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 Stadtplatz

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Ranelle

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BeitragThema: Stadtplatz   Sa Jan 23, 2016 3:52 pm


Am Stadtplatz auf der Insel Las Camp trifft man tagsüber trotz der zahlreichen Piratenangriffe auf die Insel eigentlich immer Inselbewohner an. Auch Piraten, die bislang den Fängen der Marine am Hafen entgehen konnten, treiben sich hier herum und versetzen die Bewohner etwas in Unruhe. Die meisten versuchen aber nicht allzu sehr aufzufallen, vermutlich weil sie froh sind, dass die Marine sie noch nicht geschnappt hat. Rings um den Stadtplatz findet man zahlreiche Geschäfte sowie die ein oder andere Bar, in der man etwas trinken kann. Mitten auf dem Platz steht zudem eine Statue, bei der die Inselbewohner Angehörigen gedenken, die wegen Piraten ihr Leben ließen.


First Post

Von der Grand Line bis in den West Blue war es ein weiter Weg. Ein Weg, den Skye ohne die Hilfe der Marine womöglich nie hätte hinter sich bringen können. Dass sie sich dafür bei ihren Helfern gebührend bedankt hatte, war nur allzu selbstverständlich. Die erste Hürde war damit genommen und erst jetzt mit ihrer Ankunft auf Las Camp begann Skyes wirkliche Reise, worüber sie überglücklich war. Las Camp war nicht ohne Grund ihr Reiseziel geworden. Ihre Mutter hatte ihr erzählt, dass sie auf dieser Insel geboren worden war. Skye war es daher ein Anliegen zu sehen, in welchem Umfeld ihre Mutter aufwuchs.

Skye war vom Hafen gleich weiter in die Stadt gelaufen und fand sich nun am Stadtplatz wieder, von dem aus man sich einen guten Überblick verschaffen konnte. Die Sonne schien am Firmament und erhellte die gesamte Insel, wenn nicht sogar das gesamte Meer. So versuchte sie doch tatsächlich mit der strahlenden Erscheinung der hinreißenden Blondine zu konkurrieren. Ihr Lächeln stellte zurzeit  aber selbst die Sonne in den Schatten. Dafür sorgte aber nicht allein ihr Lächeln, sondern ihre gesamte Erscheinung, obwohl sie ihr Lieblingsoutfit trug, das überwiegend in Schwarz gehalten war. Darüber hinaus war auch kaum eine Wolke zu sehen und wenn man eine über die Insel hinwegzog, dann war sie weiß. Solch ein schönes Wetter war doch der perfekte Beginn für eine Reise. Da konnte man doch nur gute Laune haben.

Am Stadtplatz versuchte Skye sich erstmal ein Bild von den hier lebenden Menschen zu machen. Der Platz war dafür ein geeigneter Ort, da sich hier mehr als genug Menschen versammelten. Dabei war es völlig egal, ob die Menschen hier nur vorbeikamen, weil sie irgendwohin gingen. Die hübsche Blondine stolzierte bepackt mit einer etwas größeren Tasche, in der sich neben ein paar Kleidungsstücken zum Wechseln und Büchern zurzeit auch ihr Bogen sowie Pfeile und Köcher befanden, über den Platz und sah sich gut um. Mit ihrer guten Laune war es auch plötzlich vorbei, als sie merkte, wie einige überwiegend ältere Personen sie anstarrten und miteinander plauderten. Die Blicke kamen aus allen Richtungen, sodass es kein Entrinnen gab. Wieso starren die mich alle so an? Habe ich etwa was im Gesicht? Oh nein, so kann ich mich hier doch nicht blicken lassen!, befürchtete Skye in Gedanken. Ohne unnötig Zeit zu verschwenden lief sie direkt auf das nächste Schaufenster eines Geschäfts zu, um dort in ihrem Spiegelbild ihr Aussehen zu überprüfen. Im Gesicht hatte sie schon mal nichts, was sie schon mal beruhigte. Zur Sicherheit kontrollierte sie auch noch ihr blondes Haar, in dem sich aber auch nichts ungewöhnliches finden ließ. Ihre Kleidung war soweit auch in makellosem Zustand. Das warf nur wieder die Frage auf, wieso sie von den anderen Leuten so angestarrt wurde.

Plötzlich kam ein älterer Herr, geschätzt um die 50 Jahre alt, mit leicht gräulichem Haar und Oberlippenbart auf Skye zu. Er besaß ein freundliches Lächeln, als er sie fragte: "Ist das denn möglich? Dass wir dich hier noch mal zu Gesicht bekommen, Isabella, hätten wir uns im Leben nicht mehr träumen lassen. Und du siehst immer noch so jung aus wie früher. Nicht zu fassen!" Hals über Kopf schloss der freundliche Herr Skye in eine Umarmung, was ihr ziemlich unangenehm war, da hier offensichtlich eine Verwechslung vorlag. Noch von den Armen des Mannes umschlungen erklärte sie: "Entschuldigen Sie, aber Sie müssen mich mit jemandem verwechseln. Mein Name ist nicht Isabella. Ich heiße Skye und bin ihre Tochter. Aber ich kann Ihnen versichern, dass sie trotzdem nicht viel älter aussieht." Der Mann löste die Umarmung und musterte die Blondine noch einmal. "Ihre Tochter? Diese Ähnlichkeit ist verblüffend. Lass uns doch dort Platz nehmen und ein wenig unterhalten.", schlug er vor. Skye und der Ältere nahmen auf einer Bank inmitten des Stadtplatzes Platz und kamen ins Gespräch. "Wie geht es deiner Mutter und was führt dich hierher?", wollte er wissen. Skye antwortete: "Als ich sie das letzte Mal sah, ging es ihr sehr gut. Sie hat nur sehr mit der Leitung der Firma beschäftigt, aber sonst fehlt es ihr nichts. Und ich bin hergekommen, weil ich wissen wollte, wo und wie Mama aufgewachsen ist. Ich habe eine Reise begonnen, um meine Ziele zu verwirklichen und dafür muss ich eben die ganze Welt bereisen." "Das erinnert mich an deine Mutter. Sie zog damals auch los, um ihren Traum zu verwirklichen. Sie wollte eine bekannte Modedesignerin werden und wie ich hörte, hat sie das auch geschafft. Verrätst du mir denn auch, was deine Ziele sind?", hakte der nette Herr nach. Skye nickte ihm zu und sprach begeistert: "Gerne. Wissen Sie, ich bin Ärztin und möchte eines Tages jede Krankheit kurieren können. Und wenn ich dabei noch meiner wahren Liebe begegne, so wie Mama ihre fand, dann wäre es umso besser." "Das klingt hervorragend. So sehr wie du nach deiner Mutter kommst, bin ich mir sicher, dass du deine Ziele erreichen wirst. Dein Vater kann sich wirklich glücklich schätzen, eine Frau wie Isabella und eine Tochter wie dich zu haben, meine Kleine!", zeigt sich der Bekannte ihrer Mutter zuversichtlich. Skye meinte daraufhin bedrückt: "Konnte. Er ist leider schon vor einigen Jahren verstorben." Ihr Gesprächspartner drückte sein Beileid aus und entschuldigte sich anschließend, da er noch was zu erledigen habe. Er wies Skye allerdings noch daraufhin, dass sie sich in aller Ruhe hier umsehen können, sich aber vor den Piraten in Acht nehmen solle, bevor er schließlich ging und Skye wieder alleine ließ.

Skye blieb noch etwas alleine auf der Bank sitzen und sah sich wieder um. Sie hatte schon bei ihrer Ankunft bemerkt, dass sich hier mehrere Piratenbanden aufhielten. So bemerkte sie auch, dass ein paar Piraten auf dem Stadtplatz herumlungerten. Sie konnte sie zumindest deutlich von den Anwohnern unterscheiden. Die Schönheit spielte wirklich mit dem Gedanken, sich einer Piratenbande anzuschließen. Dies war ihr allemal lieber, als sich weiter mit der Marine abzugeben. Am liebsten würde sie sogar auf einen der Piraten zugehen und fragen, ob sie ihrer Bande beitreten könnte, doch dann dachte sie: Was ist, wenn sie jemanden wie mich nicht brauchen und darauf verzichten, dass ich mich ihnen anschließe? Mich will bestimmt keiner in der Crew haben. Sie hatte Angst davor abgelehnt zu werden, weswegen sie zögerte, auf irgendeinen Piraten zuzugehen. Gleichzeitig war sie sich darüber im Klaren, dass es ihr auch nichts brachte, wenn sie auf der Bank sitzen blieb und einfach nur darauf wartete, dass sie jemand ansprach und fragte, ob sie nicht bei der Bande beitreten wolle. Skye war wie hin und hergerissen und wusste nicht, was sie nun tun sollte. Sie blieb vorerst noch auf den Bank sitzen und hing ihren Gedanken nach.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Sa Apr 09, 2016 11:47 pm

First Post

Vögel flogen durch die Luft und sangen ein helles Lied. Keine Wolke bedeckte den kristallblauen Himmel. Die Sonne strahlte über der Welt, wie eine Sonne dies nun einmal bei gutem Wetter so tat. Die Welt erwachte, atmete ein und blühte auf. Gute Laune lag in der Luft. Die Menschen waren glücklich. Ein furchtbarer Tag.
Ein kleiner Flecken Erde im West Blue, von den Leuten Las Camp genannt. In letzter des Öfteren Opfer von Angriffen durch Piraten gewesen, fand sich die Insel neuerdings unter dem wachen Blick der Marine und einer erhöhten Präsenz eben jener wieder. Zwar tat dies oftmals dem Besuch von Piraten keinen Abbruch, aber umso häufiger versuchten diese, die Insel so schnell wie möglich zu verlassen, ohne Ärger zu veranstalten. Vor allem im Hafenviertel trieben sich die Halunken und Halsabschneider in heruntergekommenen Tavernen und Spelunken herum, wo sie sich betranken und in geringem Maße pöbelten. Eine Gasse in Richtung der Stadtmitte. Sonst ein eher düsterer und ruhiger Ort, war sie zu diesem Zeitpunkt eher düster noch ruhig. Die Dunkelheit, welche sonst in derlei Gassen herrscht, wurde von der schlichten Tatsache vertrieben, dass die Sonne hoch im Zenit stand und ihr heller Schein auch vor finsteren Orten keinen Halt machte. Die sonstige Ruhe hingegen wurde durch eine lautstarke Stimme gestört, welche, wenn auch sichtlich angeschlagen, laut und stark aus der Gasse tönte. Geschimpfe, Gestöhne und eine ganze Menge Flüche. Mütter welche mit ihren Kindern an der Gasse vorbeigingen, hielten ihrem Nachwuchs die Ohren zu, wenn sie daran vorbeigingen.
Der Tag war schon ein wenig fortgeschritten, als das anhaltende Gezeter aus der Gasse langsam verstummte. Stattdessen erklang ein reges Treiben und  bald darauf kroch eine Gestalt, welche die Insel noch nicht gesehen. Blau von Kopf bis Fuß; Haut und Haare. Ein drittes Auge auf der Stirn prangend und nackt bis auf die Unterhose, so stand der großgewachsene Mann mit finsterer Miene auf den Pflastersteinen. Sofort begannen die Leute zu tuscheln und auf ihn zu zeigen, Kinder wurden weggezogen und so einige empörte Worte wurden laut. Doch dem Gemurmel der einfachen Bevölkerung schien der Mann keine Bedeutung zu schenken. Missgünstig stierte er in den strahlend blauen Himmel, als wolle er diesem etwas Böses. Ob es ihn störte das er wirkte, als sei er selbst ein Stück Himmel das heraus gebrochen war? Nicht wirklich, eher war es der rote Glutball, der sein Gemüt erregte. Seelig hatte er gelegen und sich dem sanften Schlummer ergeben, nur um von heißen, blenden Strahlend aus dem Land der Träume gerissen zu werden. Die Ringe unter den geröteten Augen verrieten, dass der Mann den Schlaf nötig gehabt hatte und wenn man nah an ihn genug herantrat, wurde bewusst wieso. Schwankend setzte sich der Mann in Bewegung, schwerfällig und träge. Bald hatte ihn sein Weg vor die Türe einer örtlichen Bar gebracht, noch schneller jedoch war er wieder vor die Tür gesetzt. Aufgeregtes Brüllen begleitete den Rauswurf. Das fehlende Geld des Mannes schien dem Besitzer der Bar gar nicht zu gefallen und noch während der Blaue sich vom Boden aufrappelte, traten ein paar Gestalten heraus deren Absichten eindeutig keine freundschaftlichen Hintergründe hatten. Ehe es jedoch zu einem Tumult kommen konnte, nahm der Blaue Reißaus und gab Fersengeld. Ehe er sich versah hatte er sich auch schon heillos verlaufen, irrte durch die Straßen. Eher durch Zufall als ortskundiges Wissen gelangte er auf den Hauptplatz der Stadt, einem schönen Plätzchen umgeben von Cafés. Tische, Stühle und Schirme bedeckten den Platz, gefüllt von Touristen und Anwohnern, welche im Schatten kalte Getränke und Gebäck genossen. Ein paar ältere Herren, welche wohl schon seit Gold Rogers Zeiten in dieser Stadt wohnen mussten, saßen beisammen und unterhielten sich, um die Zeit zu vertreiben. Das all jene Leute auf einmal zu verstummen und den blauen Neuankömmling zu begaffen schienen, bemerkte dieser nicht einmal. Stattdessen ging er, wankte er, in Richtung der großen Statur, welche Inmitten des Platzes stand. Kurz blieb er vor dieser stehen und betrachtete die mächtige Figur, wobei er langsam vor und zurück schaukelte. Gerade als es den Anschein machen er kippe vornüber, drehte er sich um die eigene Achse und mit einem Plumps, landete er mit dem Rücken gegen die Statur am Boden. Arme und Beine von sich gestreckt, die Augen geschlossen und den Kopf zur Seite weggekippt, lag er da. "Mir ist... kotzübel..." Ryuki stöhnte auf und tat sich selber furchtbar leid.

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Ranelle

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   So Apr 10, 2016 5:20 pm


Skye saß weiterhin auf der Bank, auf der sie sich vor Kurzem mit einem Bekannten ihrer Mutter unterhalten hatte. Jüngsten Erkenntnissen zufolge sah die Blondine ihrer Mutter nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern handelte auch so ähnlich wie sie. Mit dieser Erkenntnis kam sie aber auch nicht weiter. Dieses Gefühl nicht zu wissen, was sie nun tun sollte, machte Skye ziemlich zu schaffen. Sie überlegte und überlegte, doch sie wusste sich selbst nicht zu helfen. Nachdem sie schließlich mehrere Minuten damit verbracht hatte, in Gedanken zu versinken, wurde ihr bewusst, dass kein Pirat auf sie zukäme, um sie zu fragen, ob sie dessen Bande beitreten wolle. "Was mache ich mir vor? Ich hab' vermutlich eh nicht das Zeug zur Piratin.", sprach sie mit sich selbst. Hübsch war sie, das stand außer Frage, aber gerade deshalb sah sie nicht so aus, als würde sie Piratin werden wollen. Für Piraten war sie wahrscheinlich allenfalls ein Objekt der Begierde. Wenigstens wüsste sie sich gegen solch widerwärtige Typen zu wehren.

Schließlich blickte Skye auf und sah sich erneut um. Ich muss was tun. Wenn ich hier nur herumsitze, dann komme ich nie voran. Sodann sprang Skye von der Bank auf und holte tief Luft. Daraufhin stand sie aber auch schon wieder blöd herum. Ihr fehlte der Mut irgendjemanden anzusprechen. Nicht weil sie schüchtern war, sondern weil sie zu große Angst vor Ablehnung hatte. In ihr Blickfeld geriet dann ein von außen sehr ansprechendes Café. Sie nahm ihre Tasche hoch und steuerte auf das Café zu, doch noch auf dem Weg dorthin, bemerkte sie, wie Jemand oder Etwas die Aufmerksamkeit der anderen Personen auf sich zog. Sofort, wohl aus Neugier, drehte sie sich sofort um, um zu erfahren, wen oder was die Leute anstarrten. Im Nachhinein wäre es ihr aber wohl lieber gewesen, wenn sie sich nicht umgedreht hätte. Dann wäre ihr zumindest der Anblick des Halbnackten erspart geblieben. Kein Wunder, dass manche Leute entsetzt auf das Auftreten des blauen Mannes reagierten. Skyes Reaktion sah da nicht anders aus. Ihren Blick konnte sie dennoch nicht von ihm lösen, aber das lag nicht daran, dass er so wenig trug. Was ist denn mit ihm? Diese blaue Haut ... und wie dieser taumelnde Gang ..., dachte Skye. Die Schönheit machte sich Sorgen um den Sonderling. Er sah in ihren Augen nämlich nicht gerade gesund aus.

Skye ließ den merkwürdigen jungen Mann nicht aus den Augen. Sie beobachtete ihn dabei, wie er auf die Statue zuging und sich am Ende gegen sie lehnte, nachdem er so wie es aussah zusammengebrochen war. Spätestens jetzt konnte die Blondine sich das nicht mehr länger mitansehen. Mit ihrer Tasche ging sie auf den Blauhaarigen zu und war der festen Überzeugung, dass er ärztliche Hilfe benötigte. Sie war sich nur nicht sicher, ob sie ihm helfen konnte, aber da sonst niemand die Anstalten machte, ihm zu helfen, musste sie es zumindest versuchen. Bei ihm angekommen legte Skye zuerst ihre Tasche neben ihm ab, bevor sie sich zu ihm hinkniete und sich auf Augenhöhe begab. Daraufhin musterte sie ihn genauer. Sein muskulöser Körper beeindruckte sie schon, aber diese blaue Haut bereitete ihr große Sorgen. Sie blickte ihm dann ins Gesicht und stellte anhand seiner geschlossenen Augen fest, dass er womöglich schlief. Erst danach bemerkte sie das dritte Auge, das geöffnet war. Sie nahm es etwas genauer unter die Lupe und stellte fest, dass dieses Auge kein Lid besaß. Das ist ungewöhnlich., dachte sie darüber. Um herauszufinden, ob der junge Mann nicht doch ansprechbar war, fragte sie ihn: "Geht es Ihnen gut? Benötigen Sie Hilfe? Ich bin Ärztin. Sie brauche sich keine Sorgen zu machen." Während sie auf eine Antwort wartete, suchte sie seinen Körper nach eventuellen Wunden ab oder sonstigen Ungereimtheiten neben dem dritten Auge, mit denen sie sich dann diese blaue Haut erklären könnte. Aber was sie dann täte, wüsste sie selber nicht. Solch eine Krankheit war ihr gänzlich unbekannt.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Stadtplatz   So Apr 10, 2016 6:23 pm

Endlich. Schatten. Nachdem er länger als geplant durch die Stadt herum geirrt war, hatte er endlich ein schattiges Plätzchen gefunden. Eigentlich hatte Ryuki überhaupt nicht vorgehabt durch die Gegend zu irren, aber wenn man sich nicht auskennt an dem Ort wo man sich befindet, dann hat man leider Gottes nicht viel Auswahl. Zumindest dann nicht, wenn Passanten einem keine Frage beantworten würden. Nicht das er sich die Mühe gemacht hätte nach dem Weg zu fragen. Ein echter Mann fragt einfach nicht nach dem Weg, auch wenn er sich verirrt und dazu noch verlaufen hat. Wäre er auf einem Schiff gewesen, ja dann hätte Ryuki natürlich gewusst was es zu tun galt. Auch wenn er nicht so aussah, war er durch aus im Stande ein Schiff ordentlich zu navigieren und zu manövrieren. Wobei ihm einfiel, oder eben nicht einfiel, wo er sich befand. Das er nicht den Namen der Insel, welche er derzeit besuchte, kannte, war nichts Neues. Das war schon mal öfters vorgekommen. Aber dieses Mal war er sich nicht einmal sicher in welchem Ozean er sich befand. Nun ja, irgendwo auf der Grand Line, da war er sich sicher. Kein Grund Panik zu schieben. Vor allem, weil er sich endlich hatte hinlegen können.
Mit zwei seiner drei Augen geschlossen, lag Ryuki nun im Schatten einer Statue und versuchte es sich so gut es ging auf den steinernen Stufen bequem zu machen. Der Stein legte sich kühl an seine nackte Haut an und irgendeine Kante drückte ihm unbequem gegen die Niere, aber im Moment war er noch viel zu benommen, um sich zu bewegen. Die letzte Nacht war eindeutig zu heftig gewesen, wobei sich der blaue Mann nicht sicher war, wann diese "letzte Nacht" nun tatsächlich stattgefunden hatte. Sie hätte auch eine Woche her sein können. Vereinzelte Bilder und Erinnerungen blitzten vor seinem inneren Auge auf. Ein Schiff. Piraten. Ein Fest. Eine ganze Menge Alkohol. Ein blondes Ding das sich über ihn beugte. Moment. Nur schwerfällig realisierte Ryuki, dass das letzte Bild keine Erinnerung war, sondern etwas das er in diesem Augenblick sah. Wie immer blieb das Auge auf seiner Stirn geöffnet und zeigte ihm in diesem Moment, wie sich eine junge Frau vor ihn kniete und irgendwelche Worte von sich gab. Was genau verstand er nicht, dafür kam das ganze zu überraschend, weswegen es ihn unvorbereitet traf.
Warum sollte sich jemand über ihn beugen?, fragte sich Ryuki und ohne die Augen zu öffnen, blieb er einfach weiter liegen. Arme und Beine hatte er noch immer von sich gestreckt, sein Kinn lag auf der Brust und wie üblich verdeckten seine Haare fast sein ganzes Gesicht. Während Ryuki noch darüber grübelte was das weibliche Wesen da wohl von ihm wollte, begann eben diese an ihm herum zu fummeln. Will heißen, sie berührte ihn. Zumindest, wenn er nicht gänzlich das Gefühl seines eigenen Körper verloren hatte. Es war nicht unangenehm, zumindest empfand Ryuki es nicht als solches, wie ein Paar schmaler, zarter Finger über seinen Körper und seine Haut glitten. Es kribbelte, wenn sie ihn drückte und ein wenig kitzelte es auch. Nein, es war ganz und gar nicht unangenehm und deshalb blieb Ryuki kurzerhand regungslos liegen und lies die Frau machen. Das ihn eine Fremde berührte störte ihn nicht. Eher noch, gab es dem ganzen einen gewissen Reiz. Zumindest empfand er das so. Neugierig war Ryuki dennoch, weniger wer die Frau war, als wie sie denn nun genau aussah. Zwar hatte sein Auge sie ihm schon gezeigt, aber zum einen hatte er nicht genau hingesehen und zum anderen hatte er nicht aufgepasst, weswegen er nur wenig mehr wusste als das sie jung, blond und weiblich war. Zumindest blond und weiblich, das jung erhoffte er sich einfach mal und hübsch sollte sie besser auch sein.
Während die Person ihn weiter berührte, oder eher betastete, legte Ryuki den Kopf ein wenig schräg, um eine bessere Sicht zu haben. Die Augen hielt er dabei immer noch geschlossen, weniger um nicht aufzufallen, sondern eher weil sie noch immer schwer und gereizt waren. Es war eine junge Frau, welche sich neben ihn gekniet und etwas über ihn gebeugt hatte. Ihre Haare kitzelten ihn am Körper und Ryuki konnte nicht ihr Gesicht sehen. Aber das störte ihn weniger, genau genommen störte es ihn überhaupt nicht. Den das, was er sah reichte aus, um ein schamloses, wenn auch leicht müdes Grinsen auf sein Gesicht bringen. Sofort hob Ryuki den Arm, schob seine Hand unter den schwarzen Stoff eines Kleides nahm den ausgestreckten Hintern der Frau in die Hand. Die ersten Schreckenslaute ertönten von umliegenden Passanten und Zuschauern, welche das ganze offensichtlich mit ansahen. Da Ryuki nun wohl kaum weiter vorgeben konnte regungslos da zu liegen, richtete er sich auf, wobei er kurz gegen das Mädchen stieß. Das dunkelblaue Haar des Mannes fiel ihm ins Gesicht und verdeckte dieses, sodass nur sein breites Grinsen zu sehen war. Er drückte wieder mit der Hand zu. "So wie du mich anfasst, müssen wir gut befreundet sein!" Und unter Freunden nimmt solche Dinge nicht so genau, sondern mit Humor.

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Ranelle

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   So Apr 10, 2016 8:49 pm


Der Patient gab keine Antwort. Skyes Fragen blieben unbeantwortet. Sie suchte und tastete weiterhin seinen Körper ab, aber sie fand nichts ungewöhnliches. Somit endete die Untersuchung damit, dass sie nicht wusste, was sie tun sollte. "Was mache ich denn jetzt? Er sieht ziemlich mitgenommen aus, aber ich weiß nicht, was ihm fehlt. Allein diese blaue Haut ... keine Ahnung was es damit auf sich hat. Man könnte fast meinen, das wäre seine normale Hautfarbe. Und dann noch dieses dritte Auge. Ich weiß echt nicht weiter.", sprach sie zu sich selbst, ohne sich von dem Blauhaarigen zu entfernen. Sie starrte auf dessen Oberkörper und dachte angestrengt nach. Vielleicht gab es doch etwas, dass ihr weiterhalf. Wozu hatte sie denn Medizin studiert, wenngleich sie wusste, dass sie trotzdem noch viel zu lernen hatte. In diesem Fall half aber selbst das Nachdenken nicht.

Skye kam sich abermals völlig nutzlos vor. Sie wollte dem jungen Mann, der über den Platz bis zur Statue getaumelt war helfen, aber konnte es nicht, da sie nicht wusste wie sie ihm helfen konnte. Die Blondine senkte ihren Blick und sah sichtlich verzweifelt aus. Den Beginn ihrer Reise hatte sie sich anders vorgestellt. Gleich zu Beginn so ein Rückschlag. Wie sollte dann erst die weitere Reise verlaufen? Eine Frage eines Anwohners riss sie aus ihrem Selbstmitleid. "Lebt der Perverse noch?", lautete die Frage. Skye sah den Mann an. Sie hatte das Gefühl, dass in der Frage eine Warnung lag, doch sie selbst fasste sie als Aufforderung auf, zu überprüfen, ob ihr Patient noch lebte. Dazu legte sie ihr Ohr über Mund und Nase des Blauhaarigen. Dass sie ihn dabei mit ihren Haaren kitzelte, war ihr egal. Sie spürte und hörte wie er atmete. Als sie sicherheitshalber noch auf seinen Brustkorb sah, bemerkte sie, dass der sich auch hob und wieder senkte. Danach sah sie den Mann an und antwortete ihm: "Ja. Er lebt." Sie lächelte den Mann an, der daraufhin aber einfach weiter ging.

Nun wusste Skye zwar, dass der Blauhäutige am Leben war, aber wie sie ihm helfen konnte, wusste sie immer noch nicht. Diese Sorge vergaß sie ohnehin, als sie etwas Warmes, Kräftiges an ihrem Gesäß spürte. Sofort schoss der Blondine die Röte ins Gesicht und sie blickte den Arm entlang, der zu der Hand gehörte, die ihr an den Hintern fasste. Der Mann, der sich schon wieder auf den Weg gemacht hatte, war nicht weit gekommen und bekam das Schauspiel mit. "Da! Ohne Frage ein Perverser!!", rief er entsetzt, während ihm die Gesichtszüge entglitten. Auc andere Leute schrien auf, aber keiner wagte sich auch nur einen Schritt näher an die beiden heran. Skye selbst schrie ebenfalls auf. Da dies so überraschend kam, landete sie vornüber mit der Brust auf seinem Oberkörper. Am liebsten hätte sie dem Blauhaarigen gehörig die Meinung gegeigt, doch sie glaubte, dass er schlief und er wahrscheinlich nur träumte. Sie wollte jedoch nicht wissen, wovon er träumte, zumal er nochmal drückte. Die Situation war ihr dennoch unangenehm und sie wollte sich so schnell wie möglich daraus befreien. Nachdem er etwas gesagt hatte, sah sie mit einem unbehaglichen Gesichtsausdruck in sein Gesicht und bemerkte das breite Grinsen, das sich darauf abzeichnete. Danach stand ihr die Fassungslosigkeit im Gesicht geschrieben. Sofort machte sich der Gedanke in ihr breit, dass der Blauhaarige nur vorgegeben hat zu schlafen und die Situation schamlos ausgenutzt hat. Wahrscheinlich hat es ihm sogar noch gefallen, wie sie ihn eben während der Behandlung abgetastet hat. Skye vergaß sich für einen Moment selbst. "Du Mistkerl!", schrie sie ihn an und gab ihm gleich darauf eine Ohrfeige. Anschließend schlug sie seine Hand weg und entfernte sich drei Meter - rückwärts über den Boden krabbelnd - von ihm. Warum nicht noch weiter? Zum einen lag ihre Tasche noch neben ihm und zum anderen war sie einfach noch neugierig, wieso seine Haut blau war und was es mit seinem dritten Auge auf sich hatte.

Skye schenkte dem fast komplett Unbekleidetem einen wütenden Blick. Am meisten ärgerte sie sich darüber, dass sie so naiv war zu glauben, dass er schlief. Trotzdem war dies noch lange kein Grund, diese Situation so auszunutzen wie er es tat. "Du kannst es dir sicher schon denken, aber wir sind keine Freunde. Wir kennen uns noch nicht einmal. Dass ich ... Ich bin Ärztin und ich habe dich untersucht. Deshalb habe ich dich berührt.", erwiderte sie auf seine Worte. Wie schnell sie vom Sie zum Du kam - aber wieso sollte sie jemanden siezen, vor dem sie allen Respekt verloren hatte. Skye war sehr aufgebracht wegen seiner Aktion. Die Röte stand ihr immer noch im Gesicht und noch immer aus Scham. Die Wärme seiner Hand konnte sie immer noch an ihrem Hintern spüren. Sie brauchte ein wenig, um sich wieder zu beruhigen. Die Blondine starrte auf ihre Hand, die, die ihr Gegenüber gerade geohrfeigt hatte. "Tut mir Leid! Dass ich dich geschlagen habe, mein' ich. Das wollte ich nicht." Skye blieb weiterhin auf Abstand und sah den jungen Mann wieder an. Sie lächelte ihn an, damit er ihr hoffentlich auch verzieh. Obwohl er gar keinen Grund hatte, sauer auf sie zu sein. Die Entschuldigung hielt sie trotzdem für angemessen.
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Ryuki



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BeitragThema: Re: Stadtplatz   So Apr 10, 2016 9:34 pm


Während sich die junge Frau über ihn beugte und ihn abtastete, murmelte sie Worte. Da er selbst nicht reagierte und dies auch recht offensichtlich war, konnte Ryuki sich fast sicher sein, dass sie mit sich selber redete. Außer natürlich noch jemand befand sich in ihrer Nähe. Vielleicht hätte er zu gehört und gelauscht, ganz bestimmt sogar hätte er das, aber es gab nun einmal Dinge die waren interessanter anzugucken, als den Worten der Frau zu zu hören. Darüber hinaus stachen die Worte über seine blaue Haut und sein zusätzliches Auge hinaus, womit Ryukis Interesse an dem Gesagten sofort erlosch. Er hatte die entsprechenden Dinge oft genug erklären müssen oder die Reaktionen von "Normalen" erlebt und es ging ihm tierisch auf die Nerven. Allein das war Grund genug, sich den schöneren Dingen zu widmen, welche sich in diesem Augenblick wohlgeformt zu seiner Seite befanden. Als sie dann auch noch ihr Gesicht an seines heranbrachte, gewährte ein Blick nach Ryuki endgültig einen Ausblick, der ihm jeglicher Aufmerksamkeit für irgendwelche Worte beraubt hätte. Nun standen die Chancen, dass eine junge Dame sich all zu lange über ihn beugen würde nicht sonderlich gut, weswegen Ryuki beschloss die Initiative und ihr Gesäß zu ergreifen.
Ein empörter Aufschrei, zwei empörte Schreie, drei... Ein Mann der direkt in ihrer Nähe stand, schrie irgendetwas von wegen 'pervers' und auch andere Umstehenden, riefen entsprechendes. Das Mädchen selbst stieß einen hellen Schrei aus, der Ryuki arg zusetzte. Umso mehr noch, als dass sie vorn über kippte und ihm somit und zu seinem Leidwesen direkt ins Gesicht schrie. Egal ob sie eine Frau oder noch so klein war, sie hatte ein beeindruckendes Stimmchen und entsprechend klingelte es in den Ohren des Blauen. In wie fern ein solches Klingeln nicht auch dem Genuss alkoholischer Getränke der letzten Tage und Nächte zu zuschreiben war, konnte Ryuki nicht bestimmen. Zum einen war er kein Arzt und zum anderen war denken in diesem Augenblick keine mögliche Option. Davon abgesehen wurde es sowie Zeit, dass eine neben dem Schrei eine entsprechende Reaktion hervorbrachte. Durch seine Haare konnte Ryuki erkennen wie das Mädchen die Hand hob. Kurz darauf flog sein Kopf mit einem Klatschen zur Seite und sofort brannte ein Schmerz in seiner Wange auf. Das Lächeln verstarb auf seinen Lippen, während das Mädchen Abstand zwischen ihn und sich selbst brachte und ihn noch mal anschrie. Nun, da sie scheinbar in Sicherheit war, schien sie sich wieder zu fangen und ein wütender Hagel von Worten prasselte auf Ryuki ein. Dieser ließ die Worte einfach an sich abprallen, zog stattdessen die Beine an und setzte sich im Schneidersitz auf den Boden. Seine Hand, welche gerade eben noch die Wärme ihres Hinterns gespürt hatte, hielt er sich vor das ausdruckslose Gesicht. Seine Finger krümmten sich, so als würde er immer noch zupacken wollen. "Ohhh... weich...", murmelte er leise zu sich selber.
Der Mann, welcher ihn als perversen beschimpft hatte, trat auf Ryuki zu und hob anklagend den Finger. Wie auch das Mädchen lies er einen ganzen Schwall Worte aus sich heraus, wobei seine Wortwahl wesentlich beleidigender war als die ihre. Irgendwo zwischen "blauer Penner" und "verschwinde" reagierte Ryuki zumindest soweit, dass er die Hand hob und ihm den Mittelfinger ausstreckte. Dies überraschte den Mann offensichtlich, welcher nicht mit einer solchen Reaktion gerechnet hatte. Immerhin sah er sich im Recht und außerdem, waren alle Leute um ihn herum auf seiner Seite. Zu seinem Pech war Ryuki niemand, der viel auf andere Leute gab. Anstatt sich also die Worte des Mannes zu Herzen zu nehmen oder auch nur angemessen darauf zu reagieren, stattdessen richtete er sich zu dem Mädchen aus, sodass er ihr gegenüber saß.
Die Hand mit der er sie eben noch berührte, wischte durch sein Gesicht und schob die Haare zur Seite. Ein liebliches, fröhliches Lächeln verzog seine Lippen und obwohl er noch immer unter der letzten Nacht litt, lag ein engelsgleich süßer Ausdruck in seinem Gesicht. "Dein Hintern hat sich super-toll angefühlt!", platzte es mit kindlicher Freude und Faszination aus ihm heraus. "Und die Ohrfeige hat weh getan!" Ein schmollender Unterton mischte sich in seine Worte, auch wenn diese nicht so ernst gemeint waren, wie er den Anschein erwecken wollte. Um das ganze noch zu unterstreichen, schob er die Unterlippe ein wenig vorne und senkte den Kopf ein wenig zur Seite. Dann deutete er mit dem Finger auf seine Brust und dann auf ihre. "Ich bin Ryuki und ich will mit dir essen gehen, was hältst du davon?" Er strahlte vor kindlicher Freude. Die Aussicht mit einer solchen Schönheit essen zu gehen, erfüllte ihn mit Tatendrang und frischer Energie. Vor allem, wenn er sie dann in aller Ruhe betrachten könnte. Ohne, dass ihn irgendwelche alten Säcke frech von der Seite anpöbelten.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mo Apr 11, 2016 8:11 pm


Das Lächeln lag ihr immer noch im Gesicht. Skye versuchte dem Blauen gegenüber trotz seiner Aktion eben freundlich zu sein. Doch sowie sie seine Handgeste sah, als ob er irgendwas drücke, verschwand das zauberhafte Lächeln auf ihren Lippen und er wieder sie sofort wieder ein wenig an. Es war wohl die richtige Entscheidung gewesen, etwas auf Abstand zu gehen. Der Herr von eben, der den Blauhäutigen zuvor schon als "Perversen" tituliert hatte, beschwerte sich nochmal richtig über dessen Verhalten und verlangte auch noch, dass er verschwand. Selbst Skye hielt diese Reaktion für ein wenig übertrieben, aber das bedeutete nicht, dass sie den Mann verstand. Erst durch die Reaktion des besagten "Perversen" verlor sie wieder die Fassung. So streckte er ihm einfach den Mittelfinger raus. "Der hat überhaupt keine Manieren.", murmelte sie vor sich her.

Skye wartete noch immer auf eine Reaktion auf ihre Entschuldigung. Der Blaue brauchte gar nicht viel sagen. Selbst ein Nicken hätte ihr gereicht. Schließlich sagte er was. Etwas, dass sie eigentlich hätte zum Kochen bringen sollen. Solch liebe Worte über ihren Hintern hätte sie von jemande wie ihm am liebste nicht gehört. Doch dieses süße Lächeln des Muskulösen und dann das Kompliment ließen sie stattdessen vor Verlegenheit erröten. Skye zog ihre Schulter hoch und legte ihren Kopf ein wenig zur Seite, ehe sie sagte: "Danke für das Kompliment! Das ist lieb von dir." Die Freude über das Kompliment über ihren Hintern währte aber nicht lange, denn das nächste Gesagte des Blauen ließen darauf schließen, dass er ihr wohl nicht so einfach verzieh. "Mehr als entschuldigen kann ich mich doch auch nicht. Ich wollte dich wirklich nicht schlagen. Das war mehr ein Reflex!", meinte sie ein wenig niedergeschlagen. Ihr Lächeln hatte tatsächlich nicht geholfen, damit er ihr die Ohrfeige verzieh. Dabei war sie sich nach seiner schamlosen Aktion eben so sicher, dass er sie attraktiv fand. Vielleicht nahm sie das auch alles zu ernst, aber auf den Gedanken kam sie nicht.

Plötzlich deutete ihr Gegenüber auf ihre Brust. Skye erschrak dabei ein wenig, denn sie dachte, dass er ihr nun auch noch an die Brust fassen wollte. Da hatte sie aber wohl ein voreiliges Urteil gefällt. Skye wusste zuerst nicht wie sie auf seine Einladung reagieren sollte. Erstmal tat sie es Ryuki gleich und stellte sich vor: "Ich bin Ranelle." Dabei strich sie sich eine Strähne hinters Ohr und lächelte ihre neue Bekanntschaft an. Anschließend machte sie sich Gedanken über seine Einladung. Dabei musterte sie Ryuki vor allem noch mal. Er hatte keine Manieren. Er hatte sie begrabscht. Und er hatte kaum was an. Mit so jemandem konnte sie sich doch unmöglich blicken lassen. Die Blondine hatte ihre Entscheidung offenbar schnell getroffen. Sie stand vom Boden auf, klopfte den Staub von ihrer Kleidung ab und sprach danach zu Ryuki: "Vergiss es!" Gleich darauf ging sie zu ihrer Tasche und hob sie vom Boden auf. In diesem Moment dachte sie weiter über die Einladung nach. Ihr schoss durch den Kopf, dass sie ihn nicht einfach so hier zurücklassen konnte. Seine Haut war immer noch blau und sie dachte immer noch, dass dies eine Krankheit sei. Auf der einen Seite wollte sie nichts mit ihm zu tun haben, aber auf der anderen Seite wollte sie ihm helfen. Inzwischen war ihr jedoch bewusst, dass Ryuki sonst nichts fehlte, außer vielleicht ein paar vernünftige Klamotten. Das Essen bot also eine gute Gelegenheit ihn zu fragen, was es mit seiner blauen Haut und dem Auge auf sich hatte. Außerdem könnte sie ihm bei der Gelegenheit auch ein paar Manieren beibringen. Gleich nachdem sie die Tasche aufgehoben hatte, drehte sie sich um und ließ sie vor Ryuki wieder fallen. "Vergiss es, dass ich die Einladung nicht annehme. Ich gehe gerne mit dir essen. Das ist das Mindeste, nachdem ich dich schon geohrfeigt habe. Aber eine Bedingung habe ich da trotzdem noch! Du trägst dafür meine Tasche." Skye testete ihn sofort, ob er nicht doch ein paar Manieren besaß und Gentleman genug war, um ihre Tasche wirklich für sie zu tragen. Sie war im Gegenzug noch freundlich genug und reichte ihm ihre Hand, um ihm vom Boden aufzuhelfen.


Zuletzt von Ranelle am Mo Apr 11, 2016 9:09 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mo Apr 11, 2016 9:01 pm

Die Reaktion auf die Anschuldigungen und Forderungen des alten Mannes, schien Ryukis Ansicht in den Augen der Umstehenden nicht gerade zu verbessern. Er hatte zwar durch aus gelernt respektvoll mit Menschen umzugehen, aber die Jahre seines Lebens hatten ihn gelehrt dies nur denjenigen gegenüber zu tun, die sich diesen Respekt verdient hatten. Ihn als Perversen zu beschimpfen oder zu verlangen er solle verschwinden, nur weil er nicht so tat, wie man es von ihm verlangte, war in Ryukis Augen nichts einem Mann Respekt einbrachte. Zwar hieß es, man solle sich den Gepflogenheiten der Einheimischen anpassen, aber damit hatte Ryuki es noch nie so gehabt. Außerdem hatte er dem langweiligen Kerl eh nichts getan und hatte es auch nicht vor. Für den Augenblick lag sein Interesse einzig und allein bei der prallen Blondine vor sich. Sie reizte ihn, vor allem ihre Erscheinung war entzückend. Sehr entzückend sogar. Entsprechend direkt gab Ryuki auch seine nächsten Worte wieder, als er ihr zu ihrem Gesäß komplimentierte. Überraschenderweise nahm sie seine Worte positiv aus, was Ryuki glatt an der Intelligent der jungen Blonden zweifeln lies. Nicht das er selber mit seiner Bildung oder seinen gehirnakrobatischen Fähigkeiten glänzen konnte, aber die meisten Frauen in jungem Alter hätten solche Worte wohl nicht gerade als Kompliment aufgefasst. Aber darüber wollte er sich gar keine Gedanken machen, stattdessen jubilierte der Blaue innerlich schlicht und ergreifend darüber, dass sie es positiv verstanden hatte. So war es natürlich auch gemeint gewesen. Weniger ernst gemeint waren seine Worte bezüglich der Ohrfeige, doch auch hier bewies die Kleine eine gute Portion Leichtgläubigkeit. Ryuki konnte aus ihrer Stimme allein heraushören, dass es ihr anscheinend tatsächlich leid tat. Niedergeschlagenheit schwang in ihren Worten mit, als sie erklärte das es ein Reflex gewesen war und sie nicht beabsichtigt hatte, ihn zu ohrfeigen. Anstatt darauf einzugehen, nahm sich Ryuki vor sich zu merken, dass er ihr mit der Ohrfeige später noch ein schlechtes Gewissen einreden konnte. Anstatt also diese tolle Möglichkeit jetzt schon zu verschwenden, stellte er sich vor und erkundigte sich, ob das Mädchen mit ihm essen gehen würde.
Die Reaktion war, ehrlich gesagt, beschissen. Also das sich das Mädchen mit dem Namen 'Ranelle' vorstellte, war nicht das Problem. Auch nicht, dass sie ihn musterte und offensichtlich einschätzte, was sie von seinen Worten halten sollte. Ryuki lies es sich nicht anmerken, aber er spannte extra die Muskeln an, um einen etwas besseren Eindruck zu hinterlassen. Wirklich helfen tat dies allerdings auch nicht. Mit einer Grazie, von der Ryuki nur träumen konnte, erhob sich das Mädchen. Die Sonne strahlte ihr ins Gesicht und lies ihre großen Augen hell aufleuchten. Das blonde Haar schimmerte golden in der Sonne und ihre Lippen schimmerten als sie die Worte formte. Eiskalt. Kälter als die andere Seite Kopfkissens und ohne mit der Wimper zu zucken erteilte sie ihm die Absage. Ein wenig vor den Kopf gestoßen war Ryuki schon, weshalb ihm keine bessere Reaktion einfiel, als sich einfach wieder nach hinten gegen die Statue fallen zu lassen. "Menno." Jetzt lag er also wieder da. Arme und Beine von sich gestreckt und die Augen geschlossen. Würde er halt schlafen.
Mit den geschlossenen Augen sah er natürlich nicht, wie die Blonde heran trat und ihre Tasche aufhob. Seid wann war da eine Tasche neben ihm? Dann hörte Ryuki plötzlich ein dumpfes Geräusch und die Stimme des Mädchens erklang. Eigentlich hatte Ryuki erwartet, dass sie ihn in Ruhe lies, weswegen er auch nur ein Auge öffnete um immerhin etwas Aufmerksamkeit zu signalisieren. Das hieß zwar genau genommen, dass er mit zwei Augen zu der Schönheit hochblickte, aber da er nun mal drei davon besaß, war es wieder etwas anderes. Sein Ohr zuckte, als er vernahm das sie sich doch bereit erklärte mit ihm essen zu gehen. Wie der geölte Blitz war Ryuki auch schon auf die Beine gesprungen und hatte sich dabei ihre Tasche geschnappt und kurzerhand unter dem Arm geklemmt. Kaum war das erledigt, hatte er Ranelle auch schon den freien Arm locker um die Hüfte gelegt und zog sie in irgendeine Richtung davon. Ein strahlendes Lächeln lag auf seinen Lippen, während er ihr einen glühenden Blick zuwarf. "Find ich riesig, dass du es dir anders überlegt hast! Wo willst du denn essen gehen? Suchen wir uns was feines?" Motiviert quollen die Worte in schneller Folge über seine Lippen, während seine Hand sachte Ranelles Hüfte befasste. Die Blicke und teils empörten, teils entsetzten Worte der Anwohner ignorierte absolut. Das einzige, beziehungsweise die einzige, welcher Ryuki im Augenblick seine Aufmerksamkeit schenkte, war das Mädchen in ihrem kurzen, schwarzen Kleid.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mo Apr 11, 2016 11:12 pm


Die blonde Schönheit stand erwartungsvoll vor dem Blauen und wartete darauf, dass er ihre Hilfe annahm und dann aufstand. Während sie ihn wieder an der Statue angelehnt dort liegen sah, amüsierte sie sich innerlich über Ryuki. Er lag zwar genauso da wie vorhin, als sie noch dachte, dass es ihm gar nicht gut ging. Inzwischen wusste sie aber, dass er kerngesund war. Nun, bis auf die blaue Haut und das Auge, die sie nach wie vor für eine Krankheit hielt. Seine Reaktion eben auf ihre vorläufige Absage war ihr nicht entgangen. Ryuki hatte etwas sehr kindliches an sich. Wie ein trotziges kleines Kind. Umso schleierhafter war es ihr, wieso sie sich ihm nicht mit ihrem richtigen Namen vorgestellt hatte. Sie konnte es sich nur so erklären, dass sie kurzzeitig von seinen Muskeln geblendet war und diese sie an ihren großen Bruder erinnert hatten. Selbst diese Erklärung fand sie ziemlich ungewöhnlich, da Ryuki ansonsten scheinbar keine Gemeinsamkeit mit Lio hatte. Nicht nur rein optisch, sondern auch von der Persönlichkeit her, denn Elias war bestimmt nicht so kindisch wie der junge Mann zu ihren Füßen.

Skye neigte ihren Kopf zur Seite und warf von oben einen Blick auf den vermeintlich schlafenden Ryuki. Mal abgesehen von der blauen Hautfarbe, dem dritten Auge und der Tatsache, dass er sich anständiger anziehen sollte, ist er eigentlich ganz schnuckelig. Er ist schon irgendwie süß, wenn er so tut, als würde er schlafen. Und dann noch die Muskeln ..., ging es Skye durch den Kopf während sie ihn beobachtete. Der Mann, der sich über Ryuki aufgeregt hatte, hatte sich inzwischen verzogen. Ihm war es vermutlich zu viel, dass die Blondine die Einladung angenommen hatte. Als wüsste sie seine "Hilfe" nicht zu schätzen. Skye bekam aber gar nicht mit, dass der Herr sich von den beiden entfernt hatte. Sie war in Gedanken immer noch bei Ryuki. sie musste höllisch aufpassen, dass sie nicht zu sehr von ihm schwärmte. Seine Berührung unter ihrem Kleid konnte sie ihm nämlich nicht so leicht verzeihen. Das Essen war aber schon mal ein erster Schritt und solange er sich keinen weiteren Patzer erlaubte, konnte es nur noch besser werden.

Als Ryuki sein Auge öffnete, schenkte Skye ihm gleich ein strahlendes Lächeln. Die Blondine, die ihm weiterhin die Hand hinhielt, erschrak, als der blaue Mann plötzlich aufsprang. Skye zog sofort ihre Hand zurück und hielt sie sich vor die Brust. "Na gut, dann nimm meine Hilfe halt nicht in Anspruch.", murmelte sie. Den ersten Test bestand Ryuki. Er schnappte sich ihre Tasche, aber sie selbst gleich mit. Sein Arm um ihre Hüfte war an sich nichts Schlimmes. Lieber zog er sie dort mit sich, als seine Hand wieder an ihren Hintern zu legen oder gar an ihre Brüste. Trotzdem waren ihr seine Berührungen noch unangenehm. Sicher verstand jeder warum. Trotzdem wurde sie von Ryuki so überwältigt, dass sie dagegen zunächst nichts unternahm. So oder so wich ihr Lächeln einem überraschten Gesichtsausdruck. "Du freust dich aber sehr.", war das erste was sie nach ihm sagte. Danach nahm sie seine Hand von ihrer Hüfte weg. Ryuki hatte die Blondine gefragt, wo sie essen wollte. Demnach überließ er ihr die Wahl der Gaststätte. Aus diesem Grund sah sich Skye um. Sicher fand sich hier am Stadtplatz ein nettes Lokal oder Restaurant. Die Blondine sah sich mehrere Gaststätten an. Die Entscheidung fiel ihr schwer. Nach einigem Hin und Her traf sie dann doch eine. Skye deutete auf ein Café und sprach zu Ryuki: "Das ist vielleicht nicht ganz das, was du dir vorgestellt hast, aber was hältst du davon, wenn wir uns in das Café setzen, meinetwegen auch an einem Tisch draußen vor dem Café, und ein Stück Kuchen essen und einen Kaffee oder eine heiße Schokolade trinken? Ansonsten entscheide du, wenn es dir nicht passt." Nach ihrer Antwort sah sie Ryuki ins Gesicht. Je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte, desto unsicherer war sie sich, ob Ryuki wirklich krank war. Er war auf jeden Fall ziemlich lebhaft. Schlecht ging es ihm daher wohl nicht. Trotzdem hielt sie seine blaue Hautfarbe für ungesund. Doch auf die Fragen, die sie sich diesbezüglich stellte, erhoffte sie sich bald schon Antworten.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Di Apr 12, 2016 3:59 pm

Das Ryuki die ihm dargebotene Hand nicht benutzt hatte, veranlasste das Mädchen eben diese sich vor die Brust zu halten. Ob sie es ihm übel nahm, oder nicht, konnte er ihren gemurmelten Worten nicht entnehmen. Schon allein deshalb nicht, weil er gar nicht bekam, dass sie etwas entsprechendes sagte. "Natürlich freue mich.", erklärte Ryuki dem Mädchen in seinem Arm seine freudige Reaktion. "Ich wüsste nicht jemals in der Gesellschaft einer solchen Schönheit gespeist zu haben." Aalglatt gingen dem Blauen die Worte über die Lippen, der selbst nicht hätte sagen können, ob diese nun der Wahrheit entsprachen oder nicht. Das war aber auch nicht notwendig, wichtiger war es, wie er sich anstellte. Der musternde Blick war ihm dank seines dritten Auges selbstverständlich nicht entgangen. Zumindest hatte er schon mal ihr Interesse geweckt und das, so dachte sich der junge Mann, könnte durch aus zu der ein oder anderen höchst interessanten Sache führen. Und falls nicht und die Frau ihn nur wiedererkannt hatte und plante die Marine zu verständigen, dann konnte er immer noch zur Not die Biege machen.
Interesse oder nicht, zumindest berühren lassen wollte sie sich scheinbar noch nicht. Seine Hand wurde eilends von der Hüfte der Frau entfernt und in Gedanken zog Ryuki eine Schnute. Da hätte er ihr auch den Hintern gehen können, wenn es doch zu nichts führte. Aber er würde fürs erste mal lieber nichts überstürzen. Immerhin waren sie noch immer auf einem belebten Platz und das letzte was Ryuki gebrauchen konnte, war von einer wütenden Meute Fremder gejagt zu werden. Zwar hatten die viele der Umherstehenden inzwischen schon wieder das Interesse an ihnen verloren, aber noch immer spürte Ryuki von überall abschätzende, herabblickende Blicke. Das Mädchen, Ranelle, musste die Blicke auch bemerken. Ging ja kaum anders, immerhin blickte sie zurück. Der Vorschlag sie solle einen Ort zum Essen aussuchen, war wortlos akzeptiert worden und nun tat sie das naheliegendste und besah sich die Cafés an, welche den Platz umsäumten. Ryuki hatte gehofft sie würden irgendwo etwas richtiges essen gehen, wer wusste schon wann er zu letzte gegessen hatte. Schon allein deshalb, weil er die Dame so von den ganzen Moralaposteln von Stadtbewohnern in irgendeine abgeschiedene Taverne hätte bringen können. Aber es sollte wohl nicht sein. Wie zu erwarten wählte seine Begleitung ein Café. Ryuki lies sich sein bisschen Enttäuschung nicht anmerken, sondern lächelte sie nur brav an. Wenigsten würde ein Kaffee ihm wieder etwas auf die Beine helfen. Es war echt anstrengend, sich den Kater nicht anmerken zu lassen. "Ach was, nein gar nicht. Ein Café klingt wundervoll, an deiner Seite." Er zwinkerte ihr zu und machte mit der freien Hand eine Geste, um zu verstehen zu geben, dass er ihr folgen würde.
Gerade genug Abstand haltend, dass es nicht aufdringlich wirkte, schritt Ryuki neben dem Mädchen her. Jetzt, wo er neben ihr her ging, fiel ihm erst auf wie klein sie eigentlich war. Nicht das er nicht sowieso die meisten Menschen als klein empfand, aber wie er so da am Boden gesessen und zu ihr auf geblickt hatte, war sie ihm doch größer vorgekommen. Tatsächlich würde sie ihm so gerade einmal zur Brust reichen, was Ryuki ausgesprochen entzückend fand. Mit einem verschmitzten Grinsen beugte er sich zu ihr hinunter und brachte seine Lippen an ihr Ohr. "Du bist echt niedlich, weißt du?", flüsterte er leise und berührte sie während dessen scheinbar zufällig am Arm. Ohne sich etwas anmerken zu lassen richtete er sich wieder auf. Da sie am Café das Ranelle ausgesucht hatte angekommen waren, suchte Ryuki ihnen einen freien Tisch und wählte einen, welcher am Rand stand und somit einen herrlichen Ausblick über den Platz bot. Die Tasche der Frau lies er neben dem Tisch zu Boden fallen, dann zog er einen Stuhl zurück und lächelte zu der Blonden. "Hier bitte, setz dich." Nachdem sie sich gesetzt hatte, lies er sich gegenüber von ihr auf den Stuhl fallen. Die Stuhllehne zwickte unbequem in seinem Rücken und allgemein empfand Ryuki den Stuhl nicht sonderlich angenehm. Viel zu klein. Nun ja, er musste sein bestes geben, also lümmelte er sich so gut es ging auf dem Stuhl hin und streckte die Beine rechts und links aus. Seine Hände legte er auf den Tisch. Dieser war rund und mit einer hübschen weißen Tischdecke belegt. Die Speise- und Getränkekarte stand in einem kleinen Halter in der Mitte des Tisches, daneben eine kleine Kerze. Besteck oder Servietten waren natürlich noch nicht vorhanden.
Langsam sah er sich um, überblickte den Platz so als genieße er die Aussicht. Dann wandte er den Kopf wieder zu Ranelle und schenkte ihr ein strahlendes Lächeln. "Viele Dank, dass du es dir anders überlegt hast." Dann nahm er die Karte und reichte sie der jungen Frau.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Di Apr 12, 2016 10:04 pm


So unangenehm ihr Ryukis Nähe auch war, weswegen sie schließlich auch seine Hand von ihrer Hüfte nahm, bekam Skye trotzdem gerne Komplimente von dem blauen Mann. Allerdings hatte das weniger mit ihm zu tun, als dass sie generell gerne ein Kompliment bekam. Da bildete es auch keine Ausnahme, als er sie als die schönste Frau bezeichnete, mit der er jemals gemeinsam etwas aß. Skye bekam wegen seiner Worte ganz rote Wangen und brachte nur ein verlegenes "Danke!" heraus. Skye wusste nicht, ob Ryuki einen Hintergedanken hatte und etwas Bestimmtes beabsichtigte, indem er ihr nun schon zum zweiten Mal ein Kompliment machte. Zuerst war es ihr "super-toller" Hintern und nun war sie sogar das schönste Mädchen, mit der jemals gegessen habe. Ob dies der Wahrheit entsprach, hinterfragte sie nicht, denn ihr gefiel der Gedanke, dass es so war wie er sagte. Letztendlich wusste sie auch selbst, wie hübsch sie war. Trotzdem verzichtete sie darauf ihre Reize noch mehr spielen zu lassen, denn er war ihr immer noch nicht ganz geheuer.

Die verachtenen Blicke der Menschen in der Umgebung, die Ryuki galten, entgingen Skye nicht. Unter diesen Blicken machte sie aber auch neidische Blick aus. Die Männer darunter waren sicher neidisch auf Ryuki, da die blonde Schönheit Zeit mit ihm verbrachte. Die Frauen hingegen waren bestimmt neidisch auf das wunderschöne Äußere der Blondine. Ein Lächeln schlich deswegen auf ihre Lippen. Offenbar unterschieden die Menschen hier auf Las Camp sich in dieser Hinsicht kaum von den Menschen auf Astral. Würden nun aber auch noch Liebesbekundungen auf sie einprasseln, die sie selbstverständlich ignorieren würde, solange niemand dabei war, der ihre Aufmerksamkeit erhaschen könnte, dann erinnerten diese Leute sie sogar noch an die Marinesoldaten, die Skye in den West Blue eskortiert hatten. Die Jungs hatten sie schon ziemlich verwöhnt. Nun hatte sie Ryuki getroffen und wurde prompt von ihm zum Essen eingeladen. Offenbar hielt ihre Glückssträhne doch an, auch wenn sie diese Begegnung wohl kaum als glückliche Fügung bezeichnen würde.

Skye lächelte Ryuki an, nachdem er sich mit dem Café einverstanden gezeigt hatte. Wieder klang er dabei so, als hatte er ihr ein Kompliment gemacht, aber dieses kam bei Skye nicht als solches an, dass sie gleich wieder errötete oder sich dafür bedankte. Wieso sie sich nun auch so auf das Essen freute, wusste sie selbst nicht genau. Bestimmt war es nur die Vorfreude auf ein Stück Kuchen und eine heiße Schokolade. Skye ging dann vor in Richtung des Cafés, doch es dauerte nicht lange, bis Ryuki neben ihr lief. Diesmal berührte er sie auch nicht. Weder am Hintern noch an der Hüfte. Das vermisste sie auch gar nicht, sondern empfand es als viel angenehmer so neben ihm zu laufen. Trotzdem suchte Ryuki plötzlich ihre Nähe. Er beugte sich zu ihr runter und flüsterte ihr ins Ohr wie niedlich sie doch sei. Ihre Reaktion darauf war dieselbe wie auf seine vorigen Komplimente. Sie errötete und bedankte sich dafür. "Bitte lass das. Du machst mich noch ganz verlegen.", meinte sie noch. Wenn es dafür nicht eh schon zu spät war.

Gleich darauf erreichten sie das Café. Ryuki hatte schnell einen Tisch für die beiden ausgesucht. Der Blaue war sogar Kavalier genug und rückte einen Stuhl für die hübsche Ärztin zurecht. Skye konnte nicht anders, als ihn überrascht anzusehen. Ryuki hatte ja doch Manieren. Vielleicht habe ich ihn doch falsch eingeschätzt. Aber nach seinem Pograbscher kann er mir das wohl kaum verübeln. Skye nahm auf dem Stuhl Platz und sprach: "Vielen Dank! Das ist lieb von dir. Ich meine nicht nur den Stuhl, sondern auch meine Tasche, die du für mich getragen hast." Der überraschte Gesichtsausdruck wich einem Lächeln, das einzig und allein Ryuki galt. Skye machte es sich auf dem Stuhl bequem, ihr Lächeln dabei nicht verlierend, und setzte sich etwas seitlich hin, damit sie ihr linkes Bein über ihr rechtes schlagen konnte. Sie verschränkte die Arme und meinte zu ihrem Gegenüber: "Hier ist es doch ziemlich gemütlich, findest du nicht auch?" Die Blondine wandte ihren Blick nicht von Ryuki. Die Fragen, die sie brennend interessierten und die sie ihm stellen wollte, lagen ihr bereits auf der Zunge. Allerdings wollte sie ihn nicht so überfallen. Stattdessen wartete sie auf den passenden Moment. Dabei vergaß sie völlig, dass sie sich doch eigentlich ins Café gesetzt hatten, um etwas zu speisen. Ryuki erinnerte sie daran, als er ihr die Karte reichte, die sie einige Sekunden lang verdutzt anstarrte, bis sie ihre Arme löste und die Speisekarte annahm. "Danke!" Wie oft hatte sie sich nun eigentlich schon bei Ryuki bedankt? Vermutlich viel zu oft. Jedenfalls warf sie nun einen Blick in die Speisekarte.

Während sie sich über das Angebot des Cafés informierte wurde ihr Appetit sehr angeregt. Obwohl so viele köstlich klingende Speisen darauf zu finden waren, fiel sie ihre Wahl trotzdem schnell. Die Karte schlug sie daraufhin zu und überreichte sie wieder Ryuki. Danach sprach sie zu ihm: "Ich wäre ziemlich blöd gewesen, wenn ich die Einladung abgelehnt hätte. Und bisher bereue ich auch nicht, dass ich hier mit dir sitze, auch wenn es mir lieber wäre, wenn du was Vernünftiges tragen würdest, aber man kann ja nicht alles haben. Weißt du ... ich denke, wir haben vorhin einen schlechten Start erwischt. Dein Hinterngrabscher, meine Ohrfeige - was hälst du davon, wenn wir das hinter uns lassen und hiermit nochmal neustarten? Ich finde dich nämlich ziemlich nett." Plötzlich kam auch schon ein Kellner zum Tisch der beiden. Beim Anblick Ryukis verzog er kurz das Gesicht. Wahrscheinlich wollte er ihn am liebsten nicht bedienen. Als er dann aber Skye ansah, schlich sich ein entzücktes Lächeln auf sein Gesicht, ehe er freundlich fragte, ob sie schon bestellen möchten. Skye antwortete: "Also ich nehme eine heiße Schokolade und ein Stück von Ihrem Mango-Apfelkuchen." Anschließend sah sie Ryuki an und fragte ihn, was er bestellen möchte. Dazu sagte sie, darauf anspielend, was sie ihm zuvor gesagt hatte: "Überleg es dir gut!"
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Di Apr 12, 2016 11:46 pm

Die junge Blondine war nun wirklich einfach zu verstehen. Und noch viel einfacher zu beeinflussen, hatte Ryuki das Gefühl. Jedes kleine Kompliment wurde mit einem Danken, einem breiten - und wunderschönen - Lächeln erwidert und eine leichte Röte stieg dem Mädchen in die Wangen. Selbst ein direktes Kompliment zu ihrem Hintern, hatte ihr gefallen. Das war ja schon beinahe zu einfach. Er durfte sich nur keine Fehler erlauben und irgendetwas tun, was ihr wohl missfallen würde und ihre Zuneigung wäre ihm sicher. Nicht das er planen würde die Kleine mit in seine Bett zu nehmen. Dafür müsste er erst einmal eins haben, aber dem Gedanken abgeneigt war er ebenfalls nicht. Zumindest würde er herausfinden können, wo er denn war und ob es irgendetwas interessantes in der Gegend gab. Das heißt natürlich, etwas interessantes neben den lokalen Sehenswürdigkeiten, welche fest und üppig aus einem schwarzen Kleide hervorblitzen und beinahe auf dem Tisch lagen.
Mit einem verlegenen Gesichtsausdruck bat Ranelle ihn, ihr keine weiteren Komplimente zu machen, eben weil sie dies nur noch verlegender machen würde. Das sie mit rotem Gesicht und ihren großen Augen nur noch niedlicher aussah, schien ihr dabei kaum bewusst zu sein. Dieser Umstand amüsierte Ryuki sehr, weswegen er herzhaft lachte, als er sich wieder aufrichtete. Voll und tief hallte sein Lachen über den Platz und er zwinkerte zu der jungen Frau hinunter. "Weil du so lieb fragst.", erwiderte er ihren Worten. Natürlich dachte er nicht einmal im Ansatz daran, die Komplimente sein zu lassen. Nein, er würde ihr schön weiter Komplimente machen. Nicht nur, weil es ihr gefiel, sondern auch, weil es ihm selber Spaß machte. Es war großartig ihr zu erzählen, dass sie schön sei und sei es nur, da es ihr einen süßen Ausdruck verpasste. Und wenn er ihr dadurch wenigstens ein wenig sympathischer vor kam, dann kam es seinen Zwecken nun ja ebenfalls zu Gute. Offensichtlich nicht nur die Komplimente. Das er ihr den Stuhl zurecht rückte, rief bei der Blonden einen sichtlich überraschten Gesichtsausdruck hervor. Menschen mit einer getrübteren Selbstwahrnehmung als Ryuki würden sich an dieser Stelle bestimmt empören, dass sie davon ausgegangen war, er hätte keine Manieren. Der Blaue hingegen war sich seiner Wirkung auf andere durch aus bewusst. Nicht nur, weil er ihr bereits an den Hintern gegangen war, sondern schon allein die Tatsache, dass er inmitten eines Platzes gelegen hatte. Das seine geringe Klamottenauswahl ebenfalls irgendwo stets eine Rolle spielte, war ihm auch bewusst. Aber Ryuki war niemand, der sich einfach so an die örtlichen Standards anpasste. Vor allem nicht bei der Klamottenfrage. Immerhin waren Klamotten unangenehm, kratzig und allgemein viel zu warm. Außerdem störten sie, weswegen sie nicht grundlos ausgezogen wurden. Und die interessantesten Dinge verdeckten sie ebenfalls. Egal. Sie nahm Platz und Ryuki schob ihr vorsichtig den Stuhl an, damit sie sich setzen konnte, ehe er sich selber hinsetzte. Erneut bedankte sie sich, einmal für den Stuhl und einmal für die Tasche. Zur Antwort setzte Ryuki sein charmantestes und weltgewandtestes Lächeln auf. "Nicht der Rede wert. Das ist doch selbstverständlich." Das es ihm im Grunde ganz egal war ob er ihre Tasche trug oder sie, band Ryuki dem Mädchen nicht auf die Nase. Scheinbar schien sie wert darauf zu legen, dass man sich benahm. Zwar war Ryuki offensichtlich niemand der sich an derlei Dingen orientierte, aber himmelherrgottnocheinmal! Man(n) musste nur einen Blick auf den Körper der Blonden werfen und schon wusste jeder, weswegen Ryuki in diesem Fall eine Ausnahme machte und sich von seiner allerbesten Seite zeigte. Ranelle beweiste, dass sie Manieren nicht nur verlangte, sondern auch vorlebte. Es war äußerst grazil, wie sich auf dem Stuhl ordentlich hinsetzte und das eine Bein über das andere schlug. Dabei lächelte sie ihn ununterbrochen mit einem Herzen brechenden Lächeln an, dass es Ryuki schwer machte sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Im Vergleich zu ihr musste er wie der sprichwörtliche Elefant im Porzelanladen wirken. Aber das war nun ja auch kein Vergleich. Sie war ein Engel und Ryuki war Ryuki. Das erklärte alles, wenn auch nicht wie Ryuki es geschafft hatte sich dermaßen zu platzieren, dass sein linkes Bein beinahe von ihrem überschlagenem linken Bein berührt würde. Würde er so wie er jetzt war auf Ranelles Schoss sitzen, säße er näher an seinen Füßen als von seinem Platz aus. Aber dafür konnte er eigentlich nun wirklich nichts. Was waren die Tische auch so klein - oder seine Beine so lang?
Nachdem sie nun beide saßen, verschränkte Ranelle die Arme vor der Brust, wodurch diese hervor gehoben wurde. Sie machte es ihm wirklich nicht einfach sich zu konzentrieren, geschweige denn den seinen Blick nicht wandern zu lassen. Tatsächlich musste Ryuki sich am Riemen reißen, um nicht wie der letzte Trottel zu glotzen. Zu seinem Glück besaß er durch aus Erfahrung darin, sich zusammen zu reißen, um es sich nicht mit der Damenwelt zu verscherzen. Es war nicht leicht, aber wenn es sein musste, dann war er bereit zu warten und sich in Geduld zu üben. Auch wenn dies bedeutete, die Einladung die ihr Vorbau ihm zurief, zu ignorieren. Stattdessen nickte er kurz und warf sich kurz mit einem Rucken des Kopfes die Haare etwas aus dem Gesicht, da diese wieder begannen seine Augen zu verdecken. "Etwas kleiner Stuhl, aber ja. Hier ist alles sehr schön." Verlegen blickte Ryuki zur Seite, ehe er einen verstohlenen Blick zurück zu Ranelle warf. Das war nun zwar kein offensichtliches Kompliment gewesen, aber unter Umständen würde sie es vielleicht doch als solches auffassen. Da ihm nicht einfiel, was er nun weiter sagen könnte, reichte er ihr stattdessen die Speisekarte. Die Dame bedankte sich wirklich oft. Zu ihrem Glück tat sie es nicht sehr aufdringlich, weil ansonsten würde es Ryuki tierisch auf den Geist gehen. Zumindest für den Augenblick war sie von der Karte abgelenkt und hielt diese vor sich, um sie zu studieren. Ryuki beugte sich ein wenig über den Tisch, so als versuche er mitzulesen. Das seine Augen ganz woanders waren, dafür konnte er nichts zumindest. Oder anders gesagt, immerhin zwei Augen lagen völlig brav auf der Speisekarte. Lange dauerte das ganze jedoch nicht, denn dann wurde die Karte zugeklappt und zurück gereicht. Ryuki musste sich entsprechend also wieder zurücklehnen und entnahm die Karte Ranelles schmalen Fingern. Hierbei war Ryuki sorgsam darauf bedacht, dass sich ihre Hände nicht berührten. Er lies die Karte geschlossen, da die junge Frau das Wort ergriff und er ihr, anstatt auf die Karte zu schauen, seine Aufmerksamkeit schenken wollte. So ganz nachvollziehen konnte Ryuki ihre Entscheidung doch mit ihm Essen zu gehen zwar nicht, aber er hütete sich davor etwas entsprechendes zu sagen. Wäre ja selten dämlich, ihr die Idee auszureden. Bevor er jedoch überhaupt etwas erwidern konnte, kam der Kellner und wandte sich an Ranelle um die Bestellung aufzugeben. Diese gab ihre durch und fragte Ryuki, was dieser bestellen wolle. Er hatte zwar die Karte nicht studieren können, aber das war auch kein Problem. "Ein extra starker Kaffee, zwei Stück Zucker, keine Milch. Ein Stück gedeckter Apfel und ein Stück Streuselkuchen. Dazu bitte eine große Flasche Wasser, Sprudel. Zwei Gläser natürlich." Beinahe schon auswendig gab er seine Bestellung auf, ohne dem Kellner großartig auch nur eines Blickes zu würdigen. Dieser sah ihn ja ebenfalls nur mit Abscheu an. Aber er notierte sich alles und marschierte davon. Nach dem der Kellner weg war, wandte sich Ryuki wieder Ranelle zu und steckte die Karte in den entsprechenden Halter. Er selbst fand, dass ihr Start gar nicht mal so schlecht war, aber das würde er wohl kaum sagen. "Das würde mich sehr freuen, vielen Dank. Ranelle. Du bist auch sehr nett." Ryuki legte den Kopf leicht schräg und lächelte sein Engelslächeln.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mi Apr 13, 2016 6:31 pm


Skye war sich durchaus ihrer Schönheit und somit ihrer Wirkung auf andere Personen bewusst. Sie ließ ihrem Körper auch die Pflege zukommen, die er benötigte, damit dies auch so blieb. Darin steckte also schon etwas Arbeit. Umso mehr freute sie sich auch immer, wenn ihr jemand ein Kompliment macht, doch in Ryukis Fall war sie doch froh, dass er sich dazu bereit erklärte, mit den Komplimenten aufzuhören. Inwiefern er sich letztendlich daran hielt, wusste sie selbst noch nicht, aber so genau musste er sie eh nicht nehmen. Ihr ging es nämlich nicht darum, dass er ihr gar keine Komplimente machte, sondern einfach nur nicht nahezu immer dann, wenn er den Mund aufmachte. Auf jeden Fall blieb Skye wachsam, egal wie sehr er ihr auch schmeichelte. Sie wollte schlicht und ergreifend nicht, dass sich das wiederholte, was ihr auf Astral vor Beginn ihrer Reise in den West Blue widerfahren war. Nichtsdestotrotz hatte Ryuki ihr Interesse geweckt. Nicht nur wegen der blauen Haut und dem dritten Auge, dessen Ursprung sie immer noch erfahren wollte, sondern auch wegen seiner Muskeln, den Komplimenten und der Tatsache, dass er doch bessere Manieren zu haben schien, als ursprünglich angenommen.

Schließlich saßen Ryuki und Skye gemeinsam an einem Tisch. Die Art und Weise wie er am Tisch saß gefiel ihr zwar weniger, aber darüber sah sie hinweg. Vermutlich war er einfach nur erschöpft und machte sich deshalb so lang. Als er an der Statue lag, hatte er Arme und Beine immerhin auch weit von sich gestreckt. Und wenn sie doch was dagegen hätte, könnte sie ihm schnell einen Tritt geben. Dazu bräuchte sie bloß mit ihrem linken Bein ausholen, aber so weit wollte sie es nicht kommen lassen. Anderen Schmerzen zuzufügen war ihr selbst eher unangenehm, solange sich dies vermeiden ließ. Skye schenkte Ryuki ein heiteres Lächeln, nachdem er seine Meinung zu dem Café preisgegeben hatte und diese sich im Großen und Ganzen mit ihrer deckte. Das in seinen Worten steckende Kompliment realisierte sie diesmal gar nicht, da sie davon ausging, dass er über das Café sprach. Ansonsten wüsste er auch wie ihre Reaktion ausgefallen wäre. Errötete Wangen. Ein verlegenes Danke. Aber das hatte er nun schon einige Male zu sehen und hören bekommen.

Während Skye die Speisekarte studierte, bekam sie gar nicht mit, dass Ryuki ebenfalls versuchte mitzulesen und dabei vermutlich noch den einen oder anderen Blick erhaschte. Dafür war sie zu sehr auf die Karte konzentriert, zumindest solange, bis sie diese zurück an Ryuki gab. Der Kellner nahm die Bestellung der beiden auf und ging danach auch direkt zurück ins Café. Auf Ryukis Antwort wegen ihres Vorschlags reagierte Skye mit einem herzlichen Lächeln. Obwohl er ihr wieder ein Kompliment gemacht hatte, wenn man es genau nahm, blieb ihre übliche Reaktion diesmal aus. Da dies nun geklärt war, wollte Skye ihr Gegenüber nun aber besser kennenlernen. Und es gab da eine Frage, die sie nun schon länger neugierig machte. "Verzeih, wenn ich dir damit zu nahe trete, aber ich habe da eine Frage, die mich wirklich brennend interessiert. Wie kommt es, dass deine Haut so blau ist und du ein drittes Auge besitzt? Noch dazu eines ohne Lid.", fragte sie gerade heraus. Ihr Lächeln war dabei gewichen, da ihr dieses Thema doch etwas ernster war, als es vielleicht sein müsste. Sie blickte Ryuki mit großen interessierten Augen an und neigte ihren Kopf etwas zur Seite. Sie schenkte ihm damit ihre volle Aufmerksamkeit. "Wie ich dir schon sagte bin ich Ärztin und falls es sich dabei um eine Krankheit handelt, dann möchte ich dir gerne helfen.", erklärte sie noch ihre Neugier, damit er nichts Falsches von ihr dachte. Obwohl dies es auch hätte schlimmer machen können, je nachdem wie man es auffasste. Jedenfalls ließ sie dann Ryuki zu Wort kommen.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mi Apr 13, 2016 7:05 pm

Der Kellner war weg, natürlich nicht ohne einen lüsternen Blick in Richtung Ranelle und einen abweisenden in Richtung Ryuki zu werfen und die beiden waren wieder allein. Zumindest waren sie alleine an ihrem Tisch, um sie herum waren selbstverständlich noch weitere Tische belegt. Zumindest im Augenblick, denn dem hastigen Geklimper des Bestecks, eiligem Stühlerücken und dem verhaltenen Tuscheln hinter den Händen, schienen zumindest ein paar der Besucher schneller als geplant, verschwinden zu wollen. Derlei Anzeichen machte die junge Blondine nicht, woran dies liegen könnte, konnte sich Ryuki bereits denken. Solange er sich zurück erinnern konnte, gab es von jeher nur zwei Reaktionen auf seine Erscheinung von normalen Menschen. Ablehnung und Neugierde. Entweder wollten die Menschen nichts mit ihm zu tun haben und meideten ihn, oder sie sahen ihn wie eine Art Ausstellungsstück an. Irgendwie sowas. Er musste auch gar nicht lange warten, da funkelte die bis dahin zurückgehaltene Neugierde in Ranelles Blick. Ihr Kopf neigte sich zur Seite, der Gesichtsausdruck wurde ernst. Trotzdem beugte sie sich sachte nach vorne. Sie hätte den Mund nicht öffnen brauchen, er wusste welche Frage sie ihm stellte. Eine entsprechende Reaktion kam von Ryuki, der noch während sie sprach, den Mund kurz zu einer Schnute verzog. Die Arme verschränkte er vor der Brust und sein Blick wanderte zur Seite, während er sich nach hinten lehnte. Offensichtlich war er kein Fan dieser Fragen. Die Erklärung sie sei Ärztin war in Ryukis Sicht was dies anging in etwa so relevant, wie die Tatsachen das Kartoffeln im Boden wuchsen. Ärztin hin oder her, sowas hatte seiner Meinung nach damit nichts zu tun. Trotzdem stand die Frage nun einmal im Raum und er würde auch wohl kaum drum herum kommen sie zu beantworten. Meistens nahm er es recht locker, wenn ihm jemand ihm damit konfrontierte. Meist war es auch nur irgendein Spinner, der ihn runter machen wollte. Zu der Kategorie gehörte Ranelle natürlich nicht, was es jedoch nicht besser machte. Er seufzte kurz und lies kurz den Kopf hängen. Dann zog Ryuki die Arme aus der Verschränkung, den einen legte er quer vor sich auf den Tisch und mit dem anderen stützte er sich ab. "Warum hat ein Affe einen Schwanz? Warum sind bei Bäumen die Blätter grün? Warum bist du so hübsch und deine Brust so groß?" Sein Finger stieß vor und deutete auf Ranelles Vorbau. Ein leicht zynischer Unterton schwang in seiner Stimme und mit ernstem Gesichtsausdruck sah er sie an. Dann zuckte er mit den Schultern und hob die Hände an, um zu zeigen das er keine Antwort hatte. "Aus dem selben Grund warum du klein und ich groß bin. Du eine Frau und ich ein Mann. Es ist halt so." Er nahm die Hände wieder runter.
Kurz darauf kam auch schon der Kellner, samt einer Kollegin. Diese trug die gewünschten Getränke auf einem Tablett. Ranelle bekam ihre heiße Schokolade, Ryuki seinen Kaffee. Am Rand der heißen Tasse lag ein kleiner Keks und zwei Stück Würfelzucker. Der Kellner trug in je einer Hand einen Teller mit Kuchen. Hier bekam Ranelle vorsichtig und mit einem breiten Lächeln ihren Mango-Apfelkuchen. Ryuki wurde sein Teller mit den zwei ausgesuchten Kuchenstücken regelrecht hingeworfen und mit hochgehobener Augenbraue erwiderte er den Blick des Kellners. "Vielen allerliebsten Dank, meinst Bestester.", flötete Ryuki vollkommen übertrieben diesem zu, worauf dieser sich nur mit einem Schnauben umdrehte und davon marschierte. Und da hieß es immer Ryuki hätte kein Benehmen.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mi Apr 13, 2016 10:42 pm


Skye wandte ihren neugierigen Blick nicht von Ryuki ab. Die Blondine wartete gespannt auf eine Antwort des Blauhäutigen. Da ihre Aufmerksamkeit nur ihm und sonst niemandem galt, bekam sie auch nicht mit, oder nicht mehr mit, dass den anderen Personen Ryukis Anwesenheit nicht passte. Wie dem auch sei. Skye merkte schnell an seinem Verhalten, dass Ryuki ihre Frage zu missfallen schien. In diesem Moment kam sie sich ziemlich dumm vor. Dennoch bereute sie es nicht, ihm diese Frage gestellt zu haben. Die blonde Ärztin wollte immerhin nur helfen. Schließlich erhielt sie von Ryuki eine Antwort, doch sein Ton gefiel ihr ganz und gar nicht. Okay, das Kompliment, das er ihr gemacht hatte, ließ sie wieder erröten. Wegen der Worte über ihren üppigen Vorbau, die ihr nicht so sehr gefielen, verzichtete sie darauf sich bei ihm zu bedanken. Für Skye waren große Brüste nicht zwingend ein Kompliment. Natürlich war sie stolz auf ihr Äußeres und würde nichts an sich ändern wollen. Sie war eine Schönheit und das wusste sie auch. Trotzdem hatte Schönheit nicht direkt etwas mit großen Brüsten zu tun. Deshalb fasste sie dies auch nicht als Kompliment auf. Hier machte aber auch der Ton die Musik. Skye schielte sogar auf Ryukis Finger, der ihrer Brust verdächtig nahe kam. Ich dachte schon, er wolle mir an die Brust fassen ... Trotz allem verstand Skye bereits, was Ryuki versuchte ihr zu sagen. An dieser Stelle hätte er den Mund halten sollen, aber er führte noch weiter aus. Damit machte er sich bei der Blondine nicht gerade beliebter. Die Bemerkung, dass sie klein war, ließ sie ihre Arme vor der Brust verschränken und beleidigt wegsehen. Sie drehte sogar ihren Oberkörper ein wenig zur Seite. "Ich habe doch nur gefragt. Kein Grund mich gleich so anzumachen.", zickte sie Ryuki an.

Einen Moment lang würdigte Skye Ryuki keines Blickes. Sie hätte ihm seine Bemerkung vermutlich nicht mal so übel genommen, wenn er in einem anderen Ton mit ihr gesprochen hätte. Die Blondine hörte erst wieder auf zu schmollen, als der Kellner mit seiner Kollegin zu den beiden kam und sie ihnen die Bestellung brachten. Skye erhielt ihre heiße Schokolade und ihr Stück Mango-Apfelkuchen. Allein der Anblick dieser beiden Genussmittel faszinierte sie schon. Ryuki bekam seinen Teller mit seinen zwei Stücken Kuchen regelrecht vor die Nase geworfen. Das war aber nicht die feine englische Art. Am liebsten hätte Skye das dem Kellner an den Kopf geworfen, aber Ryuki reagierte auf seine ganz eigene Art und Weise. Als der Kellner dann schnaubend davonmarschierte, konnte Skye sich ein Lachen nicht verkneifen. "Der hat ganz schön dumm geguckt.", lachte sie. Anschließend zeigte sie Ryuki wie sie wirklich über seine Worte dachte, zumindest über seine ersten, indem sie erleichtert aufatmete. Nachdem sie nun verstanden hatte, was es mit Ryuki blauer Haut und dem Auge auf sich hatte, dachte sie nochmal über ihre Frage nach und versuchte sich in ihn hineinzuversetzen. Sie konnte sich vorstellen, dass Ryuki diese Frage auf die Nerven ging. Es war aber bestimmt nicht nur die Frage, sondern auch das Verhalten der Menschen, die ihn als Freak abstempelten. In Ryukis Fall spielte da aber sicher auch noch seine knappe Bekleidung eine Rolle. Skye dachte allerdings überhaupt nicht so über ihn. Sie war einfach nur erleichtert und zeigte dies auch dem Blauhaarigen. Skye brach mit der Kuchengabel ein Stück von ihrem Kuchen ab, doch bevor sie es zum Mund führte, lächelte sie Ryuki an und sagte: "Das beruhigt mich aber. Jetzt weiß ich wenigstens, dass du gesund bist und ich mir keine Sorgen um dich machen muss. Mir tut es sogar Leid, dass ich deine Hautfarbe und dein Auge für eine Krankheit hielt. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel, Ryuki." Ein kleines bisschen enttäuscht war Skye schon. Da Ryuki offenbar kerngesund war, bedeutete dies, dass sie ihre medizinischen Kenntnisse nicht erweitern konnte. Ihre Freude darüber, dass er gesund war, überwog aber deutlich. Letztendlich machte sie sich auch keine Sorgen darüber, dass er ihr böse sein könnte. Ryuki hatte ihr längst zu verstehen gegeben, dass er sie attraktiv fand und dieses Wissen wüsste sie auch auszunutzen.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mi Apr 13, 2016 11:38 pm

So wie es den Anschein hatte, gefiel Ryukis Antwort seiner Gegenüber nur bedingt. Er konnte erkennen, dass sie bereits nach den ersten Worten verstanden hatte, was er sagen. Dennoch verdeutlichte er seinen Standpunkt ein wenig weiter, was ihr nebenbei nicht so gut zu gefallen schien, aber das störte Ryuki nicht. Zumindest in diesem Augenblick, denn seiner Stimmung hatte der Themenwechsel zu seinem Äußeren nicht unbedingt geholfen. Nicht das er etwas an sich selber auszusetzen hatte. Gott bewahre, nein. Ryuki fand sich durch aus perfekt, genau so wie er nun mal war. Ihm gefielen seine blauen Haare, alle drei Augen und auch gegen seine blaue Haut hatte er nichts zu sagen. Nein, was ihm wenn überhaupt auf den Keks ging war, dass ausnahmslos jeder so tun musste, als sei er der sprichwörtliche bunte Hund. Dann war er das halt, lange noch kein Grund jedes Mal darauf zu sprechen zu kommen. Er fragte ja auch nicht jeden warum der Bauch dick, die Nase rot oder der Rücken krumm war. Vielleicht hätte er dies anderweitig besser verständlich gemacht, so aber schmollte Ranelle und eine verspannte Stille legte sich zwischen die beiden. Die Arme verschränkt blickte Ranelle zur Seite, würdigte Ryuki keines Blickes. Dieser auf der anderen Seite starrte stumm an ihr vorbei, teils gar nicht denkend, teils vor sich hin grübelnd. Vermutlich hätte sich das ungleiche Paar noch sehr viel länger angeschwiegen, wäre nicht ihre Bestellung gekommen. Sofort richtete sich der Blick von Ranelle auf ihren Kuchen, ebenso wie Ryukis auf seinen. Der typische Glanz von Vorfreude lag im Blick der Blonden und sofort vermutete der Blaue, dass sie wohl eine kleine Naschkatze war. Der Unhöflichkeit des Kellners entgegnete Ryuki bereits wieder mit seinem gängigeren Verhalten zu derlei Aktionen. Der Kellner rauschte davon und ein glockenklares Lachen erklang von der anderen Tischseite. Sichtlich amüsiert sprach Ranelle das Gesicht des Kellners an. Offenbar hatte sie sich entschieden ihn nicht weiter mit Missachtung zu strafen. Ryuki grinste nur und schmunzelte gut gelaunt. Das er vor einem Moment noch weniger gut drauf war, war bereits nicht mehr erkennbar. "Ich bin solche Idioten gewöhnt.", kommentierte er sorgenlos vor sich hin. Es stimmte, solche Leute gab es überall und eine humorvolle Art war das einzige, was wirklich funktionierte. Zugegeben, die meisten ließen von derlei Aktionen auch sehr schnell ab, wenn man ihm vorher eins auf die Nase gegeben hatte. Aber so wirklich effizient war das nicht, denn meist benahmen sich mehr Nasen daneben, als Ryuki Zeit und Muße hatte zu deformieren. Nicht das er es nicht schon mal probiert hätte. Außerdem, dass zeigte die Erfahrung, gab es noch Karma. Es brachte einem Mann schlechtes Karma ein, wenn er in aller Öffentlichkeit den Leuten die Nase einschlug. Weniger weil es eine höhere Macht mit Namen Karma gab, sondern eher weil dann alle hübschen Frauen weg liefen. Das war schlechtes Karma. Zumindest hatte es keinen Einfluss auf Ranelle, im Moment. Sehr viel länger wollte und konnte Ryuki aber über solche Dinge nicht nachdenken, einfach allein auf Grund der Tatsache, dass er Hunger hatte. Die kleine Gabel, welche noch viel winziger in seinen Händen aussah, wurde zu erst in den Streuselkuchen gesteckt. Kurz darauf fand sich ein Stück von diesem auch schon in Ryukis Mund wieder, in welchem das Wasser zusammenlief. Der Kuchen war lecker, nicht zu trocken und auch nicht zu matschig. Die Streusel waren süß, ohne zu gewaltig zu schmecken. Da er noch am kauen war, als Ranelle sprach, konnte Ryuki ihr erst einmal nicht antworten, weswegen er abwinkte. Das ihm dabei die Haare wieder vor die Augen und das Gesicht rutschten, ließ sich nicht vermeiden. Wenigstens wurde so für den Moment sein recht gleichgültiger Blick verdeckt. In Wahrheit war es ihm vollkommen egal ob sie ihn nun für krank, einen Spinner oder irgendein Monster hielt. Keins davon war besser als das andere. Nachdem er zu ende gekaut hatte, schluckte Ryuki den Kuchen hinunter und legte bedächtig die Gabel auf den Tellerrand. Danach wischte er sich zu erst mit einer der Papierservietten die Lippen ab, ehe er sich die Haare aus dem Gesicht warf. Ein glücklich, zufriedenes Lächeln lag in seinem Gesicht. "Das muss es nicht. Du kennst das bestimmt auch, von Typen die dich einfach angraben." Verständnisvoll nickte er und hatte sogar die Frechheit, seine Stimme entsprechend zu stellen. Dann grinste er jedoch und hüstelte leicht. Wie üblich nahm er sich selbst nicht sehr ernst.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Do Apr 14, 2016 6:10 pm


So gesehen konnten Ryuki und Skye dem Kellner dankbar sein, insbesondere aber wohl Skye. Er hatte zwar beiden ihre bestellten Speisen gebracht, aber für Skye tat er dies auf eine recht charmante Art und Weise. Ryuki bekam seinen Teller verglichen damit hingeworfen. Aber gerade dafür konnten sie ihm eben dankbar sein, da dadurch die Atmosphäre zwischen den beiden wieder erhellt wurde, nachdem sie sich gegenseitig angeschwiegen hatten. Streng genommen gebührte dafür aber auch Ryuki der Dank, denn ohne seinen Kommentar hätte der Kellner nicht so blöd dreingeschaut. Doch wer dankt sich schon selbst. Wenigstens redeten die zwei wieder miteinander und Skye schien Ryukis Ton eben wieder vergessen zu haben. Sie nickte ihrem Gegenüber verstehend zu, nachdem er ihr zu verstehen gegeben hatte, dass ihm häufiger solche Personen wie der Kellner über den Weg liefen. Das muss ihm doch ziemlich auf den Geist gehen, wenn er dauernd so behandelt wird. Dabei ist er selbst doch so freundlich. Da hat er schon mehr Respekt verdient. Die Blondine versuchte sich erneut in Ryuki hineinzuversetzen. Sie könnte sogar verstehen, wenn Ryuki irgendwann der Kragen platzte und er nicht nur solche Worte, sondern auch Schläge austeilte. Sie war ihm aber dafür dankbar, dass er darauf verzichtete, zumindest in ihrer Gegenwart.

Skye löste sich von diesen Gedanken. Sie selbst hatte das Gefühl, dass sie für ihre unverschämte Frage, wie sie im Nachhinein selbst darüber dachte, etwas wiedergutzumachen hatte. Ihr tat es immerhin furchtbar Leid, dass sie ihn damit gekränkt hatte, auch wenn er meinte, dass dies nicht notwendig war. Die wunderschöne Blondine bestand aber darauf. Eine kleine Geste genügte auch eigentlich schon. Doch bevor sie sich etwas einfallen ließ, aß sie das Stück von ihrem Kuchen, das sie sich bereits abgebrochen hatte. Sie zerkaute das Stück, bevor sie es herunterschluckte und ein zufriedenes “Mhmmm.“ aus ihrer Kehle drang. Der fruchtig-süße Geschmack des Gebäcks war ein wahrer Genuss. Allein wegen dem Mango-Geschmack fand Skye Gefallen daran. Anschließend brach sie gleich das nächste Stück ab und erwiderte auf Ryukis Worte: “Ja, da hast du Recht. Mir sind schon oft irgendwelche Typen begegnet, die mich einfach von der Seite anmachen und versuchen mit mir zu flirten. Es ist nicht so, dass es mir nicht gefällt, aber wenn wenigstens mal jemand dabei wäre, der mir ebenfalls gefällt und kein vollkommener Idiot ist. Es kostet ganz schön Kraft, solchen Typen immer wieder einen Korb zu geben. Aber um ehrlich zu sein würde ich mich freuen, wenn ich irgendwann meiner großen Liebe begegne." Die letzten Worte sprach sie sehr nachdenklich, fast schon träumend aus. Nur wenige Sekunden später wurde ihr erst bewusst, dass ihre Wortwahl womöglich nicht so klug war. Ryuki könnte sich angesprochen fühlen, was sie überhaupt beabsichtigte. Schnell aß sie den nächsten Happen während sie sich überlegte, wie sie sich da rausreden konnte. Immerhin wollte sie nicht alles noch schlimmer machen, sondern eher im Gegenteil. Skye war sich zumindest ziemlich sicher, dass Ryuki ihre Worte in den falschen Hals bekam. Glücklicherweise fiel ihr etwas ein, womit sie eventuell sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte.

Skye schluckte das Stück Kuchen in ihrem Mund runter und trank noch einen Schluck von ihrer heißen Schokolade. Dann, ehe Ryuki etwas sagen konnte, sprach sie: "Aber wer weiß, ob sie nicht eventuell schon vor mir sitzt." Skye beugte sich leicht nach vorne, sodass sie ihren Kopf mit ihrem linken Arm auf der Tischplatte abstützen konnte. Dazu fing sie an eine Strähne ihres Haars um ihren rechten Zeigefinger zu wickeln während sie Ryuki charmant anlächelte. "Um ehrlich zu sein, finde ich deine Muskeln schon sehr anziehend. Und du hast ein süßes Lächeln. Außerdem habe ich dich anfangs falsch eingeschätzt. Du bist freundlich, humorvoll, machst mir immer wieder ein Kompliment, hast Manieren - oder kurz gesagt: Irgendwie kann ich dich gut leiden." Daraufhin hörte sie auf ihre Strähne um ihren Finger zu wickeln und nahm stattdessen wieder ihre Gabel in die Hand. Daraufhin aß sie noch mehr von ihrem Stück Kuchen, das sehr köstlich war. "Ich nehme an, dass du nicht von Las Camp stammst. Nun bin ich aber neugierig, aber das trifft sich, da ich dich eh besser kennenlernen will. Würdest du mir vielleicht verraten, woher du kommst und wieso es dich hierher verschlagen hat?", fragte sie anschließend noch.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Do Apr 14, 2016 9:50 pm

Der Kuchen schien Ranelle zu schmecken, was sie auch sichtbar kundtat. Egal was man über den Service vor Ort sagen konnte, an dem Kuchen wollte Ryuki nicht meckern. Kein Fan von einer geregelten Ordnung, genehmigte er sich direkt nach dem Streuselkuchen noch ein Stück vom Apfelkuchen. Ein Traum. Die Konsistenz war perfekt und das beste war: der Kuchen war noch warm. Nun ließe sich zwar über die Sinnhaftigkeit von warmen Kuchen an warmen Sonnentagen diskutieren, aber Ryuki hatte noch nie Probleme mit Wärme gehabt. Deshalb hatte er auch kein Problem damit, nachdem er die Kuchengabel ordentlich auf den Tellerrand gelegt hatte, sich den gebrachten Kaffee zu nehmen und genüsslich einen Schluck davon zu trinken. Es war herrlich heiß und der Geruch der gerösteten Kaffeebohnen stieg Ryuki in die Nase. Ein Genuss für alle Sinne. Kurz rollte er das Getränk im Mund herum, um den Geschmack vollständig zu genießen, ehe er mit einem leisen "Ahh", die Tasse wieder abstellte. Vielleicht und wahrscheinlich bildete sich Ryuki nur ein, dass der Kaffee bereits zu wirken begann. Sofort fühlte er sich fitter, lockerer und vor allem wacher. Während er in Ruhe seinen Kaffee getrunken hatte, hatte der Blaue seiner Gegenüber zugehört, welche ihm zustimmte was seine Vermutung bezügliche von Anmache an ging. Überraschenderweise lies sich aus ihren Worten heraus nicht schließen, dass sie ihn ebenfalls als nervigen Idiot abstempelte. Allerdings hatte er sich auch nicht von der Seite angemacht oder dumm angesprochen. Ihren Ton beim Sprechen empfand Ryuki als sehr locker und leicht. Es schien ihm nicht so, als ob Ranelle wirklich ein Problem damit hatte ihre Anhänger abzuspeisen. Auch wenn er ihr sofort abkaufte, dass es ihr gefiel Komplimente zu machen. Zum Schluss wurde sie jedoch ernster und auch ihr Blick glitt ein wenig ab. Ryukis Gabel, welcher er wieder ergriffen hatte, klirrte einmal kräftig gegen den Teller, als er ein wenig zusammenzuckte als sie anfing von Liebe und sowas zu sprechen. Ihm war schon klar, dass er es hier mit einem jungen naiven Ding zu tun hatte, aber er würde ihr nicht abkaufen können, dass sie ihn meinte. Das war einfach nur lächerlich. Außerdem, auch wenn er nichts gegen sie hatte und ja, von ihr mehr als nur angetan war, so hatte Ryuki nicht vor hier jetzt irgendeine großartige Liebe anzufangen. Jetzt galt es vorsichtig zu sein und sicherheitshalber hielt Ryuki erst einmal den Mund. Er wollte nun nichts Falsches sagen, weil er ihr keine Hoffnungen oder Versprechungen machen wollte, die er gar nicht plante einzuhalten. Gleichzeitig konnte er aber auch wohl kaum offen legen, dass er nicht im Geringsten an so etwas wie 'Liebe' interessiert war. Bevor ihm jedoch der geniale Geniestreich, der Geistesblitz für das Buch der Rekorde einfiel, ergriff Ranelle wieder das Wort. Es waren weniger ihre Worte, welche Ryuki beeindruckten und die Sprache verschlugen. Nein, zu dem was sie sagte viel ihm genug ein. Nur legte Ranelle ihren Kopf auf ihrem Arm ab, was dazu führte das Ryukis Aufmerksamkeit völlig durcheinander geworfen wurde. Was soll hier schon großartig drum herumgeredet werden? Ranelles ohnehin schon perfekter und sehr ansehnlicher Busen lag nun vollendens auf dem Tisch. Was die jungen Blondine wohl nicht bedacht hatte, oder eben doch, war das ihr Kleid recht freizügig geschnitten war und sie nun Ryuki den wohl himmlischsten Ausblick überhaupt gewährte. Mehr oder weniger unverzögert reagierte Ryuki instinktiv indem er sich sofort auf dem Stuhl versteifte. Seine Schultern verspannten sich, die Brust wurde rausgedrückt und seine Hände verkrampften sich leicht. Seine Beine standen unter Spannung und selbst den Hintern kniff er zusammen.  Es war wirklich - wirklich wirklich -  anstrengend nicht dahin zu gucken, wo hin jede Faser seines Körpers verlangte das er hinsah. Die Sonne schien auch noch direkt in ihren Ausschnitt und ach... Am liebsten hätte sich Ryuki hier und jetzt auf sie gestürzt und ihre die Klamotten vom Leib gerissen und er fand sich tatsächlich dabei wieder, ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen. Schnell jedoch schalt er sich einen Narren und wandte den Kopf ein wenig zur Seite, ohne seinen Blick wirklich von ihr zu nehmen. Wobei er natürlich sein bestes gab Ranelle in die Augen zu sehen. Zu seinem Glück begann Ranelle ihm Komplimente zu machen und rettete ihm damit wahrscheinlich den Arsch. Die Chance nutzend, senkte Ryuki den Kopf zusätzlich noch ein wenig, so als hätten ihre Worte ihn verlegen gemacht. Ein scheues Lächeln entsprang seinen Lippen und die Haare fielen ihm vor die Augen. Dabei versuchte Ryuki seine Muskeln absichtlich so anzuspannen, dass es aussah als wolle er ihr damit ein wenig imponieren, ohne das es auffiel. In wie weit dies klappte konnte er nicht feststellen, aber Ranelle nahm die Gabel in die Hand und hob somit auch ihren Busen wieder ein. Gott sei... verdammt! Die Aussicht war dahin. Wenigstens konnte sich Ryuki jetzt ein wenig entspannen, weswegen er auch an seinem Kuchen weiteras. Erst jetzt fiel ihm auf, dass ihm tatsächlich heiß geworden war. Überraschung breitete sich in ihm aus und er warf ein entsprechendes Lächeln zu der blonden Schönheit. "Vielen Dank.", nuschelte er kurz. Dann räusperte sich Ryuki und sprach wieder normal. "Ähem. Vielen Dank. Du bist auch... sehr interessant.", gab er das Kompliment zurück, ehe er kurz überlegte. "Nein, ich bin nicht von hier. Wie du an den reizenden Einwohnern vermutlich bereit gemerkt hast. Ich stamme aus dem Königreich Alabasta. Das liegt auf der Grand Line." Ruhig beantwortete er in sachlichem Ton ihre Frage. Las Camp hieß die Stadt, oder Insel, hier. Sagte ihm nichts. Aber es war ein Anfang. "Ich bin... war in geschäftlicher Sache unterwegs. Stammst du von hier?" Das entsprach zwar ganz und gar nicht der Wahrheit, aber wenigsten könnte man die Sache mit den Geschäften noch irgendwo, irgendwie, irgendwann mal so auslegen. Seine täglichen Geschäften waren meist wirklich nicht viel mehr als sich volllaufen zu lassen und eine Frau aufzureißen und dann an einem ihm unbekannten Ort aufzutauchen.

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Fr Apr 15, 2016 8:56 pm


Sowohl Skye als auch Ryuki ließen sich die Speisen und Getränke vor ihnen sichtlich schmecken. Während Skye insbesondere ihr Mango-Apfelkuchenstück genoss, genoss Ryuki gut hörbar seinen Kaffee. Die Sorge der Blondine, dass der Blauhäutige sich durch ihre Worte selbst angesprochen fühlen könnte, schienen unbegründet. Auf jeden Fall schien er darauf nicht zu reagieren. Vielleicht hatte sie auch noch schnell genug klargestellt, dass sie in ihm keinen dieser von ihr angesprochenen Idioten sah, selbst wenn sein Griff an ihr Gesäß vorhin schon dazuzählte, wenn es nach ihr ginge. Die zwei hatten sich aber darauf geeinigt, dass sie diese Geschichte hinter sich ließen, also beurteilte Skye ihn nur noch den Ryuki, den sie hier im Café kennengelernt hatte. Bisher schlug er sich ganz gut, sodass an ihren eben verlorenen Worten, dass sie ihn gut leiden konnte, tatsächlich was Wahres dran war. Letztendlich hatte sie es aber ein wenig übertrieben, da sie vorher noch ein paar äußerliche sowie innere Merkmale des Blauen zu sehr angepriesen hatte. Man könnte wirklich meinen, dass sie sich in ihn verliebt habe, doch dem war natürlich nicht so. Sie fand ihn sehr nett und er schaffte es sie zum Lachen zu bringen, aber von ihrer großen Liebe war er weit entfernt. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass sie mehr über ihn erfahren wollte.

Natürlich könnte Ryuki auch deshalb nichts dazu gesagt haben, dass Skye ihre Worte unglücklich gewählt hatte und ihn beinahe auch als Idioten bezeichnet hatte, weil er abgelenkt war. Die blonde Schönheit spielte schließlich bewusst mit ihren Reizen und beobachtete Ryuki genau. Innerlich amüsierte sie sich darüber, wie er sich auf dem Stuhl versteifte. Selbstverständlich entging ihr auch nicht, dass er möglichst vermeiden wollte ihre wohlgeformten Brüste anzustarren. Darüber amüsierte sie sich ebenfalls, denn sie bekam sehr wohl mit, dass er seinen Blick kaum abwenden konnte. Wer konnte ihm das schon verübeln? Skye jedenfalls nicht, obwohl die natürlichere Reaktion vermutlich gewesen wäre, von ihm angewidert zu sein. Die Schönheit legte es aber darauf an, wenngleich sie sich des Risikos bewusst war, dass er sich nicht zurückhielt und ihr wieder irgendwo hinfasste, nur diesmal nicht an den Hintern, sondern direkt an ihren Busen. Sieht ganz so aus, als ob er sich bei den  Idioten nicht angesprochen fühlte. Ein Glück! Das war ohnehin nicht meine Absicht., dachte die Blondine schließlich noch. Alles in allem zauberte Ryukis Reaktion Skye ein Lächeln ins Gesicht. Dieses Lächeln war sogar dann noch sichtbar, wenn sie noch mehr von ihrem Kuchen aß, wobei man ihr in diesem Moment auch ansah, dass sie wegen der Köstlichkeit lächelte. Danach sbeugte Skye sich wieder zurück und schmunzelte weiter über Ryuki. Da fühlte er sich wirklich geschmeichelt wegen ihrer Komplimente. Damit hatten sie ihren Zweck auch erfüllt. Ihr war es selbst eine Freude, ihn verlegen zu machen. Anhand der Reaktionen der Anwohner und nach dem, wie Ryuki auf ihre Frage reagiert hatte, schlussfolgerte Skye, dass der Blaue nicht ift Komplimente erhielt. Und ihre waren gewiss nicht vorgeheuchelt.

Skye erwiderte Ryukis Lächeln, nachdem er sich bei ihr bedankt hatte.  "Ist doch selbstverständlich. Dass ich deine Muskeln anhimmel, ändert trotzdem nichts daran, dasd du dir was Vernünftigeres anziehen könntest. Aber danke für das Kompliment.", erwiderte Skye mit erröteten Wangen. Anschließend lauschte sie interessiert seinen Worten. Wie sie richtig annahm, stammte Ryuki nicht von Las Camp. Das herauszufinden war aber echt keine Kunst. "Alabasta? Und das liegt auf der Grandline?", wiederholte Skye. Ebenso interessierte es sie, dass er geschäftlich hier war. Sie nahm dies aber ziemlich wörtlich und dachte nur daran, dass er mit irgendwem ein Geschäft abgewickelt hatte. Um Klamotten ging es da für ihn anscheinend nicht. Auf seine Gegenfrage antwortete sie dann: "Nein, ich komme auch nicht von hier. Zufällig stamme ich auch von der Grandline. Allerdings bin ich auf Astral in Starlite City groß geworden. Obwohl du nicht gefragt hast, erzähle ich dir der Fairness halber, wieso ich hier bin. Nun ... ich befinde mich auf einer Reise. Ich möchte andere Kulturen kennenlernen und meine medizinischen Kenntnisse erweitern. Und da meine Mutter auf dieser Insel aufgewachsen ist, wollte ich sehen, in welchem Umfeld sie groß wurde. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, meine Reise hier zu beginnen." Anschließend gönnte sie sich eine Sprechpause und trank einen weiteren Schluck ihrer heißen Schokolade. Deren Geschmack ließ sie sich wahrlich auf der Zunge zergehen. Dasselbe galt für ihren Kuchen, von dem sie bereits das letzte Bisschen verspeiste. Daraufhin fragte sie Ryuki: "Worum ging es denn bei dem Geschäft? Du musst nicht antworten. Ich bin nur neugierig. Du musst wissen, ich kenne mich ein wenig mit Geschäften aus." Damit drückte sie sich noch bescheiden aus. Immerhin hatte sie viel von ihrem Vater gelernt.


Zuletzt von Ranelle am Di Apr 19, 2016 9:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Di Apr 19, 2016 9:05 pm

Ganz offensichtlich amüsierte sich Ranelle köstlich. Ihre vollen Lippen verzogen sich zu einem breiten Grinsen und Ryuki viel trotz der zwei offensichtlichen Ablenkungen auf, dass sie ihm genau ansah, wie sie auf ihn wirkte. Das war ganz schön gerissen und fies zu gleich, musste der Blaue mit Anerkennung eingestehen. Auf der einen Seite konnte sie genau beobachten wie sehr es ihn reizte und erregte sie so zu sehen und auf der anderen Seite wussten sie vermutlich beide, dass wenn er sich nicht beherrschte, die ganze Situation sehr schnell im Eimer war. Zu seinem Glück folterte sie ihn nicht lange und Ryuki konnte sich erst mal wieder ein wenig beruhigen, weswegen er direkt erst einmal ordentlich vom Kuchen as. Zum einen um etwas zu tun zu haben und zum anderen, um seine Nerven zu beruhigen. Ein derartig anspruchsvoller Aufriss war auf einen Kater echt nichts angenehmes, aber das Mädchen war einfach zu schön, um es nicht zu versuchen. Mit erröteten Wangen, was sie sehr süß aussehen ließ, bedankte sich die Blondine für das Kompliment Ryukis. Wobei dieser bei sich selbst dachte, dass jemanden zu sagen er sei interessant, sei nicht gerade die eloquenteste Art jemanden ein Kompliment zu machen. Aber darüber lies er das Mädchen wohl besser gar nicht erst nachdenken, weswegen er ihre Frage zu beantworten begann. Zwischendurch as er dann die letzten Stücke von seinem Kuchen und trank von seinem Kaffee, der inzwischen etwas abgekühlt war, aber noch immer so genial wie vorher schmeckte. Interessiert lauschte die junge Frau seinen Worten und beendete ebenfalls ihren Kuchen. "Genau.", bekräftigte Ryuki ihre Wiederholung noch mal. Offenbar war sie tatsächlich daran interessiert zu erfahren, was denn nun seine Hintergründe waren und dies überraschte Ryuki ehrlich. Er war es wirklich nicht gewöhnt, dass jemand ein ehrliches Interesse an ihm hatte. Das kam viel zu selten vor, zumindest in fast allen Fällen. Während Ryuki die letzten Reste seines Kuchens vertilgte und ordentlich auch den letzten Krümel vom Teller kratzte, wer wusste schon wann es wieder was zu essen gab, beantwortete Ranelle seine Fragen. Genau genommen beantwortete sie eigentlich Fragen, die er gar nicht gestellt hatte. Wieso genau es ihn wohl interessieren könnte, warum sie hier sei? Ryuki hatte keine Ahnung wie das Mädchen dieser Phantasie erlegen war, aber er hörte geflissentlich zu und nickte ab und zu, um Interesse und Aufmerksamkeit zu zeigen. Ob diese nun geheuchelt war oder nicht, war ja im Grunde egal. "Oh, du bist in so jungen Jahren schon Ärztin. Beachtlich.", gab er zum Protokoll als Kommentar ab und setzte dabei die Kaffeetasse auf den kleinen Unterteller ab. Dann widmete er sich noch einmal seinen Teller und tat so, als würde er nun wirklich auch die allerletzten Reste runter kratzen. Natürlich versuchte Ryuki nur Zeit zu schinden, um sich irgendeine Idee aus den Fingern zu saugen, was er dem Mädchen jetzt nur vorlügen konnte. Was interessierte sie sich denn auch ausgerechnet dafür, was er hier tat? Er konnte ja nun schlecht behaupten er habe sich eine Woche lang bis zu Besinnungslosigkeit gesoffen und keine Ahnung, wo er sich hier den befand. Zu seinem Glück war Ryuki jemand, der nicht nur generell eine recht lebhafte Phantasie hatte, sondern auch jemand der viel Erfahrung darin hatte, jungen Frauen aus dem Stegreif etwas vorzulügen. Von daher hatte er sich in Sekundenschnelle eine kleine Geschichte zusammengelegt, welche er der Blondine vorspielen würde. Sogar an ihren Kommentar, er solle doch ordentlichere Klamotten tragen, arbeitete er darin ein und dachte sich etwas aus, um zu erklären weswegen er nur seinen Lendenschurz trug. Natürlich war dies völliger Blödsinn, sein Schurz war vollkommen ausreichend und natürlich war er eine ordentliche Klamotte, aber da Blondie offenbar anderer Meinung war, würde er wohl die Wahrheit verschweigen müssen. Der Teller wurde abgestellt und kurz räusperte sich Ryuki, dann fing er an zu erzählen. "Wie du weißt, stamme ich von Alabasta und..." Mitten im Satz verstummte der Blaue, denn so eben war der unhöfliche Kellner an ihren Tisch getreten. In der Hand hielt er ein kleines Brett, auf welchem Ryuki die Rechnung ausmachen konnte. Mit einem Knallen, landete besagtes Brett und einem dazugehörigen gehässigen Blick vor Ryuki, welcher verwundert auf die Rechnung starrte. "Verzeihung, aber wir haben nicht um die Rechnung gebeten.", sprach er den Kellner an. Dieser blickte jedoch wieder nur auf ihn herab, als habe er es mit einem niederen Insekt zu tun und wandte sich stattdessen an Ranelle. Als er sprach, troff seine Stimme nur so vor falscher Unterwürfigkeit und vor Gehässigkeit. "Bitte verzeihen Sie die Unanehmlichkeit, Miss. Es ist nur Ihre... Begleitung... entspricht nicht dem gewünschten Standard unseres Cafés." Die Art mit welcher der Kellner sprach, traf Ryuki vollkommen unvorbereitet. Umso mehr, als da er das Wort 'Begleitung' aussprach, als handle es sich um die Bezeichnung für einen ekelerregenden Ausschlag. Es dauerte einen Moment in dem Ryuki nach Fassung rang, dann verdüsterte sich seine Miene schlagartig. "Sicher verstehen Sie, aber diesen Herren dort... Nun, er verängstigt die Gäste." Eine dicke Ader trat deutlich an Ryukis Hals und Schläfe empor, welchen dieser unerwartete Ausbruch an Nettigkeit vollkommen unvorbereitet getroffen hatte. Eigentlich brauchte man kein Genie sein um zu erkennen, dass er ganz offensichtlich ziemlich angepisst war. Für gewöhnlich reichte dies, um jeden noch so beschränkten Idioten zu einem friedliebenden Hippie werden zu lassen. Nicht so jedoch diesen Kellner. "Sie können natürlich jeder Zeit wieder kommen, Miss. Eine reizende Dame wie sie ist gerne bei uns gesehen. Aber bitte in normaler Gesellschaft." Die Gabel in Ryukis Hand zerbrach mit einem Krachen, als dieser die Faust ballte. Er zitterte am ganzen Körper und es war offensichtlich, dass er sein Bestes gab um sich zu beherrschen. Mit einem süffisanten Lächeln drehte sich der Kellner zu ihm um. "Das wirst du bezahlen, du hässlicher Freak." Irgendwas zerriss in Ryuki und das nächste was er mitbekam war, wie der Tisch der vor ihm Stand durch die Luft wirbelte. Teller, Besteck und Tassen vielen zu Boden und zerbrachen, während der Tisch irgendwo in der Nähe der Statur in der Platzmitte auf dem Pflaster zerschellte. Knallend viel der Stuhl auf dem er gesessen hatte rückwärts zu Boden, als Ryuki aufsprang und sich zu seiner vollen Größe aufrichtete und den Kellner im wahrsten Sinne ansprang. Dieser wurde von den Beinen gefegt und gemeinsam segelten sie in den Tisch neben dem Ranelle und Ryuki gesessen hatten und fegten diesen um. Ein mörderisches Knurren drang einem Grollen gleich und ehe er sich versah, hatte der Blaue seine Faust auch schon in die Magengegend des Mannes unter sich versenkt, welcher nur mit einem Wimmern sich zusammenkrümmte. Überall sprangen die Leute von ihren Tischen und Stühlen auf, erschrockene Schreie von allen Seiten. Die Herren der gehobenen Gesellschaft zeigten was sie wert waren und flohen aus Ryukis direkter Nähe, welcher sich noch immer vor Zorn knurrend langsam aufrichtete. Für einen Augenblick überlegte er, ob er dem Kellner noch eine verpassen sollte, lies es dann aber. Stattdessen drehte er sich zu Ranelle um, welche in sichtlichem Schock wie angewurzelt auf ihrem Stuhl saß. Langsam ging er auf sie zu und baute sich vor ihr auf, dann schoss Ryukis Hand nach oben und mit einem Grinsen und fiesen Grinsen packte er ihre Brust. Ohne auf ihren Widerstand zu achten beugte er sich nach vorne und zwang sie, ihn zu küssen. Die Momente verstrichen ohne das er von Ranelle ablies, weder seine Lippen noch seine Finger. Dann, anstatt sich von ihr zu lösen, drückte Ryuki sie kurzer Hand nach hinten, bis sie samt Stuhl auf den Rücken fiel. "Ich danke für das Date. Auf ein Wiedersehen." Mit diesen Worten schnappte er sich ihre Handtasche und marschierte vom Café über den Platz davon. Stück für Stück warf er alles aus der Tasche über die Schulter was kein Geld war, bis er ihre Geldbörse gefunden hatte. Nun flog auch die Tasche davon und Ryuki machte, dass er eilends davon kam, ehe irgendjemand auf die Idee kam ihn aufzuhalten oder die Marine zu suchen.


tbc: Las Camp, Hafen

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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Mi Apr 20, 2016 7:13 pm


Nachdem der Kuchen bereits aufgegessen war und die Blondine ihrem Gegenüber, der sichtlich von ihr angetan war, eine weitere Frage gestellt hatte, genehmigte sie sich einen weiteren Schluck ihrer Tasse Heiße Schokolade, die mittlerweile ziemlich abgekühlt war, und trank die Tasse bei dieser Gelegenheit aus. Ryuki erste Reaktion löste bei ihr nicht gerade Begeisterung aus. Offenbar verstand er nicht gerade schnell. Ist das sein ernst? Er hat erst jetzt begriffen, dass ich Ärztin bin? Das habe ich ihm doch bestimmt schon zum dritten Mal erzählt., dachte Skye. Sie begann ein wenig daran zu zweifeln, ob er ihr auch wirklich immer zugehört hatte. Obwohl es keine Zweifel gab, dass er ihre Fragen wahrgenommen hatte, da er auf diese geantwortet hatte. So antwortete er schließlich auch auf ihre letzte Frage. Skye hörte Ryuki interessiert zu, sie schenkte ihm ihre volle Aufmerksamkeit und war ganz Ohr.

Der Blaue begann zu erzählen, doch dann kam der Kellner, unterbrach Ryuki und knallte ihm die Rechnung auf den Tisch. Das war nun nicht die feine englische Art. Ryuki sprach daraufhin auch schon aus, was Skye dachte, eben dass sie nicht um die Rechnung gebeten hatten. Skye war da definitiv auf Ryukis Seite. Dann kam die Unhöflichkeit des Kellners aber erst so richtig in Fahrt. Obwohl er versuchte, der Blondine gegenüber höflich zu sein, dachte sie ganz anders über ihn. Skye blickte den Kellner fassungslos an, der sich nun vor ihr rechtfertigte, wieso er ihnen die Rechnung gebracht hatte. Zusammengefasst wollte er einfach nur Ryuki loswerden. Gegen ihre Anwesenheit hatte er nichts, doch trotz des Kompliments, das er ihr machte - sie errötete deswegen trotzdem, aber mehr auch nicht -, traute sie ihren Ohren nicht. Am liebsten hätte sie dem Kellner die Meinung gegeigt. In ihren Gedanken schwirrten ihr auch schon die passenden Wörter durch den Kopf. Doch aus einem ihr unerfindlichen Grund traute sie sich nicht. Sie wollte Ryuki verteidigen, doch ihr rutschte kein Wort über die Lippen. Stattdessen sah sie nur nach jedem abwertenden Kommentar zu dem Blauen, wobei sich aber ihrer Aufmerksamkeit entzog, dass er vor Wut kochte. Schließlich war es egal. Ryuki konnte sich immerhin selbst verteidigen, wie er kurz darauf allen Anwesenden bewies.

Als der Tisch durch die Luft flog, schrie Skye vor Schreck kurz auf. Sie ging dabei in Deckung, zumindest für kurze Zeit, bis sie merkte, dass sie nichts abbekam. Daraufhin blickte sie auf und beobachtete Ryuki dabei, wie er herumrandalierte und den Kellner einen Schlag direkt in die Magengrube verpasste. "Ryuki ...", sprach sie leise, vermutlich sogar zu leise, als dass er sie hören konnte. Auf der einen Seite wollte sie Ryuki aufhalten, doch auf der anderen Seite konnte sie ihn verstehen. Der Kellner hatte es vermutlich nicht anders verdient. Trotzdem hätte sie Ryuki am liebsten aufgehalten, doch sie blieb - vermutlich durch den Schock gerade - wie angewurzelt auf ihrem Stuhl sitzen. Ihre Reaktion war sicher natürlich. Vielleicht aber auch nicht. Natürlicher wäre es wohl eher gewesen, wie die anderen Leute vor Schreck aufzuspringen. Erschrocken hatte sie sich auch, aber sie hatte keine Angst vor Ryuki, selbst wenn sie ihn gerade nicht wiedererkannte. Aber so gut kannte sie ihn nun auch nicht. Wenigstens ließ er recht schnell von dem Kellner ab. Dafür zeigte er danach ein der Blondine sehr wohl bekanntes Verhalten. Ryuki kam wieder auf sie zu und fasste ihr an den Busen. Der Überraschungsmoment war auf Ryukis Seite. Skye wusste zuerst nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Sie starrte auf Ryukis blaue Hand, nahm aus dem Augenwinkel noch sein Grinsen war und hob ihre Unterarme, so als ob sie ihn von sich wegdrücken wolle, es aber nicht wirklich tat. Die Röte war ihr auch ins Gesicht - genauer gesagt auf die Wangen - geschossen. Wenige Sekunden später realisierte sie schließlich, was er da tat. Wahrscheinlich hatte sie ihn eben mit ihren Reizen etwas zu sehr provoziert. Es war schließlich nicht so, als ob sie damit nicht zuvor schon gerechnet hätte. Trotzdem war dies noch lange keine Entschuldigung dafür, ihr einfach an die Brüste zu fassen. Als ihr das klar wurde, ballte Skye ihre rechte Hand zu einer Faust und wollte schon zuschlagen. Ehe sie sich versah, berührten sich ihre Lippen und Ryuki stahl der Schönheit noch einen Kuss. Durch diesen öffnete sich ihre Faust wieder und sie senkte ihre Arme. Selbstverständlich wollte sie Ryuki in diesem Moment loswerden und ihn nicht so einfach damit davonkommen lassen. Skye wollte sich dagegen wehren, doch sie fühlte sich einfach machtlos. Womöglich lag es auch einfach daran, dass sie unerklärlicherweise Gefallen an dem Kuss fand. Es war ihr erster Kuss mit einem blauen Menschen und der war nicht mal so übel. Natürlich würde sie das nie zugeben, da sie sauer auf Ryuki war, weil er ihr einfach an die Brust fasste, doch gut küssen konnte er irgendwie. Wider erwarten warf Ryuki Skye mitsamt ihres Stuhls um. Der Aufprall blieb nicht schmerzfrei, aber sie verletzte sich nicht dabei. Ryuki nutzte den Moment, um sich mit ihrer Handtasche zu verdünnisieren. Die Blondine sah ihn noch, wie er über den Platz davon rannte. So schnell sie konnte richtete sie sich auf, um noch die Verfolgung aufzunehmen. Sie rannte ihm ein kleines Stück nach, doch ihr wurde schnell bewusst, dass sie zu langsam war. Schnell verließ sie die Motivation und sie ließ ihn einfach ziehen. Schließlich hatte er ihre Handtasche und vorher den Inhalt dieser durch die Gegend geworfen, so dass sie dachte, dass er sie nur ärgern wollte.

Skye seufzte. Ryuki war weg, nachdem er sie so dreist geküsst und ihre Oberweite in seiner Hand gehalten hatte, und nun musste sie auch noch ihre Sachen aufgabeln. Darum kümmerte sie sich sofort. Zuerst hob sie ihre Handtasche auf, bevor sie nacheinander wieder ihre Sachen aufsammelte und wieder in der Tasche verstaute. Darunter befanden sich ein paar Mittel für Erste-Hilfe-Maßnahmen wie z. B. Verbände. Ob sie die noch verwenden sollte, nachdem sie auf dem Boden gelegen hatten? Erst nachdem sie alles wieder zusammengepackt hatte, vermisste sie eine bestimmte Sache. "Nanu? Wo ist denn meine Geldbörse? Die war doch ...", murmelte sie während sie in ihrer Handtasche rumwühlte und hoffte, dass sie sich von Anfang an darin befand. Leider wurde sie enttäuscht, doch schnell traf Skye eine Erkenntnis. Sie blickte in die Richtung, in die Ryuki verschwunden war und meinte: "Dieser Mistkerl ... Er hat mir mein Geld gestohlen. Was mache ich denn jetzt?" Jegliche Sympathie, die Skye für den blauen jungen Mann empfunden hatte, war mit einem Mal vergessen. Ryuki war für sie einfach nur noch ein Arsch und sie fing an sich zu fragen, ob er nur Zeit mit ihr verbracht hatte, um einen günstigen Moment zu erwischen und ihr die Geldbörse zu stehlen. Demnach fragte sie sich, ob er das von Anfang an geplant hatte. Skye schmollte einen kurzen Moment, bevor sie traurig ihren Blick senkte und sich ziemlich dumm vorkam. Schließlich wurde sie nicht zum ersten Mal ausgenutzt. Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, tippte ihr plötzlich auch noch der Kellner auf die Schulter. Er hatte sich wieder aufraffen können, doch man sah ihm an, dass Ryukis Schlag nicht ohne war. "Entschuldigen Sie, Miss. Ich bedauere es sehr, sie damit konfrontieren zu müssen, aber dieser Rowdy hat die Rechnung nicht bezahlt. Deshalb müssen Sie das nun leider übernehmen, so Leid es mir für Sie tut." Heute schien nicht Skyes Tag zu sein. Die hübsche Blondine versuchte noch dem Kellner schöne Augen zu machen, damit er die Rechnung vergaß, doch er blieb stur. "So reizend Sie auch sind, meine Liebe, schätze ich, dass das nichts bringt. Sie sollten froh sein, dass ich keinen Schadenersatz verlange. Schließlich sind Sie mit diesem Unhold in unser Café gekommen." Skye wusste nun wirklich nicht mehr, was sie tun sollte. Das Bezahlen wäre eigentlich kein Problem, doch nachdem Ryuki ihre Geldbörse hatte mitgehen lassen, besaß sie nunmal kein Geld mehr. Aus lauter Verzweiflung kamen ihr bereits die Tränen.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Do Apr 21, 2016 3:59 pm

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Die lange Schiffsfahrt von der Grand Line in den West Blue war nicht gänzlich spurlos an dem gut aussehenden Mann vorbeigegangen.  Zwar war die Atmosphäre der Crew äußerst entspannt und angenehm für den jungen Agenten, doch beinhaltete dieses Unterfangen die wohl längste Reise seines bisherigen Lebens und war damit alles andere als ein Zuckerschlecken. Trotz ausreichendem Schlaf unterlag der Körper Nathans einer gewissen Grundmüdigkeit, die sich zwar nicht allzu stark auswirken, doch sehr wohl zu einer gewissen Lustlosigkeit führen sollte.

Dem Blondschopf schmeckte es eigentlich ganz und gar nicht so kurz vor ihrem eigentlichen Ziel noch einen Zwischenstopp einlegen zu müssen, allerdings blieb der Crew keine andere Wahl als ihre Vorräte auf Las Camp aufzustocken. Zu ihrem Glück war diese Insel nahezu perfekt dafür geeignet. Nicht nur das zahlreiche Gruppierungen hier Anker legten, um im späteren Verlauf ihrer Reise gewappnet für das gefürchtete Piratengrab zu sein, selbst Soldaten der Marine, die offensichtlich für die Lagerlogistik des örtlichen Stützpunktes zuständig waren, ließen sich in dem ein oder anderen Geschäft erblicken. Der ausgebildete Koche von vornehmer Küche hätte in dem umliegenden Geschäften schnell einkaufen und schließlich wieder zurück zum Schiff gekonnt, allerdings verschlug es ihn weiter in Richtung Stadtmitte, um dort in Erfahrung bringen zu können, wo er die Lebensmittel mit der bestmöglichen Qualität erwerben konnte. Erfahrungsgemäß befanden sich die akzeptablen Restaurants im Zentrum einer Stadt, fernab von Orten, die oft von Piraten und anderem Gesindel heimgesucht werden. So ging der junge Revolutionär auf einen Passanten zu, der nach einem Einheimischen aussah. Nun, woran erkannte man einen Einheimischen eigentlich, wo es ihm doch nicht auf der Stirn geschrieben war? Sicher einen Piraten erkannte man in der Regel sofort, schon allein an ihrem Benehmen, doch was brachte den blonden Mann dazu ausgerechnet zu diesem Mann zu gehen? Nathan kam vermutlich durch das recht hohe Alter des Mannes zu dem Entschluss er wäre ein Einheimischer des Insel Las Camp. Über die Tatsache diese Schlussfolgerung könnte diskriminierend gegenüber alten Leuten wirken, machte er sich keine Gedanken, worauf er den in die Jahre gekommenen Mann völlig frei ansprach: „Entschuldigen sie bitte junger Mann. Wissen sie zufällig wo ich das qualitativ hochwertigste Etablissement der Stadt finden kann?”. Sichtlich geschmeichelt über das Kompliment des Fremden, blickte der Mann Jonathan an und überlegte einige Sekunden, ehe er mit rauer, doch angenehmer Stimme antwortete: „Gehen sie die Straße herunter. Sobald sie eine große Statue sehen können sind sie genau richtig. Der goldene Drache wird von einem alten Mann bewirtschaftet, der schon seitdem ich denken kann hier lebt. Ich lebe zwar schon mein ganzes Leben auf dieser Insel, aber der Mann war meiner Erinnerung nach schon immer so alt. Aber ich werde ja selbst nicht mehr jünger, hehe.”, beendete er mit einem Lächeln, während seine rechte Hand an seinen beinahe schon kahlen Hinterkopf rieb. Nathan bedankte sich anschließend und war gerade im Inbegriff zu gehen, als der Mann erneut zu ihm sprach: „Und passen sie auf sich auf, mein Herr. Da lümmelt ein blauer Unhold herum und belästigt junge Damen” Nathan drehte sich verwundert zu dem Mann zurück. Was sollte er sich als blauen Unhold vorstellen? Er konnte es sich nicht wirklich sinnig erklären, doch sah er ein kobold- oder zwergenartiges Wesen mit blauer Haut, einem weißen Vollbart und einer roten Zipfelmütze. vor seinem inneren Auge. Merkwürdige Vorstellung, ging es ihm durch den Kopf, Ein weiteres mal bedankte sich der junge Mann nicht und machte sich schließlich auf den Weg in die Richtung, die der Einheimische beschrieben hatte.

Die Konversation mit dem alten Mann und die angenehme Wärme des Wetters hatten dem stattlich gekleideten Mann äußerst gut getan. Die Müdigkeit wich einer gewissen Lebhaftigkeit, wodurch sein Temperament immer aktiver zum Vorschein kam. Inzwischen war es tatsächlich etwas heiß unter seiner Jacke geworden, weshalb sie auf dem Weg zur Statue des Stadtplatzes eben noch gekonnt ausgezogen wurde, ehe er seine Ärmel hochkrempelte und sie elegant auf seinen Unterarm legte. Das weiße Hemd konkurrierte mit der holzbraunen Weste und der gleichfarbigen Hose, die mit einem schwarzen Gürtel voneinander getrennt waren, und liesen so die Krawatte, dessen Ende sich unter der Weste versteckte, fast schon unscheinbar wirken.

Da war Nathan schließlich angekommen, die Bronzestatue eines alten Mannes, der ein kleines Mädchen umarmte, offensichtlich um sie in irgendeiner Art und Weise zu beschützen. Nathan hatte beim betrachten der Statue gemischte Gefühle, einerseits wusste er, dass die Statue als Andenken an die zahlreichen Piratenopfer zusehen war, doch anderer Seits schoss im die Weltregierung in den Kopf. Jede Seite der Medaille war wohl daran Schuld, dass Zivilisten zum Opfer fielen, ob es nun die bösen Piraten, die gerechte Marine, oder aber die absolute Gerechtigkeit war. Weiter noch war sich der junge Mann bewusst, dass auch seine Fraktion kein ungeschriebenes Blatt war und dass missfiel ihm - sehr sogar. Nathan versank ein wenig in Gedanken, bis er schließlich von zwei Kindern, die in seiner Nähe standen unterbrochen wurde. „Hast du das gesehen?”,  „Nö, was denn?”, „Ein blaues Riesenmonster hat Tische kaputt gemacht, und einen Mann geschlagen!”. Voller Begeisterung sah der unwissende kleine Junge seinen Freund an. „Whoa, wo?”, „Na, da, gerade eben! Dann hat das Monster dem Mädchen noch einen Kuss gegeben und ist weg gerannt!”. Mit offenem Mund und zu groß geratenen Augen stand der Junge und sah sich den Ort des Geschehens aus der Ferne an. Nathan gab nicht viel darauf, was die Jungen sagten, doch erkannte er Parallelen zu dem, was der alte Mann gesagt hatte, also musste irgendwas daran wahr sein. Er ließ es sich nicht nehmen in die Richtung, in die der Junge mit seiner Hand gezeigt hatte, zu schauen und fand ein Café vor, dessen Außenmobilia übel zugerichtet war. Der Tisch war mitten auf dem Gehweg zerberstet und umstehende Stühle waren umgeworfen worden. Bei näherer Betrachtung erkannte der gutaussehende, junge Mann Scherben vom Geschirr, welches sich zuvor auf dem Tisch befindet haben muss. Abseits davon stand ein in mitleidenschaft geratener Mann, der offensichtlich zum Personal des Café's gehörte in Begleitung einer attraktiven jungen Dame, die dem Kavalier selbstverständlich direkt aufgefallen war. Als Nathan die schwarz-rot-gekleidete Dame aus der Ferne musterte, wurde er abermals von den Jungen unterbrochen. „Komm. Das müssen wir Mama sagen. Das waren mindestens 5 große blaue Monster! Ehrlich! FÜNF!”, „Whoa!”. Voller Begeisterung liefen die beiden heranwachsenden Kinder in Richtung Hafen. Während Nathan immer mehr Interesse an diesem Café bekam und schließlich darauf zu ging. Als er näher kam erkannte der junge Revolutionär den Gesichtsausdruck der beiden. Der Kellner, zumindest ging Nathan davon aus er wäre einer, schien sichtlich sauer zu sein, während die junge Dame, die bei näherer Betrachtung sogar noch attraktiver war als angenommen, bereits mit den Tränen ringte.
Nathan trat an die beiden heran und berührte mit seiner Hand, auf dessen Arm sich noch immer sein Jackett befand, den Rücken der Dame in Schwarz, als sei es selbstverständlich, dass man einer weinenden Frau den Rücken stärkte. „Dürfte ich erfahren, weshalb Sie eine so bezaubernden Dame zum weinen bringen,” Nathan blickte den Kellner leicht erzürnt an und sprach daraufhin ein „der Herr?!” mit einem harschen Unterton aus. „Ihre... Begleitung... hat in unserem friedlichen Café für Unruhen gesorgt und brachte unsere Gäste dazu unser Lokal zu verlassen. ”. Nathan schien dem Kellner in irgendeiner Weise zu misstrauen, was explizit an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen war, weshalb er sich, ohne es aufdringlich wirken zu lassen, zwischen die Dame und den Herren stellte. „Dies ist kein Grund die Dame zum weinen zu bringen, Sie Vollidiot.”. Nathan schrieb seine Entsetzung förmlich in das Gesicht des Kellners, welcher einerseits erstaunt über die Wortwahl des 22-Jährigen war und andererseits einige Schritte nach hinten ging, da er nicht darauf aus war erneut Schläge innerhalb der Magengegend zu bekommen. „Ich verbitte mir diesen Ton. Diese blaue Miss.... der Unruhestifter hat unser Mobiliar zerstört, die Rechnung nicht bezahlt und unsere Kunden verschreckt. Nun muss seine Begleitung für den Schaden aufkommen”. Nun verstand Nathan zumindest, weshalb der Kellner aufgebracht war, doch war es sich nicht sicher, weshalb die Schönheit an seiner Seite Tränen vergoss. Sie schien verzweifelt, ein wenig enttäuscht und verunsichert. Die Stimme des blonden Mannes beruhigte sich, als ihm ein genialer Einfall kam. Er drehte sich zu der blonden Dame und hob mit seiner Hand das Kinn der Dame leicht an, sodass er ihr direkt in ihr Gesicht blicken konnte. „Elisabeth. Du brauchst nicht zu weinen, es wird alles wieder gut. Es ist meine Schuld, das ich mich verspätet habe und deshalb so spät zu unserer Verabredung komme.”. Nathan steckte der jungen Dame eines seiner beiden goldenen Armbänder zu, als er ihr mit seinem Daumen zärtlich die Tränen von der Wange wischte. Kurz darauf drehte er sich erneut um, um mit dem erwartungsvollen Kellner zu sprechen: „Ich denke hier liegt ein Missverständnis vor, mein Herr. Elisabeth und ich hatten uns am gestrigen Abend verabredet, da dieser von ungeplanten Komplikationen geplagt war.”. Nathan erhob seine Hand und präsentierte dem Kellner den vermeintlichen Verlobungsschmuck an seinem rechten Handgelenk. „Ich kann mir nicht vorstellen mit welcher Begleitung meine verlobte Frau in ihrem Café zu Gast war, allerdings war sie definitiv mit mir hier verabredet. Ihre vermeintliche Begleitung wird sie wohl zu einem Essen gezwungen haben müssen. Sie fürchtet sich verdammt schnell, deshalb bin ich umso betrübter wegen meiner unangemessenen Verspätung. Also gut, meine zukünftige Frau hat ganz sicher nichts mit diesem Unruhestifter zutun, von dem sie reden.”. Nathan war etwas verwundert über seinen Monolog, wo es doch eigentlich nicht seine Art ist Lügen zu erfinden. Und er wüsste auch nicht, wie der Kellner auf den Versuch reagieren würde, alles in einem war er sich nur einer Sache bewusst: Er wollte der jungen Dame helfen... zumindest für den Moment.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Do Apr 21, 2016 9:19 pm


Der Kellner ließ tatsächlich nicht locker. Er bestand darauf sein Geld zu bekommen und er drückte nicht einmal durch Skyes hübsches Antlitz ein Auge zu. Die Blondine wusste sich nicht anders zu helfen, als einfach nur noch zu weinen. Die Tränen sammelten sich ohnehin schon in ihren Augen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis diese sich einfach ihren Weg bahnten und die Wangen der Schönheit herunterliefen. So weit kam es allerdings nicht. Plötzlich spürte Skye eine Hand auf ihrem Rücken, die sie ein wenig erschrocken, weil es so überraschend kam, aufzucken ließ. Im ersten Moment dachte sie, dass Ryuki zurückgekommen wär und eben seinem Drang nachkam, die Blondine zu berühren. Als Skye aber zu der Person sah, die zu der Hand gehörte, bot sich ihr ein gänzlich anderer Anblick.

Skye blickte den jungen Mann an, der sich für sie einsetzte und dem Kellner ein paar Takte erzählte. Natürlich war ihr sein Kompliment nicht entgangen und sie errötete deswegen abermals. Die Tränen in ihren Augen trockneten jedoch noch nicht, aber sie konnte nicht anders, als den Fremden anzusehen, selbst dann nicht, als sie nur noch seinen Rücken betrachten konnte. Trotzdem bildete er rein vom Aussehen her so ziemlich das Gegenteil von Ryuki. Der Blonde vor ihr trug einen Anzug, war also recht schick und elegant gekleidet. Die einzige Gemeinsamkeit, die die beiden wohl hatten, war der muskulöse Körper - zumindest glaubte Skye anhand der Unterarme, dass der Fremde vor ihr muskulös war. Durch seine Kleidung schimmerte dies immerhin nicht so offensichtlich durch. Skye senkte ihren Blick schließlich wieder, als sie mitbekam, dass der Kellner noch immer nicht einsichtig war. Er war noch immer aufgebracht und verlangte das Geld für die gebrachten Speisen und Getränke. An sich wollte Skye sich auch nicht vor dem Bezahlen drücken, doch sie konnte es eben nicht mehr, da Ryuki ihr Geld gestohlen hatte. Das Verhalten des Kellners gab dem Blonden wohl Grund genug, um Skye etwas zu trösten - und dies tat er mit einer Lüge.

Der Fremde mit dem blonden Haar hob Skyes Kinn, so dass sie ihm direkt ins Gesicht sah. Die Schönheit blickte direkt in die rubinroten Augen des Anzugträgers, die ihr im ersten Moment einen kleinen Schauer den Rücken hinunterlaufen ließen. Nun erkannte sie aber, dass der Blonde ein Schönling war. Trotzdem blieb sie diesmal vorsichtiger nach der Begegnung mit Ryuki. Dies hatte sie zumindest vor, doch inwiefern sie dies durchzog, war schwer zu sagen. Auf jeden Fall schien er sie ebenso gerne zu berühren, wie Ryuki, nur eben nicht an Stellen, an denen man eine Frau nicht ungefragt anfasste. Kurzerhand nannte er Skye Elisabeth, woraufhin sie ihn ein wenig irritiert anblickte. Liegt hier vielleicht eine Verwechslung vor?, dachte die Blondine im ersten Moment. Dieser Gedanke verflog, als sie plötzlich ein goldenes Armband in die Hände gedrückt bekam und er ihr danach noch die Tränen wegwischte. Während der Schönling sich wieder dem Kellner zuwandte, starrte Skye sprachlos auf das goldene Armband. Sie verfolgte dabei das Gespräch mit und blickte ziemlich genervt drein, als sie mitbekam, dass der Fremde dem Kellner eine saftige Lüge auftischte. Von wegen, sie hatten sich gestern Abend verabredet. "Ich heiße nicht Elisabeth und wir kennen uns auch nicht.", murmelte sie leicht erzürnt. Der Kellner überhörte sie, schenkte er doch dem Schönling seine Aufmerksamkeit. So sehr sie sich auch geschmeichelt fühlte, dass er sie als seine Verlobte ausgab, konnte sie die Lüge nicht dulden. Sie stand kurz davor dem Kellner die Wahrheit zu sagen, doch sie realisierte noch rechtzeitig, dass der Fremde ihr nur helfen wollte.

Skye sah sich nun in einer Zwickmühle. Spielte sie bei der Lüge mit und kam so mit einem blauen Auge davon oder erzählte sie dem Kellner die Wahrheit? Sie war wie hin und hergerissen. Einerseits bot sich hier eine günstige Gelegenheit, um ihrer verzweifelten Lage zu entkommen, aber andererseits konnte sie dies nur schwer mit ihrem Gewissen vereinbaren. Letztendlich entschied sie sich dazu mitzuspielen, auch wenn ihr das alles andere als gefiel. So legte sie sich das Armband an und trat ein paar Schritte nach vorne, bis sie neben dem Fremden stand und sich an seinen Arm heften konnte. Mit einem aufgesetzten glücklich wirkenden Lächeln blickte sie ihren "Verlobten" an und sagte: "Endlich bist du da, William. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, du würdest nicht mehr kommen. Aber jetzt wird alles wieder gut." Anschließend ließ sie von seinem Arm ab, aber nur damit sie denselben Arm um ihre Hüfte legen und sich fester an seinen Körper drücken konnte. Anschließend legte sie noch ihren Kopf auf seine Schulter. Skye fühlte sich dabei sehr unwohl, da sie nun selbst den Kellner anlog. Das alles musste jedoch sein, damit die zwei wie zwei glücklich Verlobte wirkten und die Lüge glaubhaft wurde. Kurz darauf zeigte sich bereits, dass dies funktionierte. Der Kellner erkannte seinen Fehler und meinte: "Verzeihen Sie bitte das Missverständnis! Wäre Ihre Verlobte doch nur schon eher mit Ihnen hier aufgekreuzt, hätte es bestimmt keine Unannehmlichkeiten gegeben. Dessen bin ich mir sicher. Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir sie als Gast willkommen heißen durften und wir ihr Speisen und Getränke brachten. Deshalb muss ich leider darauf bestehen, dass die Rechnung bezahlt wird." "Das übernimmst du doch gerne, nicht wahr, ... Liebling? Ich wurde leider von dem ... Unruhestifter, wie der nette Herr sagte, bestohlen und habe kein Geld mehr.", warf Skye sofort ein und rieb ein wenig ihre Wange an der Schulter des Fremden. Dabei spürte sie jedoch, dass sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten. Die hübsche Blondine wurde nervös und sie würde garantiert eine ihrer Strähnen um ihren Finger wirbeln, wenn sie ihre Hände frei hätte. Der Kellner merkte davon anscheinend nichts, denn er blickte erwartungsvoll ihren "Verlobten" an.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Fr Apr 22, 2016 2:06 pm


Die ganze Situation war dem 22-Jährigen mehr als nur unangenehm. Nicht nur, dass es eigentlich nicht die Art des jungen Mannes war, zu lügen ja, er verabscheute es sogar, die junge Dame spielte nun sogar auch noch in seinem falschen Spiel mit und legte dabei eine Bravour an den Tag, die dem jungen Mann einen kalten Schauer über den Rücken liefen ließ. Ungeachtet dessen, ob sie es nun gern tat oder der ganzen Sache eher abgeneigt war, lügen konnte sie und das wie als wäre es gedrucktes Papier. Das sie sich an seinen Arm heftete, störte ihn nicht sonderlich, er empfand es sogar als recht angenehm. Doch schließlich platzierte sie den Arm ihres vermeintlichen `William's' so, dass dieser um ihre Hüfte gelegte war. Der Blick des 'glücklich Verlobten' war auf den Kellner gerichtet, als sich die prallen, weichen Brüste der jungen Dame förmlich in seinen Körper vergruben und sich die langen blonden Haare über seine Schulter legten. Zugegeben: Ihre Nähe hatte einen gewissen Reiz und auch die Tatsache, dass der junge Revolutionär durch ihre Berührungen ein recht genaues Bild ihrer Oberweite bekam, ohne auch nur einen Blick darauf zu legen, hatte etwas worüber sich der junge Mann unter normalen Voraussetzungen sogar gefreut hätte. Nathan hob seine Hand vor seine Lippen und räusperte auffordernd in der Hoffnung die junge, wirklich attraktive Dame verstand die Aufforderung etwas weniger dick aufzutischen.

Der einfältige Kellner glaubte ihnen, allerdings war dieser nach wie vor darauf bedacht wenigstens ein wenig Geld zu bekommen. Nachdem sich nun also auch die Frau an seiner Seite erklärte, leuchtete ihm das eigentliche Problem ein. Er hätte die gute Miene zum bösem Spiel auch einfach sparen und schlicht für die junge Dame bezahlen können, aber wie sollte er erahnen, dass das Problem tatsächlich darin lag, dass sie ihre Schulden nicht bezahlen konnte? Zügig akzeptierte der Kavalier die Aufforderung, trotz der aufdringlichen Bitte vollkommend freiwillig, und zog ein kleines schwarzes Beutelchen aus der Tasche seines Jacketts. Mit einem lächeln sprach er schließlich zu seinem Gegenüber: „Das macht wie viel?“, „Ein Stück von unserem preisgekrönten Mango-Apfelkuchen kostet 280 Berry und für die Tasse heiße Schokolade berechnen wir 240 Berry. Hinzu kommen die Speisen und Getränke ihrer vermeintlichen Begleitung: zwei Kuchenstücke, gedeckter Apfel und ein Stück unseres renommierten Streuselkuchens, zusammen 560 Berry, die Tasse Kaffee 260 Berry und das mit Sprudel versetze Wasser 160 Berry. Macht insgesamt 1500 Berry, der Herr“. Der junge Koch staunte nicht schlecht, als er die Preise für die verzehrten Getränke vorgetragen bekam. Bei ihm kostete die Tasse Heiße Schokolade zwar beinahe das Doppelte, allerdings war diese ebenfalls mit Vanilleschote und einem Schuss feinster Schlagsahne veredelt. Die verdammt hohen Preise missfielen ihm zwar, allerdings blieben ihm keine großartigen Alternativen. Zumindest keine, die der Dame halfen, immerhin hätte der junge Mann auch einfach gehen können. Nun gut, Nathan nahm drei 500-Berry-Münzen aus seinem Beutel heraus und drückte sie wider willens in die Hand des Kellners. „Passt das so?“. Das Geld war schneller in der Geldbörse des Kellners verschwunden, als es nathan realisieren konnte. „Ja, und nun entschuldigen sie mich. Wir haben einiges aufzuräumen. Einen schönen Tag noch Miss, der Herr.“ Nathan blieb zunächst völlig regungslos und blickte den Kellner an, bis dieser in seinem Lokal verschwunden war. Mit einem geschafften Seufzen ließ er schließlich von der Dame ab und schaffte somit ein wenig Abstand von ihren Körpern.

Zum ersten Mal sah er seine 'Verlobte`in ihrer gänzlichen Schönheit. Ihr schulterlanges, blondes Haar, ihre braunen Augen und eine kleine Stupsnase schufen ein nahezu makelloses Gesicht. Ihr Körper war viel kleiner als der des jungen Mannes, doch trotz ihrer geringen Größe erkannte er einen gewissen Reiz an ihr. Die schwarze Kleidung der Dame konkurierte mit ihrem Blonden Haar und der ebenso hellen Haut und brachte ihre prächtige Oberweite zur Geltung. Nathan unterstand sich auf die Brust der jungen Dame zu schauen, auch, wenn er durchaus Interesse an ihr zeigte. Er legte seinen Geldbeutel zurück in sein Jackett und schüttelte schließlich seinen Kopf. „Hätten Sie mir früher gesagt, dass Ihnen das Geld für die Bezahlung fehlte... hätte ich mir dieses unangenehme Lügen ersparen können und Ihre Rechnung einfach übernommen. Die 1500 Berry wäre ich so oder so los geworden. Ziemlich teures Café haben Sie sich da ausgesucht, wenn ich das mal so sagen darf.“. Das Jackett wurde schließlich elegant über die Schulter gelegt, ehe er einen kurzen Schritt auf sie zukam und ihr seine Hand hinhielt.  „Ich wollte mich für die missgünstige Situation entschuldigen. Mein Name ist Jonathan Vesperano, Sie können mich aber auch ruhig Nathan nennen.“ Nathan griff in seine Hosentasche und holte ein kleines schwarzes Tuch heraus und hielt es der jungen Dame hin. „Nehmen Sie das hier. Sie sehen ganz verschwitzt aus... nun, was führt ein Mädchen wie dich in eine Stadt wie diese? Den Besten Umgang scheinst du schließlich nicht gefunden zu haben, wenn ich mir das Café anschaue“ Nathan erwartete nun keine Antwort. Er hätte sich damit abgefunden, wenn die Dame sich bedankt hätte und wieder ihrer Wege gegangen wäre, allerdings bekam er das Gefühl nicht los, dass er diese reizende Dame besser kennenlernen wollte.
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BeitragThema: Re: Stadtplatz   Fr Apr 22, 2016 7:16 pm


Der Kellner glaubte die Lüge der beiden "Verlobten", die sie ihm aufgetischt hatten, wirklich. Es änderte zwar nichts daran, dass er sein verdientes Geld verlangte, aber wenigstens hatte er sich entschuldigt. Diese Entschuldigung verstärkte jedoch nur Skyes schlechtes Gewissen. Sie hielt sich selbst für ziemlich egoistisch, da sie den Kellner anlog und den blonden Schönling, an dem sie sich heftete, darum bat, für sie zu bezahlen, nur damit sie es möglichst einfach hatte, aus der Geschichte rauszukommen. Durch das Räuspern des Blonden verstand sie, dass sie es offenbar ein wenig übertrieb. Vermutlich war das "Liebling" auch ein Stück zu viel. Sie drückte sich augenblicklich nicht mehr allzu sehr gegen seinen Körper, aber seine Hand durfte noch schön dort bleiben, wo sie war. Als er schließlich seine Brieftasche zückte, war Skye sich erst hundertprozentig sicher, dass er bereit war ihr zu helfen. Es war zwar dreist von ihr einfach zu bestimmen, dass er zahlte, doch sie hatte keine Wahl. Skye war pleite und dies wurde ihr von Sekunde zu Sekunde immer mehr bewusst, ganz besonders als sie dabei zusah, wie der Schönling für sie bezahlte. Die Preise hatte sie noch im Kopf, deswegen war es keine große Überraschung für die hinreißende Schönheit, dass es relativ teuer war. Umso bewusster war sie sich, dass sie selbst hätte bezahlen können, hätte Ryuki ihr nicht das Geld gestohlen. Wieso fiel ihr eigentlich erst jetzt auf, dass Ryuki wahrscheinlich kein Geld dabei hatte, sofern er keines in seinem Lendenschurz versteckt hatte. Dieses Wissen trug nur noch mehr dazu bei, dass sie sich sehr dumm vorkam.

Nach erfolgter Bezahlung war Skye einfach nur noch froh, dass der Kellner wieder ins Café ging. Ein Wunder, dass der nicht noch Trinkgeld verlangt hat. Der Blonde ließ auch sofort von der Blondine ab, sowie der Kellner aus ihrem Blickfeld verschwunden war. Einerseits kränkte es sie ein wenig, da er sich so schnell von ihr entfernt hatte, aber andererseits hatte sie dasselbe vorgehabt, deshalb war auch alles in bester Ordnung. Der Abstand zwischen den beiden hatte ohnehin den Vorteil, dass Skye ihn nun von oben nach unten, von Kopf bis Fuß mustern konnte. Der krasse Kontrast zu ihrer vorherigen Gesellschaft war nicht zu übersehen. Der junge Herr vor ihr mit dem kurzen blonden Haar wirkte auch von vorne recht muskulös, was ihre vorherige Annahme bestätigte. Außerdem fiel ihr auf den ersten Blick auf, dass er ein sehr gepflegtes Auftreten besaß. Er könnte ihr gefallen, nein, sie fand Gefallen an ihm. Ihr Herz schlug spürbar ein wenig schneller, doch diesmal blieb sie vorsichtiger. Noch einmal wollte sie sich nicht hereinlegen lassen.

Der junge blonde Mann erhob auf einmal das Wort und erklärte, dass ihm die Lügerei selbst ziemlich unangenehm war. Skye war froh, dies zu hören, da sie Lügen nicht ausstehen konnte. Umso schlimmer war es für sie, dass sie bei dem Schauspiel eben mitgemacht hatte. Als er ihr noch den Vorwurf machte, dass sie nicht eher was gesagt hatte, rechtfertigte sie sich: "Denken Sie etwa, dass es mir Spaß gemacht hat, den Kellner anzulügen? Ich fühle mich deswegen richtig mies. Genauer gesagt hasse ich mich selbst dafür. Aber Sie haben mir auch gar keine Chance gegeben, zu erklären, in welcher Misere ich bis eben steckte." Letztendlich konnte Skye ihm nicht lange böse sein, sie war ihm eher dankbar, dass er ihr geholfen hatte. Der Schönling kam dann auf sie zu und reichte ihr die Hand, ehe er sich ihr als Jonathan Vesperano - oder kurz Nathan - vorstellte. "Sie müssen sich dafür nicht entschuldigen. Ich bin Ihnen dankbar dafür, dass Sie mir geholfen haben. Mein Name ist Skye Cecilia Duncan. Skye genügt völlig. Oder Cece. Was Ihnen lieber ist.", stellte Skye sich vor und reichte ihrer neuen Bekanntschaft die Hand. Mit ihrer freien Hand wickelte sie sich gleichzeitig eine Strähne um den Zeigefinger. Sogar ein charmantes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen als sie Nathan ansah.

Anschließend bekam sie ein kleines schwarzes Tuch von dem ansehnlichen jungen Herren gereicht. Für den Schweiß, der sich auf ihrer Stirn gebildet hatte, wie er anmerkte. Skye wischte sich den Schweiß weg während sie Nathan zuhörte. Er fing plötzlich an sie zu duzen, doch dagegen hatte sie nichts. Es war ihr sogar lieber, auch wenn sie es von Dr. Cavanagh gewohnt war, gesiezt zu werden, selbst dann, wenn er sie bei ihrem Vornamen nannte. "Ich bin hierher nach Las Camp gekommen, weil meine Mutter hier aufgewachsen ist und ich wissen wollte, in welchem Umfeld sie groß wurde. Nachdem ich die Leute im Café gesehen habe, kann ich nun besser nachvollziehen, woher sie ihre Manieren und ihre vornehme Art hat." Diesmal fasste sie sich etwas kürzer als Ryuki gegenüber noch. Wieder dachte sie daran, dass sie völlig pleite war, was sie kurzerhand wieder an den Rand der Verzweiflung brachte. Sie hielt sich ihre zarten Hände vor ihr Gesicht und sprach völlig verzweifelt: "Was mache ich denn jetzt? Ich habe doch kein Geld mehr, um mir ein Hotelzimmer leisten zu können und eine Mitfahrgelegenheit habe ich auch nicht. Wie viel Pech kann ein einzelner Mensch nur haben?" Sofort hielt sie die Klappe, als ihr bewusst wurde, dass sie das eben laut gesagt hatte. Eigentlich sollte dies in ihrem Kopf bleiben, aber ihr Sprachorgan hatte da wohl anderes im Sinn gehabt. Sie sah Nathan an und man merkte ihrem Gesichtsausdruck an, dass ihr das ziemlich peinlich war. Doch als sie den Blonden wieder ansah, an dem sie eh Gefallen gefunden hatte, sah sie in ihm wieder die Rettung. Skye wandte sich Nathan wieder zu und nahm das goldene Armband wieder ab, um es ihm zu reichen. "Hier, ich denke, das willst du wieder haben. Darf ich denn nun auch erfahren, wieso es dich hierher verschlagen hat, Nathan? Ich würde mich gerne für deine Hilfe erkenntlich zeigen. Wenn es also etwas gibt, wobei ich dir helfen kann, dann lass es mich ruhig wissen." Erneut lächelte sie ihn an.
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