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 Der Bug

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Ângelo Serrado

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BeitragThema: Der Bug   Fr März 18, 2016 10:39 pm

Ein Bug wie es ein jedes Schiff auch hat. Zusätzlich befinden sich hier zwei Karronaden.

Oberdeck:
 

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BeitragThema: Re: Der Bug   So Apr 24, 2016 10:11 pm

Come from: Wintersonne - Kapitänskajüte

Die Zeit ist schon ein komisches Ding. Obwohl man weiß, dass sie Konstanz ist, vergeht sie in manchen Situationen quälend langsam, während bei anderen Sachen sie wie im Fluge vergeht. Letzteres war die Zeit nach Osman gewesen. Sie war wie im Fluge vergangen und hatte dennoch lange genug gedauert, dass sie angenehm war und viele verschiedene Eindrücke hinterlassen hatte. Der Kapitän der Wintersonne Ângelo, verließ gerade die Brücke, nachdem die Meldung eingegangen ist, dass ihr Zielhafen in Sichtweite war. Osman war mal, wenn man den historischen Überlieferungen glauben durfte mal eine schöne Insel mit vielen verschiedenen Kulturen gewesen. Aber genau diese Vielseitigkeit hatte schon immer einen Schwellbrand verursacht, der den letzten Herrschern dieser Insel entglitten ist und dieser Schwellbrand zu einem großen Inferno ausgebrochen war. Zwar ging es der Bevölkerung elendig, da sie die Willkür der Herrscher dort immer wieder von neuem ausgesetzt sind und diese sich vielleicht noch aller paar Wochen wechselten, aber für Händler wie Ângelo war es ein profitabler Markt. Vorallem mit Waffen.
Es würde noch einige Minuten dauern bis sie den Hafen erreichen würden. Und nachdem der Kapitän den verlassenen Hafen begutachtet hatte durch ein Fernrohr, musste er feststellen, dass der Hafen allgemein sehr verwahrlost war. Und keine Menschenseele weit und breit zu sehen. So ein langandauender Bürgerkrieg tat der Wirtschaft auch nicht was Gutes. Vor allem dann, wenn Leute wie Ângelo kamen. Diese brachten Güter mit, die der zivilen Bevölkerung kaum halfen und hauten mit dem wenigen Geld was das Land noch besaß wieder ab.
Der Händler steckte das Fernglas weg und ging über die Stege die über dem Maschinenraum befinden zum vorderen Teil des Schiffes, wo Savala auf Anweisung von Ângelo die regelmäßigen Trainingskämpfe der Crew beaufsichtigte. Der ehemalige Auftragskiller hatte gerade eine Gruppe aus circa zehn Männern um sich, die allesamt schwitzten und fertig aussahen. Savala musste sie mal wieder gehetzt haben. Aber nur so konnte man bei einem Zweikampf die Oberhand behalten. Savala machte die Crewmitglieder, ganz gleich welcher Aufgabe sie nachgingen zu Einzelkämpfern. Denn bei einer Enteraktion waren Ordentliche Aktionen mit größeren Verbänden auf dem Schiff sinnlos, da war es besser die Leute wie Gladiatoren zu Einzelkämpfern ausbilden zu lassen. Gegen einfache Soldaten würden sie definitiv die Oberhand behalten. Sofern dies auch nicht mehr als ein eins gegen eins Kampf wurde.
Ângelo stellte sich an die Reling und beobachtete das Treiben seines Sicherheitsoffiziers und wenn man ehrlich war, seines persönlichen Leibwächters.
Kiwi hatte sich unterdessen an Bord sehr gut eingelebt und alle schien sie akzeptiert zu haben. Vor allem Lyra, die sich, nachdem Ângelo sie erpresst hatte, sogar bei Kiwanika entschuldigt hatte und im Laufe der Reise keine weiteren peinlichen Aktionen durchgeführt hatte. Aber eine Sache nahm Lyra jetzt noch Ângelo persönlich übel udn nciht Kiwi, nämlcihd ie Tatsache, dass das Fischmädchen imemr noch bei Ângelo im gleichen Bett schlief, da sie ihm gebeichtet hatte, dass sie noch nie alleine geschlafen hatte im Raum und daher Angst hatte oder nicht wusste wie das alleine gehen sollte. Der Freihändler hatte das eingesehen und Kiwi bei sich behalten, aber das Zimmer dennoch herrichten lassen, damit es wenigstens den Anschein hatte, dort zu wohnen und auch damit Kiwi sich dort zurückziehen konnte, wann imemer sie wollte. Nachdem Ângelo beinahe der Versuchung erlegen war, hatte es sich keine weiteren Gelegenheiten bei Kiwi zu landen ergeben. Aber vielleicht würde sich das jetzt noch ändern irgendwie. Eine Nacht würde der Freihändler seinen Leuten hier Landurlaub geben und da würde es sich noch zeigen, ob es eine Möglichkeit bei Kiwi gab. Das Fischmenschenmädchen hatte sich auf der Wintersonne auch immer für reichlich Fisch und Meeresfrüchte gesorgt, sodass bei dieses Sachen nichts weiter eingekauft werden musste, sondern nur andere Dinge wie Wasser, Kohle, Obst und Gemüse und Fleisch.
Wo war sie eigentlich überhaupt?

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Zuletzt von Ângelo Serrado am Di Apr 26, 2016 10:23 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kiwanika

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BeitragThema: Re: Der Bug   So Apr 24, 2016 11:39 pm

Die letzte Zeit war eine sehr angenehme gewesen, vorallem für das junge Fischmenschenmädchen, denn in ihrem Leben hat sie es noch nie so gut gehabt. Zwar hat sie jede Nacht in Ângelos Bett verbracht, da sie noch immer nicht alleine schlafen mag, doch das stört sie selbst herzlich wenig. Sogar mit dieser verrückten Lyra hat sie sich inzwischen versöhnt und auch allgemein mit dem Rest der Crew gut verstanden. Auch ihren Job hat sie sehr ernst genommen und immer reichlich Fisch und anderes Meeresgetier an Bord gebracht, dass immer ausreichend Nahrung vorhanden gewesen ist.
Gerade befand sie sich noch unter Deck, doch die Nachricht, dass bereits die Zielinsel in Sicht war, hatte sich rasch verbreitet und so auch schnell das Fischmädchen erreicht. Alles wurde schnell stehen und liegen gelassen, sie eilte hinauf - den Weg kannte sie inzwischen ebenfalls sehr gut und verlief sich auf dem großen Schiff nur noch in seltensten Fällen und meist nachts. So gelang Kiwanika endlich an Deck, zu Ângelo an die Reling. "Ist das die Insel?" Mit dem Zeigefinger wird gerade aus gezeigt, auf das einzige Fleckchen Land, das zu sehen war. Natürlich, doofe Frage, doch es könnte ja auch eine Fehlinformation sein, die bis zu ihrem eigenen Quartier gelangt ist. Sie sprang nun ein, zwei Male auf und ab, abwechselnd von der Insel zu Ângelo schauend. Nun war sie wieder vollkommen aufgeregt. Zwischenzeitlich hatte sie sogar vergessen, weswegen sie eigentlich hier her unterwegs waren, war dies doch auch eine eher spontane Idee, die eigene Reise an der Oberwelt zu beginnen, doch mit diesem Mann zusammen hat es bisher richtig Spaß gemacht. Osman wäre das allererste echte Festland, welches sie jemals oberhalb des Meeresspiegels betreten würde. Wie der erste Mann auf dem Mond. Eine richtige Vorstellung davon, wie es zur Zeit auf dieser Insel aussah, hatte sie nicht. Kiwanika kennt nur das eine Foto aus der Zeitung und den kurzen Bericht dazu, mehr nicht.
Tief holte sie durch die Nase Luft, den salzigen Geruch, den sie im übrigen auch mitunter selbst abgab, einatmend. "Ihr erstes Festland.", meinte sie währenddessen. "Sie ist wieder so aufgeregt." In den letzten Wochen hatte sich auch ihre Sprache wieder etwas mehr zum Besseren gewendet. "Wann legt Ângelo an? Kann sie gleich mit?" Oder musste er zuerst irgendetwas erledigen, wenn er an Land ging? Kiwa weiß soetwas nicht, es war ihre erste Reise und damit auch die aller wichtigste. Auch wenn eine schwere Aufgabe bevor steht, mit der sie sich eventuell übernommen hatte, so war der Ausgang dieser Mission für ihr weiteres Handeln existenziell. Mal sehen, was daraus wird.
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Ângelo Serrado

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Apr 26, 2016 10:19 pm

Kiwi kam mit ihrer überschwänglichen Begeisterung und kindlichen Natur, die Ângelo nun mittlerweile kannte. Das Fischmenschenmädchen hatte in den Freihändler sowas wie eine Bezugsperson gefunden, die es immer aufzusuchen galt, wenn sie etwas Neues gefunden hatte oder Neuigkeiten allgemein die Runde machten. So gesellte sie sich auch dieses Mal zu Ângelo und fragte aufgeregt ob das dort die Insel ist, zu der sie wollte. "Jep" antwortete Ângelo ihr "Die Insel hatte einst mal drei Reiche gehabt, die durch einen sehr ambitionierten Mann vereint wurde. Nach seinem Tod zerfiel aber das Land recht schnell und das schadet der Wirtschaft ungemein. Diese Stadt da vorne, sieht zwar jetzt noch beeindruckend aus, aber früher war sie einfach nur imposant und glänzte jedes Mal wie Gold, wenn die Sonne niedrig am Horizont stand" Die Erklärung der ehemaligen Hauptstadt des Mogulreiches war wirklich passend. Denn sie sah trotz ihrer Größe kraftlos und alt aus.
Kiwi schien schon beinahe nicht zuzuhören, aber das störte Ângelo gar nicht. Sie würde bald ihr erstes richtiges Land betreten. Kiwi würde den Duft von Erde, Pflanzen und Tieren mit Fell riechen, hören und schmecken können. Das erste Mal in ihrem Leben. Das war schon was. Und Ângelo erinnerte sich bei Kiwi eh an sich selbst, er wollte auch immer neue Dinge sehen und erforschen, wobei er nicht mit diesem kindlichen Enthusiasmus an sowas ranging. "Ja, du darfst gleich mit mir runter sobald wir angelegt haben" sagte der Freihändler und hörte wie Savala hinter ihm gerade zu einem weiteren Trick ansetzte, den er seinen Prügelknaben beibringen wollte, da kam Ângelo zu einer Idee.
"Sag mal Kiwi" mittlerweile nannte Ângelo das Fischmädchen auch bei diesem Spitznamen "Kannst du eigentlich kämpfen? Ich weiß ja nicht so genau was du hier vorhast, aber es wäre besser, wenn du weißt wie man ein Gewehr abfeuert oder ein Schwert schwingt. Oder hast du eine eigene Kampftechnik?"

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Apr 26, 2016 10:56 pm

Eine ganze Weile konnte das Fischmenschenmädchen den Worten des Captains folgen, doch schnell wurde diese geschichtliche Erzählung über die Insel langweilig. So war sie eben, dafür hatte sie einfach keinen Sinn und keine Geduld, das war eher Angelos Ding. Weiterhin sah sie gespannt, mit den großen grauen Mädchenaugen auf die fremde Insel und was für Abenteuer diese für sie beherbergen könnte. "Sie ist gespannt, wie sich eine Insel anfühlt." Wie angelo es schon passend beschrieben hat, nie zuvor hatte Kiwanika diese Chance gehabt. Da sie immer Barfuß lief, würde sie darauf zuerst achten. Natürlich kannte sie Erde auch von zuhause, doch die Fischmenscheninsel befand sich unter Wasser, das war einfach nicht miteiander vergleichbar. Schließlich grinst sie den Mann wieder breit an, die vielen scharfen Fangzähne zeigend. "Yay, sie kommt sofort mit!" Nochmals hüpfte sie ein wenig herum, ehe sie plötzlich ernster wurde, zumindest für ihre Verhältnisse ernst. Allerdings hat Angelo sie auch nie zuvor wirklich wütend erlebt, das war auch besser so. "Natürlich kann sie kämpfen." Vielleicht nicht besonders gut, doch bisher bestanden ihre Gegner aus Kindern aus der Nachbarschaft und Momo, dem eigenen Meister und Lehrer. Langsamen Schrittes ging sie einmal um Angelo herum, hinter seinem Rücken, bis sie sich dann plötzlich an seinen Arm klammert und zu ihm aufsieht. "Waffen mag sie nicht. Sie hat Hände und Füße." Damit konnte Kiwanika auch am besten umgehen - und natürlich das Wasser. Es stimmt ja, bisher musste sie ihre Kampftechnik in des Mannes Gegenwart nicht einsetzen. Sie war noch lange kein Meister ihres Faches, doch bisher hat ihr Können immer ausgereicht. Noch immer an seinem Arm klammend, drückt sie ihre Wange an diesen. "Kann Angelo denn auch etwas?", ein amüsierter Unterton schwingt in ihrer Stimme mit. Es ist ja nicht so, dass sie nicht glaubt, er könne nichts, immerhin ist er Captain dieser ganzen, verrückten Sippe. Doch sie wird diese Frage ja wohl zurückgeben können. Schließlich lässt Kiwanika seinen Arm wieder los und lehnt sich selbst an die Rehling, oder besser schon leicht darüber. "Wann legen sie endlich aaan?" Mit einem fast quängeligem Unterton, lässt sie nun auch die Arme hinabbaumeln. Nun hat das Fischmädchen solange ausgehalten und brav gewartet, da wurden die allerletzten Momente zu den schlimmsten, ehe es endlich losging.
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BeitragThema: Re: Der Bug   Mi Apr 27, 2016 10:08 pm

Kiwi zeigte sich mit ihrer natürlichen Begeisterung, als Ângelo ihr versicherte, dass sie gleich mit an Land durfte. Mal sehen wie lange sich diese Begeisterung halten wird. Die Insel und ihre Bewohner werden ihr gleich die Härte des Lebens ihr oben beibringen. Wobei der Freihändler auch schon Gerüchte über Verbrecherghettos auf der Fischmenscheninsel gehört hatte, so wird doch diese Art von Gewalt gleich Kiwi mehrere Augen öffnen. Hoffentlich überlebt sie das hier unbeschadet dachte sich Ângelo Sie ist doch ein eher feinfühligeres und leicht gebautes Mädchen zu sein
Zwar dachte dies Ângelo bis dato noch, aber dann erklärte Kiwi ihm, dass sie lediglich ihren Körper zum Kämpfen brauchte. Okay, sie scheint gar nicht dafür gemacht oder trainiert zu sein, so wie sie jetzt aussieht
"Waffenlose Kampfkunst. Jetzt hast du mich neugierig gemacht" sagte Ângelo "Könntest du mir da was zeigen? Nein, noch besser, gleich den hier versammelten Leuten etwas beibringen, wie Fischmenschen kämpfen? Ein Trainingskampf so gesehen. Was hältst du davon?"
Ângelo wollte tatsächlich etwas von dem berühmten Karate sehen, was die Fischmenschen beherrschen. Er ging jedenfalls davon aus, dass Kiwi Fischmenschenkarate kann. Unterdessen schmiegte sie sich immer fester an Ângelo und dieser konnte, auch wenn es durch zwei Schicht Kleidung getrennt war, den Körper von Kiwi deutlich spüren. Er lächelte, aber nicht nur wegen dieser körperlichen Nähe, sondern auch wegen der Frage von Kiwi. “Logisch. Die zwei hier Ângelo deutete auf seine beiden Schwerter an der Hüfte “Die trage ich nicht nur so wegen des Aussehens. Obwohl es schon einschüchternd wirkt. Aber ich wäre kein Elysianer, der nicht mit einer Waffe umgehen könnte. Wobei es bei mir zwei sind“
Wegen dem Anlegen, na das war so eine Sache. Je nach Stand der Dinge und diese standen gut, würden sie in den nächsten Minuten in den Hafen einlaufen. Aber bisdahin würde Ângelo gerne mal Kiwi kämpfen gesehen haben. Nicht gegen ihn, auch wenn er angenehm überrascht war, das sie es konnte, schätzte er seine Kraft größer ein als ihre und er wollte ja alles sehen was sie machte und das konnte man als Beobachter am Rande besser sehen. Kurz überlegte er schon Savala für diesen Trainingskampf zu wählen, aber er spielte auch schon mit dem Gedanken Savalas fünf Mann starke Sicherheitstruppe dafür antreten zu lassen. Aber ersteinmal musste Kiwi dem zustimmen.

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BeitragThema: Re: Der Bug   Do Apr 28, 2016 1:49 pm

Und Kiwanika ist genau in jenem Fischmenschenbezirk aufgewachsen, in dem die Kriminalitätsrate durch die Decke schießt. In ihren jungen Jahren hat sie viel Elend gesehen und selbst erlebt, das hat sich bisher kaum auf ihre fröhliche Natur ausgewirkt, doch sie konnte ganz anders, das widerrum hatte Angelo noch nie erleben müssen. Sie ist ein äußerst emotionales Wesen und zeigt ihre Gefühle immer sofort. Bisher hatte sie einfach keinen Grund etwas Negatives von sich zu zeigen, denn alles ist gut gewesen, bis auf den Vorfall mit Lyra, doch Kiwa dachte da schon lange nicht mehr dran. Was sie allerdings an Elend auf Osman erwartet, das kann sie sich noch längst nicht ausmalen.
Nach Angelos Worten kicherte das Fischmenschenmädchen ein wenig verlegen und senkte auch sogleich den Blick. "Wirklich? Soll sie? Sie kann das. Kein Problem." Dann wanderten die Augen zu den zwei Schwertern und ein zustimmender Laut kam von ihr. Ja, beeindruckend waren diese Klingenwaffen schon, doch sie kann noch immer nicht damit umgehen, wenn man sie damit angreifen würde. Einfach alles wird versucht mit den Unterarmen abzuwehren, alles. Langsam löst sie sich von Angelos Arm, noch immer etwas verlegen dreinschauend. Nun, würden all diese Menschen ihr nun zusehen? Die langen, weißen Haare werden sich hinter die spitzen Ohren gestrichen, dann auch das Kleid zurecht gezupft. "Wen darf sie?" Ihr persönlich war es ja egal. So, als eine Art Trainingskampf würde sie die Ernsthaftigkeit, die dahinter steckt nicht erkennen, den anderen versuchen, ganz einfach auszuschalten. Doch einmal noch wurde die Hand in die Höhe gerissen, etwas ist ihr noch eingefallen. "Sie kann Fischmenschenkarate, ein bisschen. Momo hat ihr eigenen Stil beigebracht." Denn das Ziel ihres Lehrmeisters ist es gewesen, ihr den gewaltlosen Kampf nahe zu legen, denn ihr Gewaltpotential ist durch das Fischmenschenblut enorm und eindeutig kriegerischer Natur. Dies wurde bisher erfolgreich unterdrückt, doch die Erlebnisse auf Osman werden zeigen, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist. Nun wurde nur noch auf den gewünschten Gegenspieler gewartet. Kiwanika selbst würde es niemals in den Sinn kommen, einfach einen von Angelos Männer oder Frauen anzugreifen, dafür war sie zu sehr auf Friedfertigkeit getrimmt. Letztendlich war das sicherlich nicht die beste Idee des älteren Fischmenschenpaares gewesen, doch zu seiner Zeit die beste Lösung. Die Oberwelt hielt noch soviel für sie bereit.
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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Mai 03, 2016 9:59 pm

"Freut mich" sagte Ângelo und sah zu der trainierenden Gruppe. Er wählte seine Entscheidung, denn er hatte eigentlich nur zwei. Er hatte entweder Savala oder drei seiner Sicherheitsleute im Auge gehabt. Aber im Grunde musste die Entscheidung auf die drei Wachleute fallen, denn Savala wäre nicht ganz bei der Sache gewesen, wenn er gegen ein Mädchen mit nichts weiter als einem dünnen und zu kurzen Kleid kämpfen müsste. Und außerdem befürchtete Ângelo, das Savala zu stark für Kiwi ist. Der Freihändler hatte ja keine Vorstellungen davon, wie stark Kiwi wirklich war, und wollte sie nicht überfordern oder vor eine nicht lösbare Aufgabe stellen. Savala ist, und das wusste Ângelo wiederum, ungefähr so stark wie fünf seiner Wachleute. Also würde Kiwi gegen 60% von Savalas Stärke antrteen müssen. Lange Rede kurzer Sinn, Kiwi vs. Drei Sicherheitsleute der AOL
"Savala" rief Ângelo den ehemaligen Auftragskiller. Dieser drehte sich zunächst mit einem fragenden Blick um, wendete den Blick aber bei Kiwi leicht ab und wirkte etwas verlegen, als er fragte was denn los sei.
"Lass mal drei deiner Leute gegen Kiwi antreten. Ich wollte mal ein bisschen von dem Fischmenschenkarate sehen und Kiwi scheint ein bisschen was davon zu können" sagte Ângelo und zitierte dabei Kiwi im Bezug darauf, dass sie meinte Gyojin Karate „ein bisschen“ zu beherrschen. Na mal sehen. Ângelo wird ja gleich sehen was ein bisschen bedeutet.
Savala hielt einen Augenblick inne um darüber nachzudenken und nickte anschließend. „Ja, dass könnte tatsächlich interessant werden“ sagte er schließlich. Er rief drei seiner Leute zu sich und beendete das aktuelle Training. "Ist diese Momo, deine Lehrmeisterin gewesen?" fragte Ângelo bei Kiwi nach, während Savala seinen Leuten erklärte was er und sein Käpt´n vorhatten. Die anwesenden Crewmitglieder hatten sowieso schon etwas mitbekommen und lehnten oder setzten sich an die Reling, um den Duellierenden den größtmöglichen Platz zu bieten ohne dabei im weg zu stehen.
"Wir gehen bei Trainingsduellen in der Regel soweit, den Kontrahenten Kampfunfähig zu machen. Das heißt, entweder einen Todesstoß ansetzten und nicht ausführen oder ihn Bewegungsunfähig zu machen" erklärte Ângelo.
Die drei Gegner stellten sich Gegenüber von Kiwi auf. Zwei von ihnen hatten Gewehre bei sich, die aber nicht geladen waren. Stattdessen hatten ihre Besitzer Bajonette draufgepflanzt und das Gewehr in einen kurzen Spieß umgewandelt. Der dritte Teilnehmer hatte einen Säbel gezogen und hielt in der anderen freien Hand einen sogenannte Franziska. Eine Wurfaxt, die aber im Nahkampf, als sekundäre Waffe sich Prima einfügen lässt und Flexibilität und Tödlichkeit vereinen lässt.

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Mai 03, 2016 11:15 pm

Kiwanika selbst konnte sich wirklich nur schwer einschätzen. Daheim, im Fischmenschenbezirk hat es gegen die typischen Unruhestifter immer ausgereicht, wenn sie dem alten Dojo zu nahe kamen, oder auch eine sonstige Bedrohung darstellten, immerhin hatte Kiwanika schon immer einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, wenn dieser auch etwas verquer ist.
Noch immer leicht lächelnd, schaute sie Angelo und Savala beim Reden zu, dabei bekam sie nur Stücke mit, was einerseits an der fehlenden Konzentration im Augenblick lag, denn alle schienen zusehen zu wollen und andererseits daran, dass es sie nicht wirklich interessierte, wer ihr Gegner war. Noch rechnete das Fischmädchen immerhin mit nur einem einzigen Mann, oder Frau und nicht einer ganzen Gruppe. Als man sich ihr dann wieder zuwandte, die Fragestellung auf ihren Lehrmeister Momo lenkte, nickte sie eifirg. "Momo, ja ihr Lehrmeister. Keine Frau. Nana, seine Ehefrau hat Kiwanika anderes beigebracht." Dass er ihr zwangsläufig beibrachte zu kämpfen, ohne zu verletzen, erwähnte sie nicht explizit dazu. Dabei wurde ihr kriegerisches Blut unterdrückt, was sie bis heute tat und manchmal, wenn sie sich nicht mehr unter Kontrolle hat, bricht es hervor. Eine Bestie kann eben nicht gezähmt werden. Obwohl, Kiwanika eine Bestie zu nennen, ist im Augenblick wohl übertrieben, doch ihr Fischmenschendasein spielt eine immense Rolle.
Nun soll es also soweit sein, sie kämpft das erste Mal gegen jemanden, der anscheinend auch kampferprobt ist. Doch es waren nur Menschen, zwar mit Waffen, aber nur Menschen. Einmal sah sie noch zu Angelo, erneut nickend, dass sie diese Regeln verstanden hatte. Töten würde sie sowieso niemals bewusst, nur in Rage, wenn die Wut ihren Kopf komplett eingenebelt hat, das ist bisher aber nicht nötig gewesen.
Die Schusswaffen sind ihr egal, die haben ihr nie Probleme bereitet, da sie im Bezirk kaum zum Einsatz kamen, Klingen hingegen waren ihre größte Schwachstelle. Da da junge Fischmädchen immer alles versucht, mit den Unterarmen abzuwehren, neigt sie dazu, sich dort schnell Verletzungen einzuhandeln, doch der erste Mensch ist sogut wie bewegungsunfähig, selbst wenn sie sich noch nicht von der Stelle gerührt hatte. Ein Ziel zu fixieren, sich darauf zu konzentrieren und so schnell, wie sie nur kann, auf die erlernten Druckpunkte zu gehen, das ist ihre Taktik.
Es wurde noch ein kurzes Zeichen gegeben, dass die Übung starten konnte und das Mädchen schnellte auch schon nach vorne, den Gegner, einen mit ungeladener Schusswaffe, den sie als schwächstes herausinterpretiert hatte, sofort ansteuernd. Der ersten Angriffsbewegung dessen, simpel ausweichend, stubst sie ihn bloß an Schulter und Brustkorb an, dann sollte er auch schon zu Boden gehen, die Waffe fast automatisch fallen lassen. Den zweiten Herren mit Gewehr, lenkte sie noch in derselben Bewegung mit dem Unterarm ab, stellte ihm ein Bein und betätigte auch bei diesem mehrere Punkte, die seinen Körper für kurze Zeit unkontrollierbar machen würden. Soweit so gut, doch den dritten, den Stärksten in ihren Augen, der Bewaffnung wegen, hatte sie verkalkuliert. Einen Schlag der Wurfaxt konnte sie abermals seitlich mit einer einfachen Handbwegung ablenken, doch dem Säbel hatte sie nichts entgegen zu setzen. Stattdessen ging sie lediglich in die Hocke und hielt beide Unterarme vor ihr Gesicht, den Blick gen Boden gerichtet. "Nicht!", fiepste sie schließlich, hoffend, einem Schwerthieb entgehen zu können. Eine weitere Verletzung würde sie einfach überstehen, doch es war ja vielleicht nicht nötig. Nein, Klingen hat Kiwanika einfach nichts entgegen zu setzen, das konnte ihr auch Momo nicht austreiben. Jeder Schlag mit einer Faust, mit stumpfen Waffen oder Gewehren konnte abgelenkt werden, die Kraft die angewandt wird, einfach in eine andere Richtung gelenkt werden, doch Klingen waren scharf und nicht einfach ablenkbar. Sie würden einfach durch ihre Haut, ihr Fleisch hindurchgleiten, als sei es Butter. Zwar war bisher keine Verletzung tief genug, dass sie Narben davongetragen hat, doch sie hat ihre Lektion einfach noch nicht lernen können.
Hoffentlich war Angelo nicht all zu enttäuscht von ihr. Sie hat weder Fischmenschenkarate zeigen können, noch den winzigen Anteil -jujutsu, den sie beherrschte. Sie hat bloß gezeigt, dass sie sich halbwegs erfolgreich wehren konnte, ein bisschen.
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BeitragThema: Re: Der Bug   Mo Mai 09, 2016 9:39 pm

Kiwi korrigierte Ângelo auf seine Vermutung, dass Momo eine Frau wäre. "´Tschuldigung, Momo ist bei uns hier oben in der Regel ein Frauenname" sagte Ângelo ihr noch schnell zu, bevor sie sich gegen ihre drei Kontrahenten stellt, die der Freihändler und Savala ihr entgegengestellt haben. Nach der kurzen Einweisung bestätigte Kiwi ihre Bereitschaft und das sie die Regeln verstanden hatte mit einem kurzen nicken.
Dann kam das Signal und Kiwi stürmte auch schon blitzschnell über das Deck zu ihren Gegnern. Das Fischmädchen wich dem überraschten Schlag des ersten Gegners, den dieser ausgeführt hatte gekonnt aus und traf ihn mehrmals mit bloßen Händen an Schulter und Brust. Der Mann gab ein Keuchen von sich, bevor zuerst seine Waffe runterfiel und anschließend er selbst hinterher. Aber Kiwi blieb nicht stehen, denn der zweite Wachmann mit dem Gewehr wollte die Situation ausnutzen, dass sich Kiwi gerade auf den anderen Wachmann konzentriert hat und wurde beinahe zeitgleich genauso wie der erste ausgeschalten.
Das ist zwar kein Fischmenschenkarate, wie ich es gehofft habe, aber das ist auch beeindruckend dachte Ângelo.
„Sie schaltet ihre Gegner aus, indem sie verschiedene Nerven vorrübergehend blockiert. Dazu braucht man sehr hohes Wissen darüber wo solche Nervenbündel liegen und sehr geschickt sein, um die Stelle richtig zu finden“ sagte Savala und brachte auf den Punkt, was Ângelo gerade anfangen wollte zu denken.
Aber nicht nur die Sache, dass Kiwi auch ohne Karate oder Jujitsu sich zu verteidigen wusste, fiel dem Kapitän der Wintersonne auf. Ich werde ihr ein neues Outfit besorgen kam der Gedanke, als Ângelo für den Bruchteil eines Augenblickes den nackten Hintern von Kiwi zu Gesicht bekam.
Jedenfalls erkannte man bei dem schnellen Kampf gar nicht die kindlich wirkende Kiwi bis zu jenem Augenblick, als sie sich hockend die Arme über den Kopf schlug, um den drohenden Angriff irgendwie abzuwehren. Aber der Wachmann mit dem Säbel und der Axt blieb wenige Zentimeter vor ihren Schuppen mit seiner Klinge stehen und nahm sie nach einem kurzen Augenblick wieder weg. Die Zuschauer klatschten, nachdem der Kampf beendet wurde. Ângelo ging zu dem Fischmädchen und half ihr hoch. "Zwar kein Fischmenschenkarate, aber auch beeindruckend" sagte der Freihändler und grinste Kiwi an. "Zwar hast du nur zwei im Kampf besiegt, hast aber dennoch drei außer Gefecht gesetzt" dabei sah Ângelo zu dem am Boden liegenden Savala, dem ein Blutrinnsal aus der Nase lief. Er hatte genau dasselbe gesehen wie Ângelo. "Aber du hast auch irgendwie gewonnen. Auf jeden Fall neue Verehrer" fügte Ângelo noch hinzu. "Wir werden dir in der Stadt was ordentlichen zum Anziehen finden, damit man nicht bei jedem Kampf mehr sieht, als dir lieb wäre"
Weiter kam Ângelo nicht, als plötzlich der Alarm losging. Der Kapitän lauschte kurz dem Geräusch und erkannte darin den Alarm für bevorstehende Kämpfe. Die Menge löste sich Augenblicklich auf, als sie den Alarm ebenfalls erkannten. Savala rappelte sich auf und begann zunächst zögernd dann mit fester Stimme Befehle zu erteilen, dabei versuchte er konsequent Blickkontakt zu Kiwi zu meiden.
„Wir sind zwar nicht gemeint, aber im Hafen sind Kämpfe plötzlich ausgebrochen“ kam Kleo mit schnellen Schritten zu Ângelo „Zwei rivalisierende Fraktionen offensichtlich, deshalb waren auch keine Zivilisten zu sehen, die Kämpfe mussten wohl noch ein zwei Gassen hinter den Häusern getobt haben“
"Macht klar, wer hier angegriffen wird. Mein Käufer wollte mit einem Kontingent Soldaten hier am Hafen auf mich warten. Wenn es der ist, bekommt er Unterstützung. Wenn es keiner von beiden ist, dann lassen wir den Alarm bestehen und warten ab einfach. Die Kanonen sollten auf jeden Fall bereit gemacht werden und das Schiff in Stellung gebracht werden"

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BeitragThema: Re: Der Bug   Mo Mai 09, 2016 10:15 pm

Namen hin oder her, das war jetzt auch sicherlich nicht mehr so wichtig. Kiwanika würde sicher noch die ein oder andere Möglichkeit bekommen, etwas von ihren Pflegeeltern erzählen zu können, wenn die Zeit gekommen ist. Nun war ersteinmal der Kampf interessant, währenddessen Kiwanika überhaupt nicht daran dachte, dass sie lediglich das knielange, einst weiße und viel zu enge Kleidchen trug. Es ließ ihr ausreichend Beinfreiheit, wodurch sie sich bewegen konnte, wie sie es brauchte, also tat es definitiv seinen Zweck. Schließlich hockte das Fischmenschenmädchen dort, die Hände über den Kopf schützend haltend - dachte sie auch in dieser Position nicht daran, dass man mehr von ihr sehen konnte, als ihr lieb ist. Ehrlich gesagt hat sie diesen Moment schon mit Schmerz gerechnet, denn dass der letzte Gegner noch im Schlag abbricht, damit hat sie nicht mehr gerechnet. Sie ließ sich von Angelo wieder auf die Beine helfen und strich sich die viel zu langen, weißen Haare hinter die Ohren, ihn wieder etwas verlegen anlächelnd. Wieso klatschten denn alle plötzlich? "Natürlich, Fischmenschenkarate. Momo sagt, das ist besonders für Kiwanika. Sie tut niemandem weh." Sie konnte natürlich auch die für diese Kampftechnik typischen Schläge und Tritte austeilen, doch sie sollte und wollte niemanden mehr verletzen. Das ist zwar gegen ihre Natur, doch bisher hat es ganz gut funktioniert. Dass sie auch ein minimales Maß an Jujutsu drauf hat, konnte sie gerade nicht beweisen, aber es war auch noch stark ausbaufähig. Momo hat ihr immer erzählt, dass ihre Art zu Kämpfen ebenfalls zum Karate dazuzählen würde, alles andere hätte sie nur unnötig verwirrt. Sie hat sowieso einen schrägen Blick auf die Welt, das hat Momo schnell begriffen. Nun aber grinst sie, die spitzen Zahnreihen zeigend. "Drei?", gab sie fragend von sich, wobei der Blick recht schnell auf Savala fiel. "Wieso er? Sie hat ihn doch gar nicht getroffen." Etwas besorgt schien kurz ihr Blick, dann wieder von Angelos Worten abgelenkt. Auch diese Worte verwirrten sie wieder dezent. Was soll man denn sehen? Für das Fischmenschenmädchen war Nacktheit nicht so, wie für die Menschen der Oberwelt. Sie hat nie ein Problem damit gehabt, zwar reagierten alle anderen immer so seltsam, wenn sie nichts anhatte und auf die Straße ging, aber Nana hat sich immer schnell darum gekümmert. Zum Glück gab es diese Kleider, die ihr ihre Bewegungsfreiheit ließen und zeitgleich die Gesellschaft nicht erröten ließ. Ob sie nicht verstehen kann oder will, steht noch immer zur Frage. "Neue Kleider? Für sie? Sie hat noch nie etwas Neues gehabt." Über das ganze Gesicht strahlend, fuhr sie jedoch im nächsten Moment auch schon in sich zusammen. Schlagartig veränderte und kippte die gesamte Stimmung, die eben noch so angenehm war in eine gewisse Anspannung. Plötzlich liefen alle irgendwie durcheinander und schienen genau zu wissen, was sie zu tun hatten. Nicht so Kiwanika, sie blieb wie angewurzelt stehen und schaute zum Mann hinauf. "Was passiert hier? Was soll Kiwanika tun?" Wenigstens war sie dazu bereit, ebenfalls zu handeln. Angelo sprach auf einmal soviel auf einmal zu den Leuten, dass sie noch immer nicht so recht begreift, was passiert. Irgendein Angriff. Mit den großen grauen Augen beobachtete sie die Crew, bei der scheinbar jeder Handgriff sitzt und jeder genau weiß, was zu tun ist. Das war einerseits wirklich interessant, andererseits machte es ihr auch ein schlechtes Gewissen, denn sie weiß nicht wohin mit sich. So blieb Kiwanika einfach in der Nähe von Angelo, sollte dieser sich fort bewegen, käme sie einfach mit, förmlich an seinem Rockzipfel hängend.
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Ângelo Serrado

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Mai 17, 2016 9:20 pm

"Und ich dachte Fischmenschenkarate würde direkt das benutzen von Wasser sein, riesige Geysire so in der Art" dachte Ângelo. Kiwi schien zunächst sichtlich verwirrt zu sein, als der Freihändler ihr was von drei besiegten Gegnern sprach. Das Mädchen fasste zwar auf, dass es sich um Savala handelte, der hier noch als dritter besiegter hier auf dem Deck galt, doch nicht, warum sie ihn besiegt hatte. Zumal Kiwi den rothaarigen Jungen gar nicht berührt hatte. "Ihm schießt das Blut in den Kopf und in Bereichen die ich jetzt nicht nennen will, wenn hübsche Mädchen und Frauen sieht, die nicht drunter anhaben und er das dann sieht" tatsächlich hatte Ângelo es bis dato geheim gehalten, denn er wollte nicht, dass Kiwi von irgendwelchen Idioten an Bord belästigt wurde. Zumal Sie eh schon eine recht einfache Weltanschauung hatte. Sie wäre auf eine unbeliebte Art und weiße in eine neue Welt eingetaucht in die Ângelo sie langsam aber sicher dorthinein bringen wollte. Und zwar so, dass sie auch wieder von alleine daraus fand. "Er hat im Grunde nur deinen nackten Po gesehen, bei uns eher etwas was man eher selten zu Gesicht bekommt" sagte Ângelo "Ja, ich organisiere dir neue Kleidung. Ich glaube da wird auch mehr als nur eine Ausgeh-Garderobe dabei sein"
Ângelo wusste, dass jetzt noch Fragen kommen würde. Aber die Popo-Club-Geschichte fand für ihn ein glückliches Ende, da nicht nur der Bericht wegen den Kämpfen kam, sondern Ângelo auch gleich die nötigen Befehle geben konnte und so hoffte er, war die Sache für Kiwi von eben vergessen. Kiwi war natürlich verwirrt und stand etwas verloren rum, als plötzlich alles ums ie herum in ernster Geschäftigkeit überging. "Ach" begann Ângelo "Du kannst dich hier an die Reling stellen und dem treiben, was dort gleich losgehen wird durch uns, beobachten" Die Wintersonne hatte unterdessen ein Drift-Manöver ausgeführt um seitlich an die Kaimauer anzulegen, beziehungsweise die Breitseite der Kanonen besser in Stellung zu bringen. Ângelo stellte Kiwi an die Reling ab und ging ein paar Schritte zur Seite um einmal in den offenen Maschinenraum zu brüllen wie weit die Kanonenmannschaften bereit wären. Er bekam eine schnelle Antwort, dass der Befehl erst gerade eben gegeben wurde und, dass man sich ein wenig gedulden sollte. Nachdem Lyra ihm dies gesagt hatte stellte sich Ângelo wieder zu Kiwi an die Reling und schaute die Rumpfseite nach unten, wo man die Luken für die Kanonenrohre geöffnet hatte und die Laufmündung rausschob. Zufrieden stellte Ângelo auch fest, dass die Oberdeckwaffen besetzt wurden und darauf wartete, den Feuerbefehl zu bekommen.
"Kleiner Tipp, ich würde mir die Ohren zuhalten. Denn das wird jetzt ziemlich laut. Aber das sollt unsere einzige Sorge sein. Wir sollten außerhalb ihrer Reichweite sein" sagte Ângelo und seine Worte waren noch nie so falsch wie jetzt gerade eben. Kaum gesagt schlugen ein paar Kugeln und Pfeile in die Reling ein. "Oder wir zeihen den Kopf noch besser ein und halten ihn auch unten" sagte Ângelo nachdem er Kiwi an den Kopf gepackt hatte und sich mit ihr hinter die Reling gedrückt hatte. „Kanonenmannschaften melden alle Bereitschaft“ rief irgendjemand Ângelo zu. "Gut, dann lasst mal das Konzert beginnen. Feuer frei!" Der Befehl wurde weitergegeben und überall wurden die Waffen abgefeuert.

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Mai 17, 2016 10:19 pm

Das richtige Fischmenschenkarate müsste sich Angelo sicher einmal von jemandem erklären lassen, der wirklich Ahnung davon hat und nicht irgendein Halbwissen von Pazifismus getrübt gelehrt bekam. Das war sicherlich ein nett gemeinter Gedanke von Momo, doch dass Kiwanika da heute wirklich so dran zu knabbern hatte, da hat sich niemand einen Kopf drum gemacht. Zudem war das Spiel mit dem Wasser eher das Jujutsu, welches Kiwa nur in den allerersten Grundzügen konnte, es aber noch sehr stark ausbaufähig war. Das fand sie allerdings besonders interessant, leider hat Momo es ihr nicht ausreichend nahe gelegt. Wie dem auch sei. Der Erklärung vom Captain wurde gelauscht, dass es an Savalas Blut lag, dass er umgekippt ist, das verstand sie wirklich, wie erwartet, nicht. So fragend der Blick, lächelte sie verlegen. "Sie ist Schuld? Keine Absicht." Kurz wird an ihrem Kleidchen herumgezupft, welches sie dabei erneut minimal anhob. Darüber macht sich das Fischmädchen einfach keine Gedanken, bisher hat es auch niemanden gekümmert und geschämt hat sie sich auch nicht. Wofür auch? Schließlich hatte sie auch nichts anderes, als andere Frauen. Dass besonders Männer da komisch reagierten, diese Erfahrung hat Kiwanika noch nicht machen müssen, sonst wäre ihre Einstellung diesem Verhalten gegenüber sicherlich auch gänzlich anders. "Ihre erste, eigene Kleidung." Zwar gehört ihr das Kleidchen am Leib zwar auch, aber das war übrig und sie ging nun davon aus, dass sie sich die nächsten Sachen mitunter auch aussuchen dürfte. Von Fragen diesbezüglich sah sie der Situation, die über sie kam, nun ab. Fragen hat sie immer hunderte, besonders zu Savala würden ihr nun einige sehr explizite Fragen einfallen, doch alles zu seiner Zeit.
Sie tat, wie man es ihr nahelegte und wartete an der Rehling auf weitere Anweisungen. Alles wurde aufmerksam betrachtet und verfolgt, dann war Angelo endlich wieder bei ihr und rät, sich die Ohren zuzuhalten. Das tat sie auch sofort, sodass sie seine nächsten Worte gar nicht mehr vernahm. Man drückte sie runter, sodass sie gar nicht richtig verstand, wieso eigentlich. Dass über und neben ihnen ebenfalls Geschosse einschlugen, bemerkt sie erst in Deckung. "Soll sie runter gehen?" Das war jedenfalls eine unangenehme Situation, so angegriffen zu werden. Und sobald Angelo den Befehl zum Gegenangriff gab, schnellte sie erneut mit den Händen hoch und hielt sich die empfindlichen Ohren zu. Damit hat das Fischmenschenmädchen wirklich nicht gerechnet. Dabei waren sie nicht einmal an Land angekommen und es ging schon los. Von hier kann sie nicht helfen, sie war für den Nahkampf gemacht, aber bitte ohne Klingen. So hockt sie abermals dort unten, es war ihr auch egal, ob man ihren blanken Hintern wieder sehen könnte, was mit Savala passiert. Sie will jetzt einfach nicht getroffen und verletzt werden, ehe es überhaupt richtig losgegangen ist.
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BeitragThema: Re: Der Bug   Mo Mai 23, 2016 11:46 pm

Nachdem die Salve abgefeuert wurde, und der erste Rauch sich verzogen hatte, lugte Ângelo vorsichtig über die Reling. Der Lärm, den die Kämpfe eingenommen hatten, haben merklich abgenommen und statt das Klirren von Schwertern und knallen von Schusswaffen, war jetzt mehr Schreie von Verletzten und von Befehlshabern zu hören, die sich spätestens jetzt der neuen Gefahr bewusst wurden. Die eingekreiste Truppe, die sich als Ângelos Geschäftspartner rausgestellt hatte, hatte die Situation kurz nach dem donnern der Kanonen ausgenutzt und ihre bedrängten Lage mehr Raum verschafft. Die Kaimauer hatte wie der unbekannte Angreifer starke Schäden hinnehmen müssen. Große Teile waren einfach rausgesprengt worden und hatten die dortigen Soldaten mit Trümmerstücken und Steinsplittern überzogen.
Ângelo betrachtete die Szenerie wie ein Künstler sein Werk betrachtete und musste feststellen, dass die Kanonen die Sache doch dezent übertrieben haben. Es hätte auch die leichte Bewaffnung am Oberdeck gereicht. Diese waren exakter und ließen nicht zu viel Kollateralschaden zu. "Kanonen wieder einfahren und Luken schließen. Oberdeckbewaffnungen weiterhin auf die hinteren Reihen des Feindes zielen" gab Ângelo weitere Befehle von sich, die von den umliegenden Arbeitnehmern weitergegeben wurde. "Wir werden sie in die Mangel nehmen. Wenn mein Geschäftspartner es so will, kaufe ich ihm genug Zeit, damit er hier an Bord kommen kann mit seinen Gefolgsleuten" Den letzten Teil sagte er mit einer Selbstverständlichkeit und mit leicht vergnügten Unterton, zu Kiwi. Er wollte sie beruhigen, denn sie schien doch recht verstört über diese kriegerische Aktion hier zu sein. Vermutlich hatte sie noch nie so viele Feuerwaffen auf einmal in Aktion miterleben dürfen, und dann auch so nah bei sich. Der Freihändler richtete sich wieder vollkommen auf. "Schießt mir die Schützen vom Dach runter" sagte er zu dem nächstbesten Team, das eine Gatling bediente, nachdem jetzt ein paar Gestalten auf den Dächer der Stadt auftauchten und versuchten oberhalb des Winkels der Kanonen zu sein. Eine Salve später wussten sie, dass sie falsch lagen mit ihren Hoffnungen. Während die leichten Geschütze feuerten ging Ângelo wieder zum Rand wo es zum Maschinenraum runterging. Er gestikulierte solange, bis ihn Erek am Steuer bemerkte und Ângelo ihn andeutete, an den umkämpfen Kai anzulegen. Nach einem nicken des Steuermannes ging wieder Ângelo fast entspannt zu Kiwi zurück
"Ich werde das mit so wenig tödlichen Möglichkeiten hier für uns überstehen. Ich will doch nicht dich in Gefahr bringen, wo du doch zu schön bist um sinnlos zu sterben" sagte Ângelo mit einem Kompliment, das Kiwi aufheitern sollte.

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Mai 31, 2016 10:12 pm

Das war wirklich gerade ein bisschen viel für sie. Nachdem die Geschosse sich wieder reduziert hatten und schließlich gar nicht mehr herumflogen, wagte sie sich wieder etwas aufzurichten, dennoch blieb sie hocken. Die Hände nahm das Fischmenschenmädchen endlich wieder von den Ohren und legte diese auf ihre Knie, noch immer hocken bleibend. "Die Menschen kommen zu ihnen?!" Also sie meint diese, die dort auf der anderen Seite standen. Allerdings war sich Kiwanika nicht wirklich sicher, welche von denen. Naja, sicher war sie, dass jene, die schon auf Angelos Schiff schossen, es sicher nicht sein konnten.
Etwas entsetzter wurde ihr Blick, als die nächsten gesetzten Schüsse direkt auf jene Menschen, auf den Dächern gerichtet wurden, sie hat sich inzwischen wieder auf die Beine gestellt. Ja, das war wirklich gerade alles ein wenig viel, doch blöd war sie nicht. "Wieso tötet er all die Menschen?" Das war eine für sie völlig berechtigte Frage. Natürlich, sie griffen das Schiff von Angelo an, doch war das wirklich ein Grund sie gleich vom Dach zu schießen? Ein wenig überbesorgt reagiert sie dabei schon, doch die großen grauen Augen wurden wieder auf den Captain gerichtet. Was? Sie war zu schön zum Sterben? Soetwas hat noch niemand zu Kiwanika gesagt und so sah man das auch in ihrem Gesicht. Ein wenig rot ist sie um die Wangenknochen geworden, während sie sich mit den dünnen Fingern kurz durchs Haar fuhr. "Ehrlich?" Doch würde diese Situation noch lange dauern? Mit Schusswaffen konnte sie es eben auch nicht aufnehmen. Inzwischen grinste sie allerdings wieder etwas verlegen, noch völlig eingesponnen von dem wunderbaren Kompliment, welches man ihr gemacht hat. Nach einem weiteren Schuss, der sie leicht zusammenzucken ließ, klammerte sie sich nun einfach an Angelos Arm, nicht gewillt diesen sobald wieder loszulassen, ehe diese lauten Schießereien endlich ein Ende nehmen würden. Sie hoffte inständig, dass ihre Mission weniger Schießen und Klingen beinhalteten, sonst stehen ihre Chancen nicht wirklich gut.
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BeitragThema: Re: Der Bug   So Jul 17, 2016 11:03 pm

"Finde ich persönlich am besten" sagte Ângelo "Ich kann das Geschäft auch hier auf dem Schiff abschließen, die Stadt scheint gerade sehr in Aufruhr zu sein und vor allem bleihaltig"
Das Schiff des Freihändlers änderte den Kurs und würde mit einem weiten Bogen an der Kaimauer anlegen, jedenfalls dort in einem langsamen Tempo vorbeifahren um den bedrängten Käufer samt Leibwache aufzugabeln. "Dort drüben sterben gerade genug Menschen. Ich will meine eigenen nicht dazu zählen müssen" Ângelo schaute über das Deck und musste zu seiner Zufriedenheit feststellen, das lediglich zwei seiner Crewmitglieder getroffen worden waren. Aber offenbar hatten diese zwei Crewmitglieder Glück im Unglück gehabt, denn beide standen oder saßen wenigsten, während ein Kamerad die Wunde untersuchte und sie flickte beziehungsweiße Verband. "Ich mache das selber nicht gerne. Aber wer mich und meine Leute in Gefahr bringt indem er sie umbringen will, muss damit rechnen auch von uns aufs Korn genommen zu werden"
Kiwi war wirklich nicht unansehnlich, wenn man wusste dass sie ein Fischmensch war. Sie wirkte dadurch exotischer als zum Beispiel dunkelhäutige Menschen. "Kannst du mir ruhig glauben" sagte Ângelo und musste unweigerlich lächeln, als sich eben jenes Geschöpf das er gerade als Schönheit bezeichnet hatte sich an seinem Arm festklammerte. Mit der freien Hand strich der Freihändler Kiwi sacht auf dem Kopf und ihr Haar.
Die Wintersonne erreichte unterdessen die Kaimauer und es schien, das die angreifende Partei sich kurz zurückgezogen hatte, da sie nicht mit der neuen Situation zurechtzukommen schien. Es konnte deshalb der Steg ausgefahren werden und die Überlebenden an Bord gebracht werden.

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BeitragThema: Re: Der Bug   Mo Jul 18, 2016 1:56 pm

Ja, dass da drüben gerade Menschen starben, ist wohl inzwischen jedem aufgefallen, der Augen im Kopf hatte. Noch immer klammert sie sich an Angelos Arm und war auch definitiv nicht gewillt, diesen wieder loszulassen. Ihr Blick ist zwischendurch auch zu den Verletzten gewandert, denen sie dabei eine Menge Mitleid zusprach. "Es ist so grausam." nuschelt sie seinem Arm entgegen, auch wenn die Männer allem Anschein nach, sofort versorgt wurden, bleibt ein flaues Gefühl in der Magengegend zurück.
Irgendetwas geschah weiter vorne, da wurden einige der Männer, die sich an Land befanden, mit einer Art Brücke auf das Schiff gelassen. Die Situation schien sich beruhigt zu haben und dennoch klingelten ihr immer noch die Ohren, dank den ganzen Geschossen, die durch die Luft geflogen sind. Ihre Hände klammerten nun nicht mehr an Angelos Oberarm, sondern sind langsam, sich entspannend, den Arm hinab gerutscht, sodass sie nun mit beiden Händen an seiner Hand festhielt, als sorge sich Kiwanika, ansonsten in dem Chaos verloren zu gehen, welches sich hier zur Zeit abspielt. "Was sind das für Männer?", richtet sie ihre Frage wieder zu dem Captain hinauf. Es waren wirklich plötzlich soviele Leute anwesend, das überfordert ihre Sinne und auch die weißen Antennen auf ihrem Kopf, die sonst stets neugierig die Umgebung abtasteten, hatten sich flach auf ihre ebenso weiße Haarpracht niedergelegt, sodass sie kaum noch zu unterscheiden waren.
Während die Fremden auf Angelo zukamen, versteckte sich das junge Fischmädchen etwas weiter hinter dem Mann, kam aber nicht drumherum, hinter diesem hervor zu schauen, denn die verfluchte Neugier, die einmal der Katze Tod sein wird, war verdammt stark.
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BeitragThema: Re: Der Bug   So Jul 24, 2016 12:39 am

Es war in der Tat kein schöner Anblick. Der Freihändler verfolgte Kiwis Blicken, der zwischenzeitlich bei ihr zu den Verletzten gegangen war. Kiwi sagte noch etwas, was Ângelo aber nicht richtig vernahm, dafür aber den Mitleid der in der Stimme mitschwang. Er hätte ihr gerne gesagt, dass die Verletzten nochmal mit einer Narbe davon gekommen sind, aber es war in der Tat in eine grausame Welt. Ângelo konnte froh sein, dass sein Mädchen nicht das Blutbad an der Anlegestelle anschaute. Dort lagen Menschen so ineinander verdreht und verstreut rum, dass es einem Schlachthaus gleichkam, wo Schweine geschlachtet wurden waren. Abwasserrinnen, deren eigentlicher Zweck es war, Regenwasser aufzufangen und in den Hafenbecken zu leiten förderte jetzt roten Lebenssaft. Wäre der Lärm nicht um Ângelo so groß, hätte er schwören können, Stimmen zu hören, die nach Gnade riefen. Und das war nur ein Scharmützel, wie das Vorgeplänkel vor einer Schlacht dachte Ângelo und wandte sich von dem Anblick ab. Er wollte nicht, dass Kiwi bemerkte wohin der Kapitän hinsah und ebenfalls ihren Blick dorthin wendete.
Der Steg zum Schiff wurde schon wieder eingezogen, noch bevor der letzte der Männer von diesem runter auf das Deck getreten war. Die Wintersonne nahm wieder Fahrt auf und begann sich von der Kaimauer zu lösen. Die Angreifer schien es bewusst zu werden, dass ihre Beute zu entwischen drohte und starteten nochmal einen Angriff. Wobei dieser eher spontan und halbherzig durchgeführt wurde, wodurch dieser Angriff, sofern man diesen einen nennen konnte, nach einigen Warnschüssen vor deren Füßen abgebrochen wurde.
Der gerettete Käufer trat unterdessen mit seiner verbliebenen Leibwache vor Ângelo. Er hatte sein Katana weggesteckt und seine einfache Zivilkleidung zeigte deutliche Spuren des Kampfes. Auch wenn die Kleidung aus dunklem Stoff bestand, so war dieser doch feucht und schimmerte leicht rötlich. Eine Schramme am Kopf war erstaunlicherweise die einzige Verletzung die Ângelo an dem Mann sah. Allerdings war diese bereits geronnen und würde nachdiesem kurzen Gespräch auch gleich versorgt werden, denn unter den Leibwächtern schob sich schon ein junger Mann durch, der mit einem Koffer bewaffnet zu seinem Herren will um ihn zu untersuchen.
"Totoyomi Izuwa" sagte Ângelo, der damit gleichzeitig den Mann vor ihm begrüßte und Kiwi Antwort lieferte "Für euch schien das Rettung in letzter Sekunde gewesen zu sein" es war weniger eine Frage sondern mehr eine Feststellung.
„Aber Dank euch kann ich weitere Sekunden in diesem Leben genießen. Ich und meine Leute schulde euch und euer Crew mein Leben“ Wie auf ein unsichtbaren Zeichen hin nahmen die Leibwächter Haltung an. Der Mann mit dem Koffer erreichte seinen Herren und begann die Wunde zu untersuchen. Totoyomi ließ ihn gewähren, und führte das Gespräch fort, so, als wäre er nicht gerade dem Tod von der Schippe gesprungen.
"Keine Ursache. Ich habe was dagegen wenn man mir meine Käufer vor dem Geschäftsabschluss umbringt"
Die Wintersonne passiere gerade wieder die Hafeneinfahrt und nahm einen Kurs an der Küste entlang auf.

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BeitragThema: Re: Der Bug   So Jul 24, 2016 2:16 pm

Im Fischmenschenbezirk ging es auch nicht immer harmlos zu, Schlägereien und auch Messerstechereien waren an der Tagesordnung und Kiwanika selbst ständig Augenzeugin von solch brachialer Gewalt, die somit ihr Leben schon immer überschattet hat. Doch es war nicht vergleichbar mit den Geschehnissen, die sie sich hier mit anschauen musste. Schusswaffengebrauch, seien es Kanonen oder Handfeuerwaffen, gab es in ihrer Heimat nicht, niemand konnte es sich dort leisten. Nur wenn hin und wieder die königliche Garde im Bezirk für Recht und Ordnung gesorgt hat, konnte sie solche sehen, allerdings wurden sie nie in ihrer Anwesenheit auch eingesetzt. Das Ausmaß ist immens und sehr erschreckend. Es war vielleicht besser so, dass Angelo ihre Aufmerksamkeit nicht auf das restliche Massaker wandte. Große Blutmengen ließen sie seltsam werden, da kommt das Fischmenschenblut durch und ein gewisser Drang, sowie Hungergefühle. Es würde einfach nichts Gutes in dem Mädchen auslösen, zumal sie immernoch von der Grausamkeit völlig überrascht wurde. Dabei dachte sie immer, sie hätte schon alles gesehen und wäre absolut abgehärtet - so war es aber nicht.
Noch immer klammert Kiwanika an Angelos Hand und war auch definitiv nicht gewillt, diese freiwillig wieder loszulassen. Auch ist sie verhältnismäßig ruhig geworden, auch wenn sie so schon nicht viel sprach, doch kaum Worte verließen ihre Lippen. Da man ihre Fragen beantwortet hatte, versucht sich Nika ausschließlich auf die Neuankömmlinge zu konzentrieren, schaute zu, wie man den Mann bandagierte.
Irgendwie trat in ihrer Brust ein angenehmes Gefühl auf, als sich der Fremde so bei Angelo für die Rettung bedankt, genau das ist es, was auch sie machen will. Leute retten, dafür ist sie schließlich mit hier her gekommen. Leicht lächelnd und die spitzen Zähnchen zeigend, versteckte sie sich wieder etwas mehr hinter dem Mann, als habe man ihr ebenfalls gedankt und sie schäme sich dafür. Sie lauscht den nächsten Worten und blickt zu Angelo hinauf, den Kopf fragend schief legend. Ja, er sagte es immer wieder. Käufer. Aber was zur Hölle kauft oder Verkauft Angelo eigentlich? Inzwischen weiß sie ja, sie ist auf einem Handelsschiff, doch wo waren die Waren? Die hat sie noch nie zu Gesicht bekommen und ohne seine Hand loszulassen, zupft sie mit der anderen an seiner Kleidung, unbedacht dessen, dass er sich ja gerade unterhielt. Doch was raus muss, muss eben raus und am Ende vergaß das schusselige Fischmenschenmädchen noch, was sie fragen wollte. "Womit handelt er?" Da sie so lange still gewesen ist, mag die Frage aus dem Kontext gerissen sein, doch nicht für sie. Kiwi ging davon aus, dass jeder, oder zumindest Angelo, genu wusste, was in ihrem hübschen Kopf vor sich ging. Und sie würde sich auch nicht so einfach abwimmeln lassen, jedenfalls nicht ohne einen verdammt guten Grund.
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BeitragThema: Re: Der Bug   So Jul 24, 2016 9:24 pm

Ân gelo spürte plötzlich ein leichtes ziehen an seiner Kleidung und schaute zu der Ursache. Er hatte Kiwi etwas aus seinen Gedanken verdrängt gehabt und sollte eigentlich nicht überrascht sein, dass sie immer noch bei ihm war. Und die Frage, die sie stellte, war etwas zweischneidig. Sollte er ihr sagen mit was er handelte? Dann würde Kiwi sicherlich Angst bekommen oder Abscheu und eine Distanz zu dem Freihändler aufbauen. Nein, das konnte er nicht machen. Sie würde sich wieder fremd auf diesem Schiff fühlen. Womöglich sogar abhauen. Also was dann? Lügen? Wenn sie herausfindet was los wäre, wäre der Ärger doppelt so groß. Ângelo stand vor Pest oder Cholera. Keine rosige Aussicht. Und dabei wollte er bei dem Mädchen was schon jede Nacht bei ihm schlief erfolgreich landen. "Äh weißt du…" versuchte Ângelo die Zeit zu überbrücken.
„Mit Waffen“ sagte Totoyomi statt Ângelo „Was er noch so alles auf sein Schiff lädt weiß ich nicht. Aber es dürfte sicherlich das wertvollste vom wertvollstem sein. Vielleicht noch Sklaven? Sie ist doch ein Fischmensch. Und mit der Kleidung sicherlich nicht Teil deiner Crew. Ist sie vielleicht eine … Mein Gott Herr Serrado, was soll dieser Tanz?“
Ângelo schaute entgeistert zwischen Totoyomi und Kiwi hin und her. Zu dem Osmanier gab er Gesten, dass er sein Mund halten soll und zu Kiwi versuchte er mit beschwichtigen Händen und flehenden Worten wie: "Waffen? Noch nie mehr an Bord gehabt als nötig" oder "Ich habe noch nie mit Sklaven gehandelt". Letzteres war sogar die Wahrheit. Aber ob das Kiwi jetzt so einfach glaubte war eine andere Sache.
"Nein Kiwanika ist keine Sklavin. Sie wollte hier nach Osman, weil sie dem Land Frieden schenken wollte" schlussendlich konnte Ângelo einen klaren Gedanken fassen und wenigstens den Irrtum Kiwi seine eine Sklaven korrigieren.
Totoyomi war allerdings noch nicht vollends überzeugt und deutete abermals auf Kiwis Kleidung. „Ist sie vielleicht deine Liebhaberin? Das kurze Kleid ist ja sehr…“ „Der Käpt´n hat eine Liebhaberin“ kam es von weiter hinten. Jetzt mischte sich auch noch Lyra ein. Aber zu Ângelos Glück blieb es bei dieser einzigen Bemerkung der Schiffszimmerfrau.
"Sie hat nur dieses eine Kleid und ich hatte noch keine Gelegenheit gehabt ihr ein neues zu kaufen" antwortete Ângelo.
„Wenn das so ist werde ich ihr eines besorgen. So gesehen als Geschenk für die Rettung, wenn du schon kein Geschenk haben willst“ sagte der Käufer. Ângelo nickte bestimmend, denn er wollte tatsächlich wegen dieser simplen Rettungsaktion nicht unnötig dem Mann zur Last fallen.
„ Wenn ihr mir jetzt sagen könnt wo ich mit einigen Untergeben an Land in Verbindung treten kann, dann wäre ich sehr dankbar“
"Auf der Brücke haben wir eine Funker-Station mit Teleschnecken jeglicher Art" sagte Ângelo und beorderte einen seiner Leute Totoyomi zur Brücke zu führen. Ângelo wollte sich anhören oder ansehen, was Kiwi zu all dem zu sagen hatte. Wobei, wenn Ângelo ehrlich zu sich war, wollte er das nicht.

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BeitragThema: Re: Der Bug   So Jul 24, 2016 11:22 pm

Egal, wie Angelo sich entscheiden sollte, es würde icherlich nicht all zu gut für ihn ausfallen. Doch der fremde Mann nahm ihm diese Entscheidung ab, zu Nikas Verwunderung, die eigentlich von Angelo selbst ihre Antwort erwartet hatte. Dass er so stammelnd angefangen hat, registrierte sie gar nicht so richtig, also auch nicht den Umstand, dass er sich eventuell heraus reden wollte. "Waffen?", wiederholte sie schließlich leise, als wolle sie sichergehen, dass sie ihn auch richtig verstanden hatte. Der Druck auf Angelos Hand wurde noch etwas fester, auch wenn sie sich dabei eigentlich an den völlig falschen klammerte. Sklaven? Dazu sagte sie schon nichts mehr, doch für einen Moment schien ihr Mund offen stehen zu bleiben. Erst Angelos Gezappel holte sie zurück in diese Welt, denn das spürte sie ebenfalls über seine Hand. Die Antennen auf ihrem Kopf, die sonst immer neugierig die Umgebung abtasteten, hingen nun hinab, dass sie von der weißen Haarpracht kaum noch zu unterscheiden waren.
Tausende Gedanken schossen ihr sofort durch den Kopf, sodass ihr gar keine vernünftige Antwort darauf einfiel, dass man auch sie gerade für eine Sklavin hielt. Natürlich, mit dem knappen Kleid, war es dem Mann wohl kaum zu verübeln, und Angelo versuchte sich heraus zu reden. Sie lockerte langsam den Griff um seine Hand und ließ ihn endlich ganz los, die Arme vor der Brust verschränkend, war sie deutlich angesäuert. Da wurden die nächsten Worte, über das Liebhaberindasein gekonnt ignoriert, was auch noch durch eine bekannte Frauenstimme verstärkt worden ist. Lyra natürlich wieder, aber die hatte Kiwanika sowieso gefressen und gab nichts auf deren Worte.
Dass sie nur das eine Kleid hatte, war wahr und absolut richtig, auch dass man ihr etwas Neues kaufen wollte. Das Angebot, ihr eines zu schenken, ließ ihre Mimik wieder etwas auflockern, doch der Fremde hatte ihr auch nichts getan. Es war normal, dass Fischmenschen von normalen Menschen so behandelt wurden, darüber hat sie gelesen und musste damit klar kommen. Doch, dass Angelo ihr das nicht vorher schon gesagt hatte. Gut, sie hat vielleicht auch nicht vorher nachgefragt, doch damit hatte sie nun überhaupt nicht gerechnet. Während er noch etwas mit dem Fremden besprach und ihn fortschickte, blieb sie wie festgewachsen an Ort und Stelle stehen.
Glücklicherweise kam man auch zu ihr zurück, auch wenn sein Blick sagte, dass er das wohl nicht gerne tat. Sie war eigentlich so eine emotionale Persönlichkeit, musste alle Gefühle immer gleich zum Ausdruck bringen. Nun hat sie schon einen Menschen getroffen, der nett zu ihr war und sie auf ihre Friedensmission mitnahm, doch... wenn er Waffen in dieses Land brachte, würde es das sicher nicht besser machen. "Ist das wahr?", kam zunächst nur wieder sehr ruhig von ihr. Immerhin konnte der andere Mann auch gelogen haben, allerdings sprachen Angelos Reaktionen eher weniger davon. Wenn er näher kam, würde er sehen, dass sie ganz leicht zitterte. Soviele Gefühle, die in diesem Moment in ihr aufkamen, wollten raus. Wut, Trauer, Enttäuschung. Doch zuerst muss geklärt werden, ob das denn der Wahrheit entspricht und dann würde sie reagieren, nur vielleicht nicht mehr entsprechend.
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BeitragThema: Re: Der Bug   Sa Jul 30, 2016 11:22 pm

Zweimal. Zweimal wollte Ângelo zum Sprechen ansetzten, aber seine Stimme oder seine Gedanken hinderten ihm daran. Er saß jetzt in einer Zwickmühle. Was sollte er jetzt sagen?
"Ja, es sind Waffen hier an Bord geladen" Ângelo entschied sich schlussendlich für die Wahrheit "Und ich wollte sie auch diesem Mann hier verkaufen" der Händler deutete auf Totoyomi. "Ich erahne was du denkst, Kiwi" sagte Ângelo mit einem Blick zu ihren hängenden Antennen. Kurzerhand griff Ângelo nach ihren Händen und umschloss sie sanft mit seinen…Pranken. Er merkte, dass sie zitterte. Offensichtlich hatte sie unter anderem Angst. Und wenn Ângelo ehrlich zu sich war, wollte er nicht das das Mädchen vor ihm Angst hatte. "Bitte. Habe keine Angst. Ich will dir das ganze erklären. Ich habe mich über den Mann der die Waffen kauft gründlich vorher informiert. Er will die Waffen nicht für seine eigenen Zwecke missbrauchen. Er hat diesen Krieg so satt wie vielleicht kein anderer hier auf dieser Insel. Er hatte seinen Vater durch einen Attentäter einer verfeindeten Familie verloren und mit ganz jungen Jahren zum Oberhaupt seiner eigenen Familie samt Clan geworden. Er weiß allerdings, dass er mit Worten und Geld hier nichts mehr erreichen kann und hat nun vor mit Waffengewalt dieses Problem zu beenden. Im Grunde ist er in dieser Hinsicht dir sogar ganz ähnlich. Nur verfolgt er dies auf einen anderen Pfad, aber mit demselben Ziel. Ob er das schafft was er sich da vorgenommen hat, weiß ich nicht, aber man kann an Totoyomi glauben. Auf der Reise habe ich festgestellt, dass ich eigentlich dich nicht alleine auf diese Insel lassen will. Ich will nicht, das dir was passiert. Und das wäre egal gewesen, ob ich die Waffen geliefert hätte oder nicht, diese Insel ist voll mit Leuten die ohne zu zögern dich umbringen wollen, weil sie der Krieg hier von Wert ist, ja sogar ihr Leben. Verzeih mir bitte, dass ich dir nichts über meine wahren Händleraktivitäten aufgeklärt habe, aber ich wollte Sichergehen, das du nicht bei dem erstbesten Sklavenhändler landest, der dich verkauft hätte und du Unfrei geworden wärst bis an dein Lebensende" Ângelos Entschuldigungs- und Rechtfertigungsrede hatte er so sanft und ehrlich gestaltet wie er nur konnte. Es war jetzt an Kiwi sich zu entscheiden.

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Kiwanika

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BeitragThema: Re: Der Bug   So Jul 31, 2016 12:46 pm

Ihr Blick wurde wieder deutlich düsterer, als Ângelo nun schlussendlich zugab, dass wirklich Waffen an Bord gelagert worden sind. Nun, wie soll sie darauf reagieren? Angemessen reagieren? Doch ehe sie zu einem Entschluss kam, sprach er auch schon weiter und sie beschloss, seinen weiteren Worten noch eine Chance zu geben, ehe sie wirklich wütend wurde. Die Waffen waren zu Verkauf da, an diesen Mann, der offensichtlich von dieser Insel kam. Das schien alles sehr eindeutig zu sein, das sagte auch ihr Blick. Doch Ângelo griff ihre Hände und spürte ihr Zittern. Ja, Angst hatte sie auch. Zwar jetzt nicht direkt vor dem Mann selbst, eher vor seinen Plänen und Vorhaben. Dennoch ließ sie ihre Hände in den seinen ruhen und lauscht auch seinen nächsten Worten still, von denen es plötzlich immer mehr wurden.
"Aber wenn sie das gewusst hätte... wäre sie nicht mit ihm gegangen.", gab sie offen und ehrlich von sich. Allerdings schienen sie seine Worte auch etwas zu besänftigen, denn sie hatte nicht den blassesten Schimmer, was sie hier überhaupt erwarten würde. Sklavenhändler kannte sie ja schon von der Fischmenscheninsel, zumindest aus Erzählungen, doch was hier an der Oberwelt wirklich vor sich ging, davor war sie in ihrer Blase immer behütet worden. Kiwanika wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte, doch die Tränen stiegen ihr dennoch unwiderruflich in die Augen. "Aber wieso hat Ângelo sie dann überhaupt mitgenommen?", quängelte sie weiter. Natürlich, das Fischmenschenmädchen hätte sich damals keinefalls mit einem einfachen 'Nein' abspeisen lassen und wäre früher oder später dann alleine auf nach Osman gekommen. Vielleicht war es auch einfach so am Besten.
Endlich rollten doch die Tränen über ihr Gesicht, das war einfach so unfair. Nika wollte doch nur helfen und jetzt ließ man sie nicht, weil sie nicht stark genug war? Gut, da war bereits viel Eigeninterpretation drin, doch Ângelo schien sich Sorgen um sie zu machen. Man sollte sie nicht fangen, nicht als Sklavin verkaufen. Er hatte ja gesehen, dass sie nur gegen bestimmte Kämpfer etwas ausrichten konnte, vielleicht hat er sich auch darum Gedanken gemacht. "Sie will doch nur helfen.", schniefte sie nun und löste vorsichtig eine ihrer Hände aus seinen, um sich die Tränen vom Gesicht zu wischen.
"Was soll sie jetzt machen?" Das wusste sie gerade wirklich nicht. Wie es schien, gab es keine Chance, dass sie zusammen mit ihm auf die Insel geht und einfach allen Frieden bringt, wie sie es sich so wunderbar erträumt hatte. Dass dieser Traumgedanke fernab aller Realität war, ist ihr dabei gar nicht so bewusst, denn Nika hat ein verschobenes Weltbild und legt sich immer alles so einfach zurecht, wie sie es haben wollte.
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Ângelo Serrado

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Aug 02, 2016 2:12 pm

Wenn jetzt Ângelo so über seine Worte nachdachte merkte er erst was er da gerade gesagt hatte. Es entsprach zum größenteilen seine Gefühle. Außerdem war er kaum für solche Sachen wie Gefühlsdusselein zu haben, aber hin und wieder passierte es, dass der Romantiker oder auch der gutherzige Philosoph in Ângelo siegte.
Kiwi teilte ihm mit, dass, wenn sie gewusst hätte, dass er Waffen handelte, ihn gar nicht erst begleitet hätte. Etwas, was Ângelo nicht gefiel. Aber er konnte es auch Kiwi nicht verübeln. Sie wollte es auf ihre Art lösen. Mit Diplomatie und was machte er? Die Spannungen zwischen den Konfliktparteien erhöhen. Manchmal konnte sich Ângelo glatt eine selbst verpassen.
"Ich Dummkopf. Ich hätte dir gleich sagen sollen was ich vorhabe" sagte Ângelo zunächst "Ich wollte dich unter anderem nicht unter diesen Schurken auf dem Sabaody Archipel lassen. Ich habe mir was außerdem erhofft gehabt mit dir, aber das ein andermal" Ângelo überlegte warum er eigentlich Kiwanika mitgenommen hatte. Waren es wirklich nur die beiden Sachen? Offensichtlich.
Das Fischmädchen kämpfte offenbar mit ihren Tränen. Jetzt wollte sich Ângelo das zweite Mal eine klatschen. Einem Mädchen zum Weinen zu bringen? Wenn er eine daneben stehende Person gewesen wäre, hätte er den Verursacher eine Standpauke gehalten und selber eine Gescheuert.
"Wie wäre es damit. Wir machen das hier Zu Ende und anschließend schauen wir mal auf einer friedlicheren Insel nach was wir anstellen können. Und bitte keine Tränen an Bord." letzteres sagte der Händler mit ein paar aufmunternden Worte wieder und wischte mit einer Hand die Tränen weg, dann nahm der Händler Kiwi ganz sachte in seine Arme, damit sie sich wieder beruhigte.

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Kiwanika

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BeitragThema: Re: Der Bug   Di Aug 02, 2016 4:51 pm

Das waren wirklich viele Worte, die man ihr entgegen gebracht hat und dadurch vielleicht auch ein wenig zuviel, dass sie nicht alles auf Anhieb verstand. Nachdem er also noch zugab, dass er vielleicht einen Fehler gemacht hatte und ihr nicht direkt die Wahrheit sagte, nickte sie wieder sanft. Ja, damit hatte er wohl absolut recht. Schurken auf dem Archipel? Das verstand sie nicht, doch noch verwirrender waren die folgenden Worte. Sich etwas mit ihr erhofft haben? Wie hatte sie das jetzt zu verstehen? Einen kleinen Augenblick lang, dachte Kiwanika darüber nach, ob sie ihn fragen sollte, was genau er damit meinte, doch da sprach der junge Captain auch schon weiter. Abermals nickte sie sanft und fand sich urplötzlich auch schon in den Armen des Mannes wieder. Keine Tränen, huh? Auch wenn sie immernoch schniefen musste, lächelte sie wieder leicht und legte auch die schlanken Arme um seine Hüfte, einen Moment in dieser Innigkeit die Augen schließend, ehe sie zu ihm hinauf sah. "Sie muss stärker werden!" Das war jetzt alles, was ihr noch dazu einfiel. Denn wenn sie stärker wurde, dann würde Angelo sie ja vielleicht doch früher oder später auf ein etwas gefährlicheres Abenteuer mitnehmen, ebenso wie dieses hier auf Osman.
Dadurch vergaß sie glatt nachzufragen, was er mit seinen vorherigen Worten so genau gemeint hat. Es war vielleicht wichtig, doch dann wird er es doch sicher nochmals ansprechen. Nun, sich selbst dafür bestrafen, dass er Nika zum Weinen gebracht hat, wäre unklug. Bisher gab es zwar nicht viele Gründe, doch sie war so emotional, sie weinte eigentlich ständig. Und so schlecht hat der Captain die Situation doch auch nicht gelöst, immerhin konnte Kiwanika wieder lächeln und es liefen auch keine salzigen Tränen mehr aus ihren Augen, also war alles fast wieder gut. "Wenn sie nicht auf die Insel geht... was ist dann ihre Aufgabe? Sie muss doch nützlich sein." Und den Menschen die guten Seiten der Fischmenschen näher bringen, die sie selbst zumindest sah. Dass sie einige Dinge etwas anders sah, als andere Personen sollte ihm ja inzwischen schon aufgefallen sein.
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