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 Hafen des Windmühlendorfes

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Ryuki



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BeitragThema: Hafen des Windmühlendorfes   So Dez 29, 2013 2:38 pm


Der Hafen des Windmühlendorfes gilt wohl eher als... Steg am Wasser, denn als Hafen. Ein kleines Dorf wie das Windmühlendorf, würde niemals die notwendigen Mittel auftreiben können, um einen echten befestigten Hafen anlegen zu lassen. Dennoch gibt es in dem Dorf Boote und manchmal wollen selbst Schiffe an diesem Dorf und nicht in der Hauptstadt anlegen, weswegen die Dorfbewohner einen langen Holzsteg der Marke Eigenbau angelegt haben. Dieser findet sich am südlichsten Rand des Dorfes, beinahe schon ein Stück außerhalb. Hier sind die Boote der Dorfbewohner vertaut.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Di Dez 31, 2013 5:12 pm

cf: Dawn Island - Königreich Goa :: Windmühlendorf :: Partys Bar

Die bissige Antwort der jungen Frau, sie stehe ja wohl immer noch auf zwei gesunden Beinen ignorierte Ryuki, ebenso wie ihre genuschelte Anschuldigung das jemand, der gerade beinahe gestorben wäre, besser keine Ratschläge in dem Feld des Überlebens verteilen sollte. Er hatte weder die Zeit, noch die Lust, noch die Muße oder gar die Geduld sich weiter mit einem Grünschnabel wie dieser hier zu beschäftigen oder sich auch noch provozieren zu lassen. Er musste wieder loslegen und in Fahrt kommen, ehe die Marine ihn doch noch erwischte. Wenn er erst mal wieder unterwegs war, könnte er sich in Ruhe erholen und seine Crew wieder zusammensuchen. Bis dahin mussten solche Anfänger warten, selbst wenn sie Potenzial hatten. So wie die Anfängerin mit der er sich jetzt herumschlagen musste, allerdings lag ihr Potenzial nicht unbedingt in der Branche der Piraterie, dachte Ryuki bei sich und rief sich den Körper der jungen Frau noch einmal ins Gedächtnis. Aber das musste jetzt leider auch warten, besann sich der Pirat und machte sich auf, seine ungewollte Gesellschaft, vergeblich, los zu werden. Als Antwort auf seinen Versuch die Bedenken der Kleinen zu zerstreuen, erhielt Ryu nur ein gebrummeltes Etwas zu hören, was nicht verhindern konnte, dass er die Antwort vernahm und beinahe gequält aufstöhnte. Die Kleine war Ärztin? Musste das ausgerechnet jetzt sein? Seit wann drückte man solchen Kindern denn bitte einen Doktortitel in die Hand? Die würde er bestimmt nicht los werden. Er verdrehte die Augen. "Na toll...", murmelte er leise zu sich. Rya hatte auch nicht mehr von seiner Seite weichen wollen, nachdem sie seine Wunde gesehen hatte. Konnten diese Weiber nicht verstehen, dass sie nervten, wenn man sie nicht gerade im Bett haben wollte? Nun gut, daran würde er wohl oder übel nichts ändern können und tatsächlich! Kaum hatte Ryuki das Gedachte gedacht, wurde ihm auch schon eröffnet das er keine Wahl hatte, er würde seine ärztliche Versorgung erhalten. Jetzt stöhnte er tatsächlich auf und eröffnete seinerseits, dass das Mädchen nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte. Nun gut, dass war vielleicht nicht unbedingt charmant, aber leider Gottes zutreffend und die Kleine regte sich nicht einmal auf. Stattdessen gab sie nur zu bedenken, dass er wohl ebenfalls nicht alle Zacken in der Krone hatte. Darauf erwiderte der Pirat nichts, sondern blickte einfach nur stur gerade aus und grummelte böse, während er durch die Straße stapfte. Auch die Antwort der Ärztin, es solle ihn nicht interessieren, um wen sie sich sorgte ließ ihn kalt und er musste sich beherrschen, um nicht ein "Sehr richtig" als Antwort zu geben, dass es ihn nicht interessierte. Natürlich würde er dem Mädchen helfen, aber das gestand er sich selber nicht und ihr schon gar nicht ein.
Es dauerte gar nicht lange, da hatte der junge Pirat die meisten Wohnhäuser des Dorfes hinter sich gelassen und begab sich in Richtung des Steges, welcher als Hafen diente. Schon von Weitem erkannte Ryuki die kleinen Boote der Dorfbewohner und zu seinem Entsetzen, nicht ein, sondern drei Schiffe. Und zwei davon waren Schiffe der Marine. Ein böses Knurren entglitt ihm. "Verdammt!"
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Di Dez 31, 2013 6:17 pm

cf - Dawn Island (Königreich Goa) - Windmühlendorf (Partys Bar)

Großartig Antworten auf ihre Aussagen und Fragen und Vorwürfe hatte Shizuya eigentlich auch gar nicht erwartet, aber irgendeine Reaktion dann ja schon. Sie gab gerne zu, dass sie noch nicht so viel über Piraten wusste und auch nicht über deren Regeln und Gesetze und sonst was alles. Aber war das denn wirklich so ein Problem? Sie konnte doch immer noch alles lernen, immerhin war sie noch jung! Und auch wenn sie von dem Piratendasein keine Ahnung hatte war sie wenigstens eine gute Ärztin und das hatte doch auch schon was, oder etwa nicht? Nun, ganz offenbar nicht. Immerhin bekam sie nur sarkastische und genervte oder gar hochnäsige Antworten von eben diesem Pirat da vor ihrer Nase. Zumindest empfand sie das so und vermutlich war es auch wirklich so. Daran ändern konnte sie aber nicht viel. Ihr blieben ja bloß die Optionen ihm einfach weiter zu folgen, oder aber umzukehren und ihn in seinen Tod laufen lassen - was ihr ja eigentlich auch total egal sein konnte. Das Problem bei der Sache: Es war ihr nicht egal. Sie wollte keine Leben einfach so sinnlos verschwendet sehen und zwar auch dann nicht, wenn es das Leben von so einem undankbarem und unfreundlichen Typen war wie... diesem da. Shizuya wusste seinen Namen ja immer noch nicht... Aber vielleicht war das auch besser so. Menschen deren Namen sie wusste blieben ihr länger im Gedächtnis. Wenn sie ihn also einfach gesund pflegte und sich ihre Wege dann wieder trennten war das auch absolut in Ordnung. Und sie könnte so schneller vergessen, dass sie ihm überhaupt begegnet war. Wäre durchaus eine Option, wenn Shizuya nicht einfach ein viel zu freundliches Wesen wäre...
Schweigend nahm sie seine kurze Antwort "Na toll" zur Kentniss und auch sein aufstöhnen. Er hatte also wirklich absolut keine Lust, dass sie ihm folgte. War ihr nur recht, sollte er sie doch nicht mögen. Viele Patienten konnten Ärzte nicht ausstehen, das hinderte diese aber nicht daran sich um die Wunden zu kümmern. War an sich doch ganz simpel. Aus diesem Grund sagte Shizuya nun auch nichts mehr zu ihm, Worte waren an ihm eh total verschwendet. Sie lief einfach still neben ihm her und blickte nach vorne, bis sie die Häuser hinter sich ließen und der Hafen in Sicht kam. Die beiden Marineschiffe waren wirklich nicht zu übersehen und das knurrende "Verdammt" von dem Piraten entging ihr auch nicht. Er schien also bereits seine Probleme mit der Marine zu haben... Shizu eigentlich eher bedingt. Um wirklich von denen verfolgt zu werden müsste sich die junge Ärztin wohl mehr Mühe geben und dazu sah sie keine Veranlassung. Solange sie keiner Bande angehörte, der sie vertrauen konnte oder sonst irgendwelche Menschen um ich hatten, die ihr helfen würden, sah sie keinen Sinn darin sich Ärger mit der Marine einzuhandeln. Der Profi-Pirat neben ihr hatte da wohl bereits seine Sorgen. Nein, nein, sie durfte sich jetzt nicht schon wieder um ihn sorgen! Das war absolut sein Problem, sie würde ihn einfach nur begleiten und verarzten, das war alles. Naja... und wenn er da mitten rein rannte... ihm vermutlich doch helfen... Aber das musste sie sich jetzt noch nicht eingestehen, immerhin waren sie noch nicht so nah an den Schiffen.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Fr Jan 03, 2014 7:20 pm

Hieß es nicht eigentlich, man hätte Glück im Unglück? Wie konnte es dann sein, dass man erst Glück hatte und dann, wenn alles sogar mehr oder weniger perfekt zu laufen schien, trat einem das Schicksal mit aller Kraft in den Allerwertesten. Da erlaubte sich irgendeine Schicksalsgöttin offenbar einen Spaß mit ihm und ließ ihn sich zu erst ein bisschen erholen und wieder zu Kräften kommen, soweit alles super. Dann gab es eine freundlich Seele, die sich um ihn gekümmert hatte, bisher noch alles gut. Keine Marinesoldaten in der Nähe und keiner, der verlangte er solle irgendwas bezahlen, wurde ja immer besser. Die freundliche Seele sah nicht schlecht aus und erzählte sogar von einem Piratenschiff, welches sich in der Gegend aufhalten sollte, alles perfekt! Doch obwohl Ryuki das ganze Glück einfach hingenommen hatte, ohne nach mehr zu verlangen, schien es genug zu sein. Sein Glück hatten ihn verlassen. Den leider war die freundliche Seele eine unerfahrene Nervensäge, die glaubte ihm sagen zu können was er zu tun und zu lassen hatte und die ihn nicht alleine lassen wollte. Das Schiff der Piratenbande lag am Hafen und war leicht beschädigt, dass war zwar doof, aber hinnehmbar. Weniger hinnehmbar war, dass die Piraten es offenbar geschafft hatten sich von der Marine fangen zu lassen und zwei Marineschiffe, bewachten das Piratenschiff. Am schlimmsten jedoch, war die Besatzung der Marineschiffe, welche nun alle drei Schiffe bevölkerte und dabei nicht unwesentlich bewaffnet zu sein schien, ein Umstand der Ryuki doch ziemlich störte und zu einem leisen Fluch verleitete.
Die beiden Piraten waren auf einem einfachen Trampelpfad, welcher einen kurzen Hügel hinunter zum Steg ging, rechts von ihnen ging der Hügel hinauf zum Dorf, rechts von ihnen ein kleiner Abhang. Es waren noch einige Meter zu gehen, ehe Ryuki mit seiner Begleitung an dem Steg wo die Schiffe vor Anker lagen ankommen würde, doch der Pirat blieb stehen und betrachtete die Soldaten. Leise murmelte er Unverständliches vor sich hin und seine Stirn legte sich in Falten, so als dachte er angestrengt nach. Sein rechter Daumen und Zeigefinger mahlten leise aneinander, während die blauen Augen das leicht hektische Geschehen an den Schiffen betrachtete. Zwei Schiffe der Marine bedeuteten in einem Blue insgesamt mindestens fünfzig bis einhundert Soldaten, wenn nicht mehr. Er wusste nicht, ob die Marine nicht vielleicht die Besatzung erhöht hatte, nach dem Vorfall mit den Thunderpirates. Kurz warf Ryuki einen Blick zur Seite, auf die junge Frau neben ihm. Nein, auf sie konnte er nicht zählen, sie wäre zu schnell außer Gefecht, besser wäre es, sie würde sich verstecken. Aber vermutlich würde sie nicht einmal das hinbekommen. Der Pirat dachte nach, ging im Kopf mehrere Szenarien durch, ehe die Lippen schürzte und sich entschlossen zu der Ärztin drehte. "Du wartest hier.", befahl Ryuki ihr und ging auf den Abhang zu. Er hockte sich hin und stützte sich mit der linken Hand am Boden auf. "Und lass dich nicht erwischen." Ein letztes Mal blickte er zu der jungen Frau, dann sprang er den kurzen Hang hinunter. Es waren nur drei Meter oder so gewesen, aber Ryuki war dennoch froh, dass es nicht mehr gewesen waren. Ansonsten hätten die Reste seiner Hose wohl endgültig den Dienst quittiert. Kaum hatte der junge Pirat den Boden erreicht, huschte er in geduckter Haltung zu den Schiffen und versteckte sich hinter einigen Kisten, welche darauf warteten abtransportiert zu werden. Jetzt erst, konnte er die Schiffe genauer betrachten. Die beiden äußeren waren einfache Marineschiffe, dass mittlere das Schiff der Piraten. Es schien Ryuki ein wenig größer als das alte Schiff der Thunderpirates zu sein und es war wesentlich... schlichter. Kein großer Adler als Galionsfigur und die gesamte Erscheinung war dunkler, einfacher. Aber jetzt sollte er sich besser nicht um das Aussehen der Schiffe kümmern, dachte er sich und hob einen großen Stein, so groß wie ein Menschenkopf auf und machte sich bereit, aus seinem Versteck hervor zu treten.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Fr Jan 03, 2014 7:59 pm

Über Glück und Unglück konnte Shizu vermutlich auch nachdenken... Das Problem dabei war, sie war sich immer noch nicht sicher, ob es Glück war diesen Piraten getroffen zu haben oder eher absolutes Pech. Einerseits konnte sie nicht leugnen, dass er was hatte und das er auch nicht schwach rüberkam oder irgendwas in der Richtung. Was ihr allerdings auf der anderen Seite fehlte waren die guten Eigenschaften.. in diesem Fall Charaktereigenschaften. Sie konnte bisher absolut nicht sagen, dass er freundlich oder höflich oder sonst irgendwas wäre. Eher würde sie ihn als arrogant und gemein abstempeln.. oh und undankbar natürlich auch noch. Auch wenn er nämlich meinte seine kleine gequetschte Bedankung am Rande hätte gereicht, wäre wohl jeder andere Mensch einer anderen Meinung. Er konnte doch nicht wirklich glauben, dass diese kleine Aussage sie besänftigen sollte. So ein Schwachsinn. Eigentlich regte dieser Typ Shizuya einfach nur auf und sie hatte immer weniger Grund ihm zu folgen und ihm zu helfen, dennoch führten ihre Füße sie neben dem Piraten her und sie ließ auch nicht davon ab ihm bissige Antworten zu geben und trotzdem das Gefühl zu haben ihm helfen zu müssen. So widersprüchlich konnte das Leben sein, was soll man machen.
Und so hatte das ganze sie nun dazu geführt sich zwei Marineschiffe anzusehen, welche durchaus gut besetzt sein werden und welche das Piratenschiff an sich genommen haben. Das war durchaus ärgerlich, denn im Moment schien es wirklich so, als wäre nur dieses Schiff da um von hier abzuhauen. Und da es von der Marine bewacht wurde, musste man sich mit ihnen anlegen, damit man hier weg kam. Blöder Weise würde das wohl dazu führen, dass sich auch Shizuya mit denen anlegen musste, wenn sie hier weg wollte... Andererseits...
Nachdenklich ging ihr Blick zu dem Piraten neben sich, welcher angestrengt nachdenkend zu den Marineschiffen schaute und sich wohl schon so seine Gedanken machte, wie er an die Schiffe kommen würde. Dass sie dabei keine Rolle spielen würde war ihr bereits schon klar, bevor er überhaupt irgendwas sagen musste. Warum sollte er sie auch mit einberechnen, immerhin war sie doch ein totaler Neuling und hatte nichts drauf, wenn es nach der Meinung von ihm ging. Vermutlich hatte er da schon irgendwo Recht, aber auch Shizuya war in der Lage sich zu verteidigen und zu kämpfen, wenn es sein musste. Konnte er nicht wissen und interessierte ihn gewiss auch nicht, also würde sie weiterhin den Mund halten und abwarten, was seine gloreiche Idee ist. Schließlich rückte er mit dieser auch raus... so halb. Jedenfalls war ihren Part darin anging. Nämlich hier bleiben, warten und sich verstecken. Verärgert verzog Shizuya den Mund und schaute zu, wie er sich nach unten schwang und dort schließlich versteckte. Dieser Typ regte sie so verdammt auf, das konnte sie einfach nicht anders sagen! Grimmig wie sie war hörte sie hier natürlich nicht auf ihn und schwang sich ebenfalls nach unten, landete leichtfüßig und versteckte sich schließlich ebenfalls hinter ein paar Kisten. Ihr Blick wanderte zu dem Piraten rüber, der sich einen Stein schnappte und irgendwie führte das dazu, dass sie die Stirn runzeln musste. Wollte er die Marinesoldaten jetzt mit einem Stein K.O schlagen? War das sein ernst? Naja, vielleicht verstand die junge Ärztin auch nur irgendwas an seinem Plan noch nicht, was daran liegen könnte, dass er ihr den Plan noch nicht erzählt hat. Und vermutlich auch nicht erzählen wird, aber so ist das nun mal. Verärgert über sich selbst, weil sie sich schon selbst anfing zu hassen, da sie ihm dauernd helfen wollte, zog sie den linken Dolch aus der Scheide und warf diesen neben dem Piraten in den Boden. Das gab kaum ein Geräusch von sich und sie hatte auch nicht vor ihm zu erklären, warum sie das machte. Im Moment allerdings glaubte sie, dass er keinerlei Waffen bei sich hatte, jedenfalls war ihr das nicht aufgefallen.. Wenn er sich mit der Marine anlegen wollte, dann wenigstens nicht mit einem Stein!
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Fr Jan 03, 2014 9:02 pm

Wie war das noch gewesen? Aller guten Dinge sind drei? Nun, die junge Ärztin nervte ihn, Nummer eins. Sie hielt sich offenbar für unabkömmlich und wich nicht von seiner Seite, Nummer zwei. Und zu guter Letzt, Nummer drei, sie hörte nicht mal auf ihn, wenn er ihr ihrer Gesundheit wegen einen Befehl erteilte, na wenn das mal nicht nach Spaß klang. Still schweigend und ohne Antwort hatte Ryuki seine Begleiterin einfach auf dem Pfad stehen gelassen und hatte tatsächlich geglaubt, sie würde sich verstecken und Ruhe bewahren. Aber irgendjemandem musste Ryuki wohl derbe ans Bein gepisst haben, dass er mit dieser jungen Frau gestraft worden war, die sich natürlich sofort hinter Ryuki her schwang und sich hinter ein paar Kisten von ihm entfernt versteckte. Eine Ader schwoll an Ryukis Schläfe an und er spürte, wie er wütend wurde und er warf der Frau ein paar durch aus mörderische Blicke zu. Wenn er sie jetzt zwischen die Finger kriegen würde, würde er dermaßen Schlitten mit ihr fahren, dass sie eine Woche lang nicht mehr sitzen können würde. Genervt verdrehte er die Augen und machte mit einigen bösen Handzeichen deutlich, wie begeistert er doch davon war, dass sich das Mädchen seinen Anweisungen widersetzt hatte. Er hatte absolut keine Lust den Babysitter für diese Göre zu spielen.
Natürlich würde sie sich nicht bewegen und brav in Sicherheit bringen, aber Ryuki hatte es wenigstens geschafft sich einigermaßen Luft zu machen, so konnte er sich wieder auf die Marinesoldaten konzentrieren. Alleine hätte er keine Probleme, keiner dieser einfachen Soldaten würde in der Lage sein seinen Körper auch nur zu kratzen. Aber was wenn das Mädchen alles verbocken würde? Er hatte keine Lust sich ergeben oder sein neues Schiff opfern zu müssen, nur um ihren, zugegebener Maßen, hübschen <3 zu retten. Noch einmal warf Ryuki einen bösen Blick zu dem Mädchen, welche plötzlich irgendetwas neben ihn war, was sich bei näherem Hinblicken als ein Dolch herausstellte. Verwirrt betrachtete Ryuki den kleinen Metallzahnstocher und trat ihn dann zur Seite. Als würde er so was brauchen, dass war zwar eine nette Geste, aber die hätte sich die Kleine auch sparen können. Jetzt galt es eh, sich zu konzentrieren. Vorsichtig trat Ryuki zwei Schritte von den Kisten weg, sodass er bequem über diese hinüber blicken konnte. Den großen Stein, oder kleinen Felsen, je nach Blickwinkel, warf er dabei wie einen Ball ein Stück hoch und fing ihn wieder auf, nur um ihn erneut zu werfen. Fokussiert kniff Ryuki das linke Auge zu, um besser zielen zu können. Es würde nicht reichen die Soldaten zu verprügeln, solange die Schiffe der Marine sie noch verfolgen oder beschießen konnten. Ein letztes Mal flog der Stein in die Luft, dann holte Ryuki aus. Mit einem Ausfallschritt und einem kleineren, hüpfenden Schritt dahinter holte er Schwung, dann zog er den rechten Arm nach vorne und schleuderte den Felsen mit all seiner Kraft. Sofort machte ein schmerzendes Ziehen sich in seiner Seite breit und Ryuki keuchte auf, sah jedoch, dass es sich gelohnt hatte. Wie von einem kleinen Katapult abgeschossen, schoss der Felsen sich selbst umdrehend durch die Luft, unbemerkt von den Soldaten. Erst als das Geschoss ungebremst in den Mast des linken Marineschiffes einschlug, bemerkten sie es. Wie eine primitive Kanonenkugel oder ein kleiner Meteorit, brach der Stein in das Holz des hohen Mastes und durchschlug diesen, wie einen Zweig. Holzstücke splitterten umher und regneten auf die Soldaten an Deck, während der Mast ächzend, wie ein lebendiges Tier aufschreiend zur Seite weg kippte und auf dem Deck aufschlug. Einige Soldaten, die nicht schnell genug reagieren konnten wurden von den Trümmern erschlagen, während andere von Bord geschleudert wurde. Die Soldaten, die es nicht getroffen waren standen unter Schock, schrien wild umher auf der Suche nach dem Angreifer.
Mit zufriedenem Grinsen trat Ryuki hinter den Kisten hervor und verbeugte sich galant vor den Soldaten, welche einen Moment brauchten ehe sie den beinahe gänzlich nackten Mann erblickten. "Mein sehr verehrten Damen und Herren.", begrüßte er die Soldten spöttisch. "Wenn sie die Güte hätten beiseite zu treten, werde ich mich damit begnügen das Piratenschiff zu kapern und ihr zweites Boot unbeschädigt zu lassen. Nein? Nun gut, dann eben nicht." Theatralisch erhob sich Ryuki wieder und lächelte charmant den Soldaten entgegen, welche ihn anstarrten. Viele brüllten wild herum und versuchten, die Verletzten zu bergen und einen Trupp zu bergen, der den Mast absägen sollte, ehe das Schiff vollständig kentern würde. Der seitlich herabhängende Mast verursachte eine wundervolle Schräglage. Andere wiederum schrien den soeben aufgetauchten Piraten an und zogen ihre Waffen, scheinbar nicht wissend was sie machen sollten, außer den Aggressor zu attackieren. Vorfreudig leckte sich Ryuki die Lippen und lies seine Nackenwirbel knacken, als die ersten Soldaten mit erhobenen Schwertern auf ihn zu rannten, der Spaß sollte beginnen.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   So Jan 05, 2014 11:36 am

Nunja, dass sich der Pirat nicht darüber freuen würde, dass Shizuya seinem Befehl nicht gehorchte, das war natürlich absehbar. Es störte sie allerdings nicht im Geringsten. Sie hatte keinen Grund seinen Befehlen zu gehorchen, er war weder ihr Vormund, noch ihr Vorgesetzter noch sonst irgendwas. Er hatte ihr also im Grunde absolut NICHTS zu sagen und daran würde sie sich auch einfach weiterhin halten. Immerhin wollte sie selbst auch nicht auf ihn hören. Das hatte der Typ sich auch gar nicht verdient. Da gab sich die junge Ärztin so eine Mühe seine Wunden zu versorgen und hatte sogar auf ihn aufgepasst und womit wurde es ihr gedankt? Mit einem sarkastischen und genervten Piraten, der offenbar alles besser wusste und auch besser konnte! Na schöön, Shizuya war keine erfahrene Piratin, immerhin war sie zwar mit dutzenden Piratenschiffen unterwegs gewesen, allerdings war sie da eher dem Arztberuf nachgegangen, als dem Piratendasein. Sie wollte ja auch eine der besten Ärzte dieser Welt werden und nicht der beste Pirat.. das war dann mehr so der Nebenberuf, den sie sich ausgesucht hatte. Irgendwie glaubte Shizu nämlich auch nicht, dass sie als kleine Dorfärztin wirklich viel lernen und erreichen würde. Als Pirat hingegen kam man viel herum und konnte so einiges dazu lernen, vielleicht sogar von anderen Ärzten auf anderen Inseln, die sie bisher noch nicht bereist hat.
Leise seufzend wandte Shizuya den Blick ab, als er sie so böse anschaute und auch recht wütend gestikulierte. Ihre gut gemeinte Waffe wurde ja auch mit Füßen getreten - Wort wörtlich... Also nahm sie sich vor, dass es ihr auch egal sein sollte, wenn er sich bei der nächsten Aktion den Hals brach oder sonst irgendwas tat. Sollte er sich doch mit zwei Marineschiffen anlegen.. Konnte ihr egal sein. Woher diese ablehnende Haltung nun kam? Eigentlich war Shizuya zu allen offen und freundlich, aber in der Zeit, in der dieser Pirat nun wach war hatte sich ihre Laune minutenweise verschlechtert. Und jetzt war sie eben an einem Punkt angeommen, wo sie sagen würde, dass es ihr total egal ist was mit ihm passiert. Blöder Weise wusste sie im Unterbewusstsein, dass sie trotzdem zu ihm rennen und ihn verarzten würde, wenn er sich nun wirklich etwas tun würde. Da er allerdings schon so große Töne von sich gab, glaubte sie ja nun nicht, dass er sich wirklich von der Marine fertig machen lassen wird. Wie stand er denn sonst vor ihr da, die ja aus seiner Sicht offenbar zu nichts taugte?
Verärgert kaute sich Shizuya auf der Unterlippe herum und schreckte etwas auf, als sie ein lautes Geräusch hörte, ein paar Schreie und es irgendwie deutlich wurde, dass dieser Kerl wusste, wie er die Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein klein wenig verunsichert wandte Shizuya den Blick zur Seite und betrachtete den Piraten, wie er sich verbeugte und dann anfing mit den Marinesoldaten zu reden. Irgendwie war er ja schon total irre... anders konnte man das nicht ausdrücken. Aber vielleicht musste man als Pirat auch einfach total behämmert in der Birne sein? Seufzend schnappte sich Shizuya ihren Dolch vom Boden wieder und steckte ihn zurück dahin, wo er hingehörte. Währenddessen blieb sie aber immer brav hinter den Kisten versteckt. Der komische Typ sollte seinen Spaß haben, sie würde sich nicht einmischen. Da sie sich daran erinnerte, dass sie ihn nicht mal nähen konnte und er sonst wie viele Tonnen wog, glaubte sie nicht, dass ihm die Kugeln der Marine oder deren Schwerter besonders viel antun konnten. Ihr hingegen schon. Mal davon abgesehen, dass sie keinen Ärger mit der Marine provozieren wollte, wo sie im Grunde immer noch keinen Ort gefunden hatte, an den sie glaubte zu gehören. Und darum würde sie einfach hier sitzen bleiben und den Piraten seinen Spaß haben lassen... oder so.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   So Jan 12, 2014 4:46 pm

Trotz seiner offensichtlich erbosten und wütenden Gesten, machte die junge Ärztin keinerlei Anstalten sich in Bewegung zu setzen und ihren Hintern aus dem Gefahrenbereich zu bringen, den Ryuki in wenigen Momenten zu eröffnen gedachte. Auch die Tatsache, dass er ihren Hilfeversuch mit Füßen trat, im wahrsten Sinne des Wortes, schien die junge Frau noch recht gelassen zu nehmen. Zumindest dampfte sie nicht vor Zorn rauchend davon, wie es vermutlich Hana gemacht hätte, hätte Ryuki sie dermaßen behandelt. Allerdings musste er sich eingestehen, dass er die liebreizende Tigerdame niemals so behandeln würde. Vielleicht würde er sich ja bei Zeiten bei dem Mädchen entschuldigen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jetzt galt es jedenfalls seinen Angriff zu starten und so schnell wie möglich die Kontrolle über das Piratenschiff zu gelangen und während Ryuki den Stein als primitive Kanonenkugel missbrauchte, sammelte die Ärztin den Dolch auf, welchen sie Ryuki als Hilfe zugeworfen hatte. Nun ja, offensichtlich brauchte sie ihn.
Nachdem Ryuki das Marineschiff attackiert und die Soldaten verhöhnt hatte, hatten sich die ersten Marinemitglieder zumindest soweit gefasst, dass sie ihre Schwerter und Gewehre ergreifen konnten. Ein gutes Dutzend Schwertkämpfer, sprintete auch sofort auf den scheinbaren Angreifer zu, der sich ihnen entblößt hatte. Nun würde er dafür bezahlen, ihr Schiff beschädigt und schlimmer noch, die Ehre der Marine verhöhnt zu haben. Die anderen Soldaten kümmerten sich darum, die Verletzten zu umsorgen. Und was machte Ryuki? Nun, er stand noch immer regungslos vor den Schiffen und erwartete mit einem breiten Grinsen die anstürmenden Soldaten. Der erste Soldat der ihn erreichte, ein junge Bursche mit blondem Haar, griff dieser ihn auch sofort mit einem beidhändig geführten Hieb über den Kopf an. Sofort ging der Pirat in die Offensive und fing die Arme des Soldaten auf, um ja nicht mit der Klinge in Kontakt zu geraten. Er wollte seine Teufelskräfte nicht so schnell preisgeben. Verdutzt blickte der Marinesoldat auf seine festgehaltenen Hände und dann dem Piraten ins Gesicht, der einfach nach vorne trat und dem Soldaten die Stirn gegen die Nase knallte. Es knackte, es spritzte, es fiel ein Soldat zu Boden. Ein wunderbares Bild. Doch Ryuki hatte keine Zeit dafür, sein Kunstwerk zu bewundern, denn auch die anderen Soldaten waren heran und stürzten sich gemeinsam auf den Piraten, welcher sich nun doch gezwungen sah, die Klingend er Schwerter einfach mit seinen Unterarmen abzufangen und mit einem seitlichen Kick, gleich drei der Männer zur Seite zu treten, ehe er sich daran machte die restlichen Kämpfer mit seinen Fäusten zu attackieren und sie von sich weg zu schleudern. Mit einem Krachen landete ein Soldat in den Kisten, hinter denen sich Ryuki versteckt hatte und zwei weitere, in denen hinter denen die Ärztin sich aufgehalten hatte. Kurz warf Ryuki einen Blick über die Schulter, um zu sehen ob bei der Dame alles in Ordnung war, konnte jedoch nicht einmal erkennen, ob die Soldaten überhaupt bewusstlos waren. "Sorry!", rief er scheinbar zu den Soldaten. Zumindest sah es so für deren Kameraden aus, welche schon als nächstes auf den Piraten zu rannten. Auch wenn dieser gerade ein Dutzend ihresgleichen besiegt hatte, ihre Ehre verbot es ihnen einfach so aufzugeben und bestimmt hatte der Kerl nur einen Trick verwendet!
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Hana Tobutori

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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Di Jan 21, 2014 12:33 pm

cf: Königreich Goa: Wildnis: Räuberpfad

Die Sonne brannte Hana auf den Rücken, als sie am 'Hafen' entlang ging. Genauer genommen war es nur ein simpler Steg des kleinen Dorfes, kein Hafen. Aber auch das Dorf war nicht besonders groß, weshalb die Größe des 'Hafens' vollkommen ausreichte. Hana war bereits in der Bar gewesen, die vollkommen leer war, wahrscheinlich, weil sie geschlossen war. Es war dem Barmann aber auch nicht schwer gefallen ihr genau das zu sagen, was sie hören wollte: Ryuki war dort gewesen. Er war wohl vollkommen ausgehungert und auch verletzt weg gewesen, aber das wusste sie ja schon. Neu war lediglich, dass er in Begleitung gewesen war und das er ein Schiff haben wollte. Und genau deswegen war sie jetzt hier. Allerdings beeilte sie sich nicht, auch wenn alles in ihrem Körper danach schrie. Nicht das er noch ohne sie von dieser Insel verschwand. Dann würde Hana mühe haben, ihn wieder zu finden. Er war zur Zeit der einzige Anhaltspunkt was ihre ehemalige Bande anging. Vielleicht wusste er ja etwas über Zakuros verbleib oder über den Aufenthaltsort der 'Independence'. Wenn sie denn noch lebte, wie Hana es so schön nannte. Ihre beiden Hände hatte sie tief in ihren Taschen vergruben, ihr Blick war gesenkt und ihre Gedanken waren ganz woanders. Von daher war es pures Glück, dass etwas, dass an ihr vorbei flog, sie nicht direkt traf. Hana spürte nur den Windzug, der an ihr vorbei fegte. Sie riss ihren Kopf hoch und zuckte zusammen, weil sie unsanft aus ihren Gedanken gerissen wurde. Was zum Teufel war das denn eben? Sie drehte sich um und entdeckte ein am Boden liegendes Schwert, aufgrund der Qualität und dem Aussehen zu folge ein Schwert der Marine. Es schien ziemlich abgenutzt zu sein, aber das war nicht das eigentliche interessante. Sie drehte sich wieder nach vorn und versuchte zu erkennen, wo her er denn kam. Nur in der Ferne konnte sie mehre Silhouetten sehen, welche aber zu weit weg waren, als dass sie diese genauer identifizieren konnte. Doch was sie aus der Ferne erkannte, war ein Marineschiff, was auf gleicher Höhe vor Anker lag. Intuitiv nahm sie eine Hand aus ihrer Tasche und griff nach ihrem Bogen, ohne ihn von ihrem Rücken zu lösen. Das fliegende Schwert war ein guter Indikator für einen bevorstehenden Kampf, auf den sie eigentlich keine große Lust verspürte. Aber wenn sie doch in einen Kampf verwickelt würde, sollte sie lieber ihre Waffen griffbereit haben. Ihre Muskeln spannten sich an und erneut wurde ihr bewusst, dass sie ihre Muskeln gestern eindeutig überanstrengt hatte. Sie entspannte ihre Muskeln wieder um sie zu entlasten und lief dann langsam auf die Silhouette zu. Jeder Schritt war kontrolliert und gleichzeitig schienen sie willkürlich z sein. Sie musste bereit sein anderen Geschossen auszuweichen, wenn sie entdeckt würde. Als sie bis auf ca. 30 Meter an dem Tumult herangekommen war, weiteten sich ihre Augen und sie hielt inne. Überall lagen Marinesoldaten verstreut, K.O. oder so gut wie K.O. Doch das war nicht das eigentlich seltsame. Es war der Pirat, der diese Typen anscheinend angegriffen hatte und nun Deckung hinter ein paar mitgenommenen Kisten suchte. Hana ließ ihren Hand an die Stirn klappen und schüttelte den Kopf. Das war der Ryuki, den sie noch in Gedanken hatte. Sie verschränkte die Arme und betrachtete alles skeptisch. Ihr Blick wanderte zu dem Marineschiff, welches eine ganz schöne Delle aufwies, und die kam nicht vom falschen anlegen an den kleinen Hafen. Sie seufzte und lehnte sich an einen Pfahl, der nahe des Wassers stand. Würde sie eingreifen? Nein, höchstens dann, wenn Ryuki keine Chance mehr hatte, aber die Wahrscheinlichkeit war verschwindend gering. Sollte er doch seinen 'Spaß' haben. Die Freude, dass sie einen ihrer früheren Kameraden wiedergefunden hatte, war für kurze Zeit verschwunden.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Sa Feb 01, 2014 11:49 am

Bumm Bumm Bumm. Wie ein Hammer in der Esse schlug Ryukis Herz wild in seiner Brust und pumpte die so dringend benötigten Mengen an Sauerstoff in seine Muskeln, welchen er in schnellen Zügen in seinen Lungen sog. Adrenalin rauschte durch den Körper des jungen Piraten und ließen ihn die Schmerzen vergessen, welche ihm seine peinigende Seite zufügte; ließ die Wucht mit der die Schwerter auf seinen Körper sausten um ihn niederzustrecken zu kleinen Stichen werden und ihn das brennende Ziehen in seinen Muskeln mit Freude empfangen. Wilde Lust und unbeherrschte Freude raste durch die emotionale Welt des blauhaarigen Piraten, welcher endlich nach mehr oder weniger Erholung wieder in der Lage war zu kämpfen. Ryuki war sich vollkommen darüber im Klaren, dass er die Signale die sein Körper ihm sendete nicht ewig ignorieren konnte und durfte. Bereits nachdem er wenige Marinesoldaten besiegt hatte, spürte er wie seine Muskeln zu brennen begannen, während er voll ausgeruht selbst Hundertschaften mit dem Handrücken hätte wegschlagen können und genau wie Ryuki seine Muskeln zu spüren begann, spürte er wie es warm und feucht an seiner rechten Seite hinab lief und ein kurzer Blick bestätigte, dass die Wunde seiner Operationen wieder aufgegangen war. Vermutlich würde er sich für diese Nichtachtung seiner Gesundheit später einen Vortrag von der Ärztin über Selbstschutz und Lebenserhaltungstrieb oder so was in der Art anhören müssen.
Dummer Weise sah Ryuki derzeit keine andere Möglichkeit, sich des Piratenschiffes zu bemächtigen, welches zwischen den beiden Schiffen der Marine vor Anker lag. Den dies war Sinn und Zweck des scheinbar selbstmörderischen Angriffes des Piraten auf die Besatzung zweier voll ausgerüsteter Schiffe der Marine, der Diebstahl eines Piratenschiffes, mit welchem Ryuki gedachte wieder den East Blue zu besegeln und seine verloren gegangene Besatzung wieder zu finden. Doch bevor er dieser Suche nachgehen konnte, würde er erst einmal die Soldaten auf den Schiffen besiegen und die Marineschiffe kampfunfähig machen müssen. Denn er hatte nicht vor mit dem Piratenschiff abzuhauen, nur um sich dann im nächsten Moment von zwei Schiffen beschossen zu sehen. Deswegen hatte der Pirat seinen Angriff mit einem Stein begonnen, welchen er mit übermenschlicher Stärke geworfen und so den Mast des linken Marineschiffes zerstört hatte. Das Schiff hatte wie zu erwarten starke Schräglage angenommen, nachdem der Mast zur Seite abgeknickt, aber nicht abgebrochen war und viele Soldaten unter sich begrub. Während die einige Soldaten im anschließenden Chaos den Piraten attackiert hatten, hatte ein weit aus größerer Teil damit begonnen Verletzte zu bergen und zu versuchen den Mast, welcher drohte das Marineschiff zum Kentern zu bringen, gänzlich abzubrechen.
Es hatte nicht lange gedauert und Ryuki war mit den ersten Dutzend Soldaten fertig gewesen, welche er kurzerhand mit einer Reihe von wilden aber präzisen Stößen, Schlägen und Tritten bewusstlos und aus dem Weg geschlagen hatte, wodurch es auf dem Kai, denn mehr war der Hafen der Windmühlendorfes nicht, schon nach wenigen Momenten von bewusstlosen Männern nur so wimmelte. Die Begleitung von Ryuki, eine junge Ärztin welche von sich behauptete ebenfalls Pirat zu sein, hatte hinter ein paar Kisten Zuflucht gesucht, hinter welchen sich auch Ryuki vor Kurzem noch verborgen hatte, ehe zum Angriff übergangen war. Nun stand er für jedermann sichtbar vor den drei recht großen Schiffen und besah sich des Spektakel, scheinbar ohne auf die Männer zu achten, welche auf ihn zu gerannt kamen. Es waren die Marinesoldaten gewesen, welche sich um den Mast kümmern wollten, jedoch feststellen mussten das sie ohne Äxte kaum in der Lage waren das dicke Holz zu durchbrechen und sich von daher entschlossen ihre Kameradin im Kampf zu unterstützen.
Scheinbar waren die Soldaten der Marine ebenfalls mit Adrenalin vollgepumpt oder aber der Angriff hatte sie stark schockiert, denn scheinbar völlig ignorant der Tatsache gegenüber, dass ihre Kameraden bereits längst besiegt worden waren. Todesverachtend oder lebensmüde, mit einer der beiden Einstellungen warfen sie sich heroisch in die Schlacht gegen den scheinbar übermächtigen Feind, welcher ihre Schwerter mit seiner bloßen Haut abfing und an dessen Körper Pistolenkugeln abprallten, als bestehe sein Körper nicht aus Haut und Knochen sondern Eisen und Stahl. Der Gedanke, dass so etwas nun durch die Köpfe der Soldaten schoss, amüsierte Ryuki nicht wenig, genoss er doch den Ausdruck des schieren Entsetzen und des Erstaunens in den Gesichtern der Soldaten, die nicht glauben konnten was sie sahen. Es war der Titan- Frucht zu verdanken, einer der legendären Teufelsfrüchte, welche einem Menschen bei dem Verzehr im Austausch gegen die Fähigkeit zu Schwimmen unmenschliche Fähigkeiten verliehen. Doch in den Blues waren Teufelsfrüchte nur unwesentlich mehr als Märchen, kaum jemand glaubte auch nur an sie und diese Unwissenheit wurde den Soldaten zum Verhängnis. Noch ehe sich nun die zweite Welle von dem Schock über die Metallhaut des Piraten erholen konnte, hatte Ryuki auch schon sein Werk begonnen und trachtete danach, jedem der Soldaten aufzuzeigen was es bedeutete, sich mit ihm anzulegen.
Die ersten Soldaten schleuderte er erneut mit einfachen Schlägen zur Seite, nur um sie aus den Füßen zu haben. Selbst wenn seine Schläge nicht genug Kraft gehabt haben sollten um den Soldaten das Bewusstsein zu rauben, so dürfte zumindest genug Wucht dahinter gesteckt haben, um sie lange genug kampfunfähig zu machen. Doch Ryuki hatte keine Zeit sich darüber weiter Gedanken zu machen, sondern drehte sich stattdessen einmal um die eigene Achse und zog den Soldaten kurzer Hand die Füße weg, nur um den nächsten Soldaten wie ein Boxer auszuweichen und einen nach dem anderen niederzuschlagen. Stück für Stück arbeitete sich Ryuki weiter, bis auch die nächste Welle an Soldaten erledigt war und schnaufend stützte er sich auf den Knien ab, während er zu den Schiffen und dann auf seine Wunde blickte. Ob Zweifel in ihm aufkamen? Natürlich nicht, er würde die Soldaten schon besiegen, aber ob er dann auch noch in aller Seelenruhe das zweite Marineschiff beschädigen und dann von dannen segeln konnte? Er bezweifelte ja, dass die Ärztin wusste wie man ein Schiff seetüchtig machte, geschweige denn navigierte. Ryuki spuckte aus und richtete sich wieder auf, nur um den Kopf nach rechts und links zu legen und mit dem Nacken zu knacken, dann wandte er sich an die restlichen Besatzungsmitglieder der Marineschiffe und rief mit kräftiger Stimme. "Ey! Ey! Kommt ihr jetzt mal da raus oder muss ich zu euch kommen?" Laut schallten die Worte über den Kai und bezweckte genau das, was der Pirat bezwecken wollte.
Die dritte Welle an Soldaten kam und wurde wieder nacheinander aus geschaltet, wobei Ryuki feststellen musste, dass er nicht nur wesentlich länger benötigte, sondern auch dass bereits die ersten Soldaten nach seinen Schlägen wieder aufstehen konnten. Zwar war nach einem weiteren Treffer wieder Nacht, aber der Pirat merkte trotzdem, wie ihn die Kraft Stück für Stück verließ und die Wunde wollte nicht aufhören zu bluten! Er musste das schnell über die Bühne bringen. Ernst blickte Ryuki auf, als plötzlich ein lautes Pfeifen ertönte und verwundert blickte Ryuki zum unbeschädigten Marineschiff. Im nächsten Moment explodierte die Welt um den Piraten und lauter Jubel ertönte bei den Kanonieren an Bord des Schiffes.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Di Feb 04, 2014 1:26 pm

Langsam konnte Hana diese ganze Sache nicht mehr mit ansehen. Genervt massierte sie sich die Schläfe, ihre Augen waren konzentriert geschlossen. Wer wusste schon, ob nicht doch etwas auf sie zu kam, weshalb ihr gut ausgeprägtes Gehör die Pflichten ihrer Augen kurzerhand übernahm. Musste Ryuki sich denn immer in Schwierigkeiten begeben? Seit sie ihm vor einiger Zeit begegnet ist hatte er sich stets so benommen. Überall wo er hinging, war auch der Ärger nicht weit. Aber gleichzeitig erfreute es Hanas Herz, ihn so zu sehen. Es war doch schön zu sehen, dass er sich kaum verändert hatte, auch wenn das nicht unbedingt positiv war. Sie öffnete wieder ihre Augen und führte ihre Hand von ihrer Schläfe zu ihrem Bogen hinab. Sie würde wohl eingreifen, das Trauerspiel konnte ja keiner mehr ertragen. Zudem schmerzte es Hana sehr zu sehen, wie Ryuki bemüht war, sich die Marinesoldaten vom Leibe zu Halten während sein Körper allmählich unter der Anstrengung nachgab. Zwar war sein Körper außergewöhnlich, was an seiner einzigartigen Teufelsfrucht lag und so seinem Körper die gleiche Härte wie die eines Metalls gab, dennoch war er nicht unverwundbar. Unter ihm bildeten sich schon ganze Seen aus seinem Blut, welches sich langsam seinen Weg durch seine Kleidung und Bandagen suchte und aus seinem Körper quoll. Wo hatte er diese Wunde her? Das könnte sie ihn später noch fragen, wenn er die ganze Sache überleben würde. Bei dem Gedanken ihn auch noch sterben zu sehen, zischte sie, um diese Gedanken in ihrem Kopf im Keim zu ersticken. Sie schüttelte ihren Kopf, sie würde einen klaren Kopf gebrauchen. Schnell sah sie sich um, ihr Blick blieb an einem Dach hängen, was dem großen Marineschiff am Steg gegenüberlag. Es war nicht höher als der Mast des gewaltigen Schiffes, aber höher als das Deck auf jeden Fall. Das reichte ihr schon als Deckung. Mit einem letzten Blick auf den kämpfenden Ryuki drehte sie sich zur Seite und lief in eine Gasse, die an das Haus mit dem geeigneten Dach grenzte. In ihrer Hybridform konnte sie leichter klettern und gleichzeitig konnte sie die Kraft ihrer Teufelsfrucht nutzen. Mit den kurzen aber scharfen Krallen konnte sie sich in der Fassade festkrallen, während ihre Füße nach halt suchten, um sie aufs Dach zu katapultieren. Mit einem Rad kam sie am Dach an, elegant und leichtfüßig wie immer. Dennoch erschienen auf ihrer Stirn einige Schweißperlen, so hatte sie eine solche Anstrengung schon lange nicht mehr erlebt, mal abgesehen von der kleinen Hetzjagd letztens. Im Kopf hatte sich Hana schon einen Plan gemacht, wie sie die Soldaten außer Gefecht setzen konnte, ohne großartig selber als Zielscheibe zu enden. Sie würde sich hinter des Dachfirst verstecken und so wie eine gebürtige Scharfschützen einen guten Blick auf die Marinesoldaten auf dem deck haben. So würden früher oder später keine Soldaten mehr nachrücken können, schließlich waren ja keine mehr da. Wenn denn ihr Plan aufgehen würde. Sie blieb in ihrer Hybridform und bereitete im Schutze und Schatten des First ihren Bogen vorbereiten. Sie brauchte dringen wieder neue Pfeile, sie konnte nur noch 6 Stück in ihrem Köcher zählen. Sie biss die Zähne zusammen, das passte ihr gerade gar nicht in den Kram. Hana war fast schon eine Perfektionisten, wenn es um Pfeile ging. Sie machte sich lieber selber welche aus stabilem und gleichzeitig biegsamen und leichtem Holz. Die Fähigkeiten dazu hatte sie schön früh erlernt. Aber jetzt war nicht die Zeit, an alte Zeiten zu denken. Sie musste sich beeilen, wenn sie Ryuki helfen wollte. Sie legte den Bogen an, als gerade etwas ungeheures geschah. Die gewaltige Schallwelle einer Explosion erreichte sie, trotz des Schutzes durch den First. Ihr überempfindliches Gehör nahm diese Schallwelle viel stärker wahr, sodass es ihr in den Ohren Klingelte. Später wurde dieses klingeln zu einem gleichmäßigen pfeifen. Vor schmerzen hielt sie sich die Ohren, vielleicht würde sie ihre Ohren vor weiteren Schäden schützen können. Trotz dieses unglaublich starken Schmerzes, war die Neugierde größer. Langsam kroch sie die Schräge zum Dachfirsten hinauf um nachsehen zu können. Doch was sie da sah, gefiel ihr gar nicht. Überall war Rauch, Flammen standen auf dem deck des sowieso schon demolierten Schiffes. Und wo war Ryuki? Sie konnte ihn nirgendwo sehen. Weder vor dem Schiff, wo sie ihn das letzte mal gesehen hatte, noch auf einem der Schiffe. Das einzige, was sie sehen konnte, waren Soldaten, die zu jubeln schienen. Oh nein! Jubelnde Soldaten waren nie ein gutes Zeichen. Langsam erholte sich ihr Gehör und der Jubelschrei der Soldaten kam in Hörweite. Zwar konnte sie immer noch nicht alles genaustens hören, aber dieses Geräusch war so laut und eindringlich, dass sie es gar nicht überhören KONNTE. Sie schüttelte ihren Kopf, damit ihre Konzentration wieder zu ihr zurückkam und die Angst um Ryuki und sich selbst weichen konnte. Sie nahm ihren Bogen zur Hand und zielte. Ob es die Wut oder vielleicht doch die Angst, die wieder versuchte, die Oberhand über sie zu gewinnen, war, die ihr Kraft gab, wusste sie nicht, aber es spielte auch im Moment gar keine Rolle. Sie zielte auf den Offizier der Flotte, genau auf seinen Kopf. Schließlich ließ sie die Sehne los und der Pfeil sauste los, ein kleiner Kratzer auf ihrer Wange von den Federn des Pfeiles war das einzige, was zurückblieb. Und er traf, wenn auch nicht da, wo sie hingezielt hatte. Er traf ihn aber genau am Hals, still durchbohrte er die kehle seines Opfers. Das Jubeln erstarb, zumindest von ihm, als er wie ein nasser Sack umfiel. Seine Kameraden hatten davon nichts mitbekommen. Sie waren viel zu sehr damit beschäftigt gewesen, ihren kleinen Teilerfolg zu feiern. Sofort zog Hana den Kopf ein u für die Soldaten wieder unsichtbar zu sein. So schnell wie sie konnte und ohne an Präzession einbüßen zu müssen, zog sie gleich zwei neue Pfeile auf ihre Sehne. Sie wartete noch einen Augenblick, damit sie den Moment perfekt abpassen konnte, bevor sie sich wieder zu erkennen gab und ihre Pfeile abschoss. Sie traf die beiden nächst gelegenen Soldaten, die sich gerade nach ihrem Offizier umgedreht hatten und ihr damit ihren Rücken zur Schau gestellt hatten. Beide Pfeile trafen jeweils die Mitte der Wirbelsäule der Opfer, auch sie sackten zu Boden, beide Ohnmächtig. Wieder zog sich Hana zurück, um zwei Pfeile aufziehen zu können. Das wären ihre beiden letzten, ihren allerletzten Pfeil würde sie sich aufsparen, wer weiß, vielleicht brauchte sie ihn ja nochmal. Zudem wusste Hana nicht, wie lange sie sich hier noch verstecken konnte, ehe die Soldaten sie bemerkten. Schon jetzt merkten sie, das jemand dort war, der es auf sie abgesehen hatte. Allerdings konnten sie sie noch nicht orten. Lediglich eine grobe Richtung hatten sie im Visier. Und schon trafen die nächtens Pfeile ihre Ziele. Der erste Pfeil traf einen Soldaten im Gesicht, ein anderer wich leicht von seiner bahn ab und traf den Oberschenkel eines anderen. Dieses Mal war Hana nicht schnell genug gewesen und hatte zu lange gebraucht, um sich zu verstecken. Die Soldaten hatten sie erspäht und riefen nun den Kanonieren eine konkrete Richtung zu. Hana wusste, dass sie sich beeilen musste. Schnell packte sie ihre Sachen zusammen, ihren Bogen stülpte sie sich über, während der Köcher auf ihren rücken geschnallt wurde, und rannte über das Dach. Sie visierte ein Dach in der Nachbarschaft an, welches tiefer lag als das, auf dem sie sich befand, und verwandelte sich kurz vor dem Sprung in ihre Tierform. Nur so könnte sie die Distanz überwinden, mit viel Glück. Gerade als sie absprang ertönte hinter ihr eine zweite Explosion, die das Dach zerriss. Die Druckwelle katapultierte sie zum nächsten Dach, aber zu einem unglaublich hohen Preis. Es fühlte sich fast schon so an, als würde ihr Trommelfell zerbersten. Taumelnd kam sie auf der anderen Seite an, gelähmt vom Schmerz konnte sie keinen Halt finden, nicht einmal mit ihren Krallen. Die Ziegel unter ihr rissen sich los und mit ihnen zusammen stürzte sie vom Dach. Gerade so konnte sie sich im Flug ausrichten, ihre Beine kamen zu erst an. Sie war nun mal eine waschechte Katze. Doch schon kurz drauf knickte sie ein und blieb schwer atmend und röchelnd liegen. In der Ferne konnte sie ein paar Soldaten sehen, die ihren Weg einschlugen um auf sie zu zukommen, jeder von ihnen ein Schwert oder ein Gewehr in der Hand. Hören konnte sie sie nicht, der neue Pfeifton war einfach zu laut. In ihrer Tierform blieb sie liegen. Für Ryuki hatte sie alles getan, was sie konnte, wenn er denn noch lebte. Wenn nicht, dann hatte sie wenigstens noch ein paar Soldaten der Marine mit sich genommen.


Dachfirst: Als Dachfirst (kurz First) bezeichnet man die meist waagerechte obere Kante eines Satteldaches oder anderer Dachformen. (Quelle: Wikipedia)
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Di Feb 04, 2014 3:35 pm

Ein lautes Pfeifen, schnell und durchdringend war das letzte was Ryuki vernahm. Dann hob er den Kopf und erhaschte nur noch einen schemenhaften Schatten, der mit unglaublicher Geschwindigkeit auf ihn zu rauschte, als die Welt mit einem Mal in Flammen aufging. Grelle Blitze explodierten in seinem Gesicht und weißes Licht raubte Ryuki die Sicht, als ihn plötzlich eine Druckwelle erfasste und rückwärts von den Füßen hob und mit dem Kopf in den Boden jagte. Wie ein Spielball der Gezeiten wurde Ryuki hin und her geworfen, zwischen der unsichtbaren Hand der Explosion und dem Boden auf welchem er stand. Gleichzeitig spürte Ryuki wie unwahrscheinliche Hitze über seinen Körper jagte. Unverzüglich verwandelte sich seine Haut ins Metallische und glühte weiß auf. Reiner, unverschleierter Schmerz jagte durch seinen geschunden Körper und wie eine verletzte Bestie brüllte Ryuki vor Schmerz auf, während er sich gegen die Druckwelle und alles aufbäumte, was um ihn herum war. Doch nicht einmal sein schmerzverzerrtes Gebrüll schaffte es, durch den Donner der Explosion zu dringen. Erst als die gewaltige Explosion vorbei war und nur noch das Knistern der Flammen am Kai zu vernehmen waren, schallte das Brüllen des Piraten vermischt mit dem Soldatenjubel über den Hafen. Kein Laut, nichts mehr drang mehr zu ihm durch, nur ein alles übertönendes Pfeifen in seinen Ohren. Seine Augen waren blind, nur weißes Licht überall. Weißes Licht und Schmerzen und das Gebrüll des Schmerzes.
Mit einem lauten Donnern hatte die Kanone an Bord des unbeschädigten Marineschiffes Feuer gespuckt und nur einen Augenblick später, hatte sich der Bereich um den Piraten der die Schiffe angegriffen hatte in eine Feuerhölle verwandelt. Die Soldaten, welche zu nah an dem Piraten standen wurden von der Wucht der Explosion der Kanonenkugel umgeworfen, während selbst noch die Kanoniere an Bord die Hitzewelle des Einschlages zu spüren konnten. Sofort brandete Jubel unter den Soldaten auf, denn selbst wenn der Pirat irgendwie ihre Schwerter ignorieren konnte: Kein Mensch konnte einen direkten Treffer einer Kanone überleben. Und selbst wenn ihn der direkte Treffer nicht erledigt hatte, so wären es die gleißenden Flammen des Feuers, welches überall um den Trefferpunkt herum aufgelodert waren, die ihm den Rest geben würde. Laut und heiß knisterten die Flammen umher, wurden vom Wind hin und her geworfen und dicker schwarzer Rauch quoll dem Himmel entgegen. Während sich die Schützen noch gegenseitig auf die Schulter klopften und vor Freude brüllten, bekam der Offizier des intakten Marineschiffes die Quittung für den Angriff, in Form eines Pfeils direkt in den Hals. Getroffen stürzte er unbemerkt von seinen Kameraden gurgelnd zu Deck und ertrank in wenigen Augenblicken in seinem eigenen Blut. Als sich die ersten beiden Soldaten ihrem Offizier zuwandten, erreichte sie ein ähnliches Schicksal und mit je einem Pfeil im Rücken brachen sie über ihrem Vorgesetzten zusammen. Keine zwei Momente später erreichten zwei weitere Pfeile die Soldaten und zwei weitere brachen zusammen und der Jubel der Soldaten erstarb, als sie einen geheimnisvollen Schützen entdeckten. Sofort nahmen die Kanoniere ihr zweites Ziel ins Visier und feuerten.
Eine zweite Explosion zerriss die Stille des Tages und veranlasste auch den letzten Dorfbewohner sich in seinem Haus zu verstecken. Das Dach, auf welchem der geheimnisvolle Schütze erblickt worden war, brach unter der Wucht der Explosion zusammen und in wenigen Momenten folgten die Hauswände. Krachend fiel das Haus in sich zusammen und blieb als brennende Ruine stehen und noch ehe die Kanoniere des Schiffes erneut durchladen konnten, stürmte bereits eine kleine Horde Soldaten bewaffnet auf das anliegende Haus zu, auf welches sich der Schütze gerettet hatte. Noch immer knackte und krachte es in dem zerstörten Haus, doch ein anderes Geräusch mischte sich hinzu. Erst leise, doch dann immer lauter bis auf dem ganzen Kai wutentbranntes Gebrüll zu vernehmen war. Geschockt standen die Soldaten regungslos auf ihren Schiffen und auch die Soldaten, welche auf den Schützen zugestürmt waren, blieben stehen und starrten ungläubig auf den Flammenherd der ersten Explosion. Mit ohrenbetäubendem Gebrüll richtete sich ein dunkler Schemen mitten in den Flammen auf, nichts als animalische Wut klang aus dem Schrei heraus. Keiner der Umstehenden konnte glauben was er da sah, konnte doch kein Lebewesen in einer solchen Feuerbrunst überleben. Nicht nur das die Explosion jeden Mann getötet hätte, die Flammen und die Hitze hätten jedes Lebewesen in kurzer Zeit in Asche verwandelt. Und doch, richtete sich eine humanoide Gestalt mitten in dem Flammen auf.
Explosion und Flammen hätten jeden normalen Menschen in Sekundenbruchteilen getötet, doch war Ryuki schon seit Jahren kein normaler Mensch mehr. Sein Körper bestand aus reinem Metall und während seine Kleidung sofort verbrannt war, hatte sein Körper auf den Zusammenstoß mit der Kanonenkugel nicht anders reagiert als ein Stück Metall das in die Esse gelegt worden war. Mit einer ruckartigen Bewegung riss Ryuki seinen linken Fuß nach oben und stieß durch die Flammenwand nach draußen. Kaum berührte seine Sohle den Boden, zischte es laut und weißer Rauch quoll unter seinem Fuß hervor. Mit einem weiteren Ruck trat Ryuki vollständig aus den Flammen und brüllte die Soldaten in wortloser Wut an. Dichter Dampf stieg vom Körper des Piraten auf und heiß waberte die Luft um den weißen glühenden Menschen, der die Soldaten in Entsetzen versetzte und vor Angst erstarren ließ. Unisono zuckten die hart gesotten Soldaten zusammen, als das glühende Lebewesen die Faust hob und auf das Schiff zuschritt. Keiner der Männer konnte diese Kreatur noch als einen Menschen bezeichnen, glühend wie ein Stück Eisen in der Esse und brüllend wie ein Dämon. Es war einer der Soldaten der erstarrt vor dem Schiff lag, der die Hitze des Piraten als erster zu spüren bekam, während Ryuki immer näher auf das Schiff zuschritt und es war auch dieser Soldat, der glaubte ein Wort aus dem Gebrüll der Kreatur heraus zu hören "...Crash...", als die erhobene glühende Faust in Richtung des Schiffes schlug.
Wie ein Mensch aus gleißendem Metall stand Ryuki vor dem noch intakten Schiff der Marine, die Faust nach seinem Schlag langsam sinkend. Im ersten Moment schien nichts geschehen zu sein und der blonde Soldat, welcher erstarrt neben ihm lag, atmete erleichtert auf. Dann jedoch erzitterte das Schiff leicht und kaum einen Augenblick später zerriss es die Planken wie unter einem gewaltigen Schlag. Ein Beben durchzog das Schiff und jeden Soldat, der sich beim Anblick des glühenden Piraten noch auf den Beinen hatte halten können, warf es spätestens jetzt um, als plötzlich Flammen an der Bordwand des Schiffes leckten und der gesamte Kahn begann durch das riesige Loch an der Seitenwand voll Wasser zu laufen und zu kentern. Ein zweiter Hieb Ryukis zerschmetterte die Planke der Schiffe, ein dritter die Bordwand des ersten Marineschiffes, dessen Mast er zu Beginn des Kampfes beschädigt hatte. Ohne einen weiteren Blick zu opfern, drehte er sich um und ließ das Schiff samt Besatzung untergehen.
Mit lautem Getöse rauschte das Wasser des East Blue in die zerstörten Rümpfe der brennenden Marineschiffe, welche mit rasantem Tempo im schäumenden Wasser des Meeres zu versinken begannen. Viele der Marinesoldaten versuchten sich durch gewagte Sprünge ins Meer zu retten, nur um von den Fluten erfasst und ertränkt zu werden. Kein Seemann sollte von einem sinkenden Schiff springen, der Sog den das Schiff erzeugte führte unweigerlich zum Ertrinken. Doch Ryuki kümmerte sich nicht um die Soldaten, welche in den Fluten ihr Leben aushauchten. Stattdessen packte er die Soldaten welche um ihn herum lagen in stillem Zorn.  Kaum berührte das glühende Metall die Haut der Männer zischte es und der Gestank nach verbranntem Menschenfleisch erfüllte die Luft, während die Männer vor Schmerz das Bewusstsein verloren, ehe sie von dem Piraten durch das Wasser ins Meer geworfen wurden.
Kaum hatte Ryuki den Kai grob von den Soldaten gereinigt, drehte er sich vollständig von den untergehenden Marineschiffen weg. An die Soldaten die das Bord des Piratenschiffes bevölkerten, legte er keinen Finger, sie sollten ihre Kameraden retten können. Stattdessen bewegte sich der Pirat mit übermenschlicher Geschwindigkeit über die Boden und nur wenige Augenblicke nachdem er die Schiffe der Marine zerstört hatte, befand sich Ryuki bei den rauchenden Ruinen des Hauses. Verbrannte Stellen zeigten, wo die Füße des Piraten den Boden berührt hatten. Zitternd vor Angst standen die Soldaten, welche noch eben den geheimnisvollen Schützen erlegen wollten, vor Ryuki und starrten ihn bibbernd an. Doch für Mitglieder der Marine hegte Ryuki in seinem aktuellen Zustand kein bisschen Mitleid mehr. Sein Körper brannte vor Hitze und Energie und es drang ihm danach dieser Energie freien Lauf zu lassen. Wortlos schlug Ryuki die Soldaten k.o., ehe er sich zu dem Schützen drehte, der zusammengebrochen auf dem Boden hinter ihm lag. Noch immer glühte der Soldat und Rauchwölkchen stiegen von seinem Körper auf, als wäre er soeben aus der Schmiede Hephaistos gestiegen. Ein metallener Krieger, geschaffen um zu zerstören.


Zuletzt von Ryuki am So Feb 09, 2014 1:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Sa Feb 08, 2014 1:38 pm

Schwer atmend, mit rasendem Herzen und schmerzenden Ohren lag sie da, ihr Tigerfell zerzaust und mit Staub belegt, der den Glanz ihres einst so prächtigen Felles nahm. Ihre Flanke hob und senkte sich schwerfällig, ihre Augen waren zur Hälfte geschlossen. Und dennoch konnte sie die Soldaten auf sich zukommen sehen, ihre Gewehre waren angelegt, ihre Körperhaltung angespannt aufgrund des Zornes und des Hasses, den sie gegen sie entwickelten. Sie hatte es schließlich geschafft, einigen Soldaten das Leben zu nehmen, unter ihnen auch ihr Offizier. Hören konnte sie die Soldaten übrigens immer noch nicht, das Pfeifen in ihren Ohren war viel zu stark, als das es andere Geräusche zu ihr durchgelassen hätte. Doch das änderte nichts an ihrer Einstellung. Mühsam versuchte sie sich, wieder auf die Pfoten zu hieven und den Soldaten wenigstens keinen all zu großen Vorteil zu geben. Aufgeben kam für sie nicht in die Tüte, sie glaubte nicht an diese ausweglosen Situationen. Denn es gab immer einen Weg, war er auch noch so schwer zu erkennen. Sie schaffte es zumindest, sich auf den Bauch zu drehen, die Pfoten hatte sie unter ihrem Körper versteckt, lediglich die Krallen, die in den tanzenden Lichter des großen Feuers schimmerten, waren noch zu erkennen. Ihr Schwanz peitschte warnend hin und her und ihre Zähne waren gefletscht. In den Augen einiger Soldaten konnte sie eindeutig sehen, wie sie sich bereits ausmalten, ihr das Fell über die Ohren zu ziehen und es sich an die Wand zu hängen, so aufgebracht und wütend waren sie. Andere wider um waren verirrt, einen Tiger hier zu sehen, das galt vor allem für de jüngeren unter ihnen. Aber war das nicht verständlich? Noch zuvor hatte jemand mit Pfeil und Bogen auf sie geschossen, da war es recht verwunderlich, warum jetzt ausgerechnet ein Tiger dort lag, wo ihr Schütze liegen sollte. Doch die erfahrenen unter ihnen hatten diese Verwirrung hinter sich gelassen und dieses Spiel durchschaut. Der Groschen war gefallen, als sie den Bogen auf ihrem gestreiften Rücken sahen. Das 'Tier' welches sie vor sich hatten, war eindeutig keines, es war eine sehr bekannte Piratin, jedenfalls hier sehr bekannt. Auf Hana war ein Kopfgeld ausgesetzt und schon lange wusste man, dass sie von einer Teufelsfrucht gegessen hatte, die sie in ein Monster verwandeln konnte. Und eben dieses Monster lag vor ihnen. Kurz bevor sie bei ihr waren und Hana eine ihrer Pranken nach dem nächstgelegenen Soldaten ausstrecken konnte, um ihre Krallen über seinen Körper zu fahren, ertönte ein gewaltiges Brüllen, welches Hana als ein leises flüstern vernahm, da das Pfeifen immer noch alles übertönte. Lediglich an der Reaktion der Soldaten vor sich, merkte sie ihn erst. Ihr Kopf hob sich und ihre Ohre, die sie eben noch warnend angelegt hatte, richteten sich nach Vorne auf. Vielleicht konnte sie das Pfeifen überlisten, vielleicht war es aber auch gar nicht mehr nötig. Ihre Ohren schienen sich, wenn auch langsam, von der Explosion eben zu erhellen. Durch die Soldaten vor sich, konnte sie nicht erkennen, was dort vor sich ging, auch wenn es sie wirklich interessierte. Aber da sie noch auf dem Boden lag, mehr oder weniger, konnte sie einfach nicht über die Soldaten hinweg sehen, auch wenn es schon so fast unmöglich war, so groß war sie nun auch nicht. Auch durch ihre Beine konnte sie einfach nichts sehen. Also hieß es abwarten. Während die Soldaten ihren Blick von ihr abgewandt hatten, verfiel Hana wieder in ihr altes Muster. Ihre Muskeln spannten sich an, ihre großen spitzen Zähne zeigten sich und ihre Ohren legten sich warnend nach hinten. Sie wusste ja nicht, wann die Soldaten sich wieder zu ihr drehen würden. Dass diese gerade anderweitig beschäftigt waren musste ja nicht für immer anhalten. Sie konnte hören, wie jemand etwas brüllte, als sei es ein Kampfgebrüll, welches dazu bestimmt war, Gegner einzuschüchtern, und wie dann einzelne Soldaten anfingen zu schreien. Ein wenig Furcht machte sich in ihr breit, aber auch ein Funken Hoffnung entflammte in ihr. War es etwa Ryuki? Hatte er die Explosion überlebt? Sie wusste es nicht. Noch nicht. Ihr Schwanz peitschte immer noch hin und her, nun allerdings aus Nervosität und Aufregung. Die schreie der Soldaten wurden Lauter, ihr Gehör war fast wieder vollkommen da. Langsam begann sie, sich zu ducken und sich ein wenig in die Enge zu drängen, wie ein Tier welches von seinen Angreifern eingekreist wurde und welches nicht mehr fliehen konnte, weil es in der Falle saß. Doch ihre rubinroten Augen glühten vor Entschlossenheit. Schon bald waren die Soldaten vor ihr verschwunden, mit lauten Schmerzensschreien wurden sie von hier entfernt. Schließlich stand etwas vor ihr. Es glühte rot bis Orange, da, wo seine Beine den Boden berührten dampfte es bedrohlich und überhaupt ging von diesem Objekt eine unglaubliche Hitze aus. Langsam gewann sie die Kraft zurück und richtete sich in ihrer ganzen Größe auf. Ihr Fell plusterte sich zusätzlich auf, damit sie noch größer wirkte, als sie es eigentlich schon tat. Ein bedrohliches Fauchen ging von ihr aus, welches jedem sagen sollte, dass man ihre Nähe lieber meiden sollte. Gleichzeitig begutachtete Hana das Objekt vor sich genauer. Es sah schon fast aus wie ein Mann, doch ein Mensch hätte diesen angriff niemals überlebt. Erst langsam dämmerte es ihr, dass es Ryuki war, der da vor ihr stand. Wie eine Erinnerung aus alter Zeit traf es sie. Er war in Metallmensch, natürlich hatte er den Angriff überstanden. Sein ganzer Körper glühte wegen der entzündeten Flammen auf dem Schiff eben. Ihre Anspannung verschwand sichtlich, ihr Fell legte sich wieder an, die Ohren fuhren neugierig und erleichtert nach vorn und auch der Schwanz beruhigte sich langsam. Sie sah ihn an und konnte es sich nicht verkneifen, ihn an zu schnauben. Ob er sie erkannte? Ober würde er sie jetzt auch angreifen und verglühen, wie er es mit den Soldaten gemacht hatte? Um ganz sicher zu gehen, dass er ihr nichts tat, senkte sie den Kopf unterwürfig, ihre Augen aber fixierten die seine. Sie waren immer noch so schön, wie damals, dachte sie sich. Dennoch lag immer noch eine Art Wut in ihnen, was ihr nicht gefiel. Dass sie sich ja auch verwandeln könnte, um sich ihm zu zeigen, kam ihr nicht in den Sinn. Immer noch schlug ihr Herz unglaublich schnell, sodass es aus der Brust zu springen drohte. "Ryuki?" flüsterte sie sehr leise. Mehrkonnte sie im Moment nicht herausbringen.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Mi Feb 19, 2014 10:48 am

Wärme. Hitze. Sengende Glut. Flammen die an seinem Körper leckten, die von seinem Körper ausgingen. Sie brannten auf seiner Haut, brannten in seiner Lunge und brannten in seinem Herzen. Ryuki spürte wie die Hitze an ihm zehrte, seine Energien aufbrauchte und seine Wunden ausbrannte. Sein Körper glühte orange-rot bis weiß, erleuchtete seine Umgebung und ließ sie in einem unwirklichen Licht erstrahlen. Nur in seinen Augen, erinnerte ein letzter Hauch an das tiefe Blau. Dort wo er etwas berührte brannte es in Sekundenschnelle und weder der Boden unter seinen Füßen, noch die Soldaten der Marine vor seinen Fäusten waren der geballten Kraft und Hitze des Piraten gewachsen. Wie ein Racheengel war er unter die Soldaten gefahren, hatte ihre Formationen zerschlagen und ihre Körper zerschmettert. Ihre Knochen brachen wie Gräser im Wind und verbrannten zu Asche wie Holz in der Esse. Er war der glühende Richter, ein Rächer der den Zorn der Piraten, die Kraft der Freiheit voran trieb. Wo er auftauchte, da herrschten Verwüstung und Tod, Brände loderten auf und seine Feinde starben. Er war die brennende Nemesis, ein Krieger dessen Wut heißer loderte als die Hitze in seinem Körper. Der brennende Kämpfer der dunklen Gerechtigkeit.
Es war kein Kampf gewesen, der zwischen dem Piraten und den Soldaten der Marine geherrscht hatte. Ryuki war verwundet, ausgezehrt von den Wochen ohne Nahrung, Wasser oder Schlaf und die Soldaten waren ausgeruht, sie besaßen Waffen und waren ihm hundertfach an Soldaten überlegen. Es war ein klares Ergebnis, hätte man annehmen können. Doch war er kein einfacher Pirat. Es stimmte, sein Kopfgeld war vielleicht für den East Blue überdurchschnittlich, aber bei weitem nichts weltbewegendes. Wie hätte es auch? Er war ein einfacher Bandit gewesen, bis er den Thunderphoenix getroffen und mit ihm eine Piratenbande gegründet hatte. Zakuro war sein Captain gewesen, sein bester Freund und später sein Lebensretter. Für seine Crew geopfert, alleine mit einem Schiff aufs Meer hinaus gesegelt, verfolgt von den Soldaten die nun gegen Ryuki kämpfen sollten. Es war keine Option, kein freie Entscheidung ob Ryuki diesen Kampf gewinnen konnte, er musste. Für seinen Captain, für seinen Freund und für die Wiedervereinigung, die eines Tages auftreten würde. Deswegen kämpfte Ryuki und sollte er auch das Rasseln der Säbel seiner Feinde vernehmen oder das Donnern ihrer Kanonen, er kämpfte für seinen Freund. Und die Freiheit! Und er würde zeigen, wozu er fähig war!
Es war ein kurzes Gefecht gewesen. Die Soldaten hatten der Wut und der Kraft des Piraten nichts entgegen zu setzen und als sich ihre Schwerter und Pistolenkugeln an seinem Körper brachen, da war er bereits unter ihnen und ließ seiner Wut, seiner Kampfeslust freien Lauf und vernichtete die Soldaten. Es war kein Kampf gewesen, der zwischen dem Piraten und den Soldaten der Marine geherrscht hatte.
Es waren die Kanoniere der Soldaten gewesen, die den entscheidenden Ausschlag geben sollten. Es donnerte gewittergleich, als sie das Pulver ihrer Kanonen entzündeten und eine verheerende Salve auf den Piraten feuerten und ihm die Hölle auf Erden bereiteten. Das Freudenfeuer der Marine, das Fegefeuer des Piraten. Doch einmal mehr, sollte sich das Schicksal gegen die Verfechter der Gerechtigkeit setzen. Jubelschreie erstarben und blieben den Soldaten im Halse stecken, als sich ein Phönix aus der Asche erhob. Wie hätte er sterben können, wenn sein Captain noch lebte? Wie hätte er sich verzeihen können, wenn er noch ein Funken leben in ihm steckte? Wie hätte er aufgeben können, solange seine Wut in ihm brannte? Er hätte sterben müssen, zerfetzt von der Wucht der gewaltigen Explosion. Doch er starb nicht, er stand wieder auf. In mitten des Infernos erklang der Schrei des Piraten und forderte zur zweiten Runde. Es folgte kein Duell mehr, es war ein Schlachtfest. Wie eine Meute verängstigter Schafe standen die Soldaten regungslos vor Ryuki, während er ihre Glieder und Körper hinweg fegte. Er war stark, er war schnell und er brannte. Keiner hätte diesem Monster widerstehen können.
War er noch bei Bewusstsein? Wusste er überhaupt was er gerade tat? Er wusste es nicht. Seine Bewegungen schienen ihm unendlich träge und langsam, alles drang wie durch einen dicken Schleier nur zu ihm durch. Wie viele Soldaten hatte er so eben bekämpft? Hatte er überhaupt gekämpft? Und wollte er es überhaupt wissen? Oder wollte er nur seiner Wut freien Lauf lassen? Sich unkontrollierter Zerstörungswut hingeben, bis nichts mehr um ihn herum existierte. Asche zu Asche, Staub zu Staub. Alle mussten einmal sterben, warum nicht durch seine Hand? Warum nicht jetzt? Er hatte die Kraft, er hatte den Willen, er hatte die Wut. Was hinderte ihn daran alles zu richten? Ein leises Flüstern.
Es war nur ein Flüstern, ein leiser Hauch von Nichts. Wie ein einzelner Lichtstrahl die Finsternis durchbricht und sie in eine strahlende Umgebung verwandelte, durchbrach das leise Flüstern zu seinen Füßen den Schleier der Wut, der über Ryukis Geist lag. Der glühende Oberkörper hob und senkte sich schwer, die Fäuste waren noch immer geballt, bereit zuzuschlagen. Von oben herab sah der Pirat auf das Wesen herab, dass sich zu seinen Füßen in den Staub presste. Das orange Fell war durchzogen von schwarzen Streifen und nervös peitschte der Schwanz der mächtigen Raubkatze, welche demütig den mächtigen Schädel vor dem Piraten senkte und ihren Nacken entblößte. Sekunden verstrichen, ohne das er sich bewegte und nur auf die armselige Kreatur hinabblickte, die sich seiner Gnade hingab. Es wäre ein Leichtes gewesen, eine kurze Bewegung und eine weitere Seele wäre ausgelöscht, würde verschwinden und zum Himmel fahren. Leben... oder Tod? Es war seine Entscheidung, er allein war in diesem Moment der Herrscher. Ein Gefühl der Macht ging davon aus, berauschte den Piraten und durchströmte hin. Willkür oder Gnade, egal was es war er entschied es. Niemand konnte ihn hindern, niemand konnte ihn aufhalten. Er würde lächeln, kalt und grausam, wäre nicht immer noch diese brennende Wut in ihm. Die ihn anschrie anzugreifen. Zu zerstören und zu vernichten.
Doch hatte die Raubkatze doch gesprochen. Hatte ihn beim Namen genannt. Hatte seine Wut durchbrochen. Wäre es nicht ein Fehler, keine Gnade zu zeigen? Wäre es nicht falsch, sich der Wut hinzugeben? Oder wäre es gut... unendlich gut das Falsche zu tun? Er wusste es nicht, er war nur ein Pirat. Er sah ein Leben das in seinen Händen lag und ihm ausgeliefert war, welchen Sinn hatte es über Richtig und Falsch nachzudenken? Es gab nur jene mit Macht und solche die einem ausgeliefert waren. Doch was wäre er für ein Mensch, wenn er sinnlos töten würde? Wäre er überhaupt noch ein Mensch? Oder wäre er wie die Soldaten, die seinen besten Freund aufs Meer hinaus jagten? Die seine Kameraden jagten und hinrichteten, nur weil sie frei sein wollten?
Es war nur ein winziges Detail, dass sich im Blick des Piraten veränderte. Ein kleines bisschen Wut, dass davon wich und der Gnade wich. Eine kleine Winzigkeit der Entspannung, die durch den glühenden Körper ging und doch waren es Welten, die sich veränderten. War es das Leben einer Kreatur, die durch diese winzigen Details gerettet wurden, nein, der das Leben erneut geschenkt wurde. Ein weißer Dampfstrahl zischte zwischen den Lippen des Piraten hervor, als er die heiße Luft in seiner Lunge hinaus stieß und zusammen mit ihr, ein Stück des Hasses, der Wut die ihn verzehrte. Wenn er seinen Captain und Freund finden wollte, durfte er nicht zulassen so zu werden wie seine Feinde. Er konnte sie bekämpfen, sie vernichten und in seiner Wut aufgehen und sich ihr hingeben, aber er durfte nicht so werden wie sie. Er musste den richtigen Weg gehen und sei jeder Weg den er betrat der richtige, so durfte es nicht ihr Weg sein.
Noch immer blickte der Pirat auf die Kreatur zu seinen Füßen hinab, doch war es kein Hass mehr der in seinen Augen loderte und langsam begann das brennende Glühen zu verschwinden. Glühte er vor Sekunden noch weiß vor Hitze, verfärbte er sich nun blut- orange, bis auch diese Hitze verschwand und der Pirat metallisch glänzend da stand. Zwischen schwelenden Trümmern eines Hauses und dem verbrannten Boden zu seinen Füßen.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Sa Feb 22, 2014 9:44 am

Da stand er vor ihr, mit freiem Oberkörper und glühender Haut. Die Hitze umhüllte sie, irgendwie war es angenehm und dennoch seltsam zu spüren. Aber das interessierte sie jetzt nicht, ihre Haut hätte ihr in Fetzen vom Fleisch hängen können, es wäre nicht wichtig gewesen. Nicht jetzt. Noch immer sah sie ihn als ein Tier an, sie fing seinen Blick auf, auch wenn er ihr nicht gefiel. Denn er wirkte düster, voller Wut und Kampfessgeist, sodass es Hana schon fast den Rücken runter lief. Das war nicht der Ryuki, den sie kannte. In diesem Moment stand ein Fremder vor ihr, jemand, der es sich zum Ziel gemacht hatte, ihr das Fell über die Ohren zu ziehen um es sich als einen Wandteppich an die Wand zu tackern. Sie bekam Angst, alles in ihrem Körper schrie, sie solle weglaufen. Das einzige, was dies verhinderte, waren ihre Erinnerungen an einen fröhlichen Ryuki, der zu jedem Unfug zu Haben war. Und allein diese Erinnerung, als sie sich zum ersten Mal begegneten, als sie nebeneinander eingeschlafen waren, all diese Erinnerungen ließen sie an Ort und Stelle stehenbleiben. Deutlich war zu sehen, wie sich ihr Brustkorb ausdehnte und wieder zusammenzog. Vor Aufregung peitschte ihr Schwanz stärker hin und her und ihre Pupillen wurden größer. Sie merkte, wie ihr Herz schneller schlug, ob es das wegen des vielen Adrenalins tat oder einfach, weil sie ihn sah, wusste sie nicht. Doch in dem Moment, in dem sie seinen Namen geflüstert hatte, schien sich sein ganzer Ausdruck, ja, sogar seine Körpersprache zu verändern. Gleichzeitig färbte sich sein Körper wieder silbergrau, ein Zeichen, dass die Hitze seinen Körper verließ. Langsam konnte sie den alten Ryuki vor sich erkennen. Der Ausdruck in den Augen und auch die Körperhaltung, dass alles passte wieder in ihre Erinnerungen hinein, das war Ryuki. Langsam und nur langsam erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Es war ein liebevolle und fassungsloses Lächeln gleichzeitig. Langsam ging ihr die Kraft aus, sodass sie gezwungen war, sich wieder in ihre Ursprüngliche Form zu verwandeln. In wenigen Sekunden stand dort wieder eine Junge Frau mit auf geschrammten Knien, einem verdreckten Gesicht und durcheinandergewirbelten Haaren. Dennoch hatte ihr schwarzes Haar nicht an Glanz verloren. Wie ein schimmernder Vorhang verdeckte es teile ihres Gesicht, aber ihre Augen blieben frei. So konnte sie Ryuki sehen, was im Moment das wichtigste war. Vorsichtig hob sie eine Hand und berührte seine Brust. Er war immer noch relativ warm, aber man konnte spüren, dass seine Körpertemperatur versuchte, sich wieder anzupassen. Ihre Berührung bestätigte ihr, dass er vor ihr keine Traumgestalt war. Denn das hätte durch aus der Fall sein können, schließlich hätte kein normaler Mensch diesen Angriff überlebt. Aber Ryuki war eben kein normaler Mensch. Hana konnte es einfach nicht glauben. Vor Freude und auch ein wenig aus Angst, ihn wieder zu verlieren, öffnete sie die Arme und umarmte ihn, so fest sie es im Moment konnte. Schließlich taten ihre Rippen von dem Sturz leicht weh, aber es war nichts, was man nicht aushalten konnte. Ihr linker Arm griff um seine Schultern, während sich ihre rechte Hand hinter seinen Kopf legte und diesen an sich drückte, aber immer noch drauf bedacht, ihn nicht zu erwürgen oder ähnliches. Das wäre wahrscheinlich auch ein wenig schwer gewesen, denn sein Körper war hart wie Stahl, besser gesagt wie Titan. Sie kniff die Augen zusammen und schmiegte ihren Kopf sanft an seinen, wie es eine Katze bei einer anderen tun würde. Hana war ja auch mehr oder weniger nichts anderes als eine zu große gewordene Schmusekatze, jedenfalls bei manchen Menschen. Bei Soldaten sah es da anders aus.
Sie hatte ihn wieder! Wenigstens ein ehemaliger Thunderpirat hatte den Weg zu ihr gefunden. Naja, genau genommen hatte sie ihm gefunden und ihm sogar das Leben gerettet, zwei Mal. Aber das tat hier nichts zur Sache. Vorsichtig beendete sie die Umarmung und sah ihn an. Ihre Augen wurden glasig, in ihren Augenwinkeln sammelte sich Tränen, Tränen der Freude. Aber Hana hatte sie im Griff und ließ sie nicht entkommen. Sie sah in seine wunderschönen Augen. Der Angriff war ihm zwar noch deutlich anzusehen, aber seine Augen, aus denen nun jeder Ausdruck der Wut und Zerstörung verschwunden war, waren immer noch die gleichen, ihr Glanz war nicht verflogen. Aber dann unterbrach sie den Augenkontakt und sah sich seinen Oberkörper an. Wunden waren zu erahnen und man konnte auch sehen, dass er seine Grenzen in den letzten Tagen mehr als nur einmal erreicht hatte. Ihr Blick wurde ernst und sie merkte, wie sich in ihrem Inneren der Schalter von Freude auf Ärger umschaltete. „Bist du noch ganz Trost! Warum zum Teufel musst du dich immer in Gefahr begeben!“ Während sie gesprochen, bzw. angeschrien hatte, hatte sie ihn leicht von sich weggestoßen, um ihrer Botschaft, dass sie seine Aktionen nicht besonders toll fand, Nachdruck zu verleihen. Sie kannte ihn aber auch nicht anders, er konnte noch nie einem guten Kampf widerstehen. Dennoch war es mehr als nur verrückt, in SOLCH einem Zustand die Marine auch nur anzusehen. Sie verschränkte die Arme und wartete mit hochgezogener Augenbraue auf einer Erklärung. Und die musste Wasserfest sein, wenn er sie wieder beruhigen wollte. Aber egal was er sagen würde, Hana war fest davon überzeugt, dass er an allem Schuld war, dass er diesen Kampf gesucht hatte. Dafür kannte sie ihn einfach zu lange.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Di Feb 25, 2014 3:29 pm

Langsam hob und senkte sich die silbrig glänzende Brust des Piraten, als er die angenehme Luft in seine Lungen zog. Tausend kleine Sonnenstrahlen brachen sich auf dem glitzernden Körper und der salzige Geruch des Meers stieg in seine Nase. Die Nasenflügel Ryukis zitterten, als er den Geruch einsog und schien das Zittern für einen Moment auf seinen Körper überzugehen, verschwand es so schnell wie es gekommen war. Der Blick der blauen Augen war völlig ausdruckslos und scheinbar glasig blickte er auf die mächtige Raubkatze zu seinen Füßen. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schwer, Schmutz und Dreck verklebte das einstmals glänzende orange- schwarze Fell und ließen es matt und glanzlos erscheinen. Der Schwanz der Bestie peitschte nervös hin und her und die Lefzen waren nach hinten gezogen, gaben den Blick auf blitzende Fänge frei. War der Mann vor Furcht erstarrt? War er doch nur eine Hand breit entfernt von einer mächtigen Katze, welche ihm scheinbar mit zwei Bissen verschlucken konnte. Doch war es nicht die Furcht die den Piraten zu lähmen schien, es war etwas gänzlich anderes, das ihn beschäftigte und in eine ferne Welt verschleppte. Die Tigerdame schien Ryuki gar nicht zu bemerken!
Das Zittern der Raubkatze wurde stärker und sie schien endgültig von der Kraft verlassen worden. Der Körper des Tigers begann sich zu verformen und zusammen zu fallen, das Fell zog sich zurück und wurde im Gegenzug am Kopf immer länger. Die Krallen des Tieres verschwanden und verwandelten sich in lange, zierliche Finger und auch der Schwanz der Katze verschwand, bis schlussendlich eine zitternde, dreckige und fassungslos lächelnde Menschenfrau vor dem Piraten im Boden lag. Noch immer vollkommen neben sich, blickte der Pirat mit starrem Blick durch die junge Frau hindurch. Erwiderte nicht den Blick ihrer leuchtend roten Augen, erblickte nicht den Staub der Straße in ihren langen schwarzen Haaren oder den dunklen Ruß des Feuers in ihrem Gesicht. Vorsichtig und langsam, beinahe so als könnte sie nicht glauben wer da vor ihr stand, hob die junge Frau ihre Hand und platzierte sie auf der vom Feuer noch immer erwärmten Brust des Piraten. Wie in Zeitlupe sah Ryuki wie sich die feinen Muskeln unter der Haut der Frau bei der Bewegung streckten, doch noch immer war er wie in Trance. Mit traumwandlerischer Gelassenheit wandte der Pirat seinen Blick von der jungen Frau vor sich ab, die Muskeln an seinem Hals streckten sich und traten hervor, als er den Kopf zur Seite wandte und noch immer abwesend betrachtet er die Zerstörung, welche am Kai bestand.
Als könne er gar nicht begreifen was er sah blickte Ryuki zu den Trümmern der Marineschiffe, welche vor kurzem noch das Piratenschiff in ihrer Mitte gehalten hatten, die Soldaten welche verletzt und verwundet versuchten sich aus den Fluten zu befreien. Er erblickte die brennenden Abdrücke auf dem Rasen vor ihm, den dicken schwarzen Rauch der aus den schwehlenden Trümmern des Hauses zu seiner Seite zum Himmel schwebte. Scheinbar ungläubig schlossen sich die Lider des Piraten, die dichten Wimpern von Dreck verklebt schlugen zusammen und öffneten sich wieder und seine Lippen öffneten sich ein Stück. Kleinste Staub- und Dreckpartikel fielen aus den Haaren des Piraten, als eine leichte Windböe durch sie hindurch wehten. Der Körper des Piraten erbebte ein Stück, als die junge Frau sich um seinen Hals warf und ihn mit aller Kraft an sich drückte. Ihr linker Arm war um seine starken Schultern gelegt und Ryuki spürte wie sie ihre rechte Hand in seinen Nacken legte und ihn zu sich zog. Es wäre ihm ein leichtes gewesen sich aus der Umarmung zu befreien, aber der Pirat wehrte sich nicht. Ungläubig und regungslos stand er einfach nur da und blickte auf das Bild das sich ihm bot, während die Frau ihre warme Wange an seiner rieb. Sekunden verstrichen, während der Wind über sie hinweg wehte und rauschte.
Erst als die Frau sich plötzlich von ihm löste und schreiend mit einem Stoß von sich wegdrückte bewegte sich Ryuki wieder und blickte ihr wortlos ins Gesicht. Noch immer war die Leere in seinen Augen zu sehen, die seine Seele in diesem Moment zu überrennen drohte. Vor wenigen Momenten noch hatte er vor Wut nicht mehr gewusst wer er war, hatte sich beinahe selbst verloren. Doch der Zorn war verraucht und nun drohte ihn das Loch, dass zurückgeblieben war ihn zu verschlingen. Wieder vergingen Sekunden, in denen Ryuki die Frau vor sich einfach nur anblickte, ohne sie wirklich anzusehen oder zu erkennen. Sie schien zornig zu sein und irgendwie kam sie ihm vertraut vor, aber der junge Mann konnte sich nicht entsinnen. Besorgte Wut schimmerte in ihrem Blick und laute Worte verließen ihre Lippen, während sie ihre Arme abweisend vor sich verschränkte. Noch einige Momente vergingen, bis Ryuki die Tränen in den Augenwinkeln der Dame erkannte. Fasziniert beobachtete er wie sich die Sonnenstrahlen in den kleinen Tränen sammelten und in scheinbar tausend bunten Farben weiterflogen, seiner eigenen Haut nicht unähnlich.
Mit einem Mal jedoch erkannte Ryuki die junge Frau, erkannte das lange schwarze Haar und die zornigen und doch fürsorglichen Augen und vor allem die Tränen in ihren Augen. Waren die tiefblauen Augen vor einem Moment noch scheinbar leblos und kalt, erstrahlten sie nun dafür um so stärker und in einem wilden Ausbruch der Emotionen packte Ryuki die Piratin vor sich und drückte nun sie an sich. Sein rechter Arm lag um ihre Hüfte und seine linke Hand hatte er auf ihren Rücken gelegt, als er sie an sich presste und sein Gesicht an ihren Hals drückte. Unbändige Freude brach wie ein Vulkan in dem Piraten hervor und ein breites Lachen überkam sein Gesicht. Nur einen Augenblick hielt Ryuki seine Liebste so fest, ehe er sie freigab nur um sie erneut zu umarmen. Stürmisch drückte er ihr lachend einen Kuss auf die zornig zusammengepressten Lippen, nur um sie sofort wieder wild zu umarmen.
Was genau in ihm vorging, hätte Ryuki später nicht mehr beschreiben können. So viele Gefühle sprangen in diesem Moment in seiner Brust im Dreieck und ihn an, dass er unmöglich hätte den Überblick halten können. Pure, unbändige Freude raste durch seinen Geist, gefolgt von tiefer Zuneigung. Noch einmal küsste Ryuki die junge Piratin, ehe er sich wieder soweit unter Kontrolle hatte, als das er sich beruhigen und seine Stirn an die Hanas legen konnte. Seine rechte Hand hatte er an die Wange Hanas gelegt und zärtlich streichelte er sie mit seinem Daumen, während er seinen linken Arm um sie geschlungen hatte. "Hana...", murmelte der Pirat leise und ihm waren die Gefühle, welche ihn in diesem Moment überrumpelten anzuhören. Noch immer strahlte ein Lächeln auf seinem Gesicht.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   Mi Feb 26, 2014 2:34 pm

Langsam beruhigte sich Hana wieder, auch wenn ihre Sorge um diesen Sturkopf immer noch riesig war. Aber etwas anderes machte ihr gerade mehr sorgen, als Ryukis Sturkopf. Es war etwas, etwas in seinem Blick. Er schien... leer. Und das war Hana gar nicht gewohnt. Er war immer so fröhlich gewesen, hatte immer einen gewissen Glanz in seinen Augen. Doch dieser war gänzlich verschwunden. Seine Augen waren nur noch glasig, es schien so, als sein kein Leben mehr in ihnen. Auch hatte er keine Reaktion gezeigt, als sie ihn umarmt hatte. Nicht eine Regung war zu spüren gewesen. Hana bekam angst. Was, wenn er sich verändert hatte, als sie getrennt waren? Was, wenn er sich nicht mehr an sie erinnern konnte? Das wäre da Ende gewesen, weshalb Hana versuchte, diesen Gedanken zu verdrängen. Wäre es tatsächlich so, dass er sich nicht an sie erinnern konnte, hätte er sie weggestoßen. Aber nicht einmal die Art der Reaktion hatte sie von ihm erhalten. Was war nur los mit ihm? Sie beobachtete still, wie Ryuki über das Chaos sah, welches er angerichtet hatte. Die Stille zwischen ihnen war unerträglich, sie war mindestens so unangenehm, wie der beißende Gestank hier überall, welcher vom verbrannten Fleisch der Soldaten herrührte. Ob es der Gestank oder doch eher Ryukis Verhalten war, was ihr erneut Tränen in die Augen trieb, wusste sie nicht. Aber mühsam versuchte sie es zu unterdrücken. Doch gerade als sie ansetze um ihm zu erklären, wer sie war, schien er sich zu erinnern. Seine Augen füllten sich wieder mit Emotionen und von einer Sekunde auf die Nächste lag sie in seinen Armen, dicht an ihn gedrückt. Erst rührte sie sich nicht vor Schreck. Das hatte sie nun wirklich nicht kommen sehen, auch wenn es offensichtlich gewesen war. Sie genoss seine Nähe nun mehr, da sie wusste, dass ER es war, der sie umarmte, nicht irgendeine Bestie. Wieder drückte sie ihre Schläfe gegen seinen Kopf wie eine Katze, die sich an ihren Besitzer schmiegte. Das Schnurren unterdrückte sie allerdings. Sie konnte spüren,wie er sie leicht von sich wegdrückte, aber einen Moment lang kämpfte sie dagegen an, bevor sie dann doch von ihm abließ. Denn das was jetzt folgte war viel schöner. Seit langer Zeit berührten seine Lippen die ihren, ein Kribbeln durchfuhr sie und wärmte sie. Zunächst war sie vorsichtig und zurückhaltend, doch das änderte sich schon bald. Es war wie eine Sucht, die sie vor langer Zeit besiegt hatte und die nun wieder aufflammte. Aber es war eine angenehme Sucht. Erneut ließ sie von ihm ab und da ihm in seine funkelnden Augen. Als sie ihn ihren Namen sagen hörte, nickte sie und versuchte, ihm mit ihrem Blick Sicherheit zu geben. „Ja! Ich bin hier!“ es war nicht mehr als ein Flüstern gewesen und doch wusste sie, dass er sie gehört hatte. Erneut drückte sie ihm einen Kuss auf die Lippen, bevor sie ihren Kopf auf seine Schultern legte, ihre Arme um seinen Körper geschlungen. Ihren Kopf vergrub sie regelrecht in seiner Schulter, die Freude war einfach zu groß. „Ich habe dich vermisst!“ flüsterte sie in ihn hinein, ob er das gehört hatte, bezweifelte sie. Aber wie fast alles andere war es ihr Egal, was um sie herum geschah, solange er bei ihr blieb. Wie lange hatten sie sich jetzt nicht gesehen? Zu lange für ihren Geschmack. Doch nun hatte sie ihn wieder gefunden, den ersten aus ihrer Crew, den sie gefunden hatte. Ein kleiner Teilerfolg für sie, aber sie konnte ja nicht wissen, was es für Ryuki bedeuten musste. Sie ließ wieder von ihm ab und betrachtete seinen Körper genauer. Er hatte einige Wunden, seine Klamotten waren größten teils alle verbrannt und er selbst sah müde und geschafft aus. Zumindest lebte er noch. Vorsichtig legte sie ihre rechte Handfläche an seine Wange und sah ihn erneut in seine Himmelblauen Augen. Die Wut über sein übereifriges Handeln war verschwunden, dennoch würde sie früher oder später wiederkommen. Nun aber übernahm die Freude ihre Gedanken und ihr Handeln, sodass sie tatsächlich alles herum vergaß, sogar diesen widerlichen Gestank. „Du hast dich kein bisschen verändert!“ flüsterte sie, dieses Mal verständlicher. Mal abgesehen von seinem leeren Blick vorhin hatte sie ja auch recht. Doch diese Szene von vorhin hatte sich in ihr Gedächtnis eingebrannt, was ihr in ihrem tiefsten Inneren immer noch Angst machte. Im Moment jedoch konnte sie das gut überspielen.
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BeitragThema: Re: Hafen des Windmühlendorfes   So März 09, 2014 1:15 pm

Freude durchströmte den Piraten und obwohl sein Körper überall schmerzte, fühlte er sich großartig. Er hatte zwar kaum Wunden, aber die Schwerter und Gewehre der Soldaten hatten ihm trotzdem zugesetzt. Außerdem waren sowohl die letzten Wochen, als auch die Hitze durch den Kanonentreffer alles andere als gut für die Gesundheit Ryukis gewesen. Doch obwohl er sich fühlte, wie von einem Zug überfahren, war es ihm egal. Die junge Frau in seinen Armen ließ ihn all den Schmerz, all die Entbehrungen und selbst die Erschöpfung vergessen. Pures Glück war es, dass er empfand und ein breites Grinsen wollte einfach nicht von Ryukis Gesicht weichen und schaffte es selbst die Leere, welche er seit der Rettung durch Zakuro empfunden hatte, zurück zu drängen.
Zu erst hielt sie sich ein wenig zurück, doch schon bald erwiderte Hana seinen Kuss, ein Zeichen ihrer Zuneigung und Verbundenheit. Auch als sich ihre Lippen voneinander lösten, wich das Lächeln nicht von den Lippen des Piraten. Brav hielt er still, während Hana ihren Blick über seinen Körper schweifen lies und während sie nach Wunden und Verletzungen Ausschau hielt, betrachtete Ryuki erneut das Bild, welches sich vor ihnen bot. Es war ein unschöner Anblick, doch die Sonne strahlte hell und obwohl der beißende Gestank von Rauch und verbranntem Fleisch in der Luft lag, konnte der Navigator die frische Seeluft bereits schmecken, die der Wind zu ihnen brachte. Die Segel des Piratenschiffes schienen gerade zu danach zu schreien endlich losgelöst zu werden und unbändige Vorfreude brach in Ryuki hervor, als er daran dachte endlich wieder Segel zu setzen und aufs Meer hinaus zu fahren. Vielleicht war er nicht schon immer ein Pirat gewesen und war in einer Wüste aufgewachsen, doch Momente wie diese waren es, die Ryuki immer wieder zeigten das er sich ein Leben ohne das Meer nicht mehr vorstellen wollte.
Noch immer flüsternd wurde Ryuki vorgeworfen er habe sich nicht verändert und der Blick von ihm glitt wieder zu Hana und laut fing er an zu lachen. Es war ein befreiendes Gefühl und noch während er lachte, lies Ryu Hana los und ging auf das Piratenschiff zu, welches inzwischen vollständig von den Soldaten der Marine verlassen worden war. "Hätte ich denn sollen?", fragte der Pirat lachend über seine Schulter und erwartete gar keine Antwort. Vermutlich wusste Hana genau so gut wie er selbst, dass er sich so schnell nicht ändern würde und vermutlich war es unsinnig sich darüber Gedanken zu machen. Stattdessen sollte er sich lieber damit befassen endlich Segel zu setzen und aufs Meer zu fahren. Obwohl stellenweise verbrannt, kitzelte das Gras unter den nackten Füßen Ryukis und er genoss jede Sekunde, in der er auf das Schiff zuging. Es hatte einer offenbar vom Pech verfolgten Piratenbande gehört, die der Marine in die Arme gelaufen war. Aber jetzt, und ein Grinsen breitete sich in Ryukis Gesicht bei dem Gedanken daran aus, würde er es zu seinem Schiff machen. Es war ramponiert und vermutlich würde er an mehr als nur einer Stelle eine ganze Menge Zeit, Fleiß und Schweiß investieren müssen, aber dann würde ihn sein Schiff überall hinbringen.
Als der Pirat vom Kai aus die Planke betrat, die an Deck des Schiffes führte begann sein metallener Körper in der Sonne zu schimmern und kaum hatte Ryuki das Deck betraten, spürte er dass sein Schiff ebenso wie er selbst sich bereits danach sehnte aufzubrechen. Neuen Abenteuern, neuen Freunden und selbst wenn sich alle Dämonen der Hölle ihm entgegenwerfen würden, auch seinen alten Freunden entgegen. Zärtlich streichelte Ryuki die Reling neben der Planke und genoss den Wind auf seiner nackten Haut. Er spürte das Holz unter seinen Fingen dahingleiten und sachte an seiner Haut reißen, ohne ihn zu verletzen. Bald schon, bald würde er mit dieser Schönheit die Welt erobern.
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