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 Jay Richards

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AutorNachricht
Jay Richards

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Anzahl der Beiträge : 48
Anmeldedatum : 24.12.13

BeitragThema: Jay Richards   Di Dez 24, 2013 12:17 am

¬ PERSÖNLICHE DATEN:

Vorname: James
Nachname: Richards
Nickname: J / Jay

Alter:  22 Jahre
Herkunft: Shiba im South Blue
Rasse: Mensch
Zugehörigkeit: Piraten
Rang: Schamane/Apotheker/Hobbynavigator


¬ KÖRPERLICHE DATEN:

Größe: 1, 90m
Gewicht: 94 kg
Aussehen: James ist ein groß gewachsener Mann mit langem schwarzen Haar und leuchtend roten Augen. Seine dunklen Haare, welche ihm bis zum Rücken Reichen hat er sich hinten zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, während sein Pony, welcher ihm bis über seine Augen geht auf der rechten Seite liegt, so dass er noch genügend Freiheit in der Sicht hat. Dazu hat er ein Muttermal an seinem Nacken, welches geformt ist wie ein Schädel. Seine Kleidung ist schwer beschrieben, weil es sein Hobby ist Kostüme zu sammeln und sie in passenden Momenten zu tragen, wie beispielsweise eine schwarze Kutte, wenn er Gift mischt oder versucht vorhersagen zu treffen. Doch um raus zu gehen trägt er meist eine offene gelbe Jacke, welche einen Einblick zu seinem schlanken Oberkörper bietet. Über seinen Körper geht ein Gürtel, welcher die Scheide für sein Schwert bietet, welches die meiste Zeit über eher dekorativ da hängt als im Kampf wirklich eingesetzt zu werden. Da J nicht weiß, wie er mit diesem Schwert umzugehen hat, benutzt es nie in einem Kampf und selbst wenn beherrscht er noch keine Techniken, welche das Schwert gut nutzen würden. Viel eher benutzt er es außerhalb des Kampfes als eine Art größeres Messer zum zerschneiden von Dingen. Ansonsten trägt er mehrere Ringe an seiner rechten Hand, welche man durch die Schienen schwer sehen kann. Zwei Halsketten, davon eine in Form eines Totenkopfes und eine in Form eines Sternes zieren seine Brust und werden von ihm immer getragen.  
Merkmale: Dinge an denen man den jungen Mann direkt erkennen kann sind zu erst einmal seine leuchtenden roten Augen. Er gibt sich keine Mühe seine roten Augen zu verstecken, immerhin sind sie ein großer Teil von ihm und haben ihn sogar zu dem gemacht was er heute ist. Außerdem ist seine Kleidung etwas an der man ihn leicht erkennt, denn die Jacke, welche er zum Reisen trägt ist wirklich selten auf der Straße zu anzutreffen, doch sollte man sich dennoch nicht sicher sein ob es sich dabei um den Piraten handelt, so sollte man auf seine Halsketten achten, welche er immer trägt.


¬ CHARAKTERISTISCHE DATEN:

Persönlichkeit: J ist eine ziemlich gelassene Person, welche es liebt Dinge nicht so ernst zu nehmen, wenn das Leben ihn mit Schwierigkeiten konfrontiert. Man sieht ihn häufig einfach nur an irgendwelchen Orten auf dem Boden liegen und sich die Wolken ansehen. Diese gelassene Art bringt in seinem Fall auch eine riesige Faulheit mit sich. Der junge Mann hasst es zu arbeiten, vor allem mag er keine lästigen Jobs und sollte nicht mindestens ein „Bitte“ dabei sein, wenn jemand ihm sagt er solle etwas tun, dann versucht er es gar nicht erst. Oft behauptet er sogar er sei krank und habe Bauchschmerzen um zu vermeiden, dass er einen Finger rühren muss. Dabei ist sein Schauspiel meistens so überzogen, dass es dennoch ohne jegliche Probleme zu erkennen ist, dass er einfach nur faulenzen möchte und versucht so seinen Pflichten zu entkommen. Doch schließt seine Faulheit nicht aus, dass er auch Hobbys haben kann. Um genau zu sein macht er ziemlich viel gerne, wie das Aufziehen kleiner Kräuter, welche er für die Herstellung von Giften und Medikamenten benötigt. Genauso sehr gefällt es ihm das Gift und die Medizin selbst herzustellen. Auch wenn sich seine ganzen medizinischen Kenntnisse auf die Nutzung von heilenden Kräutern und Herstellung von Gegengiften beschränkt sind. Als ein Pirat hat Jay wenig Probleme das ein oder andere Verbrechen wie Diebstahl oder Erpressung zu begehen, weswegen er, sollte er knapp bei Kasse sein, andere Leute gerne mal um ihre Geldbeutel erleichtert. Auch kann es sein, dass er in ein Geschäft geht um es auszurauben. Zugegeben, er tötet unschuldige nicht gerne und prügelt sich höchstens mit ihnen, dennoch hat er keine Probleme damit kleine Übel zu begehen. Bevorzugen tut er es seinen Feinden von der Bevölkerung geplündertes Gut abzunehmen und vielleicht sogar als Belohnung das ein oder andere Geschenk dafür zu bekommen. Denn es muss gesagt werden, dass der junge Mann Geschenke liebt. Er würde niemals ein Geschenk ablehnen, da es das respektlose Ablehnen eines Gefallens ist, welcher ein Anderer ihm machen möchte. Das wohl merkwürdigste Hobby des jungen ist das Sammeln von gewissen Kleidungsstücken. So kann es sein, dass er bei der Mischung von Giften einen schwarzen Umhang trägt, so wie man sich schwarze Magier vorstellen würde oder bei der Herstellung von Medikamenten und Gegengiften einen weißen Arztkittel trägt. Diese Angewohnheit Outfits zu sammeln und sie in passenden Situationen anzuziehen ist einerseits darauf zurückzuführen, dass er, was er tut nur wirklich ernst nehmen kann, wenn er passend dazu gekleidet ist. Aber auch ist es auf seine alberne Persönlichkeit zurückzuführen, denn liebt es J sich kindisch zu verhalten. Sollte jemand auch nur ein Jahr jünger sein als er, so reitet er immerzu darauf herum, dass diese Person ältere respektieren sollte oder wie süß diese Person ist. Außerdem liebt er es mit Frauen zu flirten, dabei versucht er meist so romantisch wie möglich zu sein und diese Frauen mit seiner Art eher zu verschrecken, als zu verführen. So hat er Frauen bereits mit Göttinnen verglichen, welche er in seinem letzten Traum gesehen hat und das ihre Schönheit bereits in allen umliegenden Inseln berühmt sei. Sollte er mit bestimmten Frauen häufiger zu tun haben, so fängt er an vertrauter mit ihr zu sprechen und die Flirtereien scheinen schon eher wie ein Spaß den er sich mit einer Freundin erlaubt. Aber am wichtigsten ist wohl seine Funktion als ein Medium. J ist wie oben bereits erwähnt ein Schamane, ein spirituelles Medium, welches diese Welt mit der nächsten verbindet und so Kontakt mit Geistern aufnehmen kann. Diese lassen ihm an ihrer Erfahrung teilhaben und helfen ihm so das Wetter vorherzusagen oder ein Schiff zu navigieren. Während er diesen Kontakt aufnimmt wird er plötzlich ruhig und von seiner gelassenen Art sieht man plötzlich wenig. Der junge Mann fängt plötzlich an seine Art zu sprechen zu heben und redet eher in Rätseln, als die Dinge frei heraus zu sagen. Ebenfalls ist Jay dazu in der Lage die Zukunft voraus zu sagen oder Visionen zu empfangen. Diese helfen ihm dabei das Schicksal von Leuten zu erkennen und ihnen Hinweise in ihrem Leben zu geben. Auch kann er ihnen Ratschläge geben, welche ihnen in Zukunft nutzen kann. Doch muss er seine Visionen immer zuerst deuten, bevor er sie jemandem nennt, denn das Wahrsagen ist eine Sache, welche ziemlich kompliziert werden kann. So können manche Dinge auch unter anderen Umständen passieren oder er sieht Dinge, welche andere in einem Traum gesehen haben. Niemand kann sagen, dass er wirklich solche Fähigkeiten hat, Menschen müssen nicht daran glauben, aber genau so gibt es Leute wie ihn die es tun. Natürlich kann es auch sein, dass er sich diese Begabung einbildet, aber das wird natürlich nur schwer herauszufinden sein. Über all dies scheint bei J von Anfang an eine gewisse Spannung zwischen ihm und Leuten mit höheren Stellungen zu bestehen, was wohl auf seine Vergangenheit zurück zu führen ist. Sein Vater schickte ihn weg, weil er die roten Augen seines Sohnes fürchtete und ließ ihn zum Medium ausbilden. Seitdem hatte er keinen Kontakt mehr zu seiner Familie und ist Familien und Menschen mit Status bereits bevor er mit ihnen ein Wort gewechselt hat abgeneigt. Sollte er mit so einer Person reden, so sieht man nichts mehr von seiner sorgenlosen und freundlichen Art. Man sieht ihm die Anspannung regelrecht an und er wird gegenüber diesen Personen recht abweisend. Seinen Feinden gegenüber verhält er sich meistens ziemlich locker. Sollte es sich um jemanden handeln der ihn einfach ohne jede Worte angreift, so sollte dieser sich auf ein paar komische Sprüche gefasst machen und ein paar Späße von J erwarten. Doch sollte er von gegen jemanden kämpfen dessen Handeln und Denken vollkommen gegen seines agiert oder der Dinge bedroht die ihm wichtig sind, so wird der Schamane bedrohlich still. Seine Augen zeigen den Wunsch zu töten und seine Mimik und Gestik lassen keinerlei Schluss mehr auf seine Gedanken ziehen. Alles was er in diesem Zustand möchte ist es seinen Gegner nieder zu ringen. Seine Aussagen werden ernst und so merkt man auch, dass in diesem Moment nicht mit dem jungen Mann zu spaßen ist. Sollte jemand Jay in diesem Zustand sehen, sollte er sich darauf gefasst machen, dass es Jay einziges Ziel ist diese Person niederringen.
Likes:
Pflanzen
Tiere
Frauen
Verkleidungen
Faulheit
Freiheit
Wahrsagerei
offene Menschen
Dummheit
"Aberglaube"

Dislikes:
Arbeit
Adel
Engstirnigkeit
Ernsthaftigkeit
Pleite
Langweilige Weltanschauungen
Langweilige Personen

Ziel: Abenteuer erleben, eine Familie finden


¬ BIOGRAPHIE:

Familie:
Frederic Richards (Vater): Frederic ist Oberhaupt einer Adelsfamilie in Shiba, welche eine lange Geschichte und Tradition hat. Er wurde sein ganzes Leben darauf vorbereitet die Führung der Familie zu übernehmen und so kam auch die Pflicht einen Nachkommen zeugen zu müssen. Als er seine Frau Helen schwängerte war somit der Erbe gesichert, doch kam sein Sohn mit merkwürdigen roten Augen zur Welt. James hatte das Muttermal, welches ihn als ein Mitglied der Familie Richards zertifizierte, also waren seine roten Augen auf Sean Richards zurückzuführen, welcher laut der Familiengeschichte ein Schamane gewesen sein soll und mit der Hilfe von Geistern die Familie zu Glanz führte. Da Frederic die Augen seines Sohns fürchtete, ließ er bereits seit seiner Geburt einen Schamanen ausfindig machen und schickte James im Alter von 5 Jahren bei diesem in die Ausbildung. Danach hörte James nie wieder etwas von seinem Vater und Frederic machte sich keine Sorgen mehr um seinen Sohn. Frederic ist der Grund weswegen J anfing Menschen mit höherem Status zu misstrauen, da diese schnell zu paranoid wurden. Jedoch ist er in ruhigen Momenten dankbar dafür, dass er nicht in irgendeinem Schloss umzingelt von 100.000 Bediensteten sitzt, die jede seiner Bewegungen überwachen. Auch 17 Jahre nachdem er seinen Sohn hinterging ist die Familie so reich wie zuvor und die Menschen des Landes halten viel von ihm. Die meisten haben sogar bereits vergessen, dass er überhaupt einen Sohn hat und seine Beziehung zu den anderen Familien ist weiterhin sehr gut. Jedoch wird seine Entscheidung heute noch von Angehörigen seiner Sippe hinterfragt, da von ihnen die roten Augen als ein gutes Omen für die Familie angesehen wurden. So kommt es, dass heute manche Bediensteten und Verwandten den verlorenen Erben suchen.

Helen Richards (Mutter): Helen ist die Mutter von James und eine recht friedliche Person. Auch sie kam aus einer guten Familie Shiba’s und wurde mit Frederic verheiratet, um die Bande der beiden Familien zu stärken. Sie hat sich bereits mit ihrer Stellung zufrieden gegeben und kostet alle Vorzüge des previligierten Lebens aus. Es ist nicht wirklich bekannt wie gut sich die beiden Eltern kannten bevor sie heirateten, aber es ist bekannt, dass sie sich bereits des Öfteren auf festlichen Veranstaltungen oder bei förmlichen Besuchen trafen. Jedoch trafen sie sich nur, weil ihre Hochzeit bereits seit ihrer Kindheit feststand. Helen hatte kein Problem in eine reichere Familie einzuheiraten, solange sie ihr Leben so wie sie es führte fortführen konnte. Nachdem sie ein paar Jahre verheiratet waren brachte sie einen Sohn zur Welt, welcher rote Augen hatte. Da sie fürchtete, dass die Bevölkerung dies als ein schlechtes Omen sehen könnte, behielt sie ihn so gut sie konnte im Auge. Sie wollte nicht, dass er öfter als nötig von den anderen Menschen der Insel gesehen wurde und verbrachte aus diesem Grund auch viel Zeit mit ihm. In den 5 Jahren, welche sie ihren Sohn kannte entwickelte sie gemischte Gefühle gegenüber ihm. Sie gewann ihn lieb, immerhin war es ihr eigener Sohn. Dennoch gibt es etwas, was sie daran hindert ihn bei sich zu behalten. Es war ihre Furcht, dass ihr Sohn dem Druck der Familie und der ganzen Bevölkerung nicht Stand halten konnte. Der Vater des Jungen, ihr Mann Frederic, hasste ihn. Sah ihn als eine Bedrohung. Die Bevölkerung der Stadt sah in ihm ein schlechtes Omen und sein eigener Klan ein Zeichen Gottes. Da sie befürchtete, dass James irgendwann unter dem Druck der Menschen zusammenbrechen würde begrüßte sie die Entscheidung ihres Gatten ihn wegzuschicken. Auch wenn ihre Schwägerin Melinda versuchte sie dazu zu bringen ihren Mann aufzuhalten unternahm sie nicht einen Schritt. So entstand bei vielen Menschen, dass Bild einer kalten Mutter Viele Bewohner Shiba’s beneiden sie heute noch für ihre Schönheit.

Diane Richards (Schwester): Diane ist James’ kleine Schwester von welcher er noch nichts weiß. Sie ist 16 Jahre alt und durch sein verschwinden die nächste in der Erbfolge der Familie. Ihre Eltern versuchen seit ihrer Geburt ihr zu verschweigen, dass sie einen Bruder hat, dennoch ist es schwer den Rest der Familie über einen solchen Zwischenfall schweigen zu lassen, so dass es wohl irgendwann dazu kam, dass sie auf einer Familienfeier davon hörte. Seitdem befragte sie alle Bediensteten und ihre Verwandten nach der Identität ihres Bruders, welchen sie noch nie traf. Aus Angst erzählten ihr viele nicht von den Einzelheiten und einige stritten sogar ab etwas zu wissen oder dass sie einen Bruder hatte. Die einzige die ihr alles erzählte was sie wusste war ihre Tante Melinda. Diese erzählte ihrer Schwester von den roten Augen ihres Bruders bis hin, dass ihr Vater James im Alter von 5 weg schickte alles. Doch da niemand außer Frederic und seinen treusten Dienern genau weiß wo der Junge sich all die Jahre rum trieb konnte sie ihr nicht sagen wo er war und wie er sich ungefähr verhielt. Auch erzählte sie Diane davon, dass ihre Bediensteten auch heute noch nach Informationen zu seinem Aufenthalt suchen. Aufgrund ihrer strengen Erziehung stellt sie Klasse über alles andere und ist bereits gebildet genug um die Familie selbst anzuführen, weswegen auch sie alles versucht um ihren Bruder aufzuspüren, ohne das ihre Eltern etwas davon mitbekommen.

Melinda Richards (Tante): James’ Tante und die erbittertste Kämpferin in diesem Erbschaftsstreit. Es gibt einige Mitglieder der Familie, die dafür sind, dass der verlorene Erbe das Haus Richards leiten soll, aber das Problem war, dass man dafür erstmal Informationen zu seinem Aufenthalt wissen muss. Leider weiß niemand wo sie ihren Neffen damals hinschickten und aus diesem Grund sucht sie seit Jahren nach jeder Information die nützlich sein könnte um ihn zu finden. Dabei benutzt sie nicht die Bediensteten des Haus Richards sondern die ihres Mannes, welcher ihren Nachnamen annahm. Unter ihrem Befehl befinden sich allerlei Leute, welche auf das Beschaffen von Informationen spezialisiert sind, doch bisher gab es noch keine heiße Spur, da sich der Junge nicht in der Zivilisation aufhielt. Von den 5 Jahren bevor J verschwand erinnert er sich an nicht mehr viel, er kennt ja kaum noch seinen eigenen Nachnamen, aber es heißt damals war Melinda seine Lieblingstante und dass er sie immer wieder gerne besuchte. Zwar vergaß er ihren Namen, aber er würde sich an ihr Gesicht erinnern, wenn er es sehen sollte, so viel steht fest.
Eckdaten:
0 Jahre – Geburt
5 Jahre – Start der Ausbildung, Verbannung von seiner Heimat
13 Jahre – Erlernen von Pflanzenkunde
14 Jahre – Training im Umgang mit Vergiftung
16 Jahre – Hakitraining
20 Jahre – Tod des Meisters
21 Jahre – Rückkehr in die zivilisierte Welt/Leben auf Coconut Island
22 Jahre – Aufbruch zu neuen Abenteuern

Geschichte: Prolog: Familiengeschichte
Die Familie Richards soll angeblich schon so lange Existieren wie Shiba. Jedenfalls gibt es keine Aufzeichnungen die über die Zeit vor der Bildung einer Struktur auf der Insel hinausgehen. Es scheint beinahe schon als wäre die Familie plötzlich aufgetaucht um der Insel ihre Ordnung zu geben. Alles was aus der Zeit bekannt ist, ist dass die Familie Richards schon damals groß und gelehrt war, aber sie hieß noch nicht Richards. Dieser Name wurde dem ersten Oberhaupt der Familie erst im Nachhinein gegeben, ursprünglich hatte sie keinen. Die Insel Shiba, welche von einem Rat regiert wurde, hatte von Anfang an viele Familien, aber die wenigsten waren zu der Zeit lange fest im Rat integriert. Nur die Familie Richards angeführt von einem Namens Ziahk blieb lange im Rat und Anfangs konnte man sagen hatte die Familie annähernd die ganze Kontrolle über die Insel. Doch Ziahk war nicht der eigentlich Kopf der Familie, denn er hatte einen kleinen Jungen an seiner Seite, von welchem er sagte er wäre sein Sohn. Doch er hatte etwas Unnormales. Sein ganzes Auftreten hatte etwas Geisterhaftes und seine Augen waren Blutrot, wie die eines Dämons. Der Name dieses Jungen war Sean. Anfangs redete Sean gar nicht, er flüsterte nur in die Ohren seines Vaters, er gab ihm Anweisungen. Alles was der Junge sagte half Ziahk dabei die Ordnung in dem Land aufrecht zu erhalten. Darunter zählten grundsätzliche Systemsbeschlüsse und auch Weissagungen, welche versprachen die Familienstellung zu festigen. Alle Menschen fanden Sean aufgrund seiner so geisterhaften und ruhigen Art Furcht einflößend. Laut den verschlossenen Familienarchiven soll er sogar eine Verbindung zur Welt der Geister, Götter und Dämonen gehabt haben. Er soll auch dazu in der Lage gewesen sein Fährten zu lesen, Kontakt mit verstorbenen aufzunehmen und in die Zukunft zu sehen. Dieses angeborene Talent ließ ihn als Kind kalt werden, doch nahm er es auf sich um das Chaos, welches damals auf der Insel herrschte zu beenden. Nachdem sein Vater dahin schied übernahm Sean die Pflicht als Familienoberhaupt und behielt weiterhin einen großen Einfluss im Rat der Insel. Sein Wort hatte mehr Gewicht als das der Anderen. Würde man sagen er wäre ein Orakel gewesen würde es wohl etwas zu weit gehen, aber die Bewohner der Insel wussten, dass man sich auf sein Urteil verlassen konnte und so hörten sie auch nach dem Tod seines Vaters auf das, was die Familie sagte. Richards wurde sie genannt. Ein Name, welcher Wohlstand und Geschichte ausstrahlte. Ein perfekter Name für eine solche Familie. Doch war Sean nicht nur ein überaus talentierter Politiker. Alle Menschen auf Shiba waren sich einig, dass sie ihn um einiges häufiger auf der Straße antrafen, als die anderen Ratsmitglieder. Jeder kannte seinen Namen und des Weiteren kannte auch jeder ihn. Auch wenn die Leute seine stille Art anfangs als bedrohlich empfanden, so fingen sie mit der Zeit alle an zu merken, dass in diesem ruhigen Herzen eine Leidenschaft für das Volk schlummerte. Eine Leidenschaft für sie, die einfachen Leute. Schon bald fand er auch Freunde in der normalen Bevölkerung, mit welchen er sich immer besser verstand. Darunter auch seine Gattin. Obwohl all seine Familienmitglieder wollten, dass er eine Tochter einer reichen Familie heiratete um die Macht der Familie weiter zu vergrößern kamen schon bald Einladungen zu einer Hochzeit mit einer Bürgerlichen in Umlauf. Es war auch nicht so, als wäre die Hochzeit für ausgewählte Gäste gewesen. Alle in der Stadt Shibas waren eingeladen zu kommen, zu speisen und zu feiern. Nicht nur schaffte er es so, selbst die Pflichten eines Adligen zu ignorieren, sondern schmälerte auch langsam die Lücke zwischen Volk und Adel. Mit seiner Frau, soll er viele Kinder bekommen haben. Er freute sich als er sah, dass keines dieser Kinder seine Augen erbte. Denn obwohl er das Beste für Shiba wollte, so wollte er auch das Beste für seine Kinder und lächelte über die Tatsache, dass sie ein gewöhnliches Leben führen könnten. Ein Leben in welchem die Menschen nicht ununterbrochen auf ihre Augen achten würden. Leider schien von seinen Kindern auch keines seine Weitsicht und sein Wissen geerbt zu haben, doch das störte ihn nicht weiter. Denn es waren seine Kinder und er freute sich über jeden Schritt der Entwicklung den sie Tätigten. Doch auch ein langes und erfülltes Leben musste einmal ein Ende haben und so war es auch mit Sean. Doch seine eigene Familie behielt ihn noch lange in Erinnerung. Ein großer Mann, welcher ein Fundament für seine Heimat und seine Familie legte. Es hieß: Welcher seiner Nachkommen auch immer mit roten Augen zur Welt kommen sollte, würde seine spirituelle Fähigkeit erben.

Kapitel 1: Veränderung…
Es war ein sonniger Tag auf Shiba. Perfekte Vorraussetzungen für die Geburt eines Kindes, welches versprach perfekt zu werden. Auf der idyllischen Insel würde in einer perfekten Familie ein weiteres perfektes Kind zur Welt kommen. Eines von vielen. Seit dem Tod von Sean Richards waren nun mehrere Jahrhunderte vergangen. Die Legende über den rotäugigen Anführer war bereits fast vergessen, nur seine eigene Familie schmückt sich noch mit ihrem berühmten Vorfahren. Die Augen dieses Mannes wurden seit dieser Zeit nicht mehr gesehen, denn keiner seiner Nachkommen hatte rote Augen, sondern schwarze. Es war nicht klar woran es lag, aber es gab keine Generation der Familie die so weise war wie ihr Vorfahre. Heutzutage ist die Familie auch nicht mehr so Volksnah wie früher. Auch wenn sie auf der Insel immer noch eine der angesehensten Familien ist, so hat sie einiges an Glanz verloren. Ihr Reichtum schwindet langsam, mit jedem weiteren Jahr, welches verstreicht. Alles was sich die Mitglieder der Familie nun wünschten war eine gute Wendung. Ein Zeichen, welches versprach alles zum besseren zu ändern. Ein neuer Erbe, welcher es schaffen würde die Blutlinie der Familie Richards wieder zu altem Glanz zu bringen. An jenem sonnigen Tag, genau 400 Jahre nachdem Sean Richards von Shiba das Licht der Welt erblickte tat es ihm sein Nachkomme gleich. Die Eltern des Babys, Helen und Frederic freuten sich zwar, als sie damals erfuhren, dass sie schwanger war. Doch schon bald nach der Geburt des Kindes hielt sich ihre Freude in Grenzen. Dieses Baby, welches die beiden zusammen kriegten: James. Zwar war es ein hübscher Junge, ohne Frage. Auch schien es ohne Zweifel gesund zu sein. Aber dennoch ließ es sich einfach nicht übersehen, denn nach genauerer Betrachtung fiel den beiden Eltern auf, dass ihr Sohn weder ihre noch seine Augen hatte. Dieser Junge hatte Augen so rot wie Blut und seine rabenschwarzen Haare machten das Kind irgendwie unheimlich. Schon bald kam es zu einem großen Aufruhr in der Familie. Es war der erste Fall seit 400 Jahren, dass ein Kind mit roten Augen in ihrer Familie geboren wurde. Viele Mitglieder der Familie freuten sich. Andere, welche mit der Geschichte ihrer Ahnen nicht so vertraut waren sahen in dem Erben ein schlechtes Omen. Dennoch war der Großteil der Familie davon überzeugt, dass James einmal zu einem großen Oberhaupt heranwachsen würde. Trotz dessen, oder wohl eher, genau aus diesem Grund hatte Frederic Angst. Er fing an seinen eigenen Sohn zu fürchten, seine Augen zu hassen. Hätte er nicht das schädelförmige Muttermal auf seinem Nacken, so hätte er bereits behauptet es würde sich um das Kind eines anderen Mannes handeln. Doch es war garantiert sein Sohn und so musste er auch damit Leben. Mit der ständigen Angst von seinem eigenen Sohn aufgrund seines Erbes, seines Einflusses oder einfach weil er seinen Vater für inkompetent hielt, getötet zu werden. So trieb der Junge seinen Vater bereits im ersten Jahr seines Lebens zum Wahnsinn. Da er ihn nicht ansehen konnte überließ er seiner Frau und den Bediensteten die Aufsicht des Kindes, während sein Groll gegenüber seinem Kind ihn langsam zur Verzweiflung trieb. Es fiel ihm schwer sich auf seine Pflichten im Rat zu konzentrieren und so begann er bereits früh einen Weg zu suchen, das Kind los zu werden. Doch er würde nicht sein eigen Fleisch und Blut ermorden. Nein. Es musste eine andere Methode her. Eine… friedlichere. Aus diesem Grund beauftragte er bereits im 6. Lebensmonat seines Kindes seinen treusten Bediensteten, Franz Wilford, damit einen Ort zu finden wo er fern von seiner Familie lernen konnte.

Kapitel 2: Meine eigene Familie
James war es nicht erlaubt das Anwesen zu verlassen. Sein Vater schien sich äußerlich nicht für ihn zu interessieren und so musste seine Mutter zusammen mit den Bediensteten auf ihn aufpassen. Als ein Baby war der Junge ziemlich ruhig. Er schrie selten und wenn, dann nur wenn es nötig war. Aufgrund der Tatsache, dass rund um die Uhr mindestens eine Person ein Auge auf den Jungen hatte, konnten die Eltern in Ruhe schlafen. Es dauerte nicht lange, dann begann das Baby zu laufen und zu sprechen. Wie bei jedem Kind war er Anfangs wackelig auf den Beinen und wurde immer standfester. Wie jedes Kind fing er mit einfachen Worten an und arbeitete sich mit der Zeit zu immer vollständigeren Sätzen hin. Noch deutete nichts darauf hin, dass dieses Kind ein Wunderkind war. Auch gab es noch keine Anzeichen für einen Fluch, der auf dem Kind lastet. So war es auch für Helen schwerer an etwas Negatives zu denken, sobald sie ihren Jungen betrachtete. Helen Richards verbrachte viel Zeit mit ihrem Sohn, da er bereits fast vollständig ohne seinen Vater aufwuchs und obwohl sie anfangs Angst vor dem Kind hatte, so fühlte sie sich immer mehr für ihn verantwortlich. Sie behütete ihn wie einen Schatz und wollte nicht, dass er öfter raus ging, als notwendig, aus Angst, er würde aufgrund seiner Augen geärgert werden. Für Menschen war es leicht, aufgrund solcher Dinge Angst vor einem Menschen zu haben. Rot ist eine ungewöhnliche Augenfarbe und eine Farbe welche oft mit schlechten Dingen in Verbindung gebracht wird. Aus diesem Grund befürchtete sie, das Kind würde als ein Dämonenkind bezeichnet werden. Solange James klein war, war es möglich für sie ihn bei sich zu behalten, doch im Alter von 3 Jahren, als er das Sprechen bereits gut konnte, so fing er an von Stimmen zu erzählen, welche er hören konnte. Als er gerade alleine war, sprach er so als wären andere bei ihm und er fing an Fragen zu stellen. Fragen darüber weswegen er das Familiengelände nicht verlassen durfte. Ob seine Mutter auch diese Personen sehen konnte, welche in ihren Augen nicht da waren. Ebenfalls fragte er sich, wieso sein Vater nie mit ihnen aß oder Zeit mit ihm verbrachte. Natürlich wusste Helen nicht, wie sie dem Jungen darauf antworten sollte, so war es für sie immer schwerer mit ihrem Jungen zu reden. Zu dieser Zeit kam auch Melinda, ihre Schwägerin, öfter zu Besuch um mit dem kleinen zu spielen. Melinda war eine Herzensgute Frau, welche für ihre Familie nur das Beste wollte und so fing sie eines Tages an, öfter mit dem kleinen zu spielen und auf ihn aufzupassen. Immer als Helen und Melinda, welche sich immer gut verstanden, über den Jungen redeten, sagte sie, dass James zu Hohem berufen war. Dies ließ die junge Frau weiter zweifeln. Wäre der Junge diesen Erwartungen gewachsen? Könnte er dieses Schicksal erfüllen, trotz den Anfeindungen seines Vaters und den furchterfüllten Blicken der Öffentlichkeit? Sie machte sich zunehmend Sorgen um das Schicksal ihres Sohnes und so wurde er immer älter, entwickelte sich und lernte sogar schon in seinen jungen Jahren das Lesen. Mittlerweile war J fünf Jahre alt und ziemlich ruhig geworden. Unter den Bediensteten fürchteten sich immer mehr Leute vor ihm, seine Mutter schien auch immer geistesabwesender zu werden und jeder mit dem er redete schien ihn für merkwürdig zu halten. Da James nun mittlerweile keinerlei Schwierigkeiten mehr mit dem Sprechen hatte, blieb es nicht mehr lange ein Geheimnis, dass er ein besonderer Junge war. Immer wenn er einen Menschen sah öffnete er seine roten Augen weit und fragte mit einer ernsten Stimme „Wer bist du?“. Es fiel dem Jungen immer schwerer zwischen der Welt der Geister und der Welt der Lebenden zu unterscheiden. Immer mehr verwirrten ihn die Dinge, welcher er zwar sah, aber nicht verstand und niemand in seinem Umfeld wollte ihm eine Antwort darauf geben. Dachte, er würde sich Dinge ausmalen, verstand nicht was er meinte. Es war um ungefähr diese Zeit, als Franz Wilford, der Bedienstete von Frederic, mit einem Zettel in das Arbeitszimmer seines Vaters ging. Stolz sagte er seinem Arbeitgeber: „Sie haben einen gefunden!“. Genervt entgegnete das Oberhaupt der Familie seinem Diener: „Sie haben was gefunden?“. Die Jahre der Angst vor seinem Sohn nagten an dem Ratsmitglied Shibas und er war mit jedem Tag etwas mehr am Ende. Da sein Sohn bereits seit 5 Jahren in seinem Anwesen war, fiel es ihm immer schwerer zu glauben, dass der Auftrag von damals noch Erfolg haben würde. Lächelnd antwortete Franz seinem Herrn: „Einen Lehrer… Wir haben einen Lehrer Euren Sohn gefunden“. Die Leute, welche Franz über den South Blue schickte kehrten bisher immer mit schlechten Neuigkeiten zurück. Nun hatten sie auf einer verlassenen Insel endlich jemanden gefunden, welcher sich dazu bereit erklärte den Jungen auszubilden. Die Miene von Frederic veränderte sich kaum. Er war übermüdet, da er in den letzten Nächten einen Anschlag seines Sohnes fürchtete. Die Paranoia des erwachsenen wurde immer schlimmer, wenn man bedachte, dass er einen Mordanschlag eines 5-Jährigen erwartete. „Wann kann er anfangen?“ Die Antwort des Dieners war so zufrieden stellend, dass der Mann nun endlich wieder aufatmen konnte. „Wir können in den nächsten 7 Tagen ein Schiff segelfertig machen, welches den Jungen zu seinem Lehrer bringt. Der einzige Haken an der Sache ist, dass der Lehrer sich nur um ihn kümmert, wenn er sich sicher ist, dass der Junge es Wert ist.“ Nun lächelte Frederic ein wenig entspannt. „Macht ein Schiff fertig und bereitet das Kind auf die Reise vor… Vielleicht kann ich nun endlich wieder richtig schlafen.“ Damit wurde etwas in Gang gesetzt, was das ganze Leben des Jungen beeinflussen würde. Die Diener packten seine Koffer, machten ein Schiff fertig und in besagten 7 Tagen befand er sich auf besagtem Schiff und wartete auf seine Ankunft auf eine Insel deren Einwohnerzahl laut dem Wissen seiner Familie nur auf 1 stand. Es war das Beste für das Kind. So waren sich die meisten einig, welche an dieser Entscheidung Einfluss hatten, auch wenn immer noch Stimmen in der Familie dagegen waren.

Kapitel 3: Auf dem Weg
Die Schiffsfahrt war für den Jungen zunächst uninteressant. Er fürchtete sich davor vom Schiff zu fallen und der Kapitän und alle anderen Seemänner waren viel zu alt oder beschäftigt um mit ihm zu spielen. So kam es, dass er die ersten Tage in seinem Zimmer verbrachte. Für die Besatzung des Schiffes war es ziemlich überraschend, dass jemand sein eigenes Kind auf eine Insel ohne Bevölkerung schickte. Sie waren sich sicher, dass sein Vater wollte, dass er da stirbt und wahrscheinlich war dies auch ganz im Sinne Frederics gewesen. Demnach war es für sie wohl auch verständlich wieso der Junge Angst hatte und auch ihnen gegenüber nicht viel Vertrauen entgegen brachte. Es fiel James immer schwer mit Menschen zu interagieren, da sie für gewöhnlich Abstand von ihm hielten. Doch irgendwann konnte sich einer der Seemänner nicht mehr ansehen, wie der Junge seine Stunden in seinem Zimmer verbrachte. So machte er sich auf den Weg in seine Kabine. Als einer der anderen dies sah, sagte er lauthals lachend: „Hey Scott, willst du dem Jungen Angst einjagen oder was? Ich denke er würde nicht mit dir reden, du siehst viel zu gruselig aus.“ Der Seemann, Scott, war wirklich nicht das, was man als einen schönen Mann bezeichnen konnte. Er war ein Mann, Mitte 30, dem man bereits ansah, dass er so einige Kämpfe mit Piraten bestreiten musste. Sein Körper, darunter auch sein Gesicht, hatte einige Narben und er verlor im Kampf sogar ein Auge. Auf viele Kinder wirkte außerdem sein großer Bart erschreckend und somit vertrauten ihm jüngere Menschen generell eher selten. Ebenfalls lachend antwortete er: „Kinder sollten lieber draußen spielen, als weinend in ihrem Zimmer zu sitzen! Wenn ihn das also nach draußen bringt hätte ich kein Problem damit ihm den ein oder anderen Schrecken einzujagen.“ „Okay, aber pass auf, dass er dich nicht verprügelt! Jedenfalls würde ich das tun, wenn ein alter Mann wie du plötzlich in mein Zimmer kommen würde!“ Die beiden verstanden sich ziemlich gut, also konnte man auf ein ziemlich angenehmes Klima auf dem Schiff schließen. Nun betrat der Matrose die Kajüte und sah den 5-jährigen Jungen auf seinem Bett liegen und die Augen zu halten. Hielt er gerade ein Nickerchen? Scott musste sagen, so wie James da lag sah er ziemlich erwachsen aus, wenn man bedachte, dass er nicht mal halb so groß wie alle anderen Menschen auf dem Schiff war. Nun tippte der Seefahrer den Jungen an und sagte: „Hey Dornröschen, willst du nicht mal aufstehen? Du sitzt hier schon seit ein paar Tagen rum und dabei träumen viele Kinder davon eines Tages auf einem Schiff wie diesem segeln zu dürfen.“ Der Junge öffnete kalt seine Augen und fragte wie er es von zu Hause gewöhnt war: „Wer bist du?“ Scott schrak zunächst leicht auf, er hatte noch nie ein Kind gesehen, welches so einen kalten Blick im Gesicht hatte. Dabei war er schon auf einigen Inseln gewesen auf denen Armut an der Tagesordnung war und die Kinder dort dazu gezwungen waren zu stehlen um am Leben zu bleiben. Dann fing er wieder an zu grinsen und sagte: „Ein Kind wie du sollte nicht versuchen so zu gucken wie wir erwachsenen! Wenn du den Namen einer Person wissen willst, dann nenne immer zuerst deinen Namen. Ich dachte du wärst in einer guten Familie groß geworden, Kleiner.“ Es war wirklich schwer zu glauben, dass ein Kind mit solchem Umgang im Adel gelebt haben sollte. Daraufhin nahm er sich den Jungen und trug ihn nach draußen. Merkwürdigerweise schien James keinerlei Gegenwehr zu zeigen. Er ließ sich einfach nach draußen tragen und sah keinerlei Grund dazu sich zu verteidigen, auch wenn er den Mann nicht kannte. Während er mit dem Kind in den Armen an Deck ging fragte er: „Willst du mir jetzt nicht deinen Namen verraten, kleiner? Mein Name ist übrigens Scott, freut mich dich kennen zu lernen.“ Der Kleine guckte nun etwas erstaunt. Dieser Mann schien freundlich zu ihm zu sein, obwohl er ihn nicht kannte. Nun, er wusste nicht wie er mit Menschen umzugehen hatte, so sagte er unsicher: „J-James…“ Scott lachte: „Mit mehr Selbstsicherheit wenn ich bitten darf. Du bist ein Mann, oder? Wenn du wie ein Junge und nicht wie ein Mädchen behandelt werden möchtest, dann verhalte dich auch wie einer.“ James wiederholte seinen Namen, dieses mal fast schon rufend: „M-Mein Name ist James!“ „So gefällt mir das besser! James also? Hättest du vielleicht etwas dagegen, wenn ich dich Jay nenne?“ Das Kind schüttelte den Kopf. Nun waren sie an Deck angekommen, der Seemann ließ den Jungen nun herunter und zeigte aufs Meer. Die Sonne schien und es glitzerte. James schloss die Augen und hörte den Wind, wie es in einer besiedelten Stadt nie möglich wäre. Er Atmete Luft, welche auf eine gewisse Art… frischer wirkte, als die, welche er bisher atmete. „Nun Kleiner. Es dauert nicht mehr lange, bis wir am Ziel sind. Willst du die Zeit auf diesem Schiff nicht ein wenig genießen? Ich und die anderen hier werden dir bestimmt nichts tun und wenn du möchtest können wir dir zeigen, wie wir hier auf dem Schiff leben. Was meinst du?“ James nickte. Nun merkte er erst, dass es eine wundervolle und vor allem große Welt draußen war. So genoss er 3 weitere Tage, aß mit der Besatzung und erforschte jeden dieser Tage das Schiff. Einmal fiel der Junge sogar vom Schiff und wurde von Scott persönlich wieder aus dem Meer gefischt, was ein ziemlich aufregendes Ereignis war. Diese paar Tage haben ihn geprägt und so lernte er, wie aufregend es auf einem Schiff sein konnte. Doch er würde in den nächsten Jahren nur selten die Gelegenheit bekommen auf einem Schiff zu sein. Das Schiff legte an die unbekannte Insel an und die Matrosen warteten dort.

Kapitel 4: Das Treffen von Meister und Schüler
Auf einer namenlosen Insel, welche nur von manchen die Insel der Geister genannt wird wurde der junge James abgeliefert. Ein älterer Mann stand am Strand und wartete dort. Seine Bekleidung, passte gut zu einem in der Wildnis lebenden Mann. Nur eine kurze Hose und ein über die Schulter geworfener Bärenpelz zierten seinen trainierten Oberkörper. Seine Brust hatte genauso viele Muskeln wie Narben und es war in diesem Moment klar, dass die Ausbildung des Adelsjungen kein Zuckerschlecken werden würde. James musste sagen, dass er Angst davor hatte dem Mann gegenüber zu treten, doch Scott schuppste ihn von hinten an und sprach ihm Mut zu: „Es wird schon alles gut. Du willst deinen neuen Lehrer doch nicht warten lassen, oder?“ Der Junge nickte und ging unsicheren Schrittes auf seinen neuen Lehrmeister zu. „Mein Name ist James Richards…“ Sagte der kleine Junge und schaute gegen den Boden. Der ältere Mann fasste ihn sanft an den Kopf und sagte: „Ich bin Kuoh. Du bist also mein neuer Lehrling?“ Wieder nickte James stumm. Er zitterte noch ein wenig und musste sich an den neuen Mann gewöhnen. Doch ein freundliches Lächeln von Seiten Kuohs sagte ihm schon sehr früh, dass er ihm vertrauen konnte. Ohne viele Worte des Abschieds gingen die Seeleute wieder auf das Schiff, nachdem sie dem älteren Mann einen Fisch da ließen. Als eine kleine Mitgift, dafür dass er gut auf den Jungen aufpassen sollte. Danach gingen auch James und Kuoh zusammen weg, in Richtung Wald. Je mehr sie über die Insel gingen, umso besser wurde erkennbar, dass diese Insel von Menschenhand fast vollständig unberührt blieb. Alles strahlte eine Ruhe aus, welche für den 5-jährigen unbeschreiblich war. Ihm kam es beinahe so vor, als wäre er in einer komplett anderen Welt gelandet. Während er sich erstaunt die Bäume ansah, folgte er seinem neuen Meister weiterhin und stellte keine Fragen. Es dauerte nicht lange, da kamen sie an einer kleinen Hütte an, in welcher der Bewohner dieser Insel anscheinend zu Hause war. Es war ein einfaches Gebäude aus Holz, welches mit ein paar Tierknochen verziert worden war. Ruhig öffnete Kuoh den Vorhang, welcher offensichtlich als Türersatz funktionierte, und setzte sich auf den Boden. „Nun mein Junge. Du willst also lernen wie man ein Schamane wird… oder hat man dich nur hierher geschickt um dich loszuwerden?“ Nachdem er ihn dies fragte sprachen die beiden einige Zeit lang. James fragte den Älteren nach den Erscheinungen, welche er sah und Kuoh klärte ihn über die Welt der Geister und der Verbindung zwischen den Verstorbenen und den Lebenden auf. Außerdem erzählte er davon, wie wichtig es war der Natur mit Respekt entgegenzutreten und man die Geschenke anderer nicht mit Füßen treten durfte. Die Unterhaltung der Beiden ging bis in die Nacht und wurde erst unterbrochen nachdem James seelenruhig einschlief. Nach dieser Unterhaltung fand der kleine Junge für den älteren Mann eine tiefe Bewunderung und Kuoh hatte einen guten Eindruck davon, wieso sein neuer Schüler zu ihm geschickt wurde. Den beiden würden sich noch eine lange Freundschaft.

Kapitel 5: Denn ich bin dein Meister
Der Junge konnte diese Nacht seelenruhig schlafen, doch was ihn wohl eher störte war die Art wie er geweckt wurde. Der Körper fühlte einen lauten knall, seine Ohren vernahmen ein lautes platschen und er spürte Nässe um seinen ganzen Körper herum. James wurde tatsächlich in einen Fluss geworfen. Ein ausgesprochen schöner erster Ausbildungstag, wenn man ihn fragte. Schnell fing er an im Wasser herum zu zappeln und zu rufen: „Meister, helft mir, ich kann nicht schwimmen!“ Am Ufer saß Kuoh mit verschränkten Armen und betrachtete den Jungen mit ernstem Blick. „Du kannst es, du weißt es nur noch nicht. Die Fähigkeit zu schwimmen ist im Instinkt eines Menschen tief verankert. Anstatt dir zu sagen, dass du untergehen wirst solltest lieber versuchen oben zu bleiben. Wenn du etwas mit dieser Einstellung angehst kannst du nur verlieren.“ Der Lehrer bewegte sich keinen Millimeter von der Stelle und betrachtete James wie er versuchte das Schwimmen zu erlernen. James hatte in dieser Zeit jedoch seine Probleme. Das meiste, was er tat war mehr unkontrolliertes strampeln, welches nicht ansatzweise einem Schwimmer zu ähnelte. „Ich werde sterben!“ Das war alles, was James noch sagte und versuchte danach sein Leben zu retten. Kuoh fing daraufhin das Lachen an. „Du stirbst schon nicht und wenn doch, dann versuch wenigstens die Tiere im Wald nicht zu stören…“ Es dauerte eine Weile, aber irgendwie schaffte es der Junge das Ufer zu erreichen und schaute seinen Lehrmeister wütend an. „Wisst Ihr eigentlich, dass ich hätte sterben können, Meister?!“ Grinsend streichelte er dem Jungen über den Kopf. „Keine Sorge, ich wusste, dass du das schaffen würdest. Wäre es knapp geworden, dann hätte ich dir schon aus dem Wasser geholfen. Es kommt auf die Einstellung an. Hättest du weiterhin gedacht, dass du es nicht schaffen könntest, dann wärst du tatsächlich unter Wasser gelandet. Wenn du versuchst etwas zu tun, dann musst du dir auf jeden Fall sicher sein, dass du es schaffst, sonst ist scheitern bereits vorprogrammiert!“ Er lachte weiter während der Junge seine roten Augen etwas aufriss und sagte: „Ich habe es ja nicht versucht, Ihr habt mich in das Wasser geworfen!“ Wieder lachte er und sagte mit sanfter Stimme: „Manchmal ist der beste Weg zu lernen eben am eigenen Leib und ich bin immerhin dein Lehrmeister. Nun komm mit, wir haben heute eine Menge zu tun.“ Noch immer ziemlich wütend folgte das Kind seinem Lehrer und fragte: „Was hat das Schwimmen eigentlich mit Schamanen zu tun?“ „Das musst du selbst herausfinden, Junge…“, antwortete Kuoh freundlich und ging weiter. Bald kamen die beiden an einen Wasserfall. Der Lehrer warf sein Bärenfell an die Seite, ging zum Wasserfall, setzte sich hin und schloss die Augen. Ohne viele Fragen zu stellen tat Jay es ihm gleich. Er zog die nasse Kleidung aus und saß sich nur in seiner Unterwäsche unter den Strom aus Wasser und schloss seine Augen. Es bereitete dem Jungen starke schmerzen, wie das Wasser gegen seinen Körper peitschte, aber er versuchte es ohne Widerrede wegzustecken, so wie sein Meister es tat. Nur leider dauerte diese Aufgabe länger als er dachte. Nach 10 Minuten fragte der Junge schon das erste Mal: „Wie lange dauert das noch?“ Doch er wurde von seinem Meister gekonnt ignoriert. So gab er sich mit keiner Antwort zufrieden. Das zweite Mal fragte der Junge nach einer halben Stunde und als eine ganze Stunde verstrichen war konnte er es nicht mehr aushalten und stand auf, tippte seinen Lehrer an und fragte: „Wie lange müssen wir das noch machen?“ Der Rücken des Kindes schmerzte bereits ziemlich stark und er hoffte, dass er heute nicht noch mehr machen musste. Langsam öffnete Kuoh die Augen und sagte seinem Schüler: „Ich denke wir beenden das Training für den Moment, wahrscheinlich hast du Hunger…“ Der Schamane stand auf, hing seinen Pelz an einen Baum und blickte sich nach dem Kind um. „Lass uns unser Essen fangen.“ Die Stimme des Mannes war ruhig und es schien für ihn nichts Besonderes zu sein, seine Mahlzeit selbst zu jagen. Doch für das Kind war es nur natürlich, dass er jeden Tag das Essen bekam und nichts dafür tun musste. Demnach war er nun sehr interessiert seinen Meister beim Jagen beobachten zu können. Kuoh hielt seinen Arm an den Baum und wurde ruhig, danach schloss er seine Augen, so als würde er anfangen etwas zu lauschen. J betrachtete seinen Lehrer mit erwartungsvollem Blick, dann sah er, wie er die Augen öffnete und sagte: „Ich habe etwas gefunden.“ Plötzlich fing Kuoh an schnell zu rennen und überwand Hindernisse ohne größere Probleme. James hingegen war neu im Wald und hatte große Schwierigkeiten mit dem Tempo seines Meisters mitzuhalten. Nachdem er ihn endlich eingeholt hatte stand er vor einem toten Bären. Anscheinend hatte der Schamane ihn einfach und schnell erlegt. Die Kehle des Bärs war mit einem Knochenmesser aufgeschnitten worden und Kuoh stand vor seinem Schüler, noch etwas blutverschmiert und sagte: „Ich denke, dass wird als Mahlzeit genügen, du nicht auch?“ Der kleine Junge staunte: „Meister, habt Ihr den Bären ganz alleine getötet?“ Für Jay war durch seine Begabung etwas Alltägliches. Mehr als die Tatsache, dass der Bär tot war überraschte ihn also die Tatsache, dass ein Lehrmeister ihn im Alleingang besiegen konnte und das in dieser Zeit. Der Jäger lächelte nur und sagte: „In ein paar Jahren wirst du das auch können.“
Danach aßen die beiden zusammen und redeten über das Leben und den Tod. Darüber, dass man kein Essen verschwenden sollte, da es respektlos gegenüber dem Leben wäre, das man für sein eigenes genommen hat. Auch über die Alltäglichkeit vom Tod in der Natur und das James lieber vorsichtig sein sollte, da es ihm unter Umständen wie dem Bären erleiden könnte, wenn er nicht aufpasst. Noch einmal fragte J seinen Meister: „Was hatte eigentlich das, was wir heute gemacht haben mit der Ausbildung eines Schamanen zu tun?“ „Das wirst du mir sagen, J. Am Ende der Woche musst du die Lösung gefunden haben. Wenn du bis zum Ende der Woche noch nicht deine Antwort gefunden hast werde ich dich zur nächsten Insel bringen. Dann ist deine Ausbildung gescheitert.“ Kuoh machte keinen Spaß, das sah man seinem ernsten Gesicht an und auch J war nun ernst. Er würde die nächste Woche gut darüber nachdenken müssen, was seine Aufgaben mit den Aufgaben eines Mediums zu tun hatten. Die nächste Woche wurde er immer mit der selben Methode geweckt. Kuoh nahm sich den Jungen und warf ihn in den Fluss, danach gingen sie zum Wasserfall und meditieren. Sie jagten zusammen und Kuoh ließ den kleinen an seinen Muskeln arbeiten. Er sollte selbst kleinere Tiere jagen und bekam immer wieder Sätze, über welche er nachdenken sollte. Am Ende der Woche wurde er von seinem Meister noch einmal gefragt: „Was für einen Sinn hatte die letzte Woche für dich…“ J zögerte kurz mit der Antwort und sagte dann: „Ich denke ein Schamane muss einen freien Geist haben. Um seinen Geist zu befreien muss ein Schamane einen gesunden Körper haben. Denn nur ein gesunder Körper kann einen gesunden Geist aufrechterhalten.“ J’s Blick war ernst und er war fest von seiner Antwort überzeugt. Kuoh streichelte wieder seinen Kopf. „Gut gemacht. Wir setzen das Training morgen weiter fort.“

Kapitel 6: Ich werde euch nicht enttäuschen Meister!
Das Training ging weiter und für diese Trainingseinheit war es wichtig, dass der Junge mit seiner Umgebung noch nicht vertraut war. Eines Morgens nachdem Kuoh den Jungen in den Fluss warf nahm er ihn mit in den Wald. Es war ein ziemlich aufwendiger Fußmarsch und er dauerte wenige Stunden. J war bereits seit 5 Wochen auf der Insel und trainierte um ein Schamane zu werden. Aus diesem Grund war es für den Lehrmeister ein weiteres mal wichtig den Jungen zu testen. In einer Gegend, welche J in seinen Wochen auf dieser Insel nie sah blieben sie plötzlich stehen und Kuoh sagte: „J, du bist nun schon eine kleine Weile mein Schüler. Es ist wichtig für mich zu sehen, wie viel du bereits von mir gelernt hast. Also ist deine nächste Aufgabe hier eine Woche lang ohne mich zu überleben. Wenn du es schaffst eine Woche ohne meine Hilfe oder meinen Rat selbst zu überstehen, dann hast du meine Erwartungen erfüllt und wir werden dein Training bald auf eine höhere Ebene setzen. Wenn du es nicht schaffen solltest, dann wird diese Woche bereits Bestrafung genug gewesen sein…“ Er lächelte und ließ seinen Schüler mit diesen Worten alleine im Wald zurück. In diesem Moment schien dem Kind der ganze Wald um einiges dunkler als der Rest der Insel, auch wenn sie sich in keinem Aspekt unterscheiden. Er war sich nicht sicher, ob er der Aufgabe gewachsen ist. Doch dann hallten die Worte seines Meisters in seinem Kopf wieder. Richtig. Er durfte nicht negativ denken, er musste Positiv bleiben. In dem Moment, in welchem er selbst der Meinung war er würde es nicht schaffen, würde er wirklich versagen. Versagen kam für ihn in diesem Fall aber nicht in Frage. Zwar stimmte es, dass er bisher nur mit seinem Meister Nahrung gesucht hat und es stimmte auch, dass er sich nicht sicher war, ob er sich alleine gegen die Tiere im Wald verteidigen konnte. Doch es blieb ihm nichts anderes übrig als es zu versuchen. „Seht mir nur zu, Meister! Ich werde Euch zeigen wie gut ich in der Wildnis überleben kann!“ Der Junge war sich sicher, dass er auch alleine zumindest kleine Tiere jagen könnte und sollte ein großes Tier in seinem Weg sein, so konnte er immer noch davor wegrennen. Auch wenn wegrennen nicht die ehrenhafteste Technik war, so war es für ihn wichtig zu überleben. Wer seinen Stolz nicht herunterschlucken konnte, der konnte auch nicht überleben. So einfach war es für ihn. Zunächst war es für ihn wichtig etwas Essbares zu finden, deswegen machte er sich auf die Suche nach Tieren oder Pflanzen, von denen er wusste, dass sie ungiftig waren. Er tat es so, wie er es immer bei seinem Meister gesehen hatte. Er hielt seine Hand an einen Baum, schloss seine roten Augen und lauschte. Er wusste nicht, was er genau lauschte, ob es nun der Wind war oder ob es die Tiere waren. Er war sich sogar nicht sicher, ob er dem Baum lauschte, aber irgendwann hörte er etwas. Es war das rufen eines Tieres. Es hörte sich an wie… ein Fuchs? J war sich sicher, dass es sich um einen Fuchs handelte, aber er war froh etwas zu essen gehört zu haben. Aus diesem Grund rannte er nun dort hin, wo er den Fuchs gehört hatte. Er war nicht weit entfernt und deswegen dauerte es auch nicht lange, bis er ihn gefunden hatte. Der Fuchs war am Beim verletzt und konnte anscheinend nicht mehr gut laufen. Der Junge hatte ein mulmiges Gefühl, aber hier herrschte nun mal das Gesetz des Stärkeren. Aus diesem Grund nahm er sich sein Messer, welches Kuoh ihm nach seiner 2. Woche auf dieser Insel gab und tötete den Fuchs. Es war nicht so, als täte es ihm nicht leid, nur war er für das Opfer des Fuchses viel dankbarer. Aufgrund des Opfers des Fuchses konnte er nun zumindest einen Tag überleben. Nun war es an der Zeit für ihn ein Feuer zu machen und eigenständig zu trainieren. Die Tage waren anstrengend für ihn. Einen Tag wurde er mal von einem großen Bären verfolgt und einmal konnte er einfach nichts fangen. Doch er arbeitete stark daran, sein Überleben zu sichern. Vor dem Bären schaffte er es wegzurennen und auch wenn er einen Tag ohne Nahrung auskommen musste, so war er umso zufriedener als er am nächsten Tag einen großen Fisch fangen konnte um ihn zuzubereiten. Da er die ganze Woche ziemlich beschäftigt war, ging sie für ihn in kürzester Zeit vorbei, so war es bereits der letzte Tag, welchen er alleine aushalten musste. Seine Fähigkeiten hatte er bereits die letzten Tage unter Beweis gestellt, es gab an diesem letzten Tag nur ein Problem. Es regnete. Für ihn war es nun wichtig Schutz vor dem Regen zu finden und so suchte er irgendwo einen Unterschlupf, welcher ihm genügend Schutz vor dem kalten Wasser bieten würde. Nach einer kürzeren Suche fand er eine Höhle, welche eigentlich perfekt war, wenn nicht ein Bär oder ein anderes wildes Tier darin auf ihn wartete. Es war aber noch immer besser als in der Kälte zu erfrieren und es war immer noch leichter vor einem Bären davon zu rennen, als vorm Regen. Was hatte J eigentlich zu verlieren außer ein paar seiner Eingeweide, seines Stolzes und seines guten Aussehens? Nicht viel, weswegen er sich dazu entschloss die Höhle zu betreten. Für den jungen Schamanen fühlte es sich so an, als würde er in die Dunkelheit selbst wandern. Die Höhle war still, er konnte wirklich gar nichts vernehmen und je weiter er sich vom Eingang der Höhle entfernte, umso mehr übernahm die Dunkelheit die Oberhand, bis er wirklich gar nichts mehr erkennen konnte. Er konnte auch nichts riechen, so als würde in dieser Höhle kein Lebewesen leben, weder Mensch noch Tier und noch nicht einmal Pflanzen schienen hier zu blühen. Einzig und Allein sein Tastsinn informierte ihn darüber, ob er in eine Wand lief oder ob der Weg ihn weiter führte. Mehrere Male hatte er das Gefühl im Kreis zu gehen und überlegte wieder zum Eingang zurück zu kehren. Doch irgendetwas an dieser Höhle zog ihn immer weiter hinein. Vielleicht lag es an seiner Fähigkeit mehr zu erkennen als andere Menschen oder vielleicht war es auch die pure Neugier eines Kindes, welche ihn dazu antrieb sich immer tiefer in die Höhle zu begeben, in welcher er noch nicht einmal etwas sehen konnte. Vielleicht war es aber auch einfach sein Schicksal so zu tun. Er ging weiter durch die Dunkelheit der Höhle, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Seine roten Augen überprüften, ob er vielleicht doch irgendwo etwas sehen konnte. Jeder Versuch endete hingegen eher in Kopfschmerzen. So kam es, dass er eine Weile in der Dunkelheit unterwegs war. Vielleicht waren es Stunden , vielleicht aber auch 5 Minuten. Das Gefühl für Zeit hatte James bereits verloren nachdem er einen Fuß in diesen dunklen Tunnel setzte. Alles was er hörte waren seine Gedanken, alles was er sah, war der Weg den sein Kopf ihm vorgab und alles was er roch war er selbst. Man konnte sagen, dass der Gang durch diese Höhle ein noch größerer Test war als die ganze letzte Woche an Training. Nach der Periode an Zeit, welche zwischen 5 Minuten und 5 Stunden lag, sah der Junge hingegen das Licht. War er tatsächlich im Kreis gegangen und war nun wieder am Ausgang? Wohl eher nicht, denn wenige weitere Schritte und J bemerkte, dass er sich auf einen großen Raum zu bewegte. Wenige andere Schritte und er betrachtete ihn in voller Pracht. Hierbei handelte es sich um einen großen Raum mit schön bearbeiteten Wänden. Der Raum war mit unzähligen Zeichen versehen, welche der 5-Jährige in keiner Weise deuten konnte und er war sich nicht sicher, ob sie überhaupt einen Sinn hatten. Vielleicht erzählten die Wände Geschichten oder vielleicht war es auch nur das Werk eines Mannes, welcher den Verstand verlor und diesen Raum aus diesem Grund mit diesen Zeichnungen versah. James wusste nicht wo das Licht seinen Ursprung fand, weswegen er nach oben sah und ein großes Loch in der Decke fand. Wurde das Loch von Menschenhand geschaffen oder war es nur eine Spur, welche die Natur hinterließ? Die bläulichen Mauern und ihre kreidebleichen Zeichnungen zogen den Jungen jedoch in ihren Bann. James wusste nicht, welche Bedeutung sie hatten und er wusste auch nicht, was der Grund dafür war, dass sie auf einer verlassenen Insel waren. Doch irgendetwas in ihnen ließ ihn ein merkwürdiges Gefühl spüren. Der Junge war ruhig, sagte nichts. Seine ganze Angst war verschwunden, während die roten Augen ruhig die Wände musterten und seine kleinen Hände ihnen entlang fuhren. Vorher machte die Insel den Eindruck als wären Menschen niemals auch nur annähernd hier gewesen, mit Ausnahme von ihm und seinem Meister, aber als er in diese Höhle ging war klar, dass hier früher Menschen lebten. Wusste sein Lehrer von diesem Raum? War er vielleicht derjenige, welcher diese Höhle bearbeitet hatte? Nein, es würde wohl zu lange für eine einzige Person dauern den ganzen Raum so herzurichten. In ihm stellte sich in diesem Moment die Frage wer Kuoh eigentlich war und was er auf genau dieser Insel tat. Nach ein paar Sekunden war es ihm aber egal, denn dieser Raum nahm brauchte momentan seine gesamte Aufmerksamkeit. Er hatte eine Bedeutung Eine Bedeutung, welche zu alt war, als dass man sie heutzutage noch erkennen konnte. Doch vielleicht gehörte das auch zur Pflicht eines Schamanen. Die Bedeutung zu erkennen, wo andere sie nicht mehr sahen. Er verbrachte eine ganze Weile damit diesen Raum zu begutachten. Was war es, was ihn so sehr in seinen Bann zog? Egal wie lange er darüber nachdenken würde, so würde er es selbst nicht Wissen. Vielleicht war es ja auch einfach nur Schicksal, dass ihn dazu brachte in diese Höhle zu gehen und ihn dazu brachte seine Reise fortzuführen, obgleich er nicht erkennen konnte wohin er eigentlich ging. Vielleicht war es einfach seine Bestimmung diesen Weg zu gehen. James war schon immer ein Kind welches viel nachdachte und schon früh damit anfing logische Gedankengänge zu erschließen, doch so viel wie in diesen Momenten dachte er wahrscheinlich nie in seinem Leben nach. Er blieb noch eine ganze Weile in dieser Höhle, begutachtete den Raum, bis er merkte, dass es langsam dunkel wurde und es schwer wurde etwas zu erkennen. Dies würde wohl für die nächsten Jahre sein besonderer Platz sein, aber nun war es an der Zeit für ihn zurück zu gehen. Der Regen hörte bereits auf und so machte er sich auf den Weg aus der Höhle. Für James war es eine lehrreiche Woche. Kuoh würde es sicherlich gefallen, wie schnell sein Schüler in so kurzer Zeit herangewachsen ist. Am nächsten Morgen tat James so, als hätte er die Höhle nicht gesehen, er wollte den alten Mann deswegen nicht ansprechen. Was gestern geschehen ist sollte sein kleines Geheimnis bleiben und so wollte er es nicht ansprechen als sein Lehrer ihn abholte.

Kapitel 7: Die höhere Ebene
Nun da James seine Prüfung bestand war es an der Zeit, dass der Schamane, wie versprochen, das Training seines Schülers erweiterte. Und dieses Training verdiente tatsächlich den Namen die höhere Ebene. Nachdem die beiden zu Hause ankamen lobte Kuoh James noch einmal für seine Leistungen in dieser Woche. Der alte Mann hatte bereits etwas zu Essen vorbereitet und sagte dann: „Nun, mein Junge. Du hast diese Woche gut überstanden, deswegen hast du dir wohl einen freien Tag verdient.“ Kuoh lächelte. „Morgen darfst du tun, was du willst. Du darfst ausschlafen und wir haben Morgen kein Training.“ Diese Worte waren Musik in den Ohren des Kindes. Kein Training? Ausschlafen? Tun was er wollte? Er konnte sich nichts Besseres vorstellen. Man sah ein breites Lächeln auf dem Gesicht des Kindes, wonach er den alten Mann so fest er konnte umarmte. J hatte sich schon seit mehreren Wochen eine Pause verdient und die Ausbildung des Schamanen verlangte mehr ab, als er es sich anfangs vorstellte. Danach aßen die beiden zusammen, gingen zu Bett. James konnte endlich wieder ausschlafen und musste nicht befürchten am nächsten Morgen mit nasser Kleidung aufzuwachen. So schlief das Kind auch bis in den späten Nachmittag hinein. Danach jagte er sich sein eigenes Frühstück und spielte im Wald. Für ihn war es wirklich wunderschön mal seinen eigenen Tag zu planen. Doch auch dieser Tag endete und schon bald wurde das Training auf die „höhere Ebene“ verlegt. Am nächsten Morgen wachte James extra früh auf, damit er nicht so unsanft wie sonst geweckt wurde. So rieb sich der Junge verschlafen die roten Augen und machte sich langsam fertig. Er zog sich seine Kleidung an und ging dann aus seinem Zimmer, wo er seinen Lehrmeister sah, wie dieser etwas schnitzte. Einen kleinen Glücksbringer aus Holz, jedenfalls sah es für das Kind so aus, in der Form eines Sternes. Mit ernstem Gesicht begrüßte der alte Mann seinen Schüler: „Guten Morgen, heute bist du aber früh wach. Dann können wir ja schon gleich mit dem Training beginnen.“ Der alte Mann schnitzte die Figur kurz zu Ende und warf sie James zu. „Das ist ein Talisman. Er wird dir Glück und Stärke geben, die du wohl die nächste Zeit brauchen kannst.“ Das Gesicht des alten Mannes wurde von einer ernsten Miene zu einem breiten Grinsen. Nervös fing James den Talisman auf und band ihn sich um seinen Hals. „Meister, du sagtest, dass wir das Training auf eine höhere Ebene verlagern. Was meintest du damit?“ Voller Elan erhob sich der alte Mann drehte sich zum Jungen und zeigte auf den größten Berg der Insel. „Das ist die höhere Ebene. Unser nächstes Training wird es sein diesen Berg zu besteigen! Ich hoffe doch, du bist dir darüber im Klaren, dass dein Training von letzter Woche im Vergleich zu diesem hier Kinderspiel war.“ Kuoh lachte. Er hatte nicht gelogen, als er dem jungen versprach das Training auf eine höhere Ebene zu verlagern, aber er hatte sich nicht vorgestellt, dass es ein so simples Wortspiel war. Dann sprach der Meister weiter: „Wir werden nichts mitnehmen, außer unserer Kleidung und deinem Talisman. Ich hoffe du bist bereit, mein Kleiner!“ James konnte im Bezug auf seinen Lehrer wirklich nichts mehr überraschen. Er hatte vor einen Berg ohne Ausrüstung zu erklimmen? Wie verrückt sich diese Idee auch anhörte, so konnte sich der Junge gut vorstellen, wie der alte Kauz mit seinen puren Händen diesen Berg hochkletterte. Was ihm mehr Angst machte, war dass er es auch tun musste. Das würde mit Sicherheit ein Wanderprojekt mehrerer Wochen werden. Und keine Ausrüstung bedeutete auch kein Proviant. Das bedeutete, dass sie sich auch noch Ihr Essen selbst fangen mussten. Ebenfalls mussten sie hoffen, dass das Wetter mitspielte. James fing langsam wirklich an ein mulmiges Gefühl zu bekommen. Was erwartete der alte Mann da von ihm? Die beiden begannen zu wandern und fingen sich Ihr Essen. Sie waren an einem Tag noch nicht einmal in die Nähe des Berges gekommen. Wie lange sollte das wohl dauern? Es dauerte eine Woche, bis sie den Berg erreichten und ab da wurde es nur noch schwerer. Nun ging es nämlich Bergauf und das war für den Jungen nicht wirklich machbar. Doch immer wenn er dachte, dass es für ihn unerträglich wurde kamen ihm die Worte seines Meisters in den Kopf und er blickte auf den Talisman. Er würde ihm Kraft und Glück geben, sagte er. In diesen Momenten glaubte der Junge an die Kraft des Talismans und es half ihm dabei über seine Grenzen hinaus zu gehen. Immer wenn James vor Erschöpfung zusammen brach machten die beiden eine Pause, in der Kuoh den beiden etwas zu Essen machte. Kurz darauf ging das Wandern wieder los. An manchen Tagen unterbrachen die beiden ihre Wanderschaft um ein wenig zu trainieren, denn wie der Schamane dem Jungen sagte, war es wirkungsvoller auf diesem Berg zu trainieren. Kuoh erklärte ihm, dass die Geister der Natur auf diesem Berg heimisch wären und die Pilgerer, welche es sich zur Aufgabe machten diesen zu erklimmen unterstützten. Aus diesem Grund würde jemand, der auf diesem Berg trainierte die doppelte Wirkung seines Trainings zu spüren bekommen. Von Zeit zu Zeit meditierten die beiden Wanderer auch um die Kraft des Berges zu verinnerlichen. Doch es änderte nichts an der Tatsache, dass sie der Spitze des Berges immer näher kamen. Als sie es endlich auf den Berg schafften kippte James ein weiteres Mal vor Erschöpfung um. Danach ging das Training erst richtig los. Kuoh hatte  bereits ein Haus auf dem Berg und erklärte dem Jungen, dass er jedes Jahr zu dieser Zeit auf dem Berg trainierte um Körper und Geist zu härten und dass James nun wohl oder übel bei dieser Tradition mitmachen musste. James’ Training würde wohl noch eine ganze Weile so weiter gehen.
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Jay Richards

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Di Dez 24, 2013 12:20 am

Kapitel 8: Training, Training und noch mehr Training
Es war nun bereits ein Monat vergangen, seitdem die beiden auf diesen Berg gingen, wobei die Anreise bereits einen Monat dauerte. Für James war die Zeit, welche die beiden auf dem Berg verbrachten sogar noch schwerer zu ertragen, als der Monat den sie brauchten um auf die höhere Ebene zu gelangen. Die meiste Zeit verbrachte Kuoh damit dem Jungen etwas über Disziplin beizubringen und dass es für ihn wichtig war daran zu arbeiten eins mit den Geistern des Berges zu werden. Den Rest der Zeit verbrachte er damit daran zu arbeiten, dass der Körper des Jungen trainierte und dabei seinen eigenen nicht vernachlässigte. Es war mitten in der Nacht, als James aufstand und sich von der Spitze des Berges aus die Sterne ansah. Es war noch nicht einmal ein halbes Jahr her, dass er hier ankam, aber es kam ihm so vor als hätte er seine Familie beinahe schon vergessen. Seine roten Augen musterten die Sterne, konnte er darin vielleicht den Sinn in seinem Leben entziffern? Von seiner Familie wurde er verstoßen, da ihr seine Augen nicht gefielen, sie schickten ihn dorthin, wo er unter Umständen sogar sterben konnte, bei dem Versuch etwas aus sich zu machen. Es gefiel ihm auf dieser Insel, aber es war wirklich nicht leicht auf ihr zu überleben.  Wenn seine Ausbildung abgeschlossen hat, was sollte er dann tun? Für den Rest seines Lebens auf dieser Insel verbringen und mit den Geistern reden? Weswegen machte er diese Ausbildung eigentlich? Er suchte es sich nicht selbst aus, es war sein Vater, welcher ihn loswerden wollte. Machte es dann auch Sinn sich anzustrengen um ein Leben als ein Schamane zu führen? Und was machte es für einen Sinn ein Schamane zu sein, wenn er den Menschen mit seiner Fähigkeit nicht weiterhelfen konnte? War es überhaupt möglich für einen Schamanen einen Nutzen für die Allgemeinheit zu tragen? Der Junge schloss seine Augen, er konnte in den Sternen keine Antwort auf seine Fragen finden. Würde er vielleicht eines Tages dazu in der Lage sein in den Sternen die Antworten auf alle Fragen zu erkennen? Würde der Wind ihm die Antworten einfach zuflüstern oder würde er die Aufgabe haben selbst zu erkennen, welchen Weg er gehen musste? James stellte in diesem Moment alles in Frage. Er war wütend. Wütend auf seinen Vater, der ihn einfach so verstoßen hat. Wütend auf seine Familie, die ihn nicht aufnehmen konnte, die ihn nicht beschützte oder vielleicht sogar seinem Vater dabei half ihn loszuwerden. Er war wütend auf die Leute, die ihn hier her brachten. Es machte ihm Spaß auf ihrem Schiff zu sein, wieso brachten sie ihn her? In diesem Moment war er sogar wütend auf Kuoh. Wieso er auf seinen Lehrer wütend war wusste er nicht, immerhin war er der erste in seinem Leben, der ihn aufnahm und sich Mühe gab seine Fragen zu beantworten. Wieso war er also wütend auf den alten Mann? Wahrscheinlich brauchte er nur jemanden gegen den sich seine Wut richten konnte. Der Junge hatte Heimweh, doch er wusste, selbst wenn er Zuhause wäre, dann würde sich in seinem Leben nichts zum besseren Wenden. Er hatte keinen Ort an den er gehen konnte. Er hatte nur einen Ort an dem er bleiben konnte. Sein Vater hatte wohl damit gewonnen ihn loszuwerden und wenn James darüber nachdachte wollte er auch gar nicht mehr zu seinem Vater. Dem Jungen wurde kalt, wenn er seine Augen wieder öffnete, so würde er wohl seinen eigenen Atem sehen. Dabei war es eine warme Nacht. War er müde und bildete er sich die Kälte nur ein? Es war eine Kälte, welche sich schlecht anfühlte. Eine Kälte, die tief in seiner Brust saß. Plötzlich sah der 5 Jahre alte Junge eine Vision. War es ein Traum? Er sah einen großen Mann, mit langem schwarzen Haar, welches zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden war. Er umarmte jemanden, einen Mann. Das Bild wurde langsam klarer. Nun erkannte der Junge, dass der schwarzhaarige Mann niemanden umarmte, sondern seine Hand sich in der Brust des anderen befand. Das warme Blut dieser Person ummantelte den Arm des Mörders, welcher seine Augen geschlossen den Moment auf sich wirken ließ. Der große Mann öffnete sie langsam und sah ihn kalt an. James konnte nicht mehr erkennen. Er sah das Gesicht des toten Mannes nicht und er konnte auch nicht erkennen, wer der Mann war der ihn tötete. Tötete er in dieser Vision seinen Vater? Der junge schreckte auf, als er aus diesem Traum erwachte. War das wirklich eine Antwort der Sterne auf seine Frage? Und wenn, auf welche seiner Fragen? Für das Kind war es schwer zu begreifen, was es in diesem Moment sah. Würde er seinen Vater töten oder wäre das passiert, wenn er auf Shiba bei seiner Familie geblieben wäre? Ruhig saß der Junge da und blickte wieder zu den Sternen. Er verzog keine Miene. Doch er spürte etwas Warmes in seinem Gesicht. Eine Träne lief sein Gesicht entlang. Dicht gefolgt von einer weiteren. Das Kind fing an zu schluchzen. James wusste nicht wieso er weinte, aber er konnte nichts dagegen tun. Dieses Jahr verlangte viel Kraft von ihm ab. Viel mehr, als es für ein Kind in seinem Alter gesund war. Das 5 Jahre alte Kind hatte das Gefühl, dass er etwas Schlechtes war und das es keinen Platz für ihn auf dieser Welt gab. Nachdem er sich ausgeweint hatte ging er wieder in das kleine Häuschen. Seine Augen waren durch die Tränen noch immer etwas rot, aber er entschied sich dazu die Ausbildung zu einem Schamanen mit all seiner Kraft zu beenden und der Welt zu zeigen, dass selbst ein Kind wie er es war, etwas aus seinem Leben machen konnte. Er legte sich hin und fing wieder an zu weinen. Der kleine Junge hatte vor sich in den Schlaf zu weinen, als sich plötzlich sein Meister neben ihn setzte. „Willst du darüber reden, Kleiner?“ Der alte Mann war ernst und wollte wissen, wieso sein Schüler so lautstark weinte. James setzte sich wieder hin und die beiden fingen an zu reden. Er erzählte ihm alles. Von seiner Wut hin, bis zu seiner Vision und von der Angst, welche er danach empfand. War er der schlechte? Würde er seinen eigenen Vater ermorden? Kuoh lächelte und legte seine Hand auf den Kopf des Kleinen. „Mach dir keine Gedanken. Ich habe schon viel Zeit mit dir verbracht und ich weiß, dass du ein wundervoller Junge bist. Dein Vater war einfach nicht dazu in der Lage es zu erkennen. Eine Vision kann für einen Schamanen vieles bedeuten. Was du gesehen hast war wahrscheinlich die Angst deines Vaters…“ Kuoh lächelte und um ihm keine Sorgen zu bereiten fing James auch an zu lächeln. Die beiden unterhielten sich noch eine ganze Zeit und fingen an zu lachen, als sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Es war für James schwer nach so einer Nacht noch schlafen zu können, doch damit er es schaffte fing der alte Mann ihm an eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen. Danach schlief James wieder friedlich ein. Kuoh merkte, dass das Kind einen großen Zorn in seinem Bauch hatte und hoffte still, dass dieser Zorn nicht anfangen würde sein zukünftiges Leben zu beeinflussen. Nun wurde er sich auch darüber im Klaren, dass er für den Jungen wohl so etwas wie ein Vaterersatz war. Immerhin hatte er zu seinem Vater keinen Kontakt, was wohl auch besser so war. Der Einsiedler hatte früher auch Kinder, aber nachdem seine Frau starb und seine Kinder älter wurden verbrachte er sein Leben allein und zog auf diese Insel. Er hatte lange keinen Kontakt mehr zu Menschen, aber er musste sein bestes geben um den Jungen gut zu erziehen. So fingen die beiden am nächsten Morgen das Training wieder an und gaben beide ihr bestes. Natürlich wurde das Training nicht milder, aber James hatte wieder neu gefassten Mut und würde sich die nächsten Jahre Mühe geben um seinem Lehrer zu zeigen, dass er ein guter Schamane werden würde.

Kapitel 9: Erwachsen werden…
Es sind 8 Jahre vergangen seitdem James auf die Insel kam um ein Schamane zu werden. Aus dem Jungen, welcher von seinem Vater auf diese Insel verbannt wurde ist heute wenig übrig. Aus dem ruhigen Kind wurde ein aufgeweckter junger Mann, welcher Spaß am lernen zeigt und bereits gut gelernt hat sich in der Natur zu recht zu finden, von seinem Meister, Kuoh, lernte er bereits ein paar Dinge über die Tierwelt der Insel und das man dankbar sein sollte. Das betrifft die Dankbarkeit für einfach alles, was man sich von den Tieren nimmt. Ob es nun das Fleisch, die Haut, Milch oder andere Dinge sind, alles was man von einem anderen Lebewesen nimmt ist ein Geschenk. Ebenso hat er in diesem Zusammenhang gelernt, dass man die Geschenke anderer zu schätzen lernen sollte. Ebenfalls ist natürlich auch der Körper des Jungen gewachsen und hat sich dem Training, welches er von seinem Lehrer auferlegt bekam angepasst. Dies zeichnete sich in einer großen Kondition aus, welche ihm zu Teil wurde. Natürlich ist James noch lange kein so großer Mann wie Kuoh, aber er sah tatsächlich die Früchte seiner Arbeit. James Training hat sich nun auch vom körperlichen Training mehr auf das geistige Training verlagert, so hat er bereits die Grundqualitäten erhalten um ein Leben als ein Schamane zu führen. Vor einem Jahr sagte ihm der alte Mann, dass sein weiterer Fortschritt als Schamane und als Mensch von ihm abhinge und dass er daran arbeiten soll seinen eigenen Weg zu finden. Aus diesem Grund nahm das Training des Meisters im Gesamten um einiges ab um ihm mehr Zeit für sein eigenes Training zu geben. Der 13-Jährige war entschlossen zu zeigen, was er drauf hatte. So würde er sein Training trotz der Freizeit, welche er nun genoss auch nicht vernachlässigen. Was Kuoh betrifft, so ist dieser in den letzten 8 Jahren sichtlich älter geworden.  Doch was James ebenfalls sah, war wie gut er sich in seinem Alter noch halten konnte. Obwohl Kuoh bereits ein alter Mann war, so hat ihn das Leben als ein Schamane auf lange Zeit fit sein lassen. Immer wenn ihn der Junge darauf ansprach antwortete ihm sein Lehrmeister: „Für jemanden der mit den Augen der Sterne sieht und dessen Ohren der Wind sind ist es leicht seine Hülle über die Jahre aufrecht zu erhalten.“ Danach hat er ihm immer ein stolzes Lächeln gegeben. James wusste zwar nie wie alt Kuoh eigentlich ist, aber er wusste dass ein Leben als ein Schamane die Lebenszeit wohl stark erhöhen musste. Das heißt, wenn man nicht von Schlangen gebissen, von Insekten gestochen oder von einem Fuchsrudel zerrissen wurde. Die beiden hatten auch schon lange Zeit miteinander verbracht und das Band zwischen ihnen wurde mit jedem Jahr stärker. Zwar hatten die beiden auch immer wieder ihre Tiefpunkte, wie als James vorhatte sich davon zu schleichen um sich ein paar freie Tage zu ermogeln. Doch im Nachhinein haben sie immer zusammen gehalten, wie eine Familie. In den letzten Tagen untersuchte James den Wald öfter und suchte nach Wegen sich die Zeit zu vertreiben.

Kapitel 10: Das Training geht weiter
Es war ein sonniger Tag und James war wieder mitten im Training. Dieses Mal forderte er eine Schlange zum Kampf heraus und es war ihm ziemlich egal, dass er mit bloßen Fäusten kämpfte. Er musste sich nur Sorgen um ihr Gebiss machen. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Schlangen auf der Insel der Geister um einiges größer waren, als die Schlagen die man auf anderen Inseln kennt. Die Schlange hatte ein Gebiss, welches groß genug war um einem Schaf den Nacken raus zu beißen und dabei war sie nur ein Jungtier. Wohl auch einer der Gründe weswegen sie sich auf die Provokationen des Jungen einließ, denn es lag eigentlich nicht die Natur der Schlangen zu kämpfen ohne vorher angegriffen worden zu sein. Es lag auch nicht in ihrer Natur Menschen zu jagen, denn diese existierten in der Nahrungskette dieser Tiere nicht. Das einzige um was es hier ging waren im Prinzip zwei Jugendliche, welche beweisen wollten was für starke Männer sie bereits waren. Der Kampf fing an und die beiden stürmten aufeinander zu. In diesem Kampf versuchte die Schlange den ersten Angriff in dem sie mit dem Versuch ihn zu beißen auf ihn zu hechtete. Doch für den jungen Schamanen war dieser Angriff ziemlich vorhersehbar, immerhin kannte er das Jagdverhalten der Tiere bereits gut genug. So sprang er über das Gebiss des Reptils und setzte einen Schlag gegen ihren Kopf mit seinem Ellbogen an. Eigentlich war er sich sicher, dass das gegen diese Bestie reichen sollte, aber dort täuschte ihn sein jugendlicher Übermut, denn auch die Schlange hatte nicht vor diesen Kampf zu verlieren. Sie hob ihren Kopf wieder, auch wenn der Schlag sie für einen Moment aus dem Konzept brachte fing sie sich schnell wieder. Den nächsten Schlag überließ der junge Mann ebenfalls dem Tier, denn er war sich sicher, dass er hier derjenige war, der die Oberhand hatte. Den folgenden Angriffen wich er ebenfalls geschickt aus und konterte wo er nur konnte, doch war die Situation der beiden immer noch ziemlich ausgeglichen. Immerhin saß in den Zähnen der Schlange ein Gift, welches den Kampf wohl mit einem Angriff entscheiden konnte. Wenn James also unvorsichtig werden sollte, so würde er den Kampf auf jeden Fall verlieren. Die Schlange versuchte eine alte Taktik, sie sprang mit dem Kopf voran auf ihn zu und tat so als würde sie ihn beißen wollen. Doch als er sich zum ausweichen bereit machte verfehlte ihn der Kopf der Schlange. Stattdessen wurde er von ihrem Schweif erwischt und wurde in den Bäume befördert. Der Schlag dieses Ungetüms war wirklich hart, wenn man beachtete, dass man es mit einem jungen Exemplar zu tun hatte. Nun stand die Schlange, wie bereits Jay vor ihr da und lud ihm zum Angriff ein. Eine Provokation. Der junge Mann wusste, dass er darauf wohl nicht eingehen sollte. Tief im Inneren wusste er das. Wieso also stürmte er in diesem Moment auf sie zu und attackierte sie frontal? Er wusste es nicht, aber was er wusste war, dass er wenige Augenblicke danach die Zähne dieser Schlange in seiner Schulter hatte. Diesen Kampf hat er verloren, die Schlange ließ ihn liegen und kroch weg. So stand er auf und machte sich mit letzter Kraft auf den Weg zurück nach Hause, obgleich jeder Schritt einem Messerstich glich. Von Selbstüberschätzung geleitet schwebte der Junge nun in Lebensgefahr und musste hoffen, dass sein Lehrer wusste wie man ihn retten konnte. Bei dem Gedanken alleine musste James schon ebenfalls daran denken im Boden zu versinken, aber damit musste er leben, denn es ging hier um viel mehr als nur seinen Stolz. Immerhin ging es hier um sein Leben, welches er noch irgendwie nutzen wollte. Zuhause angekommen kippte er auch schon wieder um und fiel in Ohnmacht. Das Gift wäre stark genug um ihn in den nächsten Wochen zu töten, selbst wenn es auf medizinischem Wege hinausgezögert wurde. Man musste einen Weg finden das Gift zu neutralisieren und so war Kuoh nun die einzige Hoffnung des jungen Schamanen. Als James zum Haus kam sah er den Jungen und wollte ihn gerade begrüßen, bis er die Bisswunde an seiner Schulter bemerkte. Schnell sprintete der ältere zu seinem Schüler und hob ihn hoch. Er erkannte die Verletzung, immerhin war er schon seit sehr vielen Jahren auf der Insel. Kuoh brachte ihn in sein Zimmer und machte sich danach auf den Weg die Zutaten zu finden. Wäre der alte Mann nicht ein Experte für die Tier und Pflanzenwelt dieser Insel, so gäbe es wohl keine Chance für ihn zu überleben. Wenige Stunden später hatte James wieder sein Bewusstsein erlangt und spürte förmlich wie er von dem Gift aufgefressen wurde. Neben ihm saß sein Meister und hielt ihm ein paar Pflanzen entgegen. „Kau darauf rum, bis ich wieder da bin. Sie sind zwar kein Gegengift, werden aber deine Schmerzen lindern. Ich werde etwas Zeit brauchen, bis ich die Zutaten gemischt habe. In der Zwischenzeit kannst du ja über dein Verhalten nachdenken…“ Der Gesichtsausdruck des alten Mannes war so ernst wie nie zuvor. Nun ja, es stand auch noch nie so schlimm um Jay, also war das Verhalten wohl gerechtfertigt, aber James wusste, dass er so etwas nicht noch mal tun durfte. Oder viel eher musste er es so oft tun, bis es ihm nichts mehr ausmachte? Aus dem schüchternen kleinen Jungen wurde nach diesen 8 Jahren ein ziemlicher Dickkopf, aber er fing langsam an zu verstehen, dass Gift und Medizin in zu hohen Dosen ihre Wirkung verloren. Hieß das, dass er sich nun immer wieder von dieser Schlange beißen lassen sollte, bis sein Körper eine Immunität gegen das Gift entwickelte? Er dachte noch eine kurze Zeit nach, bis sein Meister wieder mit dem Heilmittel gegen die Vergiftung das Zimmer betrat. „Trink!“ Kuoh sagte das eher wie ein grummeln, als wie ein Wort. James wollte sich in dieser Verfassung auf jeden Fall nicht mit ihm anlegen, weswegen er alle Schmerzen ignorierte und das Gegenmittel seine Kehle hinunter kippte. Es war bitter. Sehr bitter. Um genau zu sein war es sogar so bitter, dass er erst mal hustete und damit kämpfen musste es nicht direkt wieder hoch zu würgen. Wahrscheinlich sogar so bitter, dass er lieber an der Vergiftung gestorben wäre, wenn Kuoh nur noch mehr von diesem Schmerzmittel gehabt hätte. Jay hustete 5 Minuten bis der Geschmack des Gegenmittels endlich seinen Mund verließ und er sagen konnte: „Was hast du mir da gegeben, alter Mann?“ Kuoh grinste: „Du kannst froh sein, dass wir auf dieser Insel alles haben um den Biss zu behandeln. Normalerweise wärst du wie eine Eintagsfliege gestorben und ich hätte dich begraben können. Vor allem da das Gift direkt in deinen Körper gespritzt wurde!“ Er lachte. Der Anblick des leidenden Jungen hatte wohl das Gemüt dieses alten Mannes wieder ein bisschen gelockert. Daraufhin sagte er: „Ich fang wieder damit an dich auszubilden!“ „Hä? Was meinst du mit ausbilden? Ich bin doch mit Sicherheit die nächste Woche ans Bett gefesselt!“ James protestierte, er hatte eben den Schreck seines Lebens erhalten und erst vor kurzem meinte Kuoh, dass er sich von nun an das meiste selbst beibringen musste. Der alte Mann stand auf und verließ den Raum, wobei er sagte: „Nimm dir die Woche, wenn du sie brauchst. Danach bring ich dir etwas über Pflanzen bei…“ Der ältere Mann freute sich bereits darauf und summte leise während er das Haus verließ.

Kapitel 11: Pflanzenkunde
James und Kuoh saßen in ihrer gemeinsamen Hütte. Die beiden unterhielten sich gerade über das Thema Pflanzen im groben und ganzen. Na ja, es war wohl eher eine Lektion des alten Mannes. „Pflanzen sind eine große Kraft, Jay. Sie haben die Macht zu töten und haben die Macht zu retten. Es ist deine Aufgabe als ein Schamane die Pflanzen in deiner Umgebung zu kennen und zu wissen, mit welcher Art von Pflanze du welchen Effekt erzielen kannst. Du musst wissen, mit welcher Art von Pflanze du dich vorm verhungern retten kannst und du musst wissen mit welcher Art du dich von Krankheiten heilen kannst. Du musst wissen mit welcher Art von Pflanze du welches Gift in deinem Körper bekämpfst und du musst wissen von welcher Art von Pflanze du dich besser fern hältst, weil dich das Gift in ihnen umbringen kann. Mein Junge, es ist deine Pflicht deine Umwelt zu kennen und den Menschen in deiner Umgebung mit deinem Wissen zur Seite zu stehen. Es ist deine Pflicht die Pflanzen um dich zu untersuchen, dich über sie zu informieren oder auf das Wissen anderer zurückzugreifen. Ebenfalls musst du lernen die Effekte von Giften zu deuten, so dass du die besten Schritte gegen diese einleiten kannst. Es ist schwer alle Pflanzen und Gifte zu kennen, aber du musst versuchen sie zu kennen und musst dein bestes geben, um die Pflanzenwelt so gut es geht zu nutzen. Vielleicht retten dir diese Kenntnisse eines Tages sogar dein Leben, wenn ich nicht mehr da bin um auf dich aufzupassen…“ Jay stützte gelangweilt seinen Kopf auf seinem Arm und versuchte interessiert zu wirken, nachdem er antwortete: „Wie soll ich bitte alle Pflanzen kennen die mir begegnen? Wer sagt, dass ich den ganzen Tag auf dieser Insel verbringe? Jede Insel hat unterschiedliche Pflanzen, also was erwartest du von mir, alter Mann?“ Kuoh wurde wütend: „Du hast wirklich nerven, Kleiner! Was ist aus meinem fleißigen Schüler geworden, der sich Mühe gab ein guter Schamane zu werden? Natürlich ist es unmöglich alle Pflanzen zu kennen, doch es ist möglich dich mit ihnen auseinander zu setzen. Nur weil ich dich als einen Schamanen ausbilde heißt noch lange nicht, dass du es im Leben vermeiden kannst ein gutes Buch in die Hand zu nehmen oder Dinge selbst zu erforschen. Du könntest deine Beobachtungen ja auch selber niederschreiben, wenn es dir zu viel ist alles zu merken!“ Sie unterhielten sich noch eine Weile weiter darum ob es für Jay Sinn ergab das alles zu lernen, doch wie erwartet gab der Junge nach und die beiden setzten sich mit den Pflanzen der Insel auseinander. Jay musste grundsätzliche Dinge im verarbeiten von Pflanzen lernen um seine eigenen Medikamente oder Gifte herzustellen, wie beispielsweise wie man eine giftige oder heilende Pflanze mit dem Mörser bearbeitet oder wie man die Wirkung einer Pflanze erkennen kann oder sie zumindest erschließt. Ebenfalls haben sie darüber geredet, dass es wichtig ist sich auf die Bücher über die Pflanzen und Medikamente zu verlassen und viele weitere Dinge, welche benötigt waren um heilende Pflanzen zu erkennen. Die Trainingseinheit wurde so weit fortgesetzt, dass Jay sich sogar selbst vergiften musste um sein selbst gemachtes Gegengift auszuprobieren. Nach den ersten 10 Versuchen fing sein Heilmittel an besser zu werden und den Effekt des angewendeten Giftes zu mildern und mit der Zeit konnte er ein Gegengift herstellen, welches eins zu eins zu dem angewendeten Gift passte. Die beiden kauten dann durch, wie man herausfinden konnte welche Pflanzen gegen welche Gifte gut funktionierten, ihre Wirkung milderten oder sogar neutralisierten und wie ein gutes Gegengift die Heilung im Vergleich zu einem schlechteren beschleunigen kann. Die beiden beschäftigten sich ebenfalls lang und breit mit den Pflanzen, welche auf der Insel der Geister heimisch waren und arbeiteten lange daran diese Pflanzen in den Kopf des Jungen zu kriegen. Später musste er sogar lernen Pflanzen selbst anzubauen indem er sich die Samen der Pflanzen oder die ganzen Setzlinge aus dem Wald nach Hause nahm und dort züchten musste. Natürlich gingen die ersten Pflanzen, bei denen er es versuchen musste ein, aber mit der Zeit lernte er wie er die Pflanzen behandeln musste. Er lernte, dass jede Pflanze einen eigenen Vorrat an Nährstoffen und Wasser brauchte und dass selbst bei der Pflanzenaufzucht Recherchen wichtig waren. Er würde noch Jahre lang weiter lernen wie er sich mit Pflanzen auseinander zu setzen hatte und zwar in dem er sich selbst zu dem Thema Dinge beibrachte. Ebenfalls musste Jay zugeben, dass er sich wohl fühlte, als er die Pflanzen groß zog, sich von ihnen nahm was er brauchte und damit etwas machte, was er in dem Moment brauchte.

Kapitel 12: Gift
Nun hatte sich Jay schon wieder vollständig von seiner vorherigen Vergiftung erholt, aber das reichte ihm nicht, selbst wenn er nun dazu in der Lage war Gifte und Gegengifte herzustellen. Es behinderte ihn gleichermaßen wenn er vergiftet würde, daran änderten die Gegengifte auch nicht wirklich etwas. Aus diesem Grund entschloss sich James dazu, dass dies die nächste Grundlage seines Trainings werden sollte. Er wollte seine Verträglichkeit gegenüber Giften erhöhen und zwar so lange bis sie ihn nicht mehr störten. Aus diesem Grund kämpfte James wieder gegen die Selbe Schlange und ließ sich im Kampf beißen. Natürlich bedeutete das für ihn eine Niederlage nach der Anderen, aber das war ihm egal. Immerhin verfolgte er damit ein Ziel und es war eine der größten Charaktereigenschaften des Jungen, das er so dickköpfig war und nicht so einfach aufgab. Nach 10 Kämpfen änderte er seine Strategie und nahm geringfügige Mengen des Schlangengiftes zu sich. Dosierungen, welche noch nicht tödlich enden konnten. In dieser Zeit wurde James immer öfter krank, da sein Körper gegen das Gift kämpfte. Kuoh kümmerte sich in diesem Zeitraum gut um den Jungen und versorgte ihn mit Nahrung, während er an das Bett gebunden war. Doch James würde nicht so einfach aufgeben. Schon bald brauchte er eine höhere Dosierung um krank zu werden, da sein Körper sich bereits an das Gift gewöhnte. So ging es immer weiter, bis er nach einigen Wochen endlich eine vollständige Resistenz gegen dieses Gift entwickelte. Es konnte ihn zumindest nicht mehr töten. Schon gar nicht mit der kleinen Dosierung eines Schlangenbisses. So forderte der junge Schamane seinen Rivalen zum Kampf heraus und stellte sich ihn gegenüber. Er provozierte wieder die Schlange, welche ihn schon gar nicht mehr beachten wollte. Wieso auch? Sie hatte ihn bereits mehrere Male besiegt. Doch sollte sie den Jungen Schamanen nicht unterschätzen, denn Jay machte so den ersten Angriff und trat ihr im Sprung gegen den Kopf. „Kämpf mit mir, du Mistvieh! Oder willst du vielleicht von einem Menschen besiegt werden ohne dich zu wehren? Bist du ein Pazifist geworden oder so?!“ Die Schlange reagierte weniger auf seine Worte als auf den unangenehmen Tritt gegen den Kopf. Nun stand sie da und wartete auf eine Chance ihn anzugreifen. Es gab eine Spannung und für ein paar Sekunden schien es so als hätte niemand vor den ersten Schritt zu tun. Aber das sollte nicht lange so bleiben. Jay wusste, dass er den Kampf provozierte und nun auch eine gewisse Verpflichtung hatte den Kampf auch zu führen. Der Junge sprintete so auf die Schlange zu und versetzte ihr einen Schlag in Richtung Kopf. Sie hingegen bewegte ihren Kopf aus der Schussbahn, so dass der Angriff in leere ging. Jay stand offen… Aus diesem Grund versuchte die Schlange ihm in den Rücken zu beißen und den Kampf schnell zu beenden, doch der Schamane sprang hoch und landete so direkt auf dem Kopf des Ungetüms. Er lachte, während er sich vorstellte, dass die beiden nun über die ganze Welt reiten konnten. Aber die Schlange wollte ihn dort nicht lange sitzen lassen und versuchte ihn abzuschütteln. Mit einem kräftigen Tritt sprang Jay aus diesem Grund von der großen Bestie und kam so wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Diese Provokation ließ die Schlange wütend werden, weswegen sie so schnell wie möglich auf den jungen Mann zuschnellte. Sie biss ihm in die Schulter und war sich siegessicher… Doch hatte sie sich offensichtlich zu früh gefreut, denn kurz darauf erhielt sie einen Kinnhaken von Schamanen und ging zu Boden. Der Feldtest seiner Resistenz gegenüber Schlangengift ist nun gelungen, es war nun aber an der Zeit seine Verträglichkeit gegenüber anderen Giften zu erhöhen. James wollte nicht einfach dort aufhören. So nahm er das Gift anderer Tiere zu sich. Irgendwann fing er auch an giftige Pflanzen zu essen und giftige Beeren folgten danach. Über die Jahre hatte sein Körper eine große Verträglichkeit gegenüber Giften im gesamten Entwickelt, auch wenn er nicht gegen jedes Gift eine sofortige Immunität bekam. Aber dieses Training war in seiner Ausbildungszeit für ihn Essenziell. Wer wüsste wo er heute liegen würde, wenn er dieses Training nicht durchgemacht hätte.

Kapitel 13: Kraft des Geistes
Es vergingen 2 Jahre. Nun war Jay bereits 16 Jahre alt und das Leben hier war für ihn mittlerweile ganzer Alltag. Er wachte auf, trainierte ein wenig unter dem Wasserfall und tat ansonsten alles was er wollte. Das letzte Mal, dass Kuoh ihm etwas beigebracht hatte war nun lange her. Die beiden trainierten Morgens zusammen und trennten sich um ihrem eigenen Plan zu folgen. Doch es war nun wieder an der Zeit, dass die beiden zusammen auf die höhere Ebene kletterten. Der junge Mann freute sich jedes Jahr darauf den Berg zu besteigen, da es das einzige Mal im Jahr ist, dass die beiden so etwas wie einen Familienausflug haben konnten. Anstelle einer Reise auf eine andere Insel oder zu einer großen Attraktion war es für sie aber ein wenig anders. Die beiden bestiegen zusammen einen kalten Berg und kümmerten sich um einander, während sie sich selbst stärkten. Dieses Erlebnis schweißt die beiden jedes Jahr aufs neue zusammen und bringt ein wenig Abwechslung in das schon so stark zur Gewohnheit gewordene Leben. Momentan hatte er das Gefühl, dass es nicht mehr viel gab, was Kuoh ihm beibringen konnte.
Die beiden standen auf und ließen jegliche Werkzeuge hinter sich. Das einzige was sie mitnahmen war ihre Kleidung und Jays Talisman. Danach war es an der Zeit die Hütte zu verlassen und sich auf den Weg zu machen. Schüler und Meister würden 2 bis 3 Wochen brauchen bis sie die Spitze des Berges erreichten. Aus diesem Grund war der junge Schamane schon ganz aufgeregt, fast wie ein kleines Kind, welches sich gerade seinen Reiserucksack umgeschnallt hat. Die beiden wanderten eine Zeit über die Insel und unterhielten sich: „Nun, Meister. Es ist eine Weile her, dass wir wieder zusammen trainiert haben, meinst du nicht?“ Der alte Mann sah seinen Schüler verwirrt an. „Was meinst du damit? Wir meditieren doch jeden Tag zusammen unter dem Wasserfall.“ Mit einem Seufzer kratzte sich Jay am Kopf und dachte kurz darüber nach, was er damit meinte. „Nun, aber es ist eine Weile her... Du weißt schon. Dass du mir etwas... neues beigebracht hast?“ Kuoh musste anfangen zu grinsen. „Was? Hast du etwa Angst, dass ich dir nichts mehr beizubringen habe?“ Er lachte noch einmal kurz bevor er ergänzte: „Keine Sorge du hast noch viel zu lernen. Und das ein oder andere musst du davon auch noch von mir lernen... Um genau zu sein habe ich sogar etwas was ich dir beibringen möchte, sobald wir da sind.“ Bei diesen Worten musste Jay anfangen zu strahlen. Also gab es doch noch etwas was er dazu lernen konnte. Momentan bestanden seine Tage immer aus den selben Aktivitäten. Er lungerte herum, er lauschte seiner Umwelt, vielleicht trainierte er auch seinen Körper oder jagte sich etwas zu essen. Dann gab es immer noch seine Kräuter um welche er sich kümmerte. Was hatte er aber sonst zu tun? Nichts, eigentlich. Alles was er auf dieser Insel tun konnte war ihm bereits bekannt und es gab nicht viele neue Beschäftigungen, außer vielleicht die Insel zu erkunden. Aber wenn er etwas neues hatte was er lernen konnte, dann gab es eine weitere Sache an welcher er arbeiten konnte und so würde es wieder weniger langweilig werden. Außerdem war es das Zeichen, dass es immer noch Dinge gab, welche ihm nicht bekannt waren. Aus diesem Grund war er schon gespannt darauf was Kuoh für ihn vorbereitet hatte. War es eine neue Prüfung? Durfte er wieder zeigen wie toll er eigentlich war? Jays Vorfreude wurde größer. Er konnte nicht anders als danach zu fragen was es war, was ihm sein Meister beibringen wollte. Die nächsten Wochen fragte er den alten Mann Tag für Tag aus, aber bekam keine Antwort. Er müsste warten bis sie endlich angekommen waren. Es verstrichen die Wochen und sie erreichten erneut die höhere Ebene. Nachdem sie einen Tag Rast machten sollte ihr gemeinsames Training anfangen.
Am nächsten Morgen wurden die beiden Männer von den Sonnenstrahlen geweckt und auf Kuohs Anfrage hin gingen die beiden an einen Punkt mit mehreren großen Felsen. Wie diese Felsen da hin gekommen sind wusste Jay nicht, wahrscheinlich waren sie schon seit langer Zeit an diesem Ort. Kuoh verschränkte seine Arme während sein langer weißer Bart im Wind wehte. „Nun, du wolltest etwas neues lernen, stimmt es nicht Junge?“ Jay nickte. „Okay, dann mach dich bereit. Ich habe mich gefragt wann dein Geist bereit sein wird es zu erlernen, aber ich denke es ist Zeit dir etwas über die innere Kraft des Menschen beizubringen.“ Was meinte der alte Schamane? Kuoh hatte dem jungen Mann bisher noch nichts von dieser Kraft beigebracht. Der Junge sah ihn sich neugierig an und ließ ihn erklären. Doch anstatt, dass er es ihm erklärte zeigte er es dem jungen lieber selbst. So ging der Lehrmeister auf einen der großen Felsbrocken zu und holte aus. Wollte er den massiven Fels tatsächlich mit seiner bloßen Faust zertrümmern? Es war kaum zu glauben, aber der alte Mann schlug zu und plötzlich sah man wie aus dem Felsen kleine Steine wurden. Jay rieb sich die Augen... Er sah noch einmal dort hin wo vor wenigen Momenten noch ein großer Fels stand. Danach richtete er erneut seine Augen auf den Boden wo überall verstreut die Steine lagen. Er ging zu ihnen, nahm einen in die Hand und versuchte ihn zu verbrechen, aber er schaffte es nicht. Danach stand er auf: „Der Fels war präpariert oder?“ Es war unmöglich, dass dieser alte Mann wirklich einen massiven Stein zerschlagen konnte. Kuoh grinste. „Willst du es mal versuchen?“ Natürlich schrak Jay sofort zurück. „Ich werde mir dabei die Hand brechen!“ Aber wie sagte sein Meister immer so schön? In dem Moment in welchem man denkt, dass man scheiterte würde man es auch tun. Aus diesem Grund rang sich der Junge doch noch dazu durch und stand nun vor dem riesigen Felsen. Er atmete tief ein und sagte sich selbst: „Jetzt alles geben oder nichts...“ Ohne etwas zu sagen hob der Lehrmeister eine Augenbraue und sah sich an wie der Junge sich schlagen würde. Ein zweiter tiefer Atemzug. Jay wollte nicht zögern, deswegen musste er mental darauf vorbereitet sein. Nicht viel später traf die Faust den Felsen. Einen Moment lang war alles still, nur der Wind pfiff noch in den Ohren der Anwesenden, bis der Junge die Stille durchbrach. „Autsch...“ Die Hand schmerzte höllisch. Der Felsen hingegen zeigte keine Spur von Schaden. Wenn man genau hinsah würde man vielleicht noch einen leichten Faustabdruck auf dem Felsen erkennen, aber sonst nichts. Während Jay auf seinen Hintern fiel und seine schmerzende Hand rieb lachte Kuoh einfach nur. „Du machst es nicht richtig, Junge. Aber du bist bereits nah dran. Du hast den Felsen mit voller Kraft geschlagen, wie etwas, was du zerbrechen willst. Aber bis du es schaffst musst du noch stark an deiner Einstellung und an deinem Willen arbeiten! Ich zeig es dir nochmal.“ Der ältere Mann ging nun zum Felsen, welcher eben noch vom Schüler geschlagen wurde und verpasste diesem einen starken Schlag. Ein weiteres Mal zerbrach der Stein in alle Richtungen. Es war fast so als würde der Fels zerplatzen wenn er die Faust des alten Schamanen berührte. Ein weiteres mal musste der Lehrling staunen. „Wie kommt es, dass es bei Euch so einfach aussieht?“ Wieder war ein stolzes Lachen zu hören. „Nun es liegt daran, dass meine Faust härter ist als dieser Felsen! Nun das wäre wohl die einfachste Art es zu erklären.“ Immer noch ein wenig ungläubig betrachtete der Junge die Fäuste seines Lehrmeisters. „Also habt Ihr einen Schlag, der härter ist als Stein... Echt jetzt?“ Jay war immer noch am überlegen was das mit der Kraft des Geistes zu tun haben könnte. Aber dann setzte sich Kuoh auch schon zu seinem Schüler und fing an zu erklären. „Das was du eben gesehen hast war die innere Kraft, welche in jedem Menschen schlummert. Diese Fähigkeit wurde von den Menschen „Haki“ getauft. Mit dieser Fähigkeit kannst du deinen eigenen Willen nutzen und ihn wie einen schützenden Panzer über deinen Körper legen.“ Immer noch leicht durch die schmerzende Hand irritiert fragte Jay: „Und wieso bringt Ihr mir das jetzt bei, Meister? Zumal ich auch nicht weiß wieso ich diese Kraft brauchen sollte.“ Der Schamane wusste bereits wie man auf dieser Insel zu überleben hatte, dafür brauchte er so einen Panzer nicht mehr. Dazu kam der Zeitpunkt. Sollte er es für seine eigene Sicherheit lernen, so war es für diese Lektion etwas spät. „Ich denke, dass du jetzt das Zeug dazu hast diese Fähigkeit zu meistern. Du hast deinen Geist all die Jahre vorbereitet, richtig? Außerdem habe ich das Gefühl, dass du es bald brauchen könntest. Du hast doch nicht vor dein ganzes Leben hier zu verbringen, oder?“ Der alte Mann lächelte seinen Schüler an. Er wusste, dass er nicht unsterblich war. Irgendwann würde er seinen Schüler loslassen müssen und in dieser Zeit musste er ihn auf alles vorbereiten was da draußen auf ihn wartete. Aber die Antwort warf in Jay hingegen nur weitere Fragen auf. „Okay, wofür genau soll ich die Fähigkeit brauchen? Was erwartest du, was ich mache? Oder was noch wichtiger ist... Wieso habe ich von dieser Fähigkeit noch nichts gehört und wer hat sie dir beigebracht?“ Wo sollte der Meister da anfangen? „Ich habe es von einem alten Bekannten erlernt... Und ich kann mir vorstellen, dass der Tag kommt, an dem die Fähigkeit sich als nützlich für dich erweist...“ Das war alles, was er zu dem Thema sagte. Es gab so viel, was Jay noch nicht über seinen Ziehvater wusste. Wenn er so darüber nachdachte wusste er überhaupt nichts über ihn. Immer wenn er ihn darauf ansprach wechselte er schnell das Thema und so sollte es auch jetzt sein. „Nun, versuche erst einmal deinen Geist zu fokussieren. Wenn du nicht fokussiert bist, dann wirst du es nicht schaffen überhaupt irgendwelchen Schaden zu verursachen. Außerdem brichst du dir nur die Hand, das wäre unschön. Wenn du dazu in der Lage bist einen Stein zu schlagen ohne dich zu verletzen bist du auf dem richtigen Weg. Bis du dieses Training abgeschlossen hast bleibst du hier. Dass bedeutet: Du schläfst hier und trainierst hier. Die erste Woche werde ich dir noch etwas zu essen bringen. Solltest du bis dahin keine Fortschritte machen wirst du fasten müssen. Das soll bei der Konzentration helfen. Und solltest du Zweifel an deinem Fokus haben, dann kannst du dir von mir aus die Hand brechen. In diesem Fall wäre das deine Schuld.“ Danach stand Kuoh auf und ließ den jungen alleine. Er würde sich morgen die Fortschritte des Trainings ansehen.
Der erste Trainingstag war... schmerzvoll, um es milde auszudrücken. Er versuchte immer wieder den Stein mit voller Kraft zu schlagen, aber jeder Schlag den er ausführte tat mehr weh als der letzte. Schlimmer als das, die Felsen gaben kein bisschen nach. Nicht einmal ein Riss entstand, als seine Faust Kontakt aufnahm, egal wie lange er sich darauf vorbereitet hat. Der zweite Trainingstag war auch nicht sonderlich produktiv. Da er am ersten Tag zu voreilig war verbrachte er den ganzen Tag damit seine innere Kraft ausfindig zu machen. Er versuchte sich vorzustellen wie er eine unsichtbare Macht um seinen Körper legt. Er versuchte sie zu fühlen. Ein Gefühl für den Einsatz dieser Kraft zu entwickeln. An diesem Tag schlug er nicht einen Felsen. Am dritten Tag fing er wieder an die Steine zu schlagen. Er war sich sicher, dass die Schmerzen nicht mehr so groß waren, wie zuvor. Das lag hier aber wohl eher daran, dass er durch das Training seine Fäuste stark abgehärtet hat. Ähnlich verlief das Training noch die gesamte Woche. Kuoh kam jeden Tag kurz vorbei um ihm etwas zu Essen da zu lassen und sich seinen Fortschritt anzusehen. Doch es fehlte dem Jungen an Konzentration. Nach einer Woche Training fing die Fastenzeit an. Jetzt war es an der Zeit für Jay Ergebnisse zu zeigen, wenn er wieder etwas zu essen haben wollte. Der Mann war sich bereits sicher, dass er die Schicht um seine Hand legen kann. Es liegt viel eher daran, dass er sich nicht lange auf sie konzentrieren könnte. Der Panzer löst sich auf, noch bevor seine Faust den Felsen erreicht. Mit jedem Tag den er kein Essen bekam hatte er nicht nur das Gefühl hungriger zu werden, sondern auch, dass sein Geist schärfer wurde. Er sich auf das wesentliche konzentrieren konnte. Es dauerte nicht mehr lange bis er seinen ersten Erfolg vorzuweisen hatte. Der Felsen welchen er schlug... Langsam fing er an an der Position der Faust zu bröckeln. Der Effekt war zwar nicht so groß wie der seinen Lehrmeisters, aber er hatte es geschafft. Das war sein erster großer Trainingserfolg. Nachdem Kuoh das sah, war er erfreut. Nun galt es die Fähigkeit weiter auszubauen und dabei bekam James Unterstützung von seinem Meister. Die beiden arbeiteten hart weiter daran um sein Haki zu verstärken und seine Kontrolle darüber zu erhöhen.

Kapitel 14: Der Zahn der Zeit
Es vergingen weitere Jahre in denen Jay trainierte und versuchte mit den Geistern der Insel Kontakt aufzunehmen. In den letzten Jahren besuchte er immer häufiger die Ruine in der dunklen Höhle, welche er liebevoll den Thronsaal nannte. Dort fühlte er sich immer am wohlsten und er war sich sicher, dass er dort eine gute Verbindung zu den Geistern finden konnte. Jay war mittlerweile 20 Jahre alt und damit bereits ein Erwachsener. Er war entschlossen seine Ausbildung zu beenden und in die Fußstapfen seines Meisters zu treten. Kuoh war schon sehr alt und in letzter Zeit wurde er immer kränker. Dieses Kapitel geht auf die letzten Momente eines großen Mannes ein und zeigt wie stark der Zahn der Zeit doch an einem Menschen nagen kann, egal wie gut es ihm geht.
Es war ruhig. Sie befanden sich im Haus und die Nacht ist bereits hereingebrochen. Das einzige Geräusch, welches man immer wieder vernahm war das Geräusch des Regens, welcher in einer erstaunlichen Regelmäßigkeit die Stille unterbrach um sich Gehör zu verschaffen. James saß in dem Raum und schaute auf den Boden, er hatte heute eine Vision, dass sein Lehrer am heutigen Tag sterben würde und wollte ihn in die Welt der Geister geleiten. Aus diesem Grund blieb er, egal wie sehr Kuoh versuchte ihm die Sorge zu nehmen. Letzten Endes schwiegen sie sich die meiste Zeit an. Der alte Schamane lag in mehreren Pelzen eingewickelt da und machte sich Gedanken um die Vision seines Schülers. Es war sehr wahrscheinlich, dass sie eintreffen würde, denn er selbst merkte wie sein Lebensfaden langsam zu reißen begann. Viele Tage hatte er nicht mehr und das wusste er natürlich. Vor 15 Jahren kam Jay zu ihm, welcher von seinem Vater verstoßen wurde und seitdem hatte er wieder einen Sinn in seinem Leben. Vorher lebte er nur für sich selbst, er hatte niemanden, ist aus diesem Grund auf die Insel gegangen, welche von der Menschheit gut ignoriert wurde. Wäre er vorher gestorben, gäbe es auch niemanden den er mit seinem Tod zurückgelassen hätte. Nun hatte er hier einen kleinen Jungen, welcher in seinen Augen immer noch 5 Jahre alt war und vor ihm saß in der Angst alleine sein zu müssen. Kuoh fing an zu lächeln, auch wenn in diesem Moment wirklich nicht die Zeit dafür war. Es freute ihn, dass er den Jungen großziehen konnte und er verfluchte in diesem Moment die Tatsache, dass sein Körper nicht ein paar weitere Jahre aushalten konnte. James wusste es nicht, aber die Tatsache, dass Kuoh überhaupt so alt war, war aufgrund der Tatsache, dass seinen Körper mit reiner Willenskraft am Leben erhalten hatte. Doch konnte man eine fleischliche Hülle nicht ewig strapazieren. So fing der alte Mann an zu sprechen. „Jay…“ James schreckte plötzlich auf, als der alte Mann die Stille unterbrach. War es nun etwa so weit? Nervös sagte er: „Ja, Meister?“ Er zitterte. Jay hatte in seinem Leben nur einen Menschen, es gab niemand anderes, welcher die Möglichkeit hatte vor ihm zu sterben. Aus diesem Grund musste es unbedingt die Person sein, die ihm von allen Menschen auf dieser Welt am wichtigsten war. In diesem Moment verfluchte er die Welt, obwohl für ihn als Schamane der Tod eigentlich etwas natürliches sein sollte. Mit seinen 20 Jahren war er aber zu jung um das zu verstehen und aus diesem Grund hasste er die Welt, weil sie ihm den einzigen Menschen nahm, der ihm etwas bedeutete. Kuoh wusste das. „Versteck es nicht, ich weiß, dass du wütend… traurig bist. Das ist aber nicht gut, mein Junge. Immerhin habe ich lange genug gelebt und meine Zeit ist schon längst überfällig. Es gibt jemanden, der schon seit sehr langer Zeit auf mich wartet…“ James war überrascht, das war das erste Mal, dass Kuoh einen anderen Menschen in seinem Leben erwähnte. Bis jetzt wusste er nichts von dem, was sein Lehrer vor seinem Leben auf dieser Insel tat. So wusste er natürlich auch nichts von seinen alten Freunden oder seiner Familie, alles was er wusste war, dass er die letzten Jahrzehnte auf dieser Insel verbrachte und ein Leben in Einsamkeit führte. So war die Frage auch berechtigt. „Meister, wer wartet auf dich?“ Kuoh lächelte. „Elli, meine Frau. Als sie starb hatte ich niemanden mehr. Meine Kinder hatten ihre eigenen Leben begonnen und ich zog in meiner Trauer auf diese einsame Insel... Du hättest sie sehen sollen. Sie ist eine wunderschöne Frau.“ Er machte eine kleine Gesprächspause. Er wusste, dass er nicht lange in Erinnerungen schwelgen konnte, denn ihm lief langsam die Zeit davon. Zeit, in welcher er seinem Schüler eine letzte Lektion geben wollte… „Jay, es tut mir leid, dass ich nicht länger auf die aufpassen kann. Auch wenn mir unsere letzten Jahre wichtig waren, so ist meine Zeit gekommen. Vielleicht ist es so aber auch für dich besser…“ Was sagte er da? Wie konnte das besser für ihn sein? In wie fern konnte es im helfen, dass er nun allein war? James verstand die Worte seines Meisters nicht. Was faselte er da? „Wi-Wie meinst du das, Meister?“ In seinen Augen begannen sich die Tränen zu sammeln und seine Finger krallten sich zittrig in seine Hose, welche aus Tierpelz gemacht wurde. Er befürchtete, dass das Kouhs letzte Worte an ihn sein würden. „Da draußen ist eine wunderschöne Welt. Ich möchte, dass du deinen Platz in dieser Welt findest. Finde deine Freunde in dieser Welt in der Menschen in die Einsamkeit gedrängt werden. Auf dieser Insel hast du wenig Zukunft. Ich möchte, dass du sie verlässt und dein eigenes Leben anfängst… Du hast bereits lang genug mit diesem alten Mann deine Zeit verschwendet. Damals als du vor 15 Jahren zu mir kamst wusste ich nicht ganz, was ich mit dir machen soll. Ich war eigentlich dazu bereit hier alleine zu sterben. Aber als mir angeboten wurde einen Schüler aufzunehmen wusste ich nicht ganz was ich tun konnte. Im Nachhinein war ich wohl doch nicht bereit zum sterben. Ich weiß, ich war oft streng zu dir und wir haben uns oft gestritten. Aber du hast meinem Leben wieder einen Sinn gegeben... Dafür bin ich dir dankbar...“ James konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken und griff nach der Hand des Mannes, welcher ihn großgezogen hat. Er war der einzige Mann, welcher für ihn wohl so etwas wie ein Vater war. Er spürte wie die Energie und Wärme langsam aus der Hand des Mannes schwand, während er sie fest drückte. Kuoh rührte sich nicht mehr. Ihre gemeinsame Zeit war wohl mit diesen Worten beendet. Der Schamane weinte die Nacht noch lange, sein Rhythmus schien sich in seinem Kopf mit dem Rhythmus des Regens abzustimmen. Heraus kam eine große Symphonie der Trauer. Als die Nacht und der Regen vorbei waren hob er ein Grab aus und beerdigte Kuoh in seiner Schlafbekleidung mit der er gestorben ist. An sein Grab setzte er eine Steintafel mit der Aufschrift „Gute Reise“. Er wusste nicht ob Kuoh bereits in der Welt der Geister angekommen ist, aber er wollte ihm zumindest viel Glück wünschen. Danach wusch er den Pelz seines Lehrers, welchen er während Jays Ausbildung trug und machte sich auf den Weg auf die höhere Ebene, auf die sein Lehrer ihn einmal im Jahr mitnahm, während er noch trainierte. Den Pelz hing er in das Berghaus und machte daraus einen Schrein, für seinen gefallenen Meister. Ihr gemeinsames Haus würde er noch ein Jahr selbst verwenden.
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Jay Richards

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Di Dez 24, 2013 12:20 am

Kapitel 15: Eine neue Welt
Das letzte Jahr verging für den jungen Mann wie im Flug. Ohne seinen Meister hatte er keine Beschäftigung und er besuchte immer und immer wieder den „Thronsaal“ um nachzudenken. Es war der erste Ort auf dieser Insel, welcher für ihn eine Bedeutung gewann. Dieser Raum war etwas, was ihn an seine erste Prüfung von vor 15 Jahren erinnerte. Diese Prüfung war der erste Beweis seiner Fähigkeiten als Mensch, in seiner früheren Behausung musste er sich nicht testen, er musste nur brav spielen und durfte seinen Vater nicht stören. Hier wurde hingegen jeder Tag zum Test der eigenen Fähigkeiten. Im Thronsaal sah es noch immer aus wie vor 15 Jahren. Während sich der Rest der Insel im Wandel befand, aufgrund unterschiedlicher Umstände blieb der Raum in dem er sich befand immer gleich. An den Wänden waren die Selben Zeichen, wie schon bei seinem ersten Besuch und es erlaubte ihm sich gut an die Zeit mit Kuoh zurück zu erinnern. Nun waren die beiden nicht mehr Schüler und Meister, alles was sie zurückließen war ein Band der Freundschaft. Aus diesem Grund war die Ausbildung des Jungen offiziell vorbei. Doch er fühlte, dass er für sich selbst die Antworten in der Welt suchen musste, auch wenn sie groß und unbekannt war. So machte er sich an die Arbeit ein paar Bäume niederzureißen und sich daraus ein Floß zu bauen. Die Baumstämme band er mit Lianen aneinander und achtete darauf, dass sie so fest wie möglich gebunden waren, damit sie ihn bis zur nächsten Insel tragen konnten. Seine Abfahrt schaffte er es um ein Jahr hinauszuzögern. Er verabschiedete sich von dieser Insel. Er kämpfte noch einmal gegen die Selbe Schlange, mit welcher er in seiner Jugend zu kämpfen pflegte. Er kämpfte gegen den Gedanken an, das Grab seines einzigen Freundes zu verlassen und er kämpfte mit dem Gedanken, dass er all dies vermissen würde. Der Junge musste sich auf die Gunst der Geister verlassen, damit er mit dem Floß auf eine neue Insel fahren konnte. Und er vertraute darauf, dass Kuoh von oben auf ihn herabblicken würde um den Kurs für ihn zu bestimmen. Das war sein erstes Experiment als sein eigener Navigator. Er wusste nicht, dass in kurzer Zeit so etwas zu seinen Routineaufgaben zählen würde. Nach einem Jahr stand er auf dem Floß und würde seine erste Insel ansteuern, in eine Welt ziehen, welche ihn ursprünglich auf diese Insel verbannte. Es würde ein Wiedersehen nach 16 Jahren werden. James hoffte darauf, dass er in dieser Welt seine eigene Geschichte schreiben könnte und Antworten auf die Fragen finden würde, welche das Leben ihm stellte. So zog er mehrere Tage ohne Ziel über das Meer. Wenn ihm der Wind sagte, dass er vom Kurs abkam musste er ins Wasser springen und den Kurs so gut es ging per Hand korrigieren. Er hatte Glück, dass das Wetter in diesen Tagen auf seiner Seite war, trotzdem wusste er nicht, ob er Land finden würde. Es war noch immer sehr gut möglich, dass er verhungern und von der See verschluckt werden würde. Trotzdem war er zuversichtlich, denn seine Zeit war noch nicht gekommen. Ein Mensch war der Herr über seinen Körper und nicht der Körper über den Menschen. Kuoh war stark genug um sein Ableben um viele Jahre hinaus zu zögern, dann würde er nun nicht den Hungertod sterben. Während sein Magen knurrte und er den Wind in seinen langen schwarzen Haaren genoss bemerkte er plötzlich etwas am Horizont. Es war eine Insel. Jay hoffte, dass er jetzt nicht versehentlich im Kreis gefahren ist, aber je näher er der Insel kam umso mehr Gebäude sah er. Es konnte nicht die Insel der Geister sein! Er freute sich und tanzte auf seinem kleinen Floß. Die Welt hatte ihn nun wieder und der junge Mann war erwachsen geworden. Obwohl er in seinem Inneren wohl immer noch ein Kind blieb, sogar mehr als in seiner eigentlichen Kindheit. Es gab so viel zu entdecken, was er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und es gab ein Gefühl von Nervenkitzel, wie wenn zwei Kinder sich dazu entschlossen zusammen einen Berg hinunter zu fahren mit einem Holzbrett als Fahrzeug. Der einzige Unterschied war in diesem Fall, dass er allein war und niemanden hatte, mit dem er diesen Nervenkitzel teilen konnte. Dieser Augenblick gehörte einzig und allein ihm und niemand konnte ihm diesen Augenblick nehmen. So fing er an sich auf seine Ankunft auf diese unbekannte Insel zu freuen und schob das Floß noch ein wenig per Hand um seine Ankunft, wenn vielleicht auch nur um ein paar Minuten zu beschleunigen. Auf der Insel würde er dann etwas Essen können.

Kapitel 16: Das (Über-)Leben in dieser neuen Welt
Die Insel Coco-Island im South-Blue ist eine friedliche Insel mit wenigen Sorgen. Leben tut die Insel von der Ernte von Kokosnüssen und verarbeitet diese in ihren Läden wie in manchen anderen Geschäften Kleidung zum Angebot steht. Beispielsweise spielen die Kinder mit Spielzeugen, welche teilweise aus Kokosnussschalen gemacht sind und viele Getränke auf der Insel sind auf Kokosbasis entstanden, darunter auch der Alkohol. Da die Insel bereits seit sehr langer Zeit existiert sind bereits viele eigene Getränke wie der Coconut Schnaps und der Coconut Sake populär. Kokosnüsse finden auch in der Ernährung der Bewohner der Insel einen großen Stellenwert, beispielsweise gibt es zu jedem Gericht irgendeine Form von Kokosbeilage oder sogar Soßen, welche mit Kokosnüssen hergestellt werden. Auch ist es für Kinder und manche ältere Männer in Mode einen Kokosnusshut zu tragen und ansonsten sind auf vielen Kleidungsstücken, welche auf der Insel zu Verkauf stehen Kokosnüsse mit lustigen Designs abgebildet. Ansonsten unterscheidet sich diese Insel eher geringfügig von anderen Inseln und vor allem ist es sehr friedlich. Zu Tumulten kommt es selten. Auf einer so ruhigen Insel war es natürlich ziemlich auffällig als plötzlich ein junger Mann mit nichts als Tierpelzen bekleidet am Strand auf seinem Floß ankam. Jay reiste seit mehreren Tagen auf der Suche nach einer Insel durch die Gegend, bis er endlich auf Land traf, dass er ansteuern konnte. Der junge Mann stand erschöpft am Strand und blickte auf die Insel. Konnte er hier vielleicht etwas zu essen finden? Die anderen Menschen am Strand sahen sich den Reisenden an und fragten sich ob er überhaupt ihre Sprache sprechen konnte. Es war nicht lange ruhig da wurde schon getuschelt, während sie sich den Reisenden ansahen. Eine Dusche brauchte Jay nicht, er war schon oft genug im Wasser gewesen, dennoch machten die Felle auf seinem Körper einen ziemlich ungepflegten Eindruck. Von was für einer Insel muss dieser Mann wohl angereist sein und wieso ist er auf einem selbst gemachten Floß auf die Insel gekommen? All das erinnerte sehr stark an Romane und Filme in denen ein Mann von einer einsamen Insel flüchtete nachdem er dort gestrandet war. Nur war er in diesem Fall alles andere als gestrandet, er wurde dort großgezogen. Das konnten die Menschen natürlich nicht wissen. Jay konnte all die Aufregung um ihn herum nicht verstehen, immerhin erwartete er, dass reisende eigentlich nichts besonderes sein sollten, doch er wusste nicht, dass diese meistens am Hafen eintrafen. Auch wusste er nicht, dass es ein großer Unterschied war, ob man mit einem offensichtlich selbst gebautem Floß durch die Gegend reiste oder mit einem Schiff. Ruhig fragte er in die Runde: „Kennt irgendjemand hier einen Ort an dem ich etwas Essen kann? Oder ist es in Ordnung wenn ich mich in der Umgebung selbst bediene?“ Jay war vorsichtig, er war seit vielen Jahren nicht mehr in der Zivilisation gewesen und er befand sich nie wirklich in einer Stadt. In seiner Kindheit wurde er immerhin in einem Adelshaus behalten und später auf eine Insel gebracht auf der niemand zu Hause war. Er wusste also nicht, wie man sich unter Menschen verhalten musste. Plötzlich kam eine Frau aus der Menge heraus und fuhr ihn sofort an. Sie trug eine Uniform und hatte einen Orden an ihrer Brust, welcher wohl auch aus Kokosnussschale gefertigt war. Der Orden hatte die Form eines Sternes, natürlich würde ein Außenseiter nicht wissen, was die Bedeutung war. „Halt, Halt, Halt! Immer schön langsam, erst mal hast du ein paar Fragen zu beantworten.“ Die Junge Frau hatte offenes langes schwarzes Haar und eine kleine Kokosnussmütze auf dem Kopf. Aber was wollte sie für Fragen beantwortet haben? Jay konnte sich nicht erinnern irgendetwas fragwürdiges getan zu haben. Deswegen legte er seinen Kopf schief und fragte: „Fragen? Was für Fragen?“ Er war gerade sichtlich perplex und wusste nicht was dieser ganze Aufstand um ihn sollte. Der 21-Jährige fühlte sich wie in das Alter von 3 zurückversetzt, wo die Leute noch alles wissen wollten, was er tat. Die Frau antwortete: „Ein Mann in Pelzen gekleidet strandet auf unserer friedlichen Insel, natürlich will ich wissen, was da vor sich geht!“ Die Frau hatte Temperament, dass musste man ihr lassen. Ihr Tonfall war wütend, fast schon so als hätte Jay irgendetwas Falsches gesagt. Der junge Mann wusste immer noch nicht ganz was hier eigentlich vor sich ging und lächelte verlegen, als er sagte: „Das ist eine sehr lange Geschichte…“ Zugegeben war es eine Geschichte, welche er nur sehr ungern teilte, aber wenn die Frau ihn nur gehen ließ, wenn er die Fragen beantwortete, dann musste er die Fragen wohl beantworten. Die Frau kam ihm näher und sagte aufgebracht: „Ich bin gerade zufällig in Stimmung für lange Geschichten, also schieß schon los.“ Es war offensichtlich, dass die Frau wohl Mitglied der örtlichen Polizei war, aber Jay wusste nicht einmal wirklich was eine Polizei war. Er brauchte wohl noch jemandem der ihm alles erklärte. Aber erst mal würde er wohl seine Situation erklären müssen, aus diesem Grund sagte er der jungen Frau: „Mein Name ist Jay und ich komme von einer einsamen Insel. Ich weiß nicht einmal genau ob sie einen Namen hat. Ich war der einzige auf der Insel und habe deswegen beschlossen sie zu verlassen. Weil ich kein Schiff hatte habe ich mir ein Floß gebaut und gehofft, dass ich irgendwo ankomme.“ Mit jedem Wort das er sprach unterschied sich der Gesichtsausdruck der Menschen in der Menge wieder etwas mehr. Manche Leute fanden die Geschichte bewegend, andere fanden sie unheimlich, wieder andere dachten, dass es sich bei Jay nur um einen Schauspieler oder Betrüger handelte, der umsonst schlafen und essen wollte, bevor er die Bewohner der Stadt ausraubte. Was die Polizistin betraf fragte sie nun: „Du meinst wirklich, dass du von der Geisterinsel kommst? Ich habe noch nie gehört, dass auf der Insel Menschen leben sollen!“ Dieses Mal antwortete Jay etwas schneller, die Frau konnte doch wohl nicht ernsthaft seine Geschichte hinterfragen, immerhin war sie wahr. „Tun sie auch nicht mehr, habe ich doch eben gesagt. Ich war der letzte!“ Ab diesem Moment schienen die beiden sich immer weiter in ihrer Wut hochzuschaukeln und sie vergaßen worüber sie eigentlich stritten. Die Leute, welche bis vor kurzem das Spektakel bewunderten verloren an dem Streit das Interesse und viele von ihnen fingen an zu gehen. Die beiden standen im Nachhinein bis spät in den Abend herein am Strand, bis plötzlich ein älterer Mann an den Strand kam. Er trug einen Hut, welcher aussieht wie eine Kokosnussschale und einen Gehstock, der einen griff in Form einer Kokosnuss hat. Sein langer weißer Bart könnte wohl so lang sein, wie Jays Haare. Der Mann rief der Frau zu: „Jenny, bist du denn immer noch hier? Ich habe von den anderen gehört, dass du dir einen merkwürdigen Mann am Strand ansehen wolltest.“ Die junge Frau, welche anscheinend Jenny hieß rief dem alten Mann, als hätte sich ihre Stimmung von einem Moment auf den anderen gewendet: „Ah, Großvater! Es tut mir Leid, ich bin ein wenig in die Arbeit versunken. Ich muss diesen Mann immer noch befragen.“ Kurz nachdem sie das sagte merkte Jay an: „Wer ist hier merkwürdig Opa? Ich versteh die Definition von Normal auf dieser Insel sowieso noch nicht.“ Der alte Mann musste lachen. „Wollt ihr beiden euch nicht in einem warmen Haus zu einer Kokosmilch weiter unterhalten?“ Hörte Jay da richtig? Milch? Der junge Mann wusste zwar nicht, was eine Kokosnuss war, aber er kannte zumindest das Wort Milch. Lud der alte Mann ihn da gerade zum Essen ein? Seine roten Augen funkelten regelrecht, während er mit offenen Armen auf den Mann zulief und vor ihm auf die Knie ging. „Danke für deine Gastfreundschaft!“ Er fing an sich vor ihm zu verneigen, denn er hatte noch gedacht er würde auf dieser Insel nichts mehr zu essen bekommen. Kurz darauf kam Jenny auf die beiden zu und fragte ihren Großvater ungläubig: „Willst du wirklich einen Verdächtigen in unser Haus lassen? Was ist wenn er etwas stiehlt?“ Der alte Mann fing wieder an zu lachen und sagte: „Dann fessle ihn doch einfach.“ Plötzlich zuckte Jay, welcher noch immer im Sand kniete, aber es war bereits zu spät. Ehe er sich versah saß er gefesselt in einem Haus und trank Kokosnussmilch, welche von jemand anderem gehalten wurde. Jenny fragte noch einmal müde: „Und du bleibst bei deiner Geschichte, dass du von einer einsamen Insel kommst und keine Ahnung von dem Leben in der Zivilisation hast?“ Während Jay trank nickte er entschlossen. Es war alles die Wahrheit, also wieso plötzlich lügen?. Während Jenny den Becher aus seinem Gesicht nahm hielt sie sich genervt die Hand vors Gesicht und lehnte sich zurück. All diese Kopfschmerzen und dann hatte der Typ nichts verbrochen. Als Polizist auf Coco-Island hat man wirklich wenig Arbeit. Sie stand auf und sagte: „Ich geh ins Bett, gute Nacht?“ Jay entgegnete: „Dann würde ich sagen, gute Nacht… Warte mal, willst du meine Fesseln nicht lösen?!“ Jenny entgegnete seine geschockte Frage damit, dass sie ihm die Zunge raus streckte. Da der alte Mann bereits im Bett lag konnte wohl niemand seine Fesseln für ihn lösen. So schlief er erst mal auf einem Stuhl gefesselt…

Kapitel 17: Das Leben in der neuen Welt
Überraschenderweise konnte Jay auf dem Stuhl ziemlich gut schlafen, vielleicht aber auch, weil er es gewohnt war auf dem Boden zu schlafen. Die letzte Zeit war er immerhin auf einem Floß unterwegs, wo alles was ihm Wärme oder Bequemlichkeit gab die Felle waren, aus welchen seine Kleidung bestand. So kam es, dass die beiden Bewohner des Hauses noch vor ihm wach wurden. Als der Schamane dann endlich aus seinem Schönheitsschlaf erwachte stand bereits viel Nahrung auf dem Tisch. Darunter waren Fische, welche mit einer Kokossoße gegessen wurden. Jay öffnete verschlafen die Augen und realisierte noch nicht dass etwas zu Essen vor ihm war. Er roch einzig und allein etwas Leckeres und dachte, er würde noch träumen. Als er dann aus seinem Halbschlaf erwachte sah er wie der alte Mann und das Mädchen, welches er noch gestern „kennen lernte“ bereits mit dem Frühstücken beschäftigt waren. Ein paar Sekunden danach erkannte er den Umstand, dass sie ihn wieder befreit hatten. Jay verstand die Situation nicht ganz, aber nach ein paar Sekunden erinnerte er sich an den gestrigen Tag. Nun konnte er auch ein aufgewecktes: „Ah, er ist wach.“, hören. Jenny und der alte Mann sahen ihn lächelnd an und Jenny fing bald darauf an mit ihm zu sprechen: „Guten Morgen Dornröschen! Hast du Hunger?“ Nun bemerkte Jay auch, dass vor ihm ein Teller und Besteck lagen. Es war wirklich lange her, dass er diese Gegenstände gesehen hat. Kaum zu glauben, aber er hatte sogar vergessen wie man einen Teller benutzt. Mit bloßer Hand nahm er sich einen der Fische tunkte ihn in die Soße und nahm ihn in den Mund. Jenny wurde wütend und kurz darauf sah man ihre geballte Faust und wie sich der junge Mann schmerzhaft den Kopf hielt. „Was glaubst du eigentlich was du da machst? Messer und Gabel sind nicht nur zur Dekoration auf dem Tisch! Und könntest du die Soße wenigstens auf deinen Teller tun?! Warte mal…“ Plötzlich fing sie an böse zu lächeln und sagte dann: „Kann es sein, dass du nicht weißt wie man richtig isst?“ Jay sah sie wütend an, während er seine roten Augen geschlossen hielt. „Ich kenne nur eine Art zu essen und zwar mit den Händen!“ Sowohl Jenny als auch der alte Mann fingen an zu lachen. Der Großvater meldete sich nun auch zu Wort: „Du bist auf einer verlassenen Insel groß geworden, oder? Sollen wir dir beibringen wie man vernünftig isst?“ Jay antwortete nicht und sah beleidigt gegen die Wand, als sich plötzlich die Hände der jungen Frau um seine legten und ihn dazu brachten das Besteck zu nehmen. Danach zeigte sie ihm wie man das Besteck richtig hielt und ließ seine Hände los. Jay fing an rot zu werden. So eine Blamage hatte er sicherlich noch nie erleben müssen und dabei wurde er schon von einer Schlange zum sterben auf dem Boden liegen gelassen! Grinsend sagte Jenny: „Iss jetzt, aber dieses mal vernünftig.“ Mit rot angelaufenem Kopf tat James dem so. Danach sagte der alte Mann: „Wir haben uns noch nicht vorgestellt, oder? Mein Name ist Conut, ich bin der Älteste auf dieser Insel. Meine Enkelin Jenny kennst du ja bereits. Hast du vielleicht Interesse daran uns heute zum Einkaufen zu begleiten? Du kannst in diesen Fellen schlecht durch die Stadt laufen, das fällt doch mit Sicherheit auf. Wir kaufen dir etwas Schönes zum anziehen.“ Nach dem Essen gingen die drei durch die Stadt, wobei Jay einige Blicke abbekam. Viele Frauen kicherten, als der junge Mann mit den roten Augen an ihnen vorbei lief. Da Conut und Jenny nicht wollten, dass er bei dem warmen Wetter seine dicken Tierpelze anzog musste er mit freiem Oberkörper durch die Stadt laufen. Als Hose trug er einen Bärenpelz, welchen er sich immer umband. Niemand schien ihn auf seine merkwürdige Augenfarbe anzusprechen, was ihm wirklich gefiel, aber es schien auch, als wären seine Augen der geringste Unterschied von den anderen Menschen der Insel. Außerdem wurde ziemlich viel um sie herum getuschelt. Ab und zu hörte man ein etwas Lauteres: „Ist das der Kerl?“ So ging es noch einige Zeit weiter, bis sie endlich am Kleidungsgeschäft ankamen. Es gab viele Kokosbraunen T-Shirts und Hosen und auf vielen Kleidungsstücken war auch eine Kokosnuss als Muster abgebildet. Diese Insel hatte es wohl mit Kokosnüssen, das wurde auch Jay klar, obwohl er noch nie in seinem Leben zuvor eine gesehen hatte. Nun konnte er sich langsam vorstellen, weswegen Kuoh wollte, dass er die Welt sieht. Sie war wirklich voller unbekannter Dinge. Plötzlich hörte er eine Stimme. „Wir nehmen die hier!“ Jenny hatte bereits alles für ihn ausgesucht und stand mit einer Tüte vor der Kasse um zu bezahlen. Das war auch neu für Jay, er wusste nicht was Geld war. Alles was er wusste, war dass seine Familie viel Geld hatte. Eine der wenigen Sachen an die er sich noch im Gedanken an seine Familie erinnerte. Jenny kam dann auf ihn zu und sagte: „Ab in die Umkleidekabine mit dir, zieh dir an, was dir gefällt, dann gehen wir weiter!“ Und so ging Jay, welcher noch immer nichts verstand in die Kabine und zog sich sein Fell aus, zog sich ein pinkes Shirt mit einer lächelnden Kokosnuss auf der Brust an, dazu eine einfache Jeans, von denen Jenny ihm gleich mehrere heraussuchte. Als er wieder raus kam musste Jenny lachen. Es stimmte, Kleider machen wirklich Leute und der Unterschied zwischen dem Schamanen in Fellen eingepackt und dem jungen Mann in Pink, welcher nun vor ihr Stand war erstaunlich. Nachdem die Kleidung gekauft war ging es weiter, denn sie machten sich nun daran Kokosnüsse zu kaufen, diese waren wie Conut ihm erklärte die Haupteinnahmequelle von Coco-Island. Die nächsten Tage versuchten sie ihm das Leben auf einer bewohnten Insel näher zu bringen. So lernte er, dass man auf der Insel Geld braucht und dass man sich nicht einfach alles nehmen kann, was man möchte. Sollte man beispielsweise jemandem sein Eigentum klauen gilt das als Diebstahl und man wird zu einem Verbrecher. Ihm wurde auch gesagt, dass er sich aus Ärger raus halten sollte, also keine Schlägereien oder sonstiges. So lebte er erst mal eine Weile friedlich unter den Bewohnern der Insel. Er half wo er nur konnte, ob es bei der Ernte war oder ob er dabei half Verletzungen vor Ort zu behandeln, durch sein Wissen über Heilkräuter. Schon bald wurde er ein respektierter Bewohner der Insel und wurde schon bald für seine Hilfe bezahlt. Der junge Mann genoss das Leben unter Menschen, aber irgendetwas fehlte trotzdem für ihn.

Kapitel 18: Das blaue Meer…
Jay lebte schon seit einem halben Jahr auf der Insel, aber es war nicht das was er wollte und das merkten auch Jenny und Conut, welche ihn bei sich aufgenommen hatten. James wollte über das Meer reisen und die Welt sehen. Er wollte Dinge über die Welt lernen und vielleicht seine Ausbildung zum Schamanen auf eigene Faust beenden. Der junge Mann wollte Nervenkitzel und Abenteuer spüren. Aus diesem Grund entschloss er sich dazu Geld zu sparen um mit einem Schiff mitzureisen. In den letzten Monaten hörte er bei Besuchen in der örtlichen Schenke immer wieder etwas von umherziehenden Piraten, Geschichten, Legenden. Männer welche auf der Suche nach Abenteuern dem Tod durch die See oder dem Gesetz trotzten. Ebenfalls lernte er auch etwas über die Männer, welche den Piraten gegenüberstanden. Der Marine, welche die Gerechtigkeit repräsentiert und alle Männer, welche dem allgemeinen Wohl im Wege stehen erledigen wollten. Es war ein niemals endender Kampf zwischen dem Gesetz und den Menschen, welche es brachen. Das klang nach genau dem Leben, welches Jay führen wollte. Die Frage war auf welcher Seite? Natürlich auf Seite der Piraten. Piraten waren die Freiheit. Männer die alles taten um ihre Freiheit zu verteidigen. Er hörte auch bereits öfter den Namen Gold Roger, der Piratenkönig. Ein Mann welcher von der ganzen Welt respektiert und gefürchtet wurde. Der Mann der Reichtum, Macht und Ruhm erreichte und sich am Ende seines Lebens auf das Schafott stellte um den Menschen zu sagen, dass sie nach den Selben Dingen suchen sollten. Das sie nach dem One Piece suchen sollten. Viele Menschen waren von ihrer Gier nach Reichtum dazu angetrieben Piraten zu werden, andere wollten Macht und andere Ruhm. Jay hingegen ging es einzig und allein um die Herausforderung, um den Spaß. Er wollte ein Pirat werden. Das One Piece war ihm egal, es war ihm auch egal ob er Kapitän war oder nicht. Alles was er wollte war es eine Crew zu haben, auf die er sich verlassen konnte und er wollte den Nervenkitzel spüren. Sich vielleicht das Leben erleichtern, auch wenn er es anderen ein wenig erschweren sollte. Auch wollte er sein Schicksal finden, welches irgendwo auf dem blauen Meer auf ihn wartete und wenn er es sehen sollte, so wollte er alles dafür tun um seine Pflicht auf dieser Welt zu erfüllen. Nachdem James endlich genug gespart hatte ging er auf ein kleines Schiff. Es war eine große Verabschiedungsszene und es kamen viele Leute um ihm alles Gute zu wünschen. Er winkte ihnen zu und holte eine Kokosnuss hervor. „Nun Leute, Ich werde Pirat, das könnt Ihr mir glauben. Und das hier ist die Beute meines ersten Raubzuges!“ Er lachte. Jay war nun 22 Jahre alt. In der Zukunft würde er noch lange Zeit übers Meer fahren. Auf eigene Faust erlebte er ein Abenteuer nach dem anderen. Um weiter zu kommen reiste er alleine oder bedrohte auch andere, damit sie ihn mitnahmen. Nun war er auf der Suche nach einer Crew, welche auf seiner Seite stehen würde. Ihm war egal ob er der Kapitän war oder nicht, er wollte Teil einer Gemeinschaft sein, welche an einem Strang zog. Auch wenn er nicht gerade viel Spaß am arbeiten hatte, so hatte er ein paar Kräuter und Samen mitgenommen, mit welchen er seine neuen Freunde unterstützen könnte. Er brauchte sie nur in der Welt zu suchen und zu finden.


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Jay Richards

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Di Dez 24, 2013 12:21 am

¬ KÄMPFERISCHE DATEN:

Teufelsfrucht:

Kampfstil: Jay hat weder von einer Teufelsfrucht gegessen, noch hat er je gelernt mit einer Waffe umzugehen, weswegen er mit seinen bloßen Händen kämpft. Im Umgang mit seinen Fäusten ist der Schamane ziemlich begabt und ist dazu in der Lage viele Leute mit seinem Kampfstil aus dem Konzept zu bringen. Der Kampfstil des jungen Mannes baut aber grundsätzlich auf seinem extrem belastbaren Körper auf, welcher sich während seiner Ausbildung entwickelte. Diesen Körper kombiniert er mit seinem harten Rüstungshaki um sich selbst vor Angriffen seiner Gegner zu schützen wodurch nur wenige dazu in der Lage sind den Kämpfer mit ihren Angriffen zu verletzen. Natürlich weiß der Wahrsager um diesen Umstand Bescheid, was dazu führt, dass er einen ziemlich offensiven Kampfstil entwickelte. Mit anderen Worten stürmt er meist auf seinen Gegner zu ohne sich um die Angriffe seines Gegners zu kümmern, da sogar Pistolenkugeln Probleme damit haben können seinen Körper zu durchbohren. Geringere Kaliber prallen an ihm vollständig ab, während höhere Kaliber in seiner Haut stecken bleiben können. Man könnte ihn so mit einem gewöhnlichen Straßenschläger vergleichen. Sein Kampfstil basiert natürlich auch auf einer extremen Nähe zum Gegner, da die Reichweite mit seinen Händen extrem eingeschränkt ist. Jay versucht dem Gegner hierbei immer mit seiner Faust dort zu bearbeiten wo er gerade eine Schwachstelle in der Verteidigung sieht. Dabei vertraut er meist darauf, dass diese Schwachstellen bei einer versuchten Offensive des Gegners entstehen und vertraut auch darauf, dass er sie unbeschadet übersteht. Im Kampf kommt auch die merkwürdige Natur des jungen Mannes zum Vorschein. So provoziert er einen Gegner, welcher keine Möglichkeit findet ihn überhaupt zu verletzen mit Freuden. Dadurch erhofft er sich, dass diese Gegner Blöße geben und er damit die Möglichkeit erhält ihnen mehr Schaden zuzufügen. Aber auf dieser Welt gibt es Menschen, deren Kraft stark genug ist um Jay zu verletzen, diese haben meist einen Erstschlagvorteil, da er mit einem durchdringendem Angriff nicht rechnet. Sollte er merken, dass ein Mensch dazu in der Lage ist ihn zu verletzen, so ändert sich sein Kampfstil schlagartig. Jay wird defensiver, da er weiß, dass er sich nicht mehr alles leisten kann. So wartet er oft auf die Aktionen seines Gegners um eine nachfolgende Strategie zu entwickeln. Nun kommen wir aber an der großen Besonderheit des Kampfstils des jungen Schamanen. Denn Jay ist ein hervorragender Apotheker und ist auch dazu in der Lage Schmerzmittel und Steroide im Kampf zu verwenden. Das sorgt dafür, dass er aus sich die Fähigkeit herausholen kann weiter zu machen, wo sein Körper eigentlich schlapp machen würde. Doch ist zu bedenken, dass viele der Medikamente auch ihre Nebenwirkungen haben und diese oft schlimmer sind, je stärker das Medikament ist. Oft treffen diese Nebenwirkungen auch ein, wenn die Wirkung des Medikaments abklingt und erschweren dem jungen Piraten somit den weiteren Kampf. Deswegen muss er gut darüber nachdenken wann er seine besten Mixturen rausholt. Ebenfalls ist Jay dadurch in der Lage seine Verbündeten mit Medikamenten zu unterstützen. Zu seinen Spezialitäten zählen nämlich ebenfalls heilende Salben.
Stärken:  
Charakter: Jay kann gegenüber seinem Gegner eine ziemlich provokante Art haben, was ihn leicht aus seiner Defensive locken oder ihn dazu bringen kann insgesamt unachtsam zu werden. Es macht ihm Spaß seinen Feind zu provozieren und er kann es je nach Situation auf eine humorvolle oder auf eine ernste Art tun. So sagt er jemandem, welcher sich seinen Hass zugezogen hat, mitten ins Gesicht, dass seine Angriffe schwach sind. Gegenüber einem Menschen gegen den er nichts hat und es einfach der Fall ist, dass sie in anderen Teams spielen kann er hingegen auf allerlei Arten von Provokation zurückgreifen. So kann er sich von einem Angriff treffen lassen und so tun als hätte es weh getan und noch vieles mehr. Diese Stärke kommt ihm besonders aufgrund seines hohen Widerstandes zu Gute. Viele Gegner haben Probleme ihn zu verletzen, egal wie viel Kraft sie in ihre Angriffe stecken, doch Jay kann aufgrund der Tatsache, dass wütende Menschen vorhersehbarer sind seine offensiven Strategien besser planen.

Waffenlose Nahkampftechnik: Jay ist dazu in der Lage sich ohne jede Waffe zur Wehr zu setzen. Dies bringt ihm einige Vorteile, so ist er nicht auf einen gewissen Freiraum angewiesen um zu kämpfen. Der junge Pirat ist durch außerdem dazu in der Lage dadurch, dass er schon lange ohne Waffe kämpft, gut mit seinen Fäusten umzugehen. So kennt er auch einige Strategien, wie er seinen Gegner dazu bringen kann seine Waffe fallen zu lassen.
Schwächen:
Charakter: Jay kümmert sich in den seltensten Fällen darum, dass er getroffen wird, da die meisten Menschen ihn ohnehin nicht verletzen können. Sollte er nicht wissen, dass ein Mensch dazu in der Lage ist sein Fleisch zu schneiden oder zu durchbohren, so kann das in einem ziemlichen Nachteil enden. Sollte der Gegner wissen wie er Jays Art ausnutzen kann, so kann das in einem ziemlich üblen ersten Treffer enden. Natürlich ist James nicht dumm und er wird defensiver, wenn er weiß, wozu sein Feind in der Lage ist, aber der erste Treffer kann in manchen Kämpfen bereits entscheidend sein.

Waffenlose Kampftechnik: Die Tatsache, dass Jay ohne irgendwelche Waffen kämpft hat natürlich nicht nur Vorteile, sondern vielleicht sogar mehr Nachteile. So hat er einerseits den Reichweitennachteil. Wo andere Leute ein Schwert als Verlängerung des eigenes Armes benutzen ist Jay auf seinen eigenen Körper angewiesen und wo andere mit einer Pistole schießen um einen Feind aus der Distanz zum schweigen zu bringen muss sich James wohl auf das Werfen von Steinen beschränken, wenn er jemanden aus der Entfernung besiegen will. Ebenfalls können andere ihre Waffe zur Verteidigung benutzen, da sie keinen Schmerz empfinden, wenn ihre Waffe geschlagen wird, Jay hingegen ist darauf angewiesen, dass sein eigener Körper hart genug ist um den Treffer zu fangen.

Provokationen: Jay ist viel zu häufig damit beschäftigt den Gegner zu provozieren. Dies kann ihn unterschiedlich einschränken. So lässt es ihn selbst unvorsichtiger werden, da er sich nicht mehr auf seinen Gegner konzentriert, oder manche seiner Provokationen können sogar so lächerlich und groß werden, dass Jay sogar anfängt während des Kampfes Müll von der Straße aufzuheben. Sollte der Gegner eine Möglichkeit zum Angriff suchen... Jay bietet reichlich und diese Provokationen hören auch nicht auf, wenn Jay weiß, dass er nicht unverwundbar ist.
Inventar:
Arbeitsmesser:
Art: Säbel
Rang: Einfaches Schwert
Aussehen:
Beschreibung: Arbeitsmesser ist ein einfacher Säbel ohne einen bestimmten Rang. Es wird von Jay eigentlich gar nicht verwendet und hat größtenteils einen Dekorativen Zweck. Die meiste Zeit hängt es an seinem Gürtel und sieht einfach nur aus wie ein Schwert, aber genutzt wird es von ihm nur, wenn er jemanden bedrohen möchte oder einfache Arbeiten gemacht werden müssen, zu denen Jay normalerweise zu einem Arbeitsmesser greifen müsste. Manchmal benutzt er das Schwert auch um sein Essen klein zu schneiden oder in seltenen Fällen auch als ein Wurfgeschoss, wenn er wütend ist und er etwas braucht woran er seine Wut rauslassen kann.

Medikamente/Gifte: Hier sind alle Gifte und Heilmittel aufgelistet die Jay im Kampf benutzt

Name: Geisterkraut
Herstellung: Ein Kraut, welches auf der Insel der Geister gefunden werden kann. Jay hat sich mehrere dieser Kräuter mitgenommen und hat sogar Samen für die eigene Aufzucht bei sich.
Das Geisterkraut ist ein Aufputschmittel, welches Müdigkeit geringfügig neutralisiert, ebenfalls erhöht es die Konzentrationsfähigkeit. Dieses Kraut ist schwach und seine Wirkung hält nur für 5 Minuten an, hat dafür aber nur geringe Nebenwirkungen. Je mehr man isst umso stärker und sind die Wirkung und die Dauer, aber dafür fühlt man sich danach umso schlaffer. Die Wirkung ist natürlich auf eine Dosierung von einem Blatt abgestimmt.

Name: Tierseele
Herstellung: Ein weiteres Kraut der Insel der Geister, welches von Jay auf seiner Reise mitgenommen wurde und von ihm großgezogen wird.
Die Tierseele ist ein Mittel, dessen Effekt kaum merklich ist und es ist eine eher schwächere Art von Schmerzmittel. Ein Mensch mit geringer Schmerzgrenze würde bei verzehr der Blätter dieses Krauts wohl aufhören wegen jedem Kratzer zu schreien. Für Medizinische Zwecke werden mehrere Blätter auf einmal verwendet, damit der Effekt eintrifft. Eingenommen wird es durch den Mund.

Name: Pflanzenseele
Herstellung: Die 3. Art von Kraut, welche aus der Insel der Geister kommt und von Jay mitgenommen wurde.
Dies ist ein Heilkraut, welches den Heilprozess von Verletzungen beschleunigen soll und eine besonders reinigende Wirkung auf Wunden hat. So werden sie von Jay ab und zu verwendet um seine Wunden direkt zu betäuben, sollte er einmal die Möglichkeit dazu haben. Die Nebenwirkungen dieses Krauts sind im Prinzip gar nicht vorhanden, weswegen es auch in seiner Wundversorgung oft Verwendung findet. So ist es zuverlässiger als die Tierseele, welche einem nur geringfügig die Schmerzen nimmt, ist aber schwer im Kampf einsetzbar, da es direkt an die Wunden gerieben werden muss.

¬ ATTRIBUTE & FÄHIGKEITEN:

Stärke: D
Geschwindigkeit: E
Geschicklichkeit: E
Ausdauer: C

Support-Fähigkeiten
Navigation: E
Apotheker: D
Kampf-Fähigkeiten
Giftresistenz: D
Steinhaut: C
Verbesserte Sinne: E
Steroide: E
Premium-Fähigkeiten
Panzer (spezialisiertes B-Haki): D


¬ TECHNIKEN:

Name: Bärenfaust
Art: Offensiv
Reichweite: Nahkampf
Beschreibung: Bei diesem Angriff schlägt Jay mit seiner Faust zu, während er die Kraft der Geister um sich herum aufnimmt. Laut seiner eigenen Aussage geben ihm die Geister um ihn herum die Kraft eines Bären um diesen Faust stärker zu machen. Der Schlag ist meist ziemlich einfach in der Durchführung und dauert auch selten lange. Genau aus diesem Grund ist sie eine nützliche Standardtechnik.

Name: Gazellenkick
Art: Offensiv
Reichweite: Nahkampf
Beschreibung: Der Gazellenkick ist ein Konterangriff, bei welchem Jay die Macht der Geister um sich herum einatmet und auf diese Weise laut Eigenaussage so grazil wie eine Gazelle wird. Hierbei läuft er an seinem Feind vorbei und weicht einem feindlichen Angriff nach unten aus indem er sich bückt und setzt dem direkt einen Drehkick hinterher um den Gegner die Beine wegzuziehen. Dieser Angriff findet aber im Arsenal des jungen Piraten aufgrund seiner offensiven Art nur gegen Gegner Verwendung, bei denen er weiß, wie stark diese eigentlich sind.

Name: Rhino-Rammbock
Art: Offensiv
Reichweite: Nahkampf
Beschreibung: Diese Technik ist ebenfalls ein Angriff bei welchem Jay laut eigener Aussage die Kraft der Geisterwelt benutzt. Hierbei sorgen die Geister nach eigener Aussage dafür, dass er die Durchschlagskraft eines sprintenden Rhinozeros hat. Bei diesem Angriff sprintet er für gewöhnlich seinem Gegner entgegen und versucht diese wie ein Rhinozeros mit dem Kopf zu tackeln. Überraschenderweise ist dieser Angriff um einiges Effektiver, wenn er auf sehr nahe Distanzen verwendet wird, als wenn er auf große Distanzen auf denen sich Jay warm laufen kann durchgeführt wird, weil es auf nahe Distanzen viel schwerer ist darauf zu reagieren.

Name: Bullenkopfstoß
Art: Offensiv
Reichweite: Griffreichweite
Beschreibung: Diese Technik ist eine Technik bei welcher Jay versucht mit Hilfe der Kraft, welche er aus der Geisterwelt bezieht die Kraft eines Bullen zu imitieren. Bei diesem Angriff packt er sich den Gegner, meistens am Kragen und gibt ihm eine Kopfnuss, welche sich gewaschen hat. Hierbei ist zu bedenken, dass selbst wenn die Kraft des Schamanen nicht so ausgefeilt sein sollte, aufgrund der Härte seines Kopfes schon größere Verletzungen entstehen können, weswegen dieser Angriff auf zu seinen eher gefährlicheren zählt.

Name: Falkensturz
Art: Offensiv
Reichweite: 0-10 Meter Entfernung (Sprungweite)
Beschreibung: Dieser Angriff ist inspiriert von dem Sturzflug eines Falken. Jay benutzt diesen Angriff in der Luft um den Gegner im Sturz zu attackieren und besonders wirkungsvoll ist er, wenn der Pirat sich vorher von einem Gegenstand abstoßen konnte. Dadurch nimmt er durch die zusätzliche Kraft eine höhere Geschwindigkeit an und erhält eine höhere Durchschlagskraft. Während dieses Angriffs stürzt er auf den Gegner hinab und rammt ihm dabei seine Kniescheibe entgegen. Mit dieser ist natürlich das wirkungsvollste Ziel der Rücken, Kopf oder der Nacken, doch auch ein Angriff gegen andere Körperteile kann gefährlich werden, sollte er den Angriff mit Haki aufladen und somit noch härter machen.
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Jay Richards

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Fr Aug 28, 2015 1:55 am

*Stück Fleisch in den Thread werf*
Fasst!

Und da es in letzter Zeit wohl auch zur Anforderung geworden ist:
Coco-Island, Shiba und die Insel der Geister werden Morgen oder Übermorgen bei den beworbenen Inseln stehen. Ich denke ich habe in der BW das wichtige Zeug für die Inseln aber ausreichend beschrieben.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Jay Richards   Mi Sep 02, 2015 7:23 pm

Die Stärken/Schwächen sind mir nicht ausgeglichen genug. Keine von Jays Schwächen ist eine "richtige" Schwäche. Wie du im Kampfstil bereits sagst, kann man Jay höchstens einmal verletzen und schon hört er auf sich auf seine Unverwundbarkeit zu verlassen.
Das Jay keine Waffe verwendet ist nicht einmal eine relevante Schwäche, da es immer möglich ist sich eine Waffe oder einen Ersatz zu besorgen. Vor allem da Jay mit einer Waffe rumrennt und da er ja wie du schreibst zur Not werfen kann usw. ist auch Fernkampf keine echte Schwäche. Da muss bitte nachgearbeitet werden.

Geisterkraut: Du schreibst es gibt keine Nebenwirkung und das man sich nach Verwendung des Krauts schlapp fühlt. Finde den Fehler.

Also bisher sehe ich bei Jay noch keine Geschicklichkeit D. Immerhin bezeichnest du ihn als Kneipenschläger und auch von der medizinischen Seite her sehe ich kein Geschick D.
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Jay Richards

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Mi Sep 02, 2015 10:19 pm

Ich denke ich müsste alles angepasst haben:

Neue Schwäche angefügt, wobei ich mit dem Fernkampfzeugs mit dir nicht ganz einig bin, aber ok.

Geisterkraut: Satz überarbeitet

Geschicklichkeit gekürzt

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Mi Sep 02, 2015 10:27 pm

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BeitragThema: Re: Jay Richards   Fr Sep 04, 2015 1:02 pm

Ein paar Dinge wurden noch via PN besprochen. Damit ist die Bewerbung
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Viel Spass im RPG

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Jay Richards
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