weswegen Jack, anstatt zu bemerken was um ihn herum geschah, erst einmal voll und ganz damit beschäftigt war am Boden zu hocken. Weder bemerkte er die anbahnende Keilerei seines frisch ernannten Captains und den Schlägern, in die sie geflogen waren, noch den Jungen, welcher den gewaltigen Hieben eines älteren Halunkens zu entrinnen versuchte.
Am Boden kauernd mit den Händen vor der Stirn, versuchte Jack vergeblich seine Haltung und Würde wieder zu finden. Mit bescheidenem Erfolg. Anstatt seiner Contenance meldete sich sein Magen, welcher aufs übelste über die unsanfte Behandlung des Oberstübchens des gesamten Apparats, der sich Jacks Körper schimpfte, protestierte. Waren seine Hände im ersten Moment noch auf die Stirn gepappt, lagen sie kurz darauf vor Jacks Mund, als ihn eine Welle der Übelkeit erreichte. Kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Als sich der Pirat endlich soweit wieder zusammen gerissen hatte konnte, dass es möglich war auf die Beine zu kommen, hatte sich die Situation am Hafen merklich verändert.
Der braunhaarige Jüngling lag, oder besser gesagt kauerte am Boden, die Hände schützend über den Kopf gelegt. Etwas vor ihm stand schwer atmend der Seebär, den Stock noch immer bedrohlich erhoben. Shuten hingegen war mal wieder über das Ziel hinaus geschossen und hatte wohl versucht gleich drei Schläger auf einmal zu beschäftigen. Das Ergebnis folgte auf dem Fuße, der blonde Junge steckte in einem Schraubstock von muskulösen Oberarmen fest, festgehalten und zur Schau gestellt, wie ein junger Hase. Die beiden anderen Schläger hatten Waffen, Messer und Pistole gezückt. Ein gotteslästerlicher Fluch, der nicht näher wiedergegeben werden soll, kam lauthals aus Jacks Mund und in Gedanken entschuldigte er sich beim Dorfpfarrer.
Eben noch hatte er leidend am Boden gelegen und jetzt auf einmal das! Gehetzt blickte Jack sich voller Hektik um, während seine Gedanken rasten, als er mühsam nach dem Geistesblitz suchte, welcher ihm verraten würde, wie er verhindern konnte, dass der blonde Shuten in Zukunft als Blondes Nudelsieb arbeiten konnte. Der Hahn der Pistole war bereits gespannt, als Jack der rettende Einfall kam. "HaHA! Glück im Unglück nennt man das wohl!" Vor lauter Aufregung und schlechtem Gewissen, wie er seine kostbaren Gegenstände der Göttin Glück misshandelte, hatte Jack ganz vergessen laut zu schreien, um den Kerl mit der Pistole abzulenken. Na gut, sonderlich genial war die Idee nicht gewesen, aber etwas besseres als irgendwas nach dem Kerl zu werfen und ihn anzuschreien, war ihm auf die Schnelle nicht eingefallen. Auch wenn Jack das natürlich nicht zugeben würde, später würde er behaupten alles sei geplant gewesen. Nichts desto trotz blickte er vermutlich ungläubiger und überraschte als alle anderen auf die leere Hand des Schurken, wo vor kurzem noch eine Pistole gewesen war. Das geworfene Hufeisen hatte sie dem Kerl glatt aus der Hand geschlagen!
Mit großen Augen und Überraschung im Gesicht guckte Jack auf die leere Hand, dann auf die Pistole am Boden und dann in das Gesicht des Entwaffneten. Dann fiel ihm sein wertvolles Hufeisen ein und die Miene des Rotschopfs verfinsterte sich. "Okay, jetzt hab ich schlechte Laune!" Mit diesen Worten stampfte er mit, wie er hoffte, bedrohlicher Miene auf die Halunken zu, die seinen Captain bedrohten. Offensichtlich wirkte es auch, denn alle drei schienen im ersten Moment wohl in Ehrfurcht erstarrt, auch wenn es wahrscheinlicher war, dass sie sich fragten wer der Irre war, der sich ohne Waffen auf drei Leute stürzte, die allesamt größer und stärker waren.
Messer-Typ setzte sich als erster in Bewegung und kam Jack entgegen, während der Mann den Jack entwaffnet hatte sich umblickte und nach der Pistole ausschau hielt. Schläger Nr. 3 hielt noch immer Shuten in Zaum und der Stock-Schwinger war noch immer mit dem Jungen beschäftigt. Also musste sich Jack erst einmal um den Messer-Typ kümmern. "Hufeisen. Sollen. Nicht. Geworfen. Werden!" Das war zwar weniger hilfreiche Information in diesem Augenblick, aber es reichte tatsächlich aus, damit der Typ für einen Moment die Augen aufriss, da er ganz offensichtlich an Jacks Geisteszustand zweifelte. Dieser lies sich diese Chance nicht entgehen und ging heldenhaft in den Angriff über. Sein Bein schoss nach vorne und mit einem mächtigen Tritt vors feindliche Schienbein brachte Jack den Gegner zum straucheln. Ohne ihm Ruhe zu gönnen hob er eine Hand voll Sand und Dreck und Staub auf, welche sofort danach im Gesicht des Übeltäter landete. Der Staub flog durch die Luft, das arme Mann nieste und heulte, spuckte und rotzte vor sich hin. Er hatte den ganzen Mist in Nase, Mund und Augen. Ein zweiter Tritt vors andere Schienbein lies ihn vor Schmerz aufheulen, mit einem dritten Tritt fällte Jack den Mann. Dieses Mal hatte er die Kniekehlen attackiert.
Obwohl Jack stand und der Hühne kniete, waren sie noch immer fast gleich groß, weswegen Jack seine Chance gekommen sah, ihn ein für alle Mal fertig zu machen. "Du dummer Ochse. Deine Mutter heißt Gerhardt!", beschimpfte er ihn und boxte den Kerl mit aller Kraft auf die Nase. Es knackte, aber ansonsten schien der Mann unverletzt. Verdutzt hielt Jack inne und blickte auf hinunter auf das Gesicht voller Dreck, Sand und Schnodder. Noch einmal boxte er auf die übergroße Nase. Der einzige Erfolg war, dass der Riechkolben etwas platter war als vorher. Auch ein dritter Versuch änderte nichts am Bewusstseinszustand des Mannes, wie der Plan eigentlich war. "Ach scheiße, Mann. Was soll's." Gleichgültig zuckte Jack mit den Schultern, nahm einen Schritt Anlauf und zwiebelte seinen Fuß mit Krawumms zwischen die Oberschenkel des Mannes. Ein laut vernehmliches Knacken war zu hören, dann fielen dem Typen zwei Wallnüsse aus dem Mund und kullerten zu Boden. Ohnmächtig fiel er zur Seite. "Okay, wer ist als nächster dran?" Mit diesen Worten drehte sich Jack zu den anderen um.
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mo Dez 21, 2015 2:17 pm

Das war gerade nochmal gut gegangen, denn sowohl Jim als auch der Blonde waren Fagins Schlag entgangen. Doch noch war keine Zeit, sich auszuruhen, denn noch immer bestand die akute Gefahr, von Fagin erschlagen zu werden. Durch eine Rolle wich er einem weiteren Hieb aus und sprang auf. Als er sich sich vom Boden abstieß, schwebte er einige Sekunden in der Luft, Natürlich, er hatte seinen größten Vorteil in diesem Kampf total vergessen. Doch noch ehe er ihn ausnutzen konnte, wurde Jim von einer starken Bö erfasst und gegen einige Kisten geschleudert, die auf dem Kai gestapelt waren und sich nun über selbigen verteilten. Jim raubte es für einige Momente den Atem und schnell befreite er sich aus den Trümmern. Als er aufblickte, erkannte er zum ersten Mal, was um sie herum vorging. Der Wind war stärker geworden und viele Männer waren damit beschäftigt, Ladung hastig in die Lagerhallen zu bringen oder sie zumindest so gut es ging zu sichern und Jim konnte auch den Grund dafür erkennen, denn einige Meilen entfernt, doch schnell näher kommend war über dem Meer eine dunkle Wolkenwand zu erkennen, die nichts Gutes verhieß und schon jetzt war der Wind stark genug um einige der Schiffe stark schwanken zu lassen. Wenn er von dieser Insel verschwinden wollte, musste es in den nächsten Minuten geschehen. Schnell sah er sich um. Die Bö, die ihn erfasst hatte, hatte auch einen gehörigen Abstand zwischen ihn und Fagin gebracht. Damit hatte sich ihm eine Chance offenbart, die Jim sofort ergriff. Schnell rannte er auf das Hafenbecken zu und ließ seinen Blick über die Schiffe gleiten, die dort vor Anker lagen. Schließlich entdeckte er eine kleine Dschunke, die bereits einige Jahre hinter sich haben dürfte, aber das einzige Schiff in Reichweite war, dass er zur Not alleine auf die See bekäme. Leider befand sich der Kampf genau zwischen Jim und dem Boot. Doch zwischen Jim und dem Kampf befand sich wiederum eine Reihe von Fässern und Jim kam ein Gedanke. Schnell rannte er zu den Fässern, holte mit einer Hand eines seiner Messer aus dem Stiefel und schnitt die Vertäuung der Fässer durch. Dann berührte er eines und ließ es so schweben. Schnell schob er es auf den Kampf zu. „Blonder! Rotschopf! Passt auf!“ Die Warnung wäre wohl einfacher, würde Jim die Namen der beiden kennen, doch da sie einander nicht vorgestellt worden waren, musste das ausreichen. Das Fass beschleunigte immer mehr und gleich würde es aufschlagen. Diese Ablenkung nutzend hechtete Jim auf die Dschuke zu, durchschnitt die Haltetaue und stieß das Boot vom Kai ab. Wenn er sich beeilte, konnte er die Segel setzen und die dem Sturm abgewandte Ausfahrt aus dem Hafen nehmen, bevor Fagin und seine Schläger sich von dem Angriff erholt hatten.



Zuletzt von Jim Maynard am So Jan 31, 2016 4:16 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Hafen   Mi Jan 06, 2016 10:04 pm



Mit einem breiten Grinsen im Gesicht beobachtete Shuten seinen ersten Maat, wie er einen der großen Männer außer Gefecht setzte. Etwas unübliche Art zu kämpfen, aber wenn es funktioniert... Auch sein neuer Gefährte, der Gorilla in dessen Umarmung sich  Lucky befand, schien etwas überrascht zu sein über den plötzlichen Lauf der Dinge. Nur der Anführer der Schläger hatte sich offenbar im Griff und noch bevor jemand anderes reagieren konnte erschallte seine laute, wenn auch etwas heisere, Stimme über den Hafen. Los ihr Schwachköpfe! Schnappt euch auch den zweiten Bengel und schmeißt Sie alle in den Ozean! Währenddessen rieb er sich seine Waffenhand, die bereits rot angelaufen war. Offensichtlich verwirrt über die Gesamtsituation schien Shutens Fänger die Anzahl seiner Arme mit der Anzahl der nötigen Gefangenen zu vergleichen um über kurz oder lang zum Schluss zu  kommen, dass zwei eindeutig einer zu wenig waren. Vorsichtig warf er einen Blick auf den blondhaarigen Jungen in seinen Armen wobei sich seine eine durchgehende Augenbraue in eine Welle fragender Verwirrung bog. Geh nur, versuch dir meinen ersten Maat zu schnappen! Mich hast du schon erwischt, ich gebe auf. Lucky's Augen hätten selbst den Stein unter ihnen weich werden lassen, so viel Unschuld schienen sie auszudrücken.
Mit einem leisen Grunzen ließ der große Mann ihn auf den Boden fallen. Du Bleib! Mit einem seiner dicken Wurstfinger zeigte er auf Shuten, wobei sein Blick unschöne Konsequenzen versprach wenn sich sein Gefangener von der Stelle bewegen würde. Dann drehte er sich um, knackte einmal mit den Fingerknochen und bewegte sich vorsichtig auf Faust zu.Etwas Mitleid hab ich ja schon... Lucky wartete nicht lange sondern sprang direkt auf die Beine, kaum dass sich der Mann von Ihm weggedreht hatte. Hup! Kaum stand er, hörte er von hinten eine Warnung. „Blonder! Rotschopf! Passt auf!“ Ohne zu wissen worum es ging, ließ sich Shuten direkt wieder fallen. Schon praktisch, dass ich mir mein morgendliches Aerobik heute sparen kann! Er grinste und sah aus den Augenwinkeln einen fliegendes Fass über seinen Kopf "rollen". Einen kurzen Moment später hörte er das Krachen als das Fass den Hinterkopf des Gorillas erreichte und zu überschreiten versuchte. Ohne sich über dessen Schicksal Gedanken zu machen sprang der Kapitän der Lucky Pirates wieder auf und stürmte auf den verdutzten Anführer der Dreischaft. Dieser hatte mitlerweile seinen Säbel gezogen und hielt ihn nun etwas ungeschickt in seiner linken Hand. Mit einem Grunzen schlug er ungelenk nach Luckys Kopf, wobei sein Schlag aber weit abseits vom Ziel auf Lucky's Schulter zuflog.
Problemlos wich Lucky dem Angriff aus und drehte sich in den Angriff rein. Die gegenüberliegende Schulter unter den Arm samt Säbel gehakt griff er sich die Hand des Mannes und lenkte die Kraft seines Angriffes weiter. Hiyap!! Einen Augenblick später flog der Mann, dem Fass nicht unähnlich, durch die Luft und landete in einer nahestehenden kiste wo er stöhnend liegenblieb. Jetzt erst bemerkte Lucky zwei Dinge, zum Einen, sein Wakizashi war ihm wohl bei der Aktion aus der Tasche gefallen und zum Anderen, einer der Typen schien sich an seineM Schiff schaffen machen zu wollen. Oh Nein, so nicht! Noch im Laufen griff er sich sein Wakizashi vom Boden, steckte es in die entsprechende Halterung an seinem Gürtel und rief Faust zu: Faust, los zum Schiff!! Dann sprintete er an seinen Widersachern vorbei auf die Little Mermaid zu. Kurz bevor er das Schiff erreicht hatte schienen sich seine Beine jedoch in sich selber zu verknoten und mit einem leisen Blöken hob sein Körper ab. Der Kapitän der Lucky Pirates landete kurz darauf geräuschvoll auf dem Deck seines Schiffes, wo er von seinem eigenen Schwung getrieben noch ein Stück weit vorwärts rutschte und benommen liegen blieb.

Etwas schockiert drehte sich Faust zu der kleinen Dschunke um und fing an zu springen. Oooy, wartet auf mich!! Kurz bevor ihm der Boden unter den Füßen ausging nutzte Faust seinen Anlauf zu einem gewaltigen Sprung, der glücklicherweise nicht direkt ins Wasser, sondern viel mehr auf den Schiffsboden ging. Mit einem lauten Poltern landete er auf dem noch bewusstlosen Lucky, wo er auch leicht grinsend liegen blieb.


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